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Machtkampf in der Elfenbeinküste: Despot Gbagbo*beugt sich seinen Gegnern
Der Machtkampf in der Elfenbeinküste ist offenbar beendet. Der unterlegene Wahlverlierer Gbagbo hat sich dem Druck der Militäroffensive seines Gegners Ouattara gebeugt - nach stundenlangen Verhandlungen mit Frankreich kapitulierte er.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...755292,00.html
- #1 05.04.2011 19:25 von
Und Tschüss.
Zeit wird's.
Hoffentlich reicht das den Rebellen auch und sie legen tatsächlich die Waffen nieder. Mit einigen Ausschreitungen gegen Gbagbo-Anhänger muss man vorher aber leider wohl rechnen und selbst im günstigsten Fall wird der Frieden auf Jahre hinaus noch ziemlich brüchig sein.
Immerhin ist der Amtsantritt des demokratisch gewählten Präsidenten ein Anfang. - #2 05.04.2011 20:16 von
Notfalls nochmal wählen
Gbagbo behauptet ja die Wahlen wären gefälscht gewesen. Wenns nicht anders geht müssen halt in einem Jahr oder so nochmal Wahlen stattfinden, damit die Frage endgültig geklärt ist. Dann aber unter internationaler Überwachung.
Bis dahin müssen wir helfen das Leiden zu mildern. Hoffentlich geht alles gut. - #3 05.04.2011 20:21 von
Sieg Frankreichs
Es wäre schön, wenn Der Spiegel neutral über die Geschehnisse in Côte d'Ivore schreiben würde, anstatt die Deutschen zu de-informieren
1_Erstens, Gbagbo ist kein Despot, er wurde in 2000 gewählt, und das nach 40 Jahren Allein-Herrschaft von Houphouët und Nachfolger unter Schutz von Frankreich. Im Westen hatte das niemand gestört.
2_Seit 2002, nach einen misslungenden Putsch von den Rebellen, ist nicht nur das Land zwei geteilt, aber seitdem regierte er mit den Rebellen in den wichtigsten Ministerien (inklusiv das Verteidigungs-Ministerium).... bis 2010 .. So hatte es Frankreich in den Vereinbarungen von Marcoussis gewollt.
Ich bin vielleicht blöd , aber ich kenne keinen Despot, der mit seiner Opposition und noch mehr mit seinen tiefsten Feinden regiert....
Frankreich und die UNO haben Gbagbo besiegt, nicht die Rebellen. Jetzt ist wieder ein "Präfekt" Frankreichs Herr in Côte d'Ivoire. - #4 05.04.2011 21:15 von
"Despot" vs. "gewählter Präsident"
Danke für diesen hervorragenden Beitrag! Aber so sieht nicht nur bei SPON die Berichterstattung aus: Ein aus manipulierten Wahlen hervorgegangener sowie durch die UNO und Frankreich ins Amt gebombter und in ein Massaker in Déoukoué verwickelter Zeitgenosse wird als "gewählter Präsident", sein Gegenspieler nur noch als "Despot" bezeichnet. Das ist wahrer westlicher Qualitätsjournalismus!
- #5 05.04.2011 21:18 von
- #6 05.04.2011 21:53 von
Toll, wie hier berichtet wird!
Das ist eigentlich eines Nachrichtenmagazins vom Schlage des SPIEGEL unwürdig, was hier medial passiert. Die BILD könnte es nicht besser machen; von Objektivität keine Spur. Ich wußte gar nicht, daß die verantwortlichen Redakteure auf der Paylist des französischen Präsidenten stehen. Ein Günstling Sarkos, der Schlächter von Deoukoue, kommt durch eine mehr als fragwürdige Wahl auf 54% der Stimmen und wird einfach mal zum Sieger und "legitimen" Präsidenten erklärt. Die Wortwahl ist schon perfide; legitim ist ja noch lange nicht legal, darin liegt der feine Unterschied, der bestimmt auch auf dem Mist der so sprachverliebten Franzosen gewachsen ist. Es ist wie in Libyen. Sowohl Gaddafi als auch Gbagbo wurden lange Zeit vom "Westen" hofiert und unterstützt, letzterer sogar installiert. Irgendetwas muß dann passiert sein, daß man sich ihrer entledigen möchte, egal welche Chaostruppen folgen; die Verlierer sind jedenfalls jetzt schon auszumachen - die Völker Libyens und der Cote d'Ivoire.
- #7 05.04.2011 21:59 von
- #8 05.04.2011 22:02 von
Toller Beitrag. Nur Wahrheit, mein Lieber!
Langsam habe ich den Eindruck, dass einige nicht nur lesen, was Spiegel von Franzosen übersetzt. Ouatarra ist der eigentliche Despot und Kriegsverbrecher. Er hat sein Land mit der Unterstützung Frankreich in einem dauerhaften Krieg seit 2002 verwickelt und jetzt erhält er dafür Bonus. Ja, wir haben jetzt einen richtigen Präfekt von Frankreich in Cote d'îvoire. Zurück zur Kolonialzeit. Schade!
- #9 05.04.2011 22:34 von
Finaler Angriff heute Nacht!
Es freut mich sehr zu lesen, dass es in diesem Forum Leute gibt, die nicht auf die Falschmeldungen der "mainstream" Medien hereinfallen.
Die franzosen (Ja, die Franzosen!) haben heute die RTI (Radio Television Ivoirienne) mit Bomben ausser Gefecht gesetzt, damit sie ihre Propagandamaschine ungestoert fortfuehren koennen. Als ich heute morgen las, wer die Quelle von der Meldung wonach Gbagbo zuruecktretten will, naehmlich Ouatarras Botschaftler in Paris, war mir sofort klar, dass es sich um eine falschmeldung handelt, die nur als Zweck hat, die Gbagbo-Anhaenger zu destabilisieren.
SPON hat uns schon so oft mit solchen Falschmeldungen geffuttert, dass es legitim ist dannach zu fragen, ob Ouattara wirklich der demokratisch gewaehlte Praesident ist, wie hier immeer zu lesen ist. http://ivoireleaks.de/ ist eine sehr gute Quelle, die ich empfehle.
Vor ein paar Wochen hat die UNO Waffen fuer die Rebellen in die Elfenbeinkueste importiert. Diese Waffen sind in *UN* Containern in Kamerun auf dem Weg zur kamerunischen Hafenstadt Duala entdeckt worden. Darueber wurde viel in ganz Afrika berrichtet. Darueber wird SPON sicherlich nie berrichten und somit seine leser taeuschen.
Die Rebellen sind, trotz dieser logistische Unterstuetzung Frankreichs und der UNO, nicht in der Lage die Armee zu besiegen und WERDEN ES AUCH NIE. Wer glaubt, dass alles entschieden ist irrt.
Und jetzt sage ich euch, HEUTE NACHT, und es hat schon begonnen, startet Frankreich der finale Angriff auf die Residenz Gbagbo. Die Nachrichten, die uns aus dem Lande erreichen, weisen darauf hin, dass heute nacht etwas entscheidendes passieren koennte....
Seid bereit fuer Ueberraschungen!!!
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