Busse*in Deutschland gelten nach Angaben des TÜV als das sicherste Reisemittel. Trotzdem fällt jedes siebte Fahrzeug bei der jährlichen Hauptuntersuchung durch. Immerhin eine Zahl beruhigt: Nur 0,2 Prozent der Busse mussten aus dem Verkehr gezogen werden.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...794215,00.html
... da käme nur jeder 700ste Bus gerade mal so durch den (deutschen) TÜV...!
... ein wirklich erschreckendes Ergebnis.
Fast ein Drittel weisen "geringe Mängel" auf. Darunter kann man von der defekten Kennzeichenbeleuchtung bis zu leichtem Lenkungsspiel so ziemlich alles verstehen, was nicht besonders sicherheitsrelevant ist.
"bei 20 jährigen Bussen..." Ich lach mich gleich tot. Wieviel von denen sind denn da überhaupt noch regelmäßig auf der Straße? 5?10?100? Viel mehr dürften es wohl nicht sein. Ich möchte die Fahrgäste sehen, wenn da ein 20 Jahre alter Reisebus vorfährt, bei dem nämlich keineswegs die heute üblichen Annehmlichkeiten wie klimaanlage, WC etc. selbstverständlich waren.
Zumindest für den Bereich der fernreisbusse halte ich die Aussage hinsichtlich des Durchnittsalters für zu hoch angesetzt. Das würde in etwa eine Laufleistung von über 800.000 km bedeuten, um diese zu erreichen, wären schon umfangreiche und damit teure Arbeiten an Motor und Antriebsstrang notwendig.
Und, last but not least, lieber Autor, ein KOM ( Kraftomnibus) mit mehr als 8 Sitzplätzen muss zwar ab dem dritten Jahr nach Erstzulassung vierteljährlich zur SP ( Sicherheitsprüfung), aber das erste Mal muß er nach 18 Monaten zur SP und danach bis zum dritten Jahr halbjährlich. Ein bischen mehr Gründlichkeit bei der Recherche wäre wohl angebracht.
Ich kann nur einem Punkt in diesem Artikel voll zustimmen:
Wer ausschliesslich nach dem Preis entscheidet, muss sich nicht wundern, was dann für ein Bus vorfährt.
Was im deutschen ÖPNV rollt, würde als Viehtransporter keine Zulassung bekommen.
Immerhin, ÖPNV härtet ab. Hartplastikschalen, die der Anatomie Quasimodos oder eines Kleiderständers nachempfunden sind-da baut sich schnell eine zentimeterdicke Hornhaut um die Wirbelsäule herum auf, da lacht man über jeden Bandscheibenvorfall.
Im Winter wird wahlweise nicht geheizt, oder der Bus auf Saunatemperatur gebracht. Ich überlegte schon oft, ob ich ein paar Steine mitbringe und zur Freude aller einen Aufguss mache. Im Sommer ist es wieder umgekehrt, eine Klimaanlage ist zwar vorhanden, das Greisenvolk muckt aber beim kleinsten Luftstoß auf ("es zieht"), so wird das famose Gerät niemals angeschaltet.
Dazu zahlt man fürstliche Premiumpreise, man wähnt sich in einer Reihe mit dem Scheich von Dubai, nur das dieser dafür den Ferrari volltankt.
Ja, ÖPNV ist wirklich toll. Sicherheit braucht man nicht, wer die normale Fahrt überlebt, den kann auf Erden nichts mehr schrecken...
Was hilft der Bohei, wenn die Fahrer dann doch 14 Stunden am Steuer sitzen oder gar besoffen sind? Oder ein PKW ohne Gehirn sich mit einem LKW ohne Aufmerksamkeit anlegt? Ganz zu schweigen von unangepasster Geschwindigkeit...
Grundsätzlich ist TÜV schon ok, aber die Gefahren im Straßenverkehr liegen ganz woanders - und mit halb so viel TÜV wär's auch nicht unsicherer.
Schwachsinn³
Ich fahre oft mit Bussen im Fernverkehr (da ich Fliegen aus ökologischen Gründen ablehne) - nach Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien usw.
Ich hatte eigentlich - von Kleinigkeiten mal abgesehen - nie Grund zur Klage.
Vernünftige Fahrerwechsel (Lenkzeitverordnung), brauchbares Material, zuverlässiges Timing - alles in bester Ordnung.
Aber die fliegenden Umweltverschmutzer diskreditieren ja wohl ganz gern mal die ökologischeren Alternativen.
Arm.
Ist so ein idiotischer Kommentar. Im, ausschließlich von Freiwilligen genutzen, Fernverkehr wird der Busunternehmer schon aus Wettbewerbsgründen keinen rollenden Schrott einsetzen. Wie der Vorkommentierende richtig bemerkt, ist es im ÖPNV anders. Die Verkehrsträger schreiben die Verkehre aus und nehmen das billigste Angebot. Die auf ÖPNV angewiesenen Fahrgäste müssen das dann ausbaden. Siehe hier:
http://www.hna.de/nachrichten/stadt-...se-726393.html
Außerdem ist spricht Deine Fernverkehrsstatistik Bände über dein Urteilsvermögen. Statistisch gesehen sind ein Multimillionär und ein Mittelloser nämlich reiche Leute...
Verstehste? (rein rhetorisch)