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Männer in Frauenberufen: "Sind das alles*Ihre Kinder?"

Lästernde Kollegen, skeptische Kunden: Auch Männer werden im Beruf diskriminiert. Manche Jobs sind so fest in Frauenhand, dass die wenigen Männer dort um Gleichberechtigung ringen müssen. Wie ist es, als Tagesvater oder Sekretär zu arbeiten? Fünf Pioniere berichten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...790122,00.html
  1. #50

    Ob Frau oder Mann - jedem das Seine

    Zitat von Pacolito Beitrag anzeigen
    ...Ein Mann, der also so einen Beruf ergreift, hat nicht nur die oben genannten Probleme, er hat auch massiv schlechtere Chancen, eine Partnerin zu finden, da für Frauen die Position des Mannes auf dem Pavianfelsen immer noch ein entscheidendes Kriterium ist.
    Einem Mann ist es meistens egal, welchen sozialen Status eine Frau hat - umgekehrt sucht eine Frau jemandem mit gefestigtem Lebensstil.
    Ein Beispiel - wenn auch Schlechtes - sieht man täglich in den Medien: Reicher Rentner heiratet junge, knackige Blondine. Ich behaupte nun, dass die Blondine nicht unbedingt einen akademischen Grad hat. Dass eine erfolgreiche Geschäftsfrau einen prekär beschäftigten Bauarbeiter heiratet kommt so gut wie nie vor.

    Da Männer unter dem Generalverdacht des sexuellen Missbrauchs stehen, dürfte ein weiterer Grund sein, keinen Beruf als z. B. Erzieher oder Krankenpfleger in Betracht zu ziehen. Als Zivi in einer Notfallaufnahme habe ich nicht einmal bei einer Frau Blutdruck gemessen, ohne dass eine weibliche Pflegekraft anwesend war. Beim Anlegen der Saugnäpfe eines EKG wird es noch kniffliger - da habe ich komplett die Finger von gelassen. Als Mann sollte man da kein Risiko eingehen.

    Zitat von saarstudentin Beitrag anzeigen
    Ich sage nicht, dass nur Frauen es schwer haben. Tatsache ist jedoch, dass ich die Beispiele für Männerdiskriminierung etwas lasch finde, wenn man sich im Hinterkopf behält, was Frauen jahrtausendelang erdulden mussten.
    Ich bitte um Nennung konkreter Beispiele.
  2. #51

    6% ?

    Zitat von shopgirl1 Beitrag anzeigen
    Wo sie Recht hat, hat sie Recht, die gute Yolanthe (Fettdruck von mir).
    Nur woher Sie die 6 % nimmt frag ich mich. Hier die Statistik der ETH (Eidgenössische technische Hochschule) aus dem Jahr 2002. 6% allenfalls im Maschinenbau und bei den Berufsoffizieren, es gibt noch andere MINTfächer, die wenn man hinschaut teils sogar fest in Frauenhand sind (Pharmazeutik). Naja vielleicht ist es in der Schweiz anders.

    http://www.ethz.ch/about/publication...tistics_de.pdf
  3. #52

    Frauenfördermittel

    Zitat von Natas Beitrag anzeigen
    Das größte Problem bei Mädchen in den Naturwissenschaften ist nämlich nicht mangelndes Interesse, sondern dass sie sich das nicht zutrauen, woraus mangelndes Interesse entsteht. Es ist zu kompliziert, zu schwierig ... was aber größtenteils eine soziale Konstruktion ist (Eltern, die den Mädchen Rollenklischees vorgeben, NaWi Lehrer die Jungs bevorteilen und Kunstlehrer die Mädchen bevorteilen, Klassendruck durch Kinder, die so sozialisiert wurden ect.). Die meisten Mädchen können das genauso gut wie Jungs, wenn man sie überhaupt ermutigt, es zu probieren. Es ist größtenteils mangelndes Selbstvertrauen.
    Nein, definitiv nicht. Es hat nichts angelerntes, keinem Jungen in meiner umgebung wurde Technik nähergebracht, das interesse war schon da. Dieses Desinterresse hat rein gar nichts mit Sozialisation zu tun. Ist aber eine nette Ausrede, um noch mehr Frauenfördermittel zu bekommen.
  4. #53

    re

    Ich wurde nie fuer meinen teilweise maennlichen Beruf diskriminiert. Zumindest nicht von Maennern. Ich habe eine Weile auf einer Bohrplatform im im arabischen Golf gearbeitet. Mit der komplett maennlichen Besatzung, egal ob amerikanisch, asiatisch oder arabisch gabs absolut keine Probleme aber einige Frauen der Amerikaner hatten sich beschwert als sie 'davon Wind bekamen dass deren Maenner in Versuchung gefuehrt wuerden'. Toll.

    Ansonsten geben ich zu dass auch auch diskriminiere: ich lasse meine Haare lieber von Maenner schneiden weil, so meine Erfahrung diese eher danach schauen was mir gefaellt und steht, und nicht was sie selber schoen finden.
  5. #54

    Von einer

    großen Diskriminierung merke ich in den Artikeln eigentlich nichts. Einzig der Gleichstellungsbeauftragte hat negative Erfahrungen zu machen.

    Da meine Mutter auch in einem typischen Frauenberuf arbeitet, kann ich sagen, dass dort die meisten sogar sehr froh sind, wenn ein Mann Krankenpfleger wird.

    Zum Thema Quote. Quoten lohnen sich da, wo es nicht viel weniger Frauen als Männer gibt. In großen Firmen, bei freien Posten in der Chefetage. Bei Mauerern lohnen sich Quoten nicht und wären auch ziemlich sinnfrei, da es zu wenig Frauen in diesem Bereich gibt. Genauso wäre eine Männerquote da unsinnig, wo es nicht genügend Männer gibt.

    In der Alten- und Krankenpflege kommt ein weiteres Problem hinzu. In vielen dieser Bereiche wollen Frauen nicht von Männern gepflegt werden, wohingegen die Männer meistens kein Problem damit haben, wenn eine Frau kommt. Zu viele Männer im Team könnten dafür sorgen, dass man die Patienten nicht mehr ihren eigenen Wünschen nach versorgen könnte. Deshalb kann man in solchen Bereich häufig nur begrenzt viele Männer einstellen, wobei man auch sagen muss, dass hier dennoch der Bedarf an männlichen Pflegekräften häufig nicht gedeckt wird.
  6. #55

    evolution

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    Millionen Jahre Evolution lassen sich nicht in wenigen Jahren grundlegend ändern...
    diese 'Millionen Jahre Evolution' schmeißen Sie jeden tag über den haufen, indem Sie bewusst handeln und eben nicht unvermittelt Ihren triebimpulsen folgen.
    gesellschaft ist nicht bloß eine besondere spielart der naturprozesse, sondern steht zu diesen - bei aller fortbestehenden 'naturverfallenheit' - in präzisem gegensatz.
    womöglich kann man sagen, dass die gesellschaft selbst die gestalt einer 'zweiten natur' angenommen hat. die grassierende naturalisierung des gesellschaftlichen, wäre dann der ideologische reflex dieser erscheinenden naturwüchsigkeit der gesellschaftlichen verhältnisse.
  7. #56

    .

    Zitat von saarstudentin Beitrag anzeigen
    Mir hat bei meinem Betriebspraktikum in einer Druckerei, ich war 15, ein Druckermeister ins Gesicht gesagt, dass ich SEINEN Beruf ja niemals machen könnte. Dafür müsste man ja gut sehen können, Farben unterscheiden und so. Offensichtlich etwas, was Frauen nicht können (dabei ist Farbenblindheit eine Krankheit, die hauptsächlich Männer betrifft).
    Seltsam. Dabei ist das Klischee doch genau umgekehrt. Nur Frauen koennen "fuchsia", "flieder", "bordeaux" usw. unterscheiden. Maenner denken bei letzterem an Wein, wuerden es aber nie als Farbwort benutzen, und haben erstere wahrscheinlich noch nie gehoert ...
  8. #57

    t

    Zitat von terion Beitrag anzeigen
    Nein, definitiv nicht. Es hat nichts angelerntes, keinem Jungen in meiner umgebung wurde Technik nähergebracht, das interesse war schon da. Dieses Desinterresse hat rein gar nichts mit Sozialisation zu tun. Ist aber eine nette Ausrede, um noch mehr Frauenfördermittel zu bekommen.
    Natürlich hat es was mit Sozialisation zu tun.
    Allein schon ihre wissenschaftlich unbewiesene Aussage ist doch genau so eine Form, sie implizieren, Frauen sind von Natur aus nicht Technikaffin. Wer also Technikaffin ist, ist nicht weiblich, sondern männlich.

    Das beeinflusst Mädchen natürlich.
    Extreme Unterschiede sind zwischen BRD und DDR zu sehen. In der DDR waren die Studiengänge geschlechtermäßig eher gleich verteilt.
    In Russland/russischstämmige Frauen in Deutschland, studieren viel häufiger Naturwissenschaften als Westfrauen. Es ist viel mehr eine Sozialisierungsfrage als eine genetische.

    Es gibt Studien zu dem Thema:

    Das Gleich gilt für die männlichen und weiblichen Schüler aus der
    Mittelstufe, obwohl sich die unter dem Begriff ‘gender-gap’ bekannten deutlichen Unterschiede
    bei den Dispositionen zeigen. Beispielsweise hat sich die Physik bei den
    weiblichen Schülern eindeutig als das unbeliebteste Schulfach erwiesen, während
    sie bei den männlichen Schülern auf dem dritten Rang der Beliebtheitsskala liegt. Im
    Gegensatz dazu haben sich bei den Schülerlaboren nur selten und zumeist kleine Unterschiede
    in der Wahrnehmung und bei der Interessenförderung zwischen den Geschlechtern
    ergeben, obgleich auch in den Laboren ‘harte’ physikalisch-technische
    Inhalte behandelt werden. Demnach übertragen die jungen Frauen ihre negative Einstellung
    gegenüber dem Physikunterricht nicht nur nicht auf den außerschulischen
    Lernort. Vielmehr hat sich bei den weiteren Untersuchungen unter anderem herausgestellt,
    dass insbesondere die Betreuung und das selbsttätige Experimentieren den
    weiblichen Schülern sogar wesentlich besser gefällt als ihren männlichen Mitschülern.

    Auf dieseWeise gelingt es den DLR_School_Labs, den ‘gender-gap’ in Ansätzen
    zu verringern, ohne dass die Labore spezifische Programme für Mädchen anbieten.
    http://www.dlr.de/schoollab/Portalda...Diss_Pawek.pdf


    Achja, die Schülerlabore sind nicht Genderspezifisch, sondern allgemein Nachwuchsförderung und 'FrühRekrutierung' für die Naturwissenschaften und manchmal der erste Ort überhaupt, an denen junge Mädchen überhaupt positive Erfahrungen mit Naturwissenschaften machen.

    Auch sind Mädchen nicht schlechter in den Naturwissenschaften:

    http://www.uni-potsdam.de/db/physik_...der_physik.pdf (Seite 18 Pisa-Ergebnisse in Naturwissenschaften Unterschied Jungen und Mädchen).
  9. #58

    .

    Zitat von norfair Beitrag anzeigen
    Selbst Affenkinder, denen jede Rollenvorprägung fehlt, verhalten sich wie Menschenkinder: weibliche Tiere greifen nach den Puppen, männliche nach den Autos. Beschweren sie sich bei Gott.
    Ist das so? Dann bin ich entweder in Wirklichkeit ein Kerl. Oder Gott hat sich geirrt. Ich habs ja geahnt...
  10. #59

    .

    Zitat von bodo77 Beitrag anzeigen
    Ich finde es meinerseits erschreckend, wie wenig sich der Feminismus weiterentwickelt hat. Zumindest scheinen Sie der immer noch in Deutschland sehr dominanten betonfeministischen Fraktion der 70er und 80er anzuhängen.
    Das klingt ja teilweise wie ein Zitat aus dem "Kleinen Unterschied"... Die Welt hat sich seitdem aber gehörig weiterentwickelt.
    Ich darf Sie beruhigen, ich bin keine Feministin. Alice Schwarzer mag viel Gutes geleistet haben, aber ich persönlich kann die Frau nicht ab (spätestens seit ihrer Werbekampagne für die BILD hat die für mich auch jegliche Integrität verloren).
    In den 70ern und 80ern galt es ja mitunter bei Feministinnen schon als selbstverletzendes Verhalten, wenn Frau mit einem Mann Sex hatte. Ich würde gerne wissen, wo Sie eine solche Gesinnung in meinen Beitrag herauslesen wollen.

    Zitat von bodo77 Beitrag anzeigen
    Ach Gottchen, und dass sich Männer UND Frauen in der Präsenz eines potentiellen Sexualpartners sonderbar oder zumindest anders verhalten? Das sind doch nichts als Balzrituale... Das Leben kann schon ganz schön kompliziert sein, wenn frau es will...
    Ich habe nicht behauptet, dass es etwas anderes ist als Balzrituale. Gefallen muss mir das deshalb trotzdem noch nicht. In einer Kneipe etc. setze ich mich durchaus auch mal gerader hin und lächle kokett, wenn ein Mann den Raum betritt, der mir gefällt. Wenn sich aber nun erwachsene Frauen in kleine Mädchen verwandeln, nur weil ein angeblicher Mann auftaucht (ich sage angeblich, weil man in Chats natürlich viel behaupten kann), den sie weder sehen können noch dass eine Chance besteht, sich jemals in echt zu begegnen, dann lässt das auf einen gewissen Automatismus schließen, den ich weder gut finde, noch teilen muss.
    Das geht ja sogar so weit, dass ich mich dann mit diesem männlichen Neuankömmling nicht mal 5 Minuten zwanglos unterhalten kann ("Du magst die Serie? Ich auch! Hast du schon die letzte Folge gesehen?"), ohne dass von irgendwo eine kindische Bemerkung im Stil von "Oooh, sucht euch doch ein Zimmer, tihi" kommt. Das ist für mich ein pubertäres Verhalten, über das ich hinweg bin.
    Und natürlich sind Männer genauso. Ich habe vor einiger Zeit öfter mal ein Browsergame gespielt und sobald meine Mitspieler (halt größtenteils Männer) mitgekriegt haben, dass ich eine Frau bin, kam eine Anmache nach der anderen. Dabei wollte ich einfach nur das Spiel spielen :/

    Zitat von terion Beitrag anzeigen
    Was haben Frauen den Jahrtausendelang erduldet? Wurden Frauen auf den Schlachtfeldern verheizt? Sind sie auf dem Bau einer Kathedrale umgekommen? Haben Frauen die schwersten, anstrengendsten und Gefährlichsten Arbeiten verrichtet? Waren Frauen in 16 Stunden schichten unter Tage am Arbeiten? Nein. Und den Geburtsschmerz würden Männer locker wegstecken. Männer halten wesentlich mehr schmerzen aus, als Frauen, sind Psychisch gefestigter und verarbeiten Stress besser.


    Zitat von Plasmabruzzler Beitrag anzeigen
    Ich bitte um Nennung konkreter Beispiele.
    Ich weiß zwar nicht, warum ich Beispiele zu einer Tatsache nennen muss, die allgemein bekannt sein sollte, aber bitte:
    Erst seit etwas mehr als 90 Jahren dürfen Frauen in Deutschland wählen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts bekamen Frauen Zugang zu deutschen Universitäten. Und bis 1992 war Vergewaltigung in der Ehe absolut legitim.
    Das sollte wohl reichen.








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