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Mahnmal in Nantes: Die späte Reue der Sklavenhandel-Metropole

Chateau des ducs de Bretagne/ Musée d'histoire de NantesVertuscht, verdrängt, vergessen: Die Sklaverei hat Frankreichs Atlantik-Metropole Nantes einst reich gemacht. Jetzt hat die Stadt am zentralen Ort des Schreckens ein Mahnmal errichtet. Die Widerstände waren noch fast 200 Jahre nach Abschaffung des Menschenhandels groß.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...828112,00.html
  1. #1

    Sarko sollte als "Widergutmachung" (und zu Sicherstellung eines bleibenden europäischen Einfluß in Afrika) ein panafrikanisches Entwicklungsprojekt initiieren. Man sollte entsprechende Initiativen nicht nur den Chinesen überlassen. Ein möglicher Anfang könnte ein panafrikanisches Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetz auf der Basis des französischen TGV sein. Eine solche Initiative, die ganz nebenbei auch der europäischen Rohstoffversorgung dienen könnte, würde viele Arbeitsplätze in Frankreich sichern und könnte wahlentscheidend sein.
  2. #2

    Sarko sollte als "Widergutmachung" (und zu Sicherstellung eines bleibenden europäischen Einfluß in Afrika) ein panafrikanisches Entwicklungsprojekt initiieren. Man sollte entsprechende Initiativen nicht nur den Chinesen überlassen. Ein möglicher Anfang könnte ein panafrikanisches Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetz auf der Basis des französischen TGV sein. Eine solche Initiative, die ganz nebenbei auch der europäischen Rohstoffversorgung dienen könnte, würde viele Arbeitsplätze in Frankreich sichern und könnte wahlentscheidend sein.
  3. #3

    "...Die Stadt, heute bekannt für das Schloss der Herzöge von Burgund, ..."!
    Wenn Herr Simons auch noch erklären könnte, wo in Nates oder überhaupt der Bretagne sich dieses Schloss befindet, wäre ich von seinem Wissen noch mehr beeindruckt.
  4. #4

    Zitat von Thomas Schröter Beitrag anzeigen
    Sarko sollte als "Widergutmachung" (und zu Sicherstellung eines bleibenden europäischen Einfluß in Afrika) ein panafrikanisches Entwicklungsprojekt initiieren. Man sollte entsprechende Initiativen nicht nur den Chinesen überlassen. Ein möglicher Anfang könnte ein panafrikanisches Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetz auf der Basis des französischen TGV sein. Eine solche Initiative, die ganz nebenbei auch der europäischen Rohstoffversorgung dienen könnte, würde viele Arbeitsplätze in Frankreich sichern und könnte wahlentscheidend sein.
    Sie kapieren es nicht!
    Die afrikanischen Machthaber wollen keine europäischen Projekte. Euopäer fragen zuviel und fordern zuviel. Die Chinesen zahlen ihre Rostoffe, bauen ihre Projekte und was mit dem Geld geschieht ist ihnen egal. Die afrikanischen Präsidenten bauen sich halt lieber neue Paläste, statt den Armen zu helfen.
  5. #5

    Diese steht im Gegensatz zum Gesetz, das vor wenigen das frz. Parlament erlassen hat, das sagt, dass die Kolonisierung im Grossen und Ganzen positiv einzuschätzen ist. Dieser Versuch der Geschichtsschreibung von Politikern ist unverständlich und peinlich. Während das Land als grossartig dargestellt werden soll, wird genau das Gegenteil erreicht. Die Verbrechen der Einzelnen sind, selbst wenn sie im Namen des Landes geschehen, vor allem den Einzelnen zuzuschreiben. Anstatt sich abzugrenzen, verbindet das Gesetz diese jedoch direkt mit dem Land... Die Aufarbeitung der Sklaverei in Nantes ist dagegen sehr positiv. Es gibt dem Einzelnen die Klarsicht und die Kraft, in anderen Situationen das Richtige zu tun. Nur das ist geschichtliche Aufarbeitung.
  6. #6

    Zitat von Thomas Schröter Beitrag anzeigen
    Sarko sollte als "Widergutmachung" (und zu Sicherstellung eines bleibenden europäischen Einfluß in Afrika) ein panafrikanisches Entwicklungsprojekt initiieren. Man sollte entsprechende Initiativen nicht nur den Chinesen überlassen. Ein möglicher Anfang könnte ein panafrikanisches Hochgeschwindigkeitseisenbahnnetz auf der Basis des französischen TGV sein. Eine solche Initiative, die ganz nebenbei auch der europäischen Rohstoffversorgung dienen könnte, würde viele Arbeitsplätze in Frankreich sichern und könnte wahlentscheidend sein.
    Wenn ich Ihren Beitrag richtig verstehe ist das Kolonialismus im neuen Gewand.
    Die Technologie eines Hochgeschwindigkeitszuges ist für die sogenannten Entwicklungsländer wahrscheinlich nicht das was die brauchen.
    Nach meinem Wissen wurden den Entwicklungsländern schon oft von den Industrienationen Großprojekte hingesetzt, mit der Absicht, diese Länder in die Verschuldung zu treiben um billig an ihrer Rohstoffe zu kommen.
  7. #7

    Mahnungen scheinen gut zu sein

    In einigen Fällen aber nutzlos.


    ...
    Und Dideldumdei und Schnedderedeng!
    Der Lärm lockt aus den Tiefen
    Die Ungetüme der Wasserwelt,
    Die dort blödsinnig schliefen.

    Schlaftrunken kommen geschwommen heran
    Haifische, viele hundert;
    Sie glotzen nach dem Schiff hinauf,
    Sie sind verdutzt, verwundert.

    Sie merken, daß die Frühstückstund'
    Noch nicht gekommen, und gähnen,
    Aufsperrend den Rachen; die Kiefer sind
    Bepflanzt mit Sägezähnen.

    Und Dideldumdei und Schnedderedeng -
    Es nehmen kein Ende die Tänze.
    Die Haifische beißen vor Ungeduld
    Sich selber in die Schwänze.

    Und Schnedderedeng und Dideldumdei -
    Die Tänze nehmen kein Ende.
    Am Fockmast steht Mynheer van Koek
    Und faltet betend die Hände:

    »Um Christi willen verschone, o Herr,
    Das Leben der schwarzen Sünder!
    Erzürnten sie dich, so weißt du ja,
    Sie sind so dumm wie die Rinder.

    Verschone ihr Leben um Christi will'n,
    Der für uns alle gestorben!
    Denn bleiben mir nicht dreihundert Stück,
    So ist mein Geschäft verdorben.«

    Heinrich Heine - Das Sklavenschiff, ca. 1855, Zeit des Realismus

    Heinrich Heine: Das Sklavenschiff - Zwei Versionen desselben Themas

    - - - Schnipp - - -

    Vertuscht, verdrängt, vergessen:

    Modern & sexy Charlènes neuer Kopfputz

    Im Februar diesen Jahres verzauberte uns die Frau von Fürst Albert noch mit langer Walle-Mähne
  8. #8

    Der Titel ist falsch. Der Bürgermeister von Nantes, der Sozialist Jean-Marc Ayrault, hat vor kurzem gesagt, dass Nantes seine Rolle im Sklavenhandel nicht vergessen soll, aber nichts zu bereuen habe.
    Luther nannte so eine Haltung verstockt, nicht bussfertig. Aber wir sind in Nantes nun nicht im protestantisch beinflussten Europa, sondern auf seiner katholischen Südseite.
  9. #9

    Wen haben wir die Abschaffung der Sklaverei zu verdanken

    Zitat von caecilia_metella Beitrag anzeigen
    In einigen Fällen aber nutzlos.


    ...
    Und Dideldumdei und Schnedderedeng!
    Der Lärm lockt aus den Tiefen
    Die Ungetüme der Wasserwelt,
    Die dort blödsinnig schliefen.

    Schlaftrunken kommen geschwommen heran
    Haifische, viele hundert;
    Sie glotzen nach dem Schiff hinauf,
    Sie sind verdutzt, verwundert.

    Sie merken, daß die Frühstückstund'
    Noch nicht gekommen, und gähnen,
    Aufsperrend den Rachen; die Kiefer sind
    Bepflanzt mit Sägezähnen.

    Und Dideldumdei und Schnedderedeng -
    Es nehmen kein Ende die Tänze.
    Die Haifische beißen vor Ungeduld
    Sich selber in die Schwänze.

    Und Schnedderedeng und Dideldumdei -
    Die Tänze nehmen kein Ende.
    Am Fockmast steht Mynheer van Koek
    Und faltet betend die Hände:

    »Um Christi willen verschone, o Herr,
    Das Leben der schwarzen Sünder!
    Erzürnten sie dich, so weißt du ja,
    Sie sind so dumm wie die Rinder.

    Verschone ihr Leben um Christi will'n,
    Der für uns alle gestorben!
    Denn bleiben mir nicht dreihundert Stück,
    So ist mein Geschäft verdorben.«

    Heinrich Heine - Das Sklavenschiff, ca. 1855, Zeit des Realismus

    Heinrich Heine: Das Sklavenschiff - Zwei Versionen desselben Themas

    - - - Schnipp - - -

    Vertuscht, verdrängt, vergessen:

    Modern & sexy Charlènes neuer Kopfputz

    Im Februar diesen Jahres verzauberte uns die Frau von Fürst Albert noch mit langer Walle-Mähne
    Und was lernen wir aus dem Gedicht? Die "westlichen" Staaten haben aus eigenem Antrieb, die Sklaverei überwunden. Die europäischen Staaten und Nordamerika haben die Gesetze zur Abschaffung der Sklaverei selbst erlassen. Inwieweit der christliche Morallehre der Nächstenliebe und Barmherzigkeit eine unterstützende Rolle gespielt hat kann diskutiert werden. Leider ist in vielen Teilen der Welt Sklaverei nicht abgeschafft, daran sollte mehr erinnert werden, denn das könnte Millionen Menschen großes leid ersparen. Viele Kulturen sind leider noch nicht so gereift. Mende Nazer und die Sklaverei im Sudan. Dort ist kein Ansatz von Reue oder Einsicht zu erkennen. Es ist doch absurd 10 Generation nach der selbst veranlassten Abschaffung der Sklaverei von dem französichen Volk, durch dessen Revolution sich der Keim der Freiheit über die Welt ausbreitete, hier Reue zu fordern.


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