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Machtkampf in Libyen: Armee startet Angriff auf Bani Walid

DPASeit zwei Wochen belagern libysche Milizen Bani Walid, nun hat die Armee einen Angriff auf die Wüstenstadt begonnen. Mehrere Soldaten wurden dabei verletzt. Selbst ein Jahr nach dem Tod von Diktator Gaddafi ist das Land noch immer von Instabilität und Konflikten geprägt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-862502.html
  1. #1

    Wen..

    ...genau greift die Armee an,die Milizen ,die BW belagern,oder Rebellen die BW verteidigen?
  2. #2

    Lybien

    diese land wird nie zur Ruhe kommen, denn es ist ein viel völker (Clan) staat, und da möchte jeder das sagen haben in seinem gebiet, und vorallem dir Reichtümer dort.
  3. #3

    Ihre Frage...

    Zitat von Bobbysky1 Beitrag anzeigen
    ...genau greift die Armee an,die Milizen ,die BW belagern,oder Rebellen die BW verteidigen?
    ...ist durchaus berechtigt.
    Der Artikel ist dahingehend zumindest irreführend. Zunächst ist die Rede von Milizen, die sich aus den Reihen der ehemaligen "Rebellen" zusammensetzen und die demokratische Regierung nicht anerkennen. In einem anderen Absatz wiederum erwähnt man im Zusammenhang mit der Belagerung von Bani Walid, dass angebliche Gaddafi-Anhänger aus dem Ausland dabei ihre Finger im Spiel hätten. Sehr kryptisch und und irgendwie schlampig recherchiert, finde ich.
    Ansonsten lesen sich die 3 ersten Absätze wie das Szenario, welches von vielen skeptischen Geistern bereits in diversen Threads ausgemalt wurde.
  4. #4

    Zerstörung eines entwickelten Staates

    In Libyen findet zur Zeit das statt, was es vor den NATO-Bombardierungen nie gegeben hat: Massenmorde im Rahmen von Ausschreitungen gegen Farbige, Einrichtung von Konzentrationslagern, ganze Städte, z.B. Tawergha, sind vom Erdboden verschwunden. Bani Walid soll es ähnlich ergehen. Die große Mehrheit der Libyer leidet unter dem Chaos. Früher selbstverständliche soziale Errungenschaften wie freie Gesundheitsversorgung und freies Studium gibt es nicht mehr. Rechte für Frauen wurden stark eingeschränkt, z.B. das Scheidungsrecht. Nur eine kleine Minderheit profitiert vom Ausverkauf Libyens, das jetzt zum Beispiel seine Ölvorkommen zu ganz ungünstigen Bedingungen durch ausländische Konzerne ausbeuten läßt. Demokratie gibt es schon gar nicht. Zum Beispiel wurden für die Wahlen in Misrata nur etwa 50.000 Menschen zugelassen, etwa ein Zehntel der Bevölkerung. Vor der NATO-Aggression war Libyen eines der wohlhabendsten und am besten entwickelten Staaten Afrikas. Es hatte aber ein großes Problem: als friedliches Land verfügte Libyen über zu wenig schlagkräftiges Militär. Der hohe Lebensstandard als Folge der Ölförderung mag zu einer gewissen Verwöhnung geführt haben. Das Bewusstsein, dass Wohlstand Begehrlichkeiten des Auslands weckt und verteidigt werden muss, schien leider nicht ausreichend entwickelt. Auf jeden Fall wurde die Gefahr einer ausländischen Aggression, mit dem Ziel, das libysche Volksvermögen zu rauben, naiv unterschätzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Staaten, denen an ihrer nationalen Souveränität gelegen ist, die traurige aber einzig richtige Lektion lernen, nämlich dass nur der angegriffen wird, der militärisch nicht ausreichend schlagfertig ist. Denn ein Kriegsvorwand, von Massenvernichtungswaffen (Irak) bis Massenvergewaltigungen und ein angeblicher Massenmord am eigenen Volk (Libyen) ist schnell gefunden.
  5. #5

    ...

    Zitat von Jan Do Beitrag anzeigen
    In Libyen findet zur Zeit das statt, was es vor den NATO-Bombardierungen nie gegeben hat: Massenmorde im Rahmen von Ausschreitungen gegen Farbige, Einrichtung von Konzentrationslagern, ganze Städte, z.B. Tawergha, sind vom Erdboden verschwunden. Bani Walid soll es ähnlich ergehen. Die große Mehrheit der Libyer leidet unter dem Chaos. Früher selbstverständliche soziale Errungenschaften wie freie Gesundheitsversorgung und freies Studium gibt es nicht mehr. Rechte für Frauen wurden stark eingeschränkt, z.B. das Scheidungsrecht. Nur eine kleine Minderheit profitiert vom Ausverkauf Libyens, das jetzt zum Beispiel seine Ölvorkommen zu ganz ungünstigen Bedingungen durch ausländische Konzerne ausbeuten läßt. Demokratie gibt es schon gar nicht. Zum Beispiel wurden für die Wahlen in Misrata nur etwa 50.000 Menschen zugelassen, etwa ein Zehntel der Bevölkerung. Vor der NATO-Aggression war Libyen eines der wohlhabendsten und am besten entwickelten Staaten Afrikas. Es hatte aber ein großes Problem: als friedliches Land verfügte Libyen über zu wenig schlagkräftiges Militär. Der hohe Lebensstandard als Folge der Ölförderung mag zu einer gewissen Verwöhnung geführt haben. Das Bewusstsein, dass Wohlstand Begehrlichkeiten des Auslands weckt und verteidigt werden muss, schien leider nicht ausreichend entwickelt. Auf jeden Fall wurde die Gefahr einer ausländischen Aggression, mit dem Ziel, das libysche Volksvermögen zu rauben, naiv unterschätzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Staaten, denen an ihrer nationalen Souveränität gelegen ist, die traurige aber einzig richtige Lektion lernen, nämlich dass nur der angegriffen wird, der militärisch nicht ausreichend schlagfertig ist. Denn ein Kriegsvorwand, von Massenvernichtungswaffen (Irak) bis Massenvergewaltigungen und ein angeblicher Massenmord am eigenen Volk (Libyen) ist schnell gefunden.
    Ist ja alles richtig, was Sie schreiben.

    Aber dafür dürfen die Libyer jetzt wählen. So eine herbeigebombte Zwangsdemokratisierung hat halt auch seine Schattenseiten.
  6. #6

    Zitat von Bobbysky1 Beitrag anzeigen
    ...genau greift die Armee an,die Milizen ,die BW belagern,oder Rebellen die BW verteidigen?
    Die Armee (nichts anderes als frühere Milizen) greift jetzt zusammen mit den Misrata-Islamisten BW an. Die Methoden sind die gleichen wie im letzten Jahr, es wird mit Raketen und Granatwerfern unkontrolliert in die Stadt hineingeschossen - dabei das eigene Volk ermordet. Wo ist also die UNO? Wo ist Westwerwelle?
  7. #7

    Starker Mann

    Solange in Libyen kein neuer Caïd oder Raïs ans Ruder kommt, solange wird es keine Ruhe geben. Da können wir in der EU wünschen, hoffen, meinen, es wird sich nichts ändern. Die Scharmützel gehen weiter, die islam. Horden werden weiter randalieren, die Zivilbevölkerung wird drangsaliert und Europa ist weiterhin überzeut, dass es eine gute Sache war in Libyen einzugreifen. War es eben nicht! Die Umma, die afrik. Union oder einfach die Nachbarländer hätten eingreifen können.Wir mit unserem Demokratiegedusel und Auffassungen, die im arab. Raum nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sind und auch nie fallen werden, sollten uns aus Händel zwischen Islamisten, Fanatikern und anderen Heilsbringern raushalten.
  8. #8

    Meine Zustimmung -

    Zitat von Hape1 Beitrag anzeigen
    Ist ja alles richtig, was Sie schreiben.

    Aber dafür dürfen die Libyer jetzt wählen. So eine herbeigebombte Zwangsdemokratisierung hat halt auch seine Schattenseiten.


    wenn aber nun richtig ist, dass die jetzige Regierung in Bani Walid Gas eingesetzt hat, so geht dieses in letzter Konsequenz ebenfalls zu Lasten der ,demokratischen Nato Verteidigungstruppen'.

    Wir hören und lesen sehr wenig über das jeweilige Geschehen im Nachhinein. Das hat Methode, denn andererseits könnte ja jemand auf die Idee kommen, VOR den Bombadierungen die Folgen abzuschätzen.








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