Mai-Kundgebung: Gewerkschaftsboss Sommer wettert gegen "gierige Eliten"

dapdSparpolitik zu Lasten der Beschäftigten, noch immer keine Finanzmarkt- und Reichensteuern: DGB-Chef Sommer hat die Bundesregierung für ihre Krisenpolitik scharf kritisiert. Auf den Mai-Kundgebungen kündigten die Gewerkschaftsvertreter für die nächsten Monate zudem harte Tarifkämpfe an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830767,00.html
  1. #40

    Alle Gewerkschaften haben in den letzten zwanzig Jahren an Macht erheblich verloren. Dieses ist so von der Regierung gewollt. Gesetze und Verordnungen haben die Arbeitnehmer entmachtet. Der BGB kann nur noch stillhalten und Beiträge kassieren. Ich bin ausgetreten, ich rede mit meinem Chef und verhandle mein Lohn selber! Der DGB kann mir da auch nicht helfen. Streik vernichtet Arbeitsplätze. Her Sommer soll mal in Rente gehen !
  2. #41

    Biedermann

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Das wird ja immer lustiger.

    Der DGB sieht also Nichtmenschen, welche den Staat plündern.
    Außerirdische wahrscheinlich, oder Delphine, oder weiße Mäuse.

    Genau diese Argumentation ist Wasser auf die braunen Mühlen.

    Denn es ist keineswegs so, daß das Streben nach Geld ein Privileg von Monstern ist, die als Fremdkörper in die Gesellschaft dringen, und auch Eliten entstehen nicht in den Genlaboren der Romulaner, sondern sie wachsen aus der Mitte der Gesellschaft und sind dort verankert.

    Die meisten Leute versuchen, an Geld zu kommen. Der ALG2-Empfänger füllt seine Anträge aus, weil er Geld haben will, der Kamikehrer kehr Kamine, weil er Geld haben will, und der Konzernchef führt den Konzern zum Erfolg, weil er persönlich sich davon einen Gewinn verspricht. Es können noch andere Motive dazukommen - der ALG2-Empfänger schätzt vielleicht das gemütliche Leben auf dem heimischen Sofa, der Kaminkehrer freut sich vielleicht, wenn ein Kamin wieder ordentlich sauber ist, und der Konzernchef freut sich vielleicht, wenn seine Produkte die besten und beliebtesten sind und ihm gelungen ist, mit dem Gewinn auch die Arbeitsplätze zu sichern. Gemeinsam ist allen das Streben nach Geld, und das hat in unterschiedlichem Ausmaß Erfolg.

    Die Linken treffen sich mit den übelsten Rechten in der Darstellung, Leute auszugrenzen, denen gelingt, was die meisten versuchen. Aus Menschen, die genau wie die meisten anderen nach Geld streben, werden, sobald das gelingt, Gegner oder gar Feinde, die es zu schröpfen oder gar zu bekämpfen gilt.

    Viel klüger wäre, ehrlich zum gemeinsamen Interesse zu stehen, nämlich zum Wunsch nach Geld, und denen nachzueifern, denen offenbar gelingt, diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen. Statt dessen stellen die Dummenfänger es dar, als könne dies gar keinem Menschen gelingen, sondern nur irgendwelchen Monstern, und wenn anfang Mai die Dummheit Blüten treibt, bilden sich einige sogar ein, indem man diesen eingebildeten Monstern verbietet, Geld zu haben, sorge man automatisch dafür, daß es den übrigen Menschen besser geht.

    Dieser Irrtum hat schon viel Leid angerichtet und viel Glück verhindert.
    Doch! Es sind Nicht-Menschen, die den Staat und uns alle plündern. Das „Streben nach Geld“ heißt auch Gier: Je mehr Geld, desto besser! Und wenn dabei andere Menschen draufgehen (in Kriegen z.B.), ganze Welten zerstört werden (unsere Umwelt), Kriminelle die „Geschäfte“ beherrschen (Mafia, aber auch biedere Brandstifter in Banken) – alles ist der Gier nach Geld geschuldet. Und wenn Sie sich mal die Geschichte gerade der Nazis ansehen, werden Sie feststellen, dass eine Ursache ihres Emporkommens gerade auch die Gier der Reichen nach noch mehr Geld war, und wieder die Gier nach dem Geld der kleinen Leute: Weshalb verdiente Krupp an der Rüstung? Weshalb so viele andere deutsche Firmen am Tod der KZ-Häftlinge? Immer war die Gier nach noch mehr Geld die Ursache!
    Es sind tatsächlich Monster, die ihr blutiges Geldgeschäft betreiben! Und die stammen nicht von einem anderen Stern! Wirklich, wenn man diese Gier nicht in den Griff kriegt, fliegt uns unsere Welt bald um die Ohren. Auch um Ihre!
    Der schwachsinnige Vergleich der Linken mit den Rechten ist so abgedroschen, dass ich darauf gar nicht erst eingehe! Sie selbst sind der Brandstifter, dem man in den Arm fallen muss!
  3. #42

    Die Gewerkschaften haben in der Vergangenheit doch gut gelebt mit kollektiven Ausbeutung der Zulieferer zugunsten der Konzerne und der dortigen, gut organisierten Arbeitnehmer. Der Arbeitnehmer bei Zulieferer darf es ausbaden.

    Gerechtigkeit ist bei vielen doch nur ein anderes Wort für egozentrische Interessen, auch bei den Gewerkschaften.
  4. #43

    Hm, komische Eliten hier im SPON Forum.
    Ihr seid doch gar nicht angeprochen von dem was Sommer meint.
    Was soll die künstliche Aufregung?

    Oder habt ihr eure Kids alle im Privatinternat in der Schweiz erziehen lassen und fahrt den neuen Ferrari oder Rolls Royce nach Monaco spazieren?

    Pures Neidbellen der geschröpften Mittelschicht und Pensionärstreffen der ehemaligen Adenauer und Kohlfetischisten hier im Thread, sonst nix.
    :)

    Anstelle sich zu freuen das in Schland die Gewerkschaften so schön brav kuschen hauen die einen darauf herum und die welche sich von den Bossen verraten fühlen liegen faul auf dem Sofa mit dem Bier in der einen und der Maus oder dem Touchpad in der anderen Hand und tun ein wenig so als hätte ihnen jemand gesagt das es den Weihnachtsmann nicht gibt.

    Verkehrte Welt. Wenn nur so wenig bei den Kundgebungen sind bedeutet das nicht es wäre alles in Butter, oder ... ?

    Gewerkschäft as usual... Ahoi Pirata!
  5. #44

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Auch DGB-Chef Sommer verdient mehr als unsere Bundeskanzlerin oder unser Bundespräsident.
    Würde er das ernstnehmen, was er sagt, würde er sein völlig überzogenes Gehalt aus Beiträgen der Arbeiter erst mal selbst kürzen!
    Na ja, er verdient ca. 100 000 € weniger pro Jahr, und das ist in seiner Position akzeptabel.
    Da gibt es andere Frühstücksdirektoren, deren überzogenes Gehalt wirklich auf Schienen daherkommt, plus stattlicher Altersversorgung. Schauen Sie sich mal bei den GEZ Intendanten um.
    Ich bin kein Gewerkschafter und ich finde vor allem, dass dieser Verein einige neue Ansätze in moderner Gestaltung und Alimentierung von Arbeitsplätzen kreieren müsste, aber dass die Gier, vor allem der Finanzeliten, jenseits allen Verstehens liegt, findet selbst der Papst und was verdient der eigentlich?
    Da ist nichts, aber auch gar nichts überzogen an Sommers Statement.
    ''Wem genug nicht reicht, dem ist nichts genug.'' oder so ähnlich. Epikur.
  6. #45

    Gewerkschaften sind unverzichtbar

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Auch DGB-Chef Sommer verdient mehr als unsere Bundeskanzlerin oder unser Bundespräsident.
    Würde er das ernstnehmen, was er sagt, würde er sein völlig überzogenes Gehalt aus Beiträgen der Arbeiter erst mal selbst kürzen!
    Aber so viel wie Konzernchefs, Bankvorstände und Finanzalchemisten wird er nicht verdienen, und Boni wird’s auch nicht geben. Die Aussagen und Forderungen von Sommer mögen ja aus seinem Munde schal klingen und auch heuchlerisch sein. Nichtsdestotrotz sind sie richtig, und es tut gut, wenn sie im Fernsehen zu hören sind.

    Die Gewerkschaften haben viel falsch gemacht, aber als Arbeitnehmervertretung sind sie unverzichtbar. Ich kann nur hoffen, dass die Gewerkschaftsführung die Zeichen der Zeit erkannt hat und die richtigen Analysen und Erkenntnisse zu entsprechendem Handeln führen. Das Strammstehen vor den Pfeffersäcken muss der Vergangenheit angehören!
  7. #46

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparpolitik zu Lasten der Beschäftigten, noch immer keine Finanzmarkt- und Reichensteuern: DGB-Chef Sommer hat die Bundesregierung für ihre Krisenpolitik scharf kritisiert. Auf den Mai-Kundgebungen kündigten die Gewerkschaftsvertreter für die nächsten Monate zudem harte Tarifkämpfe an.

    Mai-Kundgebungen: Gewerkschaften attackieren "gierige Eliten" - SPIEGEL ONLINE
    Der DGB-Slogan "Gute Arbeit für Europa" dürfte wohl eher ein etwas ungutes Gefühl in der Magengegend der meisten Arbeitnehmer in Deutschland auslösen - für Europa haben die hiesigen Arbeitnehmer schon mehr als genug von ihrer guten Arbeit abgezogen bekommen.
  8. #47

    Stimmt auffallend

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sparpolitik zu Lasten der Beschäftigten, noch immer keine Finanzmarkt- und Reichensteuern: DGB-Chef Sommer hat die Bundesregierung für ihre Krisenpolitik scharf kritisiert. Auf den Mai-Kundgebungen kündigten die Gewerkschaftsvertreter für die nächsten Monate zudem harte Tarifkämpfe an.

    Mai-Kundgebungen: Gewerkschaften attackieren "gierige Eliten" - SPIEGEL ONLINE
    Besonders wenn ich an die Bonzen der Gewerkschaften denke..Nichts leisten, vom Geld der Mitglieder aber ein Luxusleben führen...Immer mal schöne Reden schwingen...Porsche-Ernst, Sommer und wie sie alle heißen mögen.
    Der DGB hat sich ja schon unternehmerisch versucht. Ging das nicht komplett in die Hose, weil sie nix können?
    Und wie sehr haben sich die Mitarbeiter über die miese Behandlung beschwert.
    Wie erkennt man Gewerkschaftler: Mit glasigen Augen und Bierbauch einer Fahne hinterherlaufen, trillern, trommeln und gröhlen.
    Hatten wir das denn nicht schonmal?
  9. #48

    QED: Typisch rote Propaganda

    Zitat von westpfälzer Beitrag anzeigen
    ----------
    hatte nicht G. Schröder das Füllhorn über der Neuen Heimat ausgeschüttet. M.W. ist dieser Herr SPD-Mitglied und auch einer der gierigen Eliten!!!
    die eigenen Sauererien dem Gegner anzudichten
  10. #49

    Es gibt Menschen die können nicht verstehen das sich auch
    Gewerkschafter Spitzenpositionen erarbeiten können und
    anständig dafür bezahlt gehören.Es steht Jeden frei zu versuchen dort hin zu kommen,allerdings darf man keine
    Pfeife sein wie so mancher "Kommentator"