DPAEin Übermaß an Hygiene kann Säuglingen und Kleinkindern schaden, weil ihr Immunsystem aus dem Ruder zu laufen droht. Die Annahme wird nun von Experimenten mit Mäusen bestätigt: Die Nager erkrankten in keimfreier Umgebung häufiger an Asthma und ähnlichen Leiden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823168,00.html
Kein sehr qualifizierter Kommentar. Mit solch einer Denke, würden wir noch auf Bäumen leben.
Man forscht aus verschiedensten Gründen. Unter anderem um zu wissen, warum Dinge so sind wie sie sind (wie hier von ihnen ins Lächerliche gezogen) und auch, um diese Erkenntnisse dann für Verbesserungen nutzen zu können.
Wenn sie vor lauter Wissenschaftsscheu mal den Artikel zu Ende gelesen hätten, wären ihnen in dem Zusammenhang vielleicht der letzte Satz aufgefallen:
Dass dies in Zukunft die Ausrottung von Asthma und anderen Autoimmunkrankheiten bedeuten könnte, interessiert ja nicht. Hauptsache zynisch draufhauen, wann immer man meint, dass sich die Gelegenheit ergibt. Nun, hier war das nicht der Fall!In weiteren Studien wollen die Forscher herausfinden, welche Bakterien sich als besonders schützend erweisen.
[QUOTE=kittekatz;9880507]
Wenn sie vor lauter Wissenschaftsscheu mal den Artikel zu Ende gelesen hätten, wären ihnen in dem Zusammenhang vielleicht der letzte Satz aufgefallen:
wieso soll man nun eine neue asthma-therapie erfinden, wenn man als basis die erkenntnis hat, daß eine keimfreie umwelt asthma fördert?In weiteren Studien wollen die Forscher herausfinden, welche Bakterien sich als besonders schützend erweisen.
interessanterweise steigt die inzidenz von asthma in "sauberer" umgebung nicht nur zu hause. auch die autos werden immer "sauberer". und zwar in dem sinne, daß zwar die großen schmutpartikel nun eliminiert sind, dafür aber die besser lungengängigen feinstäube vermehrt auftreten.
und asthma ist nicht gleich asthma. asthma kann auch über lange jahre durch nicht behandelten heuschnupfen, bzw. pollenallergien entstehen. da dürften die bakterien bei der behandlung kaum eine rolle spielen.
aber so wie die welt derzeit tickt, würde es micht nicht wundern, wenn in ein paar jahren die leute viel geld ausgeben für ein bakterienspray, das die wirkung des zuvor verwendeten desinfektionsreinigers nivelliert, oder teilweise nivelliert - für ein "gesundes" klima zu hause...
Und die Kinder müssen den heissen Brei in sich reinschaufeln, genauso, wie manche Erwachsene sich jeden Medienmüll unreflektiert einschmeissen?
Als etwas anderes kann man die Reportage bei Frontal21 vom 13.03.2012 nämlich nicht bezeichnen.
Reines Unterschichten-TV!
Wieviele Kameraeinstellungen haben die wohl gebraucht, bis das eine Kind ca. 30 Sekunden krampfhaft angeekelt in die Kamera geschaut hat, nachdem es die Nudeln vom Caterer probiert hatte?
Und wieso waren die keine 65°C heiss?
Und wo steht es, dass ein Lebensmittelhersteller, Gastronom oder auch Tagesmutter den kochenden Brei direkt aus dem Topf auf den (Kinder)Teller füllen muss?
Verbrennen sich die Kleinen auch bei McDoof die Münder an den Pommes?
Oder dürfen Gastronomen keine "Warmen Platten" auf den Tisch stellen?
Wollte man das alles nicht hinterfragen, oder war man bei Frontal21 nur mal wieder zu doof?
Frontal21 - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
Warum haben Sie nicht die Quelle genannt, sondern den Unsinn als "Wissen" dargestellt?
Übrigens, und das war das Verlogenste an der ganzen Reportage, war schon drei Wochen vor der Ausstrahlung klar, dass diese Regelung so nicht umgesetzt wird, wie sie ansonsten für die Gastronomie gilt!
25. Februar 2012
Die von der EU verordneten strengen Hygienevorgaben für Tagesmütter müssen nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums nicht eins zu eins umgesetzt werden. Das Recht könne so angewendet werden, dass verhältnismäßige und "unbürokratische Lösungen mit Augenmaß, im Sinne der Tagesmütter, der Kinder und deren Eltern" gefunden würden, sagte eine Sprecherin von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU). Die Umsetzung der EU-Richtlinie liege bei den Ländern und könne flexibel angewandt werden.
...
"Die Standards für Tagesmütter entsprechen dem Hygieneniveau, das in jedem gut geführten Haushalt ohnehin eingehalten wird"
Aigner lockert Hygienevorschriften für Tagesmütter | STERN.DE
na, den artikel im stern haben sie wohl auch wieder nicht gelesen. denn das hier sind die relevanten stellen:
undDie Umsetzung der EU-Richtlinie liege bei den Ländern und könne flexibel angewandt werden.
noch ist das nicht durch. und auch die unterschichtensendung frontal21 macht nicht ganz umsonst den dicken, wenn da nichts dahinter ist."Wenn diese Klarstellung des Bundesministeriums so zu verstehen ist, dass wir es allein regeln können und Tagesmütter nun doch nicht wie Lebensmittelunternehmen behandelt werden müssen, dann wäre das eine sehr, sehr gute Nachricht", sagte sie.
am problem, daß die bundesregierung sich einen dreck darum schert, ausnahmen für EU-richtlinien in ihre eigenen richtlinien ebenfalls zu übernehmen ändert die wohlwollende haltung von frau aigner nichts.
denn sie hat lediglich geäußert, das man das flexibel halten könne, die entsprechende richtlinie hat sie nicht an die EU-vorgabe angepasst. denn erst dann würde aus dem "können" ein "nicht müssen".
Da muss auch nichts durch!
Ist Ihnen überhaupt bewusst, dass die Vorschriften der Hygiene-Verordnung seit über 6 Jahren für die Tagesmütter gelten?
Haben Sie da schon von grossen Problemen gehört?
Warum sollte für Tagesmütter von (Klein) Kindern ein geringerer Hygienestandart gelten, als für ne kleine Frittenbude oder den Erbseneintopf auf dem Rummel?
Sind Ihnen die Kids so egal?
Und nochmals: Alles, was Frontal21 gezeigt hat, ist von vorne bis hinten Stuss!
Selbstverständlich müssen alle Warmspeisen auf mindestens 65°C bei der Zubereitung erhitzt werden, damit Keime abgetötet werden.
Geflügel u.a. höher..
Wenn die Speisen nun aber Stunden oder Tage vor der Ausgabe zubereitet wurden, müssen sie DANN noch einmal auf mindestens 65°C erhitzt werden!
Niemand verlangt, diese Sachen dann aber auch mit 65°C zu servieren!
Humbugaussagen von Frontal21!
Niemand braucht im Kleingewerbe einen Warenzettel von einer Lebensmittelverpackung aufzuheben und zu sammeln!
Keine Frittenbute, kein Nobelrestaurant und erst recht keine Tagesmutter!
Allerdings hatten auch Kleingewerbetreibende schon immer eine Buchführungspflicht!
Und die besteht auch nach 2006 noch!
Und die Quittungen/Bons können vom Aldi, vom Markt und auch von privat sein!
Humbugaussagen von Frontal21!
Keine Frittenbude, Gaststätte, Edelrestaurant muss von einer Speise Proben aufbewahren!
Also auch keine Tagesmutter!
Humbugaussagen von Frontal21!
usw...
Und nun einfach mal lesen, was da das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu geschrieben hat:
...Zur Verunsicherung beigetragen hat auch ein TV-Bericht, der zahlreiche Falschbehauptungen enthielt und ernsthaft den Eindruck erweckte, Tagesmütter müssten künftig zur Versorgung der Kinder bei Catering-Unternehmen einkaufen, dürften nur noch Fertigpackungen nutzen und müssten Kinder mit 65 Grad heißem Essen füttern. Diese Darstellung ist absurd und an den Haaren herbeigezogen.
BMELV - Hygiene - Anwendung der EU-Hygiene-Verordnung für Tagesmütter
Da gibt es den uralten Spruch, der hier seine Rechtfertigung findet:
"Der Mensch braucht 7 Pfund Dreck im Jahr, dann ist er gesund".
Ist es unhygienisch, wenn man nicht jeden Tag das Handtuch wechselt? (Handtücher, wechseln)
Vor kurzem gabe es eine andere Studie, die besagt, dass sich die Allergiehäufigkeit in Deutschland Ost und West seit der Wende im Osten und heute nahezu angeglichen haben. Das interessante daran ist, dass Allergieerkrankungen vor 1989 im Osten wesentlich weniger verbreitet waren und demnach dort ZUGENOMMEN haben. Bei den Umweltbedingungen, die damals in der DDR geherrscht haben und denen die heute in Mitteldeutschland herrschen, klingt das nach einem Paradox!
nein, das stimmt nicht. das können sie in den entsprechenden tagesmütter-foren nachlesen. die 6 jahre beziehen sich auf die zeit in der die EU-richtlinie in nationale gesetze eingearbeitet werden soll.
in den entsprechenden foren schlugen letztes jahr die wogen hoch, weil es für tagesmütter eben eine vollkommen neue situation ab 2012 sei. wenn es also für die tagesmütter schon neu war, wie kommen sie dann daher, und reden so einen blödsinn.
so lange frau aigner das nicht schriftlich und verbindlich in den entsprechenden nationalen richtlinien festklopft, gilt die regelung, daß tagesmütter wie lebensmittelhersteller zu behandeln sind.
freundliche worte seitens der ministerin sind nicht rechtsverbindlich.
und hier können sie mal nachlesen, für was alles rückstellproben gesetzlich vorgeschrieben sind:
Rückstellproben
von wegen, niemand muß eine probe bereit halten.......
Mensch inci, tut das nicht weh?
War das das beste, was Sie ergooglen konnten?
Aus Ihrem Link:
Haben Sie das nicht gelesen oder nicht verstanden?Wer ist nicht von der Norm betroffen?
Speisen, die in Restaurants (etc!) in Formen der gemeinschaftlichen Versorgung unter 30 Portionen zubereitet werden, unterliegen b]nicht[/b] dieser Norm.
...
Von Gaststätten und Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung sind von Lebensmitteln Rückstellproben aufzubewahren,
* die aus rohen Bestandteilen von Hühnereiern hergestellt wurden
* die anschließend nicht erhitzt worden sind
* (und!) die eine Menge von 30 Portionen übersteigen
Zwingend müssen also nur von denjenigen Komponenten Rückstellproben aufbewahrt werden, die bei Abgabe an den Verbraucher noch rohe Bestandteile von Hühnereiern enthalten, also keinem Erhitzungsverfahren nach § 2 Abs.2 der Verordnung unterzogen worden sind, einem Verfahren, das sicherstellt, dass Salmonellen abgetötet werden.
Oder halten Sie es für existensnotwendig, das Tagesmütter Kindergruppen über 30 Personen mit rohen Eiern füttern?
Wenn Tagesmütter zu blöd sind, solche Dinge zu kapieren, sollte man ihnen auch keine kleinen Kiner anvertrauen!