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Mägde & Knechte: Die Bücher zur "Generation Praktikum"

Beinah im Monatstakt erscheinen neue Romane oder Sachbücher zu jungen Akademikern, die in eine Berufs- und Lebenskrise taumeln. Mal erschöpft sich das schnell in Praktikantenjammerposen, mal finden die Autoren eine eigene Sprache. Ein Bücher-Sixpack - Anne Haeming fahndete nach den Perlen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...681066,00.html
  1. #1

    Träumerle

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beinah im Monatstakt erscheinen neue Romane oder Sachbücher zu jungen Akademikern, die in eine Berufs- und Lebenskrise taumeln. Mal erschöpft sich das schnell in Praktikantenjammerposen, mal finden die Autoren eine eigene Sprache. Ein Bücher-Sixpack - Anne Haeming fahndete nach den Perlen.
    Die Rezension von Frau Haeming ist sehr erhellend. Offenbar will jeder junge Mensch heute Journalist werden. So, als gäbe es nichts anderes auf dieser Welt. Und daher sind nicht nur Praktikumsplätze knapp, sondern auch Arbeitsstellen. Vollzeitstellen in Form eines unbefristeten Arbeitsvertrages gibts in der Branche ohnehin kaum noch.

    Vielleicht sollten Einige umsatteln. Auch woanders wird Geld verdient.
  2. #2

    Das Ausmaß wird das System in den nächsten 20 Jahren verändern

    Grundlage der Entwicklung ist doch das totale Versagen der Politiker, vorallem der von Lobbyisten bezahlten...
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beinah im Monatstakt erscheinen neue Romane oder Sachbücher zu jungen Akademikern, die in eine Berufs- und Lebenskrise taumeln. Mal erschöpft sich das schnell in Praktikantenjammerposen, mal finden die Autoren eine eigene Sprache. Ein Bücher-Sixpack - Anne Haeming fahndete nach den Perlen.
    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...681066,00.html
    ...ich sehe da 2 grundsätzliche Probleme. Zu einen natürlich das System (Politik UND Wirtschaft) ansich, das den jungen Leuten/Kindern vorgaukelt man müsse zwingend studieren und möglichst noch promovieren um überhaupt mehr als ein Hartz4-Empfänger zu verdienen, dann aber nicht bereit ist den entsprechend Qualifizierten (die es ja dann in Massen gibt) auch ordentliche Jobs mit angemessenem Gehalt anzubieten. (so dass am Ende tatsächlich nur unwesentlich mehr an Gehalt rausspringt als der Mindestsatz)
    Absolut krank.

    Zweitens liegt es auch ein Stückweit an der Generation selbst. Wenn die Masse nicht bereit ist, sich in jungen Jahren auch mal die Hände schmutzig zu machen und "unterqualifizierte" Tätigkeiten auszuführen, und nur den Einstieg auf höchstem Niveau anstrebt, wird es zurecht Probleme geben. Man steigt nun mal - nicht nur - direkt als Häuptling in einer Firma ein. Wenn man lange Jahre ein guter Krieger war, ist man sogar meistens später der bessere Häuptling.
    Zu meiner Lehrzeit in der 80ern gab es sehr viele Azubis mit Abitur in technisch/gewerblichen Bereichen.
    Das ist heute sicher die Ausnahme.
  4. #4

    ...die üblichen Sündenböcke

    Zitat von Viva24 Beitrag anzeigen
    Grundlage der Entwicklung ist doch das totale Versagen der Politiker, vorallem der von Lobbyisten bezahlten...
    Gähn! Klar, DIE Politiker sind an allem schuld...
  5. #5

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beinah im Monatstakt erscheinen neue Romane oder Sachbücher zu jungen Akademikern, die in eine Berufs- und Lebenskrise taumeln. Mal erschöpft sich das schnell in Praktikantenjammerposen, mal finden die Autoren eine eigene Sprache. Ein Bücher-Sixpack - Anne Haeming fahndete nach den Perlen.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/job...681066,00.html
    Ob ich den Artikel gelesen hätte oder nicht, läuft auf das selbe hinaus: Ich habe schonwieder vergessen worum es im Text eigentlich ging. Vermutlich ist dies das Hauptproblem der angeblichen "Generation Praktikum".
  6. #6

    mal ehrlich

    ist doch eigentlich wieder mal typisch.
    Da setzen irgendwelche Medienheinis einen Hype in die Welt, der, wie sollte es anders sein, nur wieder einmal deren Sichtwseise/Wahrheit/"Lebensrealität?" widerspiegelt.
    Alle hängen sich an das Thema ran, und so gewinnt die Sache plötzlich an Relevanz.
    Jetzt hört mal zu:
    da draußen gibt es eine ganze Menge mehr Leute - welche nicht zu Eurer Kaste gehören - die ein vergleichbares Leben schön viel länger führen, oft schon so lange - da wart ihr noch gar nicht geboren.

    Hört auf zu jammern und mitleiderheischen aus der Wäsche zu glotzen.
    Die meisten Journalisten"lehrlinge" und Irgendetwasmitmedienmachenweollenleute kommen aus wohlsituiertem Hause und können sich dieses Leben leisten.
    Putzt Euch diese miesen Geschichten am A... ab und schaut dass'r weiterkommt.
  7. #7

    Selbst schuld!

    Ich habe in den 90ern eine Ingenieurwissenschaft studiert, von der man in den Medien immer wieder liest, dort würden ohne Ende Fachkräfte gesucht. Ich bin nun seit 14 Jahren berufstätig, war nie arbeitslos und es geht mir als Entwicklungsingenieur in der sogenannten Embedded Software auch nicht schlecht.

    Aber: Auch für Ingenieure ist es in den letzten 20 Jahren schwer geworden, da die Industrie gerne eierlegende Wollmichsäue als Hochschulabsolventen hätte, die schon alles können und ohne Einarbeitung in den Job bei Stellenantritt sofort wirtschaftlich arbeiten, was alleine durch die sehr theoretische Uniausbildung kaum möglich ist und auch nicht so sein sollte.

    Die Industrie steht in der Verantwortung, ihren zukünftigen Arbeitnehmern gerade in der heute sehr "schnellen Zeit", wo Fachwissen rasch veraltet und ständig erneuert/ergänzt wird, eine Chance von wenigstens ein paar Monaten Einarbeitung zu ermöglichen. In den 80ern hatte ein Ingenieursabsolvent ca. 1,5 bis 2 Jahre Zeit sich innerhalb eines Unternehmens einzuarbeiten, heute, wo das Fachwissen weitaus umfangreicher und komplexer ist, will man dies aus wirtschaftlichen Gründen seitens der Industrie keine 3 Monate zu Lasten des Unternehmens mehr gestatten (Ausnahmen einmal ausgeschlossen).

    Die Personalabteilungen versuchen die Kosten für Fachkräfte nun dadurch zu umgehen, dass sie eigentliche Festanstellungen durch Praktikanten ersetzen, diesen dann tollste Aussichten nach 2jähriger Tätigkeit versprechen. In der Regel sucht man sich dann nach dieser Zeit einfach einen neuen Blöden, der wieder dran glaubt. Kostet das Unternehmen nix, den Praktikanten dafür seine Zukunft.

    Auf der anderen Seite jammert die Industrie dann den Politikern die Ohren voll, keine ausreichende Zahl an Fachkräften auf dem Markt zu finden - wie auch, wenn man auf der einen Seite nichts riskieren will, auf der anderen Seite durch diese Tatsachen zukünftige Studenten vergrault. Und denen, die arbeitslos auf dem Markt zum Angebot stehen, will man keine Chance mehr geben, weil das Profil nicht sofort stimmt.
    In der Presse liest man nur über Fachkräftemangel, nie die Frage darüber, warum so viele Ingenieure arbeitslos sind, auch nach dem Studium.

    Und was macht die Generation der ewigen Praktikanten?
    NICHTS, außer sich im Selbstmitleid zu sonnen und Bücher über Generation Praktikum zu schreiben!

    Liebe Leute, ihr werdet ausgenutzt, aber ihr macht es der Industrie auch sehr leicht, dass ihr diese verdammten Praktikas nach dem Studium überhaupt annehmt! Die Politik wird euch auch nicht helfen, die wird zum einen von Lobbyisten manipuliert, zum anderen wehrt sich ja auch kein einziger Praktikant/Absolvent!

    Lösung: Macht die Klappe endlich mal auf, auch dafür habt ihr studiert und seit potentielle Leistungsträger dieser Gesellschaft! Das kommt im übrigen auch den Schwächeren ohne Studium entgegen, die auf uns angewiesen sind!!!

    Dieses ewige Selbstmitleid nervt langsam! Statt ein Buch nach dem anderen über Generation Praktikum zu schreiben, schnallt lieber einmal mehr, dass Praktika ins Studium gehören und danach nur nach bezahlte Anstellungen in Frage kommen!

    Organisiert euch, geht auf die Straße, macht die Klappe auf und sagt auch mal NEIN! Bekommen die Unternehmen keine Praktikanten mehr, MÜSSEN sie zahlen und einstellen.

    Amen.
  8. #8

    Eine Generation des Jammers

    betreibt wohlfeile Bauchnabelschau. Immer sind dann doch irgendwie die anderen schuld oder "die Umstände"; im eigenen Leben keine Festlegungen treffen wollen, immer mobil unterwegs sein, gucken welche Party vielleicht noch besser rockt; ob der nächste Freund vielleicht nicht "noch besser" sein könnte - dann aber von Arbeitgebern und "vom Leben" festere Rahmenbedingungen einfordern. Ich würde den Damen und Herren Praktikanten auch raten, sich auch für andere Berufsfelder zu interessieren. Habt Mut - es geschehen noch Dinge jenseits "von was mit Medien und so".
  9. #9

    ...

    Zitat von T. Wagner Beitrag anzeigen
    Die Rezension von Frau Haeming ist sehr erhellend. Offenbar will jeder junge Mensch heute Journalist werden. So, als gäbe es nichts anderes auf dieser Welt. Und daher sind nicht nur Praktikumsplätze knapp, sondern auch Arbeitsstellen. Vollzeitstellen in Form eines unbefristeten Arbeitsvertrages gibts in der Branche ohnehin kaum noch.

    Vielleicht sollten Einige umsatteln. Auch woanders wird Geld verdient.
    Nicht unbedingt Journalist.
    Was dem einem sein DSDS ist dem anderen sein Buch.
    Nur leider verstehen die wenigsten (sowohl bei DSDS als auch beim Bücherschreiben) dieser Leute, dass der Meister nicht immer vom Himmel fällt nur weil man es gerade so will.








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