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Männer in Frauenberufen: "Sind das alles*Ihre Kinder?"

Lästernde Kollegen, skeptische Kunden: Auch Männer werden im Beruf diskriminiert. Manche Jobs sind so fest in Frauenhand, dass die wenigen Männer dort um Gleichberechtigung ringen müssen. Wie ist es, als Tagesvater oder Sekretär zu arbeiten? Fünf Pioniere berichten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...790122,00.html
  1. #1

    "Sind das alles Ihre Kinder?"

    wurde ich gefragt, als ich den Geburtstag meiner damals 8jährigen Tochter ausrichtete und an dem heißen Sommertag ins Freibad ging.
    "Ja", sagte ich (5 waren eingeladen, also 6 Mädchen), "und die drei größten und das Baby sind noch zu Hause. Sind Sie etwa kinderlos?"
    Und schon hatte ich meine Ruhe ... man muß den Spieß einfach herumdrehen.
  2. #2

    t

    Eine "Gleichstellungsbeauftragte" die einen Satz wie den erwähnten von sich gibt ist selbst vollständig ungeeignet für diese Position.

    Aber als Frau darf man sich so etwas ja erlauben.
  3. #3

    lala

    "Seit 1991 hat sich kaum etwas verändert. Trotz aller Debatten über Gleichberechtigung und Initiativen wie dem "Girls Day" unterscheidet sich die Berufswahl von Männern und Frauen immer noch enorm."

    Das ist ja schrecklich..
    Ich verstehe das Problem dahinter einfach nicht. Frauen scheinen offenbar lieber in sozialen Bereichen zu arbeiten und die meisten Männer in technischen Berufen. Ich besuche derzeit ein technisches Gymnasium mit der Fachrichtung Datenverarbeitung. Von 20 Schülern sind 3 Mädchen. Das also auch im Jahr 2013 die meisten Informatikstudenten männlich sind, ist scheinbar unvermeidlich. Direkt gegenüber liegt die Schule für Soziales, dort ist es genau umgekehrt. 2013 werden also auch mehr Frauen ein Studium der Erziehungs -oder Ernährungswissenschaften aufnehmen, als es Männer tun.
    Es kann sich jeder für jede Schule und jeden Beruf bewerben, die Chancengleichheit ist also gegeben. Reine Interessensache. Dieser ganze Quotenirrsinn ist schrecklich. Wenn eine Frauenquote in Vorständen eingeführt wird, dann bitte auch in Maurerbetrieben! Nicht immer nur die Rosinen rauspicken!
  4. #4

    Rollenklischees

    Dass sich an der Aufteilung der Berufe kaum was ändert hängt doch sehr mit den transportierten Rollenbildern zusammen. Frauen gehen nicht in technische Berufe, weil Technik blöd ist. Solange diese Denkweise vorherrscht wird sich da nichts ändern. Frauen beanspruchen heute zwar in Reden Gleichbehandlung real wird dies aber von den wenigsten in Anspruch genommen. Die "neue Freiheit" drückt sich vielmehr darin aus, dass sie ewig als Mädchen durchgehen wollen und damit keine Verantwortung übernehmen wollen. Bei Männern sind analoge Verhaltensweisen zu beobachten.

    Das Problem ist auch, dass Frauen gerne dann in das retardierte Modell zurückfallen sobald sie den Punkt erreicht haben, dass Kidner doch toll wären. Zudem sind sie bei der Partnerwahl so aufgestellt, dass der Typ möglichst "männlich" sein muss. Wobei die geäußerte Wunschliste wie er sein sollte unddie gelebte Wunschliste meist nichts miteinander zu tun haben.

    Ein weiterer Grund für die Verteilung der Berufe ist neben dem Image auch die Anerkennung. Gerade für Männer ist es wichtig zu ihrer Arbeit stehen zu können. Dabei spielt die Bezahlung zwar einer Rolle, aber mehrnoch die Anerkennung in der Gesellschaft. So wird Erziehung hierzulande als einfach und von jedem gut bewältigbar angesehen. Deshalb ist in den Augen der Menschen Erzieher auch kein rechter Beruf. Hier wäre Aufklärung notwendig. Das Problem ist aber auch hier: Erzieher wurden bis her in Schulen ausgebildet. Lehrer zwar an Hochschulen. Dies aber nicht überall und ihr Studium ist z.T. kürzer als das von anderen Akademikern.

    Ferner haben die Lehrer allzulang einen schlechten Job gemacht. Das trifft besonders auf jene zu, die die Curricula entwickeln und diese in der Öffentlichkeit kommunizieren.
  5. #5

    Gleichstellung?

    "Einmal hat mir eine ehemalige Staatssekretärin vorgeworfen, ich hätte als Mann nicht genug soziale Kompetenz für mein Amt."
    Ein solches Kommentar in anderer Situation, beispielsweise, Staatssekraeter zu Ingenieurin: Sie haben fuer diesen Job nicht die noetige technische Kompetenz, das waere doch sofort auf Seite 1 der Bild...
    So widersinnig ist die gesamte "Gleichstellungspolitik" in der BRD dass Gleichstellungsbeauftragte beinahe ausschliesslich Frauen sind.
    Wo bleibt hier die Maenner-quote?
    Geschlechtliche Gleichstellung per Definition des Wortes, bedeutet das jeder unabhaengig vom Geschlecht gleichgestellt ist, und nicht wie momentan implentiert eine rigorose Bevorzugung weiblicher Mitarbeiter/Bewerber etc..
  6. #6

    Mir kommen die Tränen

    So diskriminierende Sprüche dürfen sich nur Frauen erlauben?
    Mir hat bei meinem Betriebspraktikum in einer Druckerei, ich war 15, ein Druckermeister ins Gesicht gesagt, dass ich SEINEN Beruf ja niemals machen könnte. Dafür müsste man ja gut sehen können, Farben unterscheiden und so. Offensichtlich etwas, was Frauen nicht können (dabei ist Farbenblindheit eine Krankheit, die hauptsächlich Männer betrifft). Immerhin hat er mir zugestanden, an den kleinen Druckern arbeiten zu können, die mit weniger Farben auskamen und putzige Grußkarten und ähnliches druckten.

    Der Artikel hält absolut nicht, was er verspricht. Es ist von Diskriminierung von Männern in Frauenberufen die Rede, aber im Text konnte ich da nicht viel entdecken. Die wenigen meist erstaunten Bemerkungen von Außenstehenden sind furchtbar harmlos. Jede Frau auf dieser Welt muss sich tagtäglich mit mehr Sexismus und Diskriminierung herumschlagen als diese Vorzeigemänner.
    Was allerdings übermäßig aus dem Text strahlte, war der typisch männliche Geltungsdrang. Einen Beruf auszuüben, weil man ihn gerne macht, selbst wenn es ein traditionellerweise eher von Frauen ausgeübter Beruf ist, reicht ja nicht. Nur ein normaler Tagesvater zu sein ist nicht genug, man muss auch bis auf Monate hinaus ausgebucht sein. Wenn Sekretär, dann doch bitte der beste Sekretär Deutschlands! Der Arzthelfer bekleidet natürlich ein Amt und der Kosmetiker ist selbstverständlich besser als all seine weiblichen Kollegen!
    Einzig der Herr Gleichstellungsbeauftragte machte auf mich den Eindruck, als würde er überhaupt wissen, was wahre Leidenschaft für den Beruf und Diskriminierung ist. Er war auch der einzige, der selbst mal diskriminiert worden ist.

    Also hört auf zu heulen Männer, übt den Beruf aus, der euch am meisten Spaß macht, unabhängig vom Image, und tragt die kleinen Sticheleien wie jemand, der sowas gewöhnt ist. Eine Frau zum Beispiel.
  7. #7

    Alles gleich

    Zitat von dietmark. Beitrag anzeigen
    ...
    Geschlechtliche Gleichstellung per Definition des Wortes, bedeutet, dass jeder unabhaengig vom Geschlecht gleichgestellt ist, und nicht wie momentan implementiert, eine rigorose Bevorzugung weiblicher Mitarbeiter/Bewerber etc..
    Eigentlich ist die Lösung doch ganz einfach:

    Wenn man sagt, Männer und Frauen sind gleich, sollte man halt auch einfach sagen, die Berufe sind gleich.
    Ob Arzt, Mauerer, Kindergärtnerin, Soldat, Kosmetikerin egal....alles gleich.
    Schon wär' das Problem gelöst.
    Wie einfach könnte die Welt doch sein ;-))
  8. #8

    .

    In der Informatikbranche ist der Frauenanteil nach der Einführung des Girls-Day sogar zurückgegangen ;-)

    Seien wir mal ehrlich: Die meisten Mädels gehen doch zum Girls-Day weil sie keine Lust auf Schule haben. Wie sagte es Malibu-Stacy in "Die Simpsons": "Zu viel Denken macht nur Falten - hihihi!" Daher meiden wir Mädels Mathematik und Physik wo immer es geht :-D
  9. #9

    Nein, sie ignoranter Mensch

    Zitat von prefec2 Beitrag anzeigen
    Dass sich an der Aufteilung der Berufe kaum was ändert hängt doch sehr mit den transportierten Rollenbildern zusammen. Frauen gehen nicht in technische Berufe, weil Technik blöd ist. Solange diese Denkweise vorherrscht wird sich da nichts ändern. Frauen beanspruchen heute zwar in Reden Gleichbehandlung.....
    Selbst Affenkinder, denen jede Rollenvorprägung fehlt, verhalten sich wie Menschenkinder: weibliche Tiere greifen nach den Puppen, männliche nach den Autos. Beschweren sie sich bei Gott.








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