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Männer in Frauenjobs: Kampf gegen das Weichei-Image

TMNSoftie, Waschlappen, Zehenföner: Männer in Frauenjobs müssen einiges an Spott ertragen. Auch überschwängliche Lob von Kundinnen kann auf Dauer nervemn. Doch der Exoten-Status hat auch Vorteile: Vielen gelingt schnell der berufliche Aufstieg.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...830160,00.html
  1. #1

    Leererbezahlung

    Derzeit kenne ich kein anderes EU-Land, in dem Leerer so viel verdienen wie hierzulande.
    Ein Ingenieur (mit einer um Größenordnungen anspruchsvolleren Ausbildung) muss ein Einkommen von ca. EUR 7000 /Monat bekommen - um mit einem Grundschullehrer vom Lebensstandard und von der Altersvorsorge her gleichzuziehen.
    Hat dabei aber keine Arbeitsplatz-Sicherheit, keine Beihilfen und auch keine Sozialwerke - dafür viel mehr Arbeit, Verantwortung und Stress.
  2. #2

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Derzeit kenne ich kein anderes EU-Land, in dem Leerer so viel verdienen wie hierzulande.
    Ein Ingenieur (mit einer um Größenordnungen anspruchsvolleren Ausbildung) muss ein Einkommen von ca. EUR 7000 /Monat bekommen - um mit einem Grundschullehrer vom Lebensstandard und von der Altersvorsorge her gleichzuziehen.
    Hat dabei aber keine Arbeitsplatz-Sicherheit, keine Beihilfen und auch keine Sozialwerke - dafür viel mehr Arbeit, Verantwortung und Stress.
    Klar, jemand, der mit Menschen arbeitet (sei es in der Kita, in der Schule oder im Krankenhaus) hat natürlich viel weniger Verantwortung als jemand, der am Schreibtisch sitzt. Die Bezahlung spiegelt deine Haltung leider ziemlich exakt wider, ändert aber nichts an deren Absurdität.
  3. #3

    Männerjobs, Frauenjobs

    Das sind doch Unterscheidungen aus dem vorvorigen Jahrhundert.
    Das einzige Kriterium, wer für einen Job geeignet ist, ist die Kompetenz.
  4. #4

    ...

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Derzeit kenne ich kein anderes EU-Land, in dem Leerer so viel verdienen wie hierzulande.
    Ein Ingenieur (mit einer um Größenordnungen anspruchsvolleren Ausbildung) muss ein Einkommen von ca. EUR 7000 /Monat bekommen - um mit einem Grundschullehrer vom Lebensstandard und von der Altersvorsorge her gleichzuziehen.
    Hat dabei aber keine Arbeitsplatz-Sicherheit, keine Beihilfen und auch keine Sozialwerke - dafür viel mehr Arbeit, Verantwortung und Stress.
    Was hat Ihr Beitrag jetzt mit dem Artikel zu tun?
  5. #5

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Ein Ingenieur (mit einer um Größenordnungen anspruchsvolleren Ausbildung) muss ein Einkommen von ca. EUR 7000 /Monat bekommen - um mit einem Grundschullehrer vom Lebensstandard und von der Altersvorsorge her gleichzuziehen.
    Was ein Unsinn! Machen Sie sich bitte mal schlau, wie viele Lehrer/innen an Grundschulen überhaupt noch verbeamtet werden und was dort Lehrkräfte verdienen. Und nein, bitte kommen Sie mir jetzt nicht mit dem Schulleitergehalt an! Der ist für die Lehrer-Bezahlung so wenig repräsentativ wie der Staatssekretär es für alle Beamte ist.

    Zu den Angestellten:
    Eine Einstufung in der E11 (TV-L) liegt zwischen 2761 und 4098 Euro. Bei E 11 Stufe 4 (3612 Euro brutto!) kommen netto (unverheiratet, kein Kinder) ziemlich genau 2000 Euro raus. Und wenn Sie sich fragen, warum das so wenig ist: Angestellte im ÖD tragen die Steuerlast der Zusatzversorgung selbst. Jeder Cent, der in die VBL eingezahlt wird, landet auf der Gehaltsabrechnung und geht in die normale Steuerberechnung mit ein. Vom übrigbleibenden Netto wird der Einzahlungsbetrag dann komplett wieder abgezogen. Und die VBL ist eine Pflichtversicherung.

    PS: Nein, ich bin kein Lehrer. Der Job wäre mir entweder deutlich zu stressig (alle Schulformen) in Anbetracht des Gehaltes. Und wenn Sie ernsthaft denken, dass ein Lehramtsstudium fürs Gymnasium so ein Zuckerschlecken ist, dann machen Sie doch das. Leichteres Geld gibts Ihrer Ansicht nach ja offenbar nicht...
  6. #6

    Frauenjobs

    Es hat mit dem Thema zu tun, dass eine erhebliche Diskrepanz zwischen bekommen und verdienen besteht. Viele dieser "Frauenjobs" bekommen mehr als sie verdienen! Jetzt darf das Bashing gegen mich losgehen. Fällt mir aber immer öfters auf, dass relativ niedrige Qualifikationen über den Klee gelobt werden
  7. #7

    Frauenjob

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Softie, Waschlappen, Zehenföner: Männer in Frauenjobs müssen einiges an Spott ertragen. Auch überschwängliche Lob von Kundinnen kann auf Dauer nervemn. Doch der Exoten-Status hat auch Vorteile: Vielen gelingt schnell der berufliche Aufstieg.

    Männer in Frauenjobs kämpfen gegen Klischees - SPIEGEL ONLINE
    Was muss ich den unter "Frauenjob" verstehen? Schließt sich der Spiegel nunmehr dem sexistischen Wortschatz vieler Herren an?
  8. #8

    Unter Aufsicht ...

    Klar, weil gerade das Bild aus dem Kindergarten zu sehen ist ... Wenn man Pech hat darf man als Mann mit den Kindern nicht allein sein, denn man könnte ja ein Kinderschänder sein. Muß ein tolles Gefühl sein, so unter ständiger Aufsicht zu stehen :-) ...
  9. #9

    kein Titel

    Zitat von quark@mailinator.com Beitrag anzeigen
    Klar, weil gerade das Bild aus dem Kindergarten zu sehen ist ... Wenn man Pech hat darf man als Mann mit den Kindern nicht allein sein, denn man könnte ja ein Kinderschänder sein. Muß ein tolles Gefühl sein, so unter ständiger Aufsicht zu stehen :-) ...
    Das ist sicher auch ein Grund wieso wenige Männer einen Pädagogikberuf ergreifen wollen. Ich glaube zwar nicht, dass man als Lehrer immer unter "Generalverdacht" steht, aber das Vorurteil steht natürlich schon im Raum, gerade bei denen, die einen "richtigen Beruf" erlernt habe, on nun Elektriker oder Maurer oder Lastwagenfahrer. Die immer gleichen Witze von den "echten Männern" gehen einem irgendwann mächtig auf den Zeiger.
    Grundsätzlich denke ich, der Beruf hat aber gar kein so schlechtes Image, zumindest nicht bei denen, die damit direkt zu tun haben - bei den Eltern. Dass Lehrer und Erzieher (egal ob männlich oder weiblich) bei der breiten Masse gerne mal schlecht darstehen ist wohl eher Tradition. Jeder kennt ja irgendwen der irgendwo irgendwie mal einen Lehrer hatte der da mal... blablabla... Wenn ich sehe was manche Handwerker an Arbeit abliefern oder mancher Azubi an Deutsch und Mathekenntnissen so an den Tag legt, wüsste ich genug anderes, worüber ich spotten könnte, aber das ist halt weniger "in".
    Ob die Bezahlung nun gut oder schlecht ist, muss jeder für sich ausmachen. Dass Lehrer alle verbeamtet sind, tolle Renten bekommen und kaum Arbeit haben, ist halt auch so ein super Klischee... Als TV-H Kraft habe ich damals 1400 Euro verdient, als Referendar gerade mal knappe 1000 Euro. Dazu muss man sich noch privat zusatzversichern, viel über bleibt da nicht. Generell ist die Bezahlung aber mit einer Festanstellung ok, zumindest sehe ich persönlich nicht, wieso manche Kollegen bei jeder Gelegeheit über die ach so schlechte Bezahlung weinen müssen. Meistens sind es die, die um 13.05 schon aus der Schule sind. Ich glaube statt Gehalt erhöhen oder Ruf verbessern würde es schon helfen, wenn man nicht neben den täglichen Aufgaben an der Schule noch Unmengen bürokratischen Wahnsinn mitmachen müsste. DAS ist das wirklich schlimme. Da kommt man sich manchmal eher wie ein Verwaltungsangestellter und nicht wie ein Lehrer. Das würde sicher zu besserem Unterricht führen und dazu, dass die Leute nicht durch den Bürokratiemist abdrehen würden.








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