Forum


 

Mädchen im Mensa-Verein: Club der Superhirne nimmt Vierjährige auf

Solent News & Photo AgencySie geht noch nicht zur Schule, aber sie gehört bereits dem weltweiten Mensa-Club an, dem Verein der Hochbegabten: Bei einem britischen IQ-Test erreichte die vierjährige Heidi Hankins den Wert von 159.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...827355,00.html
  1. #150

    Zitat von v. m. photon Beitrag anzeigen
    ...........
    vil ebinglîch,
    unscheidelîch.
    dî drî sîn ein.
    weiz du waz? nein.
    iz weiz sich selber aller meist.

    Dazu noch eine neuhochdeutsche Übertragung (nach Ruh)
    ..........
    ebengleich,
    untrennbar.
    Die drei sind eins.
    Weißt du ihr Wesen? Nein.
    Es versteht sich selbst am besten.

    ...und schon fragt sich jeder, was das jetzt mit "Intelligenz" zu tun haben soll.
    Also ich finde, dass jemand, der dieses beste aller deutschen Gedichte, das anonym ist und Meister Eckart zugeschrieben wird, zu verstehen versucht, sich eine sehr intelligente Aufgabe vorgenommen hat, besser als Sudoku und alle Intelligenztests. Es hat mich über Jahrzehnte begleitet und wird mich mein Leben lang herausfordern. (Ich habe es aus einer hervorragenden Anthologie aus den 50er Jahren, und damals war es wohl textkritisch noch nicht so gewissenhaft bearbeitet worden.)

    (Die Übersetzung ist übrigens schauderhaft.)
  2. #151

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ich sehe das Problem halt nicht, warum sie da einschreiten müssen. Ist doch völlig verständlich was die Information ist, und dass die Wörter nicht aussehen wie im Duden, wie gesagt, das brauche ich persönlich nicht.
    Ich finde eine hochdeutsche Schreibweise, Grammatik, mit der einheitlichen Duden-Rechtsschreibung der Wörter gehört in den geschäftlichen und amtlichen Schriftverkehr, aber man muss es nicht auf Biegen und Brechen in der privaten Kommunikation durchsetzen und den Leuten ein schlechtes Gewissen machen, wenn sie Wörter so schreiben, wie sie sie sprechen. Warum denn nicht, was wäre so dramatisch daran?
    Dramatisch ist es deswegen, weil Sie diese Sprachdemenz irgendwann nicht mehr rückgängig machen können. Wenn an der Stelle erstmal Verkümmerung eingesetzt hat und über einen längeren Zeitraum immer stärker um sich greift, dann kann man irgendwann eben nicht mehr zwischen geschäftlichem und privatem Schriftverkehr trennen. Dann schreiben Sie durchgängig schlecht.

    Übrigens: Zu dem Thema "so schreiben, wie man spricht" gibt es einen ganz hervorragenden Artikel von ZEIT-Kolumnist Harald Martenstein. Den empfehle ich Ihnen gleich doppelt. Neben dem Fingerzeig, wie verheerend eine solche Vorgehensweise tatsächlich ist, nimmt man auch noch einen sehr unterhaltsamen, weil amüsant geschriebenen Artikel mit.

    Martenstein: "Die Kinder hören einen Satz und schreiben: 'Die Schulä fenkt an.'" | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
  3. #152

    Zitat von cdv Beitrag anzeigen
    Wie der Humangenetiker Prof. Dr. Markus Hengstschläger schreibt: "Kreativitität, intellektuelles Leistungsvermögen (IQ), Empathie und Temperament sind besondere individuelle Leistungsvoraussetzungen des Menschen, die sich im Laufe eines Lebens kaum verändern, für die genetische Faktoren bekannt sind und die für die Erreichung jeder besonderen Leistung (= Erfolg) von größter Relevanz sind."

    Intelligenz ist also vererbbar. Glückliche Kinder, die solche Eltern haben! Ein Beispiel: Mutter Doktorat an der Harvard, Kinder konnten schon im Kindergarten lesen, und jetzt befinden sie sich im "accelerated program". Die Amerikaner halten sehr viel von der Intelligenz. Sie wird bei allen möglichen Gelegenheiten gemessen und entsprechend gefördert. Von den Amerikanern lernen heißt siegen lernen!

    Ich verstehe nicht die Negativpostings bezüglich der Intelligenz.
    Dennoch darf Ihre Schlussfolgerung, "Glückliche Kinder, die solche Eltern haben.", als unbegründet zurückgewiesen werden.
    Glück und persönliche Zufriedenheit haben mit dem IQ ursächlich nichts zu tun.
  4. #153

    Glück und IQ

    Zitat von perlhuhn. Beitrag anzeigen
    Dennoch darf Ihre Schlussfolgerung, "Glückliche Kinder, die solche Eltern haben.", als unbegründet zurückgewiesen werden.
    Glück und persönliche Zufriedenheit haben mit dem IQ ursächlich nichts zu tun.
    Dem darf ich widersprechen: mit steigendem IQ nimmt die Fähigkeit zu, mit belastenden Situationen konstruktiv umzugehen. Erlebe ich an mir, an den vielen hochbegabten Pubertisten, mit denen ich so zu tun habe, sehe ich bei sehr vielen Mensanern.
    Mögliche Begründungen: es fällt leichter, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die kommunikative Kompetenz ist besser. Hochbegabte sind (wie viele andere Angehörige irgendwelcher Minderheiten) von klein auf Kummer gewohnt.
    Viele Grüße,
    Maya :-)
  5. #154

    Zitat von mayazi Beitrag anzeigen
    Dem darf ich widersprechen: mit steigendem IQ nimmt die Fähigkeit zu, mit belastenden Situationen konstruktiv umzugehen. Erlebe ich an mir, an den vielen hochbegabten Pubertisten, mit denen ich so zu tun habe, sehe ich bei sehr vielen Mensanern.
    Mögliche Begründungen: es fällt leichter, Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Die kommunikative Kompetenz ist besser. Hochbegabte sind (wie viele andere Angehörige irgendwelcher Minderheiten) von klein auf Kummer gewohnt.
    Viele Grüße,
    Maya :-)
    Nun ich möchte gerne zugestehen, dass die "Schnittmengen" mit steigendem IQ zunehmen mögen. Gleichzeitig aber steigt die Chance Fehlschlüsse zu ziehen, wenn nicht auch Empathie als ein mitentscheidender Faktor - und dieser ist nur bedingt Intelligenz-abhängig -, mitwirkt.
    Das öffentliche Leben stellt täglich trefflich unter Beweis, wie "armselig" Intelligenz daherkommen kann, wenn sie ohne entsprechende Sozialkompetenz wirken möchte.
    Politik und Wirtschaft bieten hier besten Anschauungsunterricht.
  6. #155

    Zitat von miss.moon Beitrag anzeigen
    Ich halte es lieber wie Pippi Langstrumpf: Drei und drei nicht zusammenzählen können, dafür aber jede Menge Spaß im Leben.
    Ihre Lebenshaltung erinnert mich an einen Spot zum Thema Analphabetismus. Da fragt ein leichtes Mädchen, warum sie denn lesen lernen solle. Fürs Bett habe sie jedenfalls noch nie ein Buch gebraucht. Nunja, es muss jeder selbst wissen worauf er stolz sein möchte ;)


TOP



TOP