Das Gleich gilt für die männlichen und weiblichen Schüler aus der
Mittelstufe, obwohl sich die unter dem Begriff ‘gender-gap’ bekannten deutlichen Unterschiede
bei den Dispositionen zeigen. Beispielsweise hat sich die Physik bei den
weiblichen Schülern eindeutig als das unbeliebteste Schulfach erwiesen, während
sie bei den männlichen Schülern auf dem dritten Rang der Beliebtheitsskala liegt. Im
Gegensatz dazu haben sich bei den Schülerlaboren nur selten und zumeist kleine Unterschiede
in der Wahrnehmung und bei der Interessenförderung zwischen den Geschlechtern
ergeben, obgleich auch in den Laboren ‘harte’ physikalisch-technische
Inhalte behandelt werden.
Demnach übertragen die jungen Frauen ihre negative Einstellung
gegenüber dem Physikunterricht nicht nur nicht auf den außerschulischen
Lernort. Vielmehr hat sich bei den weiteren Untersuchungen unter anderem herausgestellt,
dass insbesondere die Betreuung und das selbsttätige Experimentieren den
weiblichen Schülern sogar wesentlich besser gefällt als ihren männlichen Mitschülern.
Auf dieseWeise gelingt es den DLR_School_Labs, den ‘gender-gap’ in Ansätzen
zu verringern, ohne dass die Labore spezifische Programme für Mädchen anbieten.