Forum: Blogs
Luxushotel Waldorf Astoria in Berlin: Wir Reichen vom Bahnhof Zoo
Waldorf AstoriaPräsidentensuite, VIP-Fahrstuhl, französische Sterneküche: Im Berliner Waldorf Astoria regiert der Luxus. Das neue Fünfsterne-Hotel soll in wenigen Wochen eröffnen - und das Leben am Bahnhof Zoo nachhaltig verändern.
http://www.spiegel.de/reise/deutschl...-a-871368.html
- #50 07.12.2012 09:17 von
Also, so ganz stimmt das nun doch nicht. Der Bahnhof Zoo wurde in der jüngeren Vergangenheit mehrfach umgebaut, renoviert. Also Geld hineingesteckt. Zuletzt in den 90er Jahren. Und die Bahn plant in den nächsten Jahren eine grundlegende Sanierung.
In das Ostkreuz wurde letztmals kurz nach 1945 Geld investiert, um die gröbsten Kriegsschäden zu beseitigen. - #51 07.12.2012 10:17 von
Wann waren Sie das letzte Mal hier?
Das Ostkreuz ist seit Jahren eine einzige Baustelle, weil es vollständig neu erstellt wird.
(Das neue Ostkreuz - Berlin.de)
Dagegen wurde der Bahnhof Zoo von Mehdorn abgehängt, und meines Wissens nach haben sich trotz Unterschriftenaktionen die Pläne der DBAG nicht geändert. - #52 07.12.2012 21:15 von
Berlin ist hässlich! Kein Berliner würde das bestreiten. Aber das heißt noch lange nicht, dass man sich von irgendwelchen Provinzlern beleidigen lassen muss. Forist roxxor muss uns nur den Namen seiner Heimatstadt verraten, dann ziehen wir mal ein paar Vergleiche.
Grundsätzlich war das Bauhaus der Beginn vom Ende jeder ansehnlichen Architektur auf der Welt. Falsch verstandene Wirtschaftlichkeit und Effizienz haben jede Form kultureller Baukunst auf dem Planeten vernichtet. Berlin ist diesbezüglich wahrlich keine Ausnahme. - #53 07.12.2012 21:35 von
Lieber noch möchtegern-intellektuell als borniert-antiintellektuell, wie der große Rest der Republik. Ob gebürtig oder zugezogen, das Berliner sein ist vor allem eine Lebenseinstellung. Entweder man hat sie oder eben nicht. Was nun die Entwicklung der Stadt betrifft, so entwickelt sich alles ganz hervorragend. Wer das nicht sehen kann oder will, ist schon mal kein Berliner.
http://www.statistik-berlin-brandenb...2/12-09-24.pdf - #54 07.12.2012 22:38 von
Dass das Ostkreuz endlich erneuert wird, weiß ich selbstverständlich, ich fahre da jeden Tag zur Arbeit. Ich meinte natürlich, vor dem Beginn des Neubaus wurde letztmalig 1945 dort etwas investiert, und das auch nur zur Beseitigung der Schäden.
Der Bahnhof Zoo wurde natürlich nicht abgehängt, es halten nach wie vor Züge dort. Nur eben, wie es seiner Bestimmung und Größe entspricht, nur Regionalbahnen. Selbstverständlich ändert sich daran nichts, weil die Fernzüge fast alle durch den Nord-Süd-Tunnel und somit weit am Bahnhof Zoo vorbei fahren.
Ändert aber nichts daran, dass in den Bahnhof Zoo mehrfach Geld inverstiert wurde, und dass der Bahnhof demnächst schon wieder umgebaut und renoviert wird. Also - weniger jammern! - #55 07.12.2012 22:48 von
Flugzeugbauer sagen, eine schönes Flugzeug fliegt auch gut. Umgekehrt ist genau das schön, was gut funktioniert. Ein Gesicht ist schön, wenn es symmetrisch gewachsen ist und es wächst symmetrisch, wenn der Mensch immer gesund war.
Für Städte bedeutet dies, sie sind schön, wenn sie immer gut gewachsen sind und sich zu jeder Zeit der neuesten verfügbaren Technologien zur Verbesserung ihrer Funktionsweise bedient haben. Aktueller Stand der Technik sind beispielsweise Flughäfen mit unabhängigem Parallelbahnbetrieb. Die gibt es in MUC und BER und nirgendwo sonst.
Nichts ist jemals wirklich vorbei. Die Architektur, welche Portugal heute angeblich zu einer der schönsten Städte Europas macht, stammt noch vom Christusorden einer Nachfolgeorganisation der Tempelritter (1118 bis 1312). Berlin Tempelhof, Museumsinsel, Brandenburger Tor, Reichstag, Fernsehturm, Olympiastadion, Siemensstadt, Sanssouci, Babelsberg. All das ist Erbmasse, die das heutige Berlin von seinen früheren Inkarnationen übernommen hat. Nach Verlust von 1 Millionen Menschen hat Berlin immer noch doppelt so viele Einwohner wie jede andere Stadt in Deutschland. Allein das reicht, damit die Vergangenheit nicht einfach aus und vorbei ist, sondern sich nahtlos in die Zukunft fortschreibt.
Provokant, herausfordernd, konfliktfreudig. Wenn sie eine Methode finden, ohne den ewigen Kampf des Guten gegen das Bessere eine Metropole aufzubauen, dann übernehmen wir sie gerne. Bis dahin bleibt der Berliner Weg, der einzig richtige und alles andere ist übel stinkender Scheiß. Gäbe es eine schönere, d.h. produktivere Art, sich zu unterhalten und damit schnell etwas zu erreichen, so wäre das schon die Berliner Schnauze.
Geschmäcker sind nicht verschieden, allen schmeckt, was satt macht und den Körper fit hält. Dumme Ausreden ersetzen keine guten Argumente. Wenn sie versehentlich etwas schlaues sagen, wird man ihnen das schon noch mitteilen. Bis dahin darf alles als dumm gelten, was uns nicht unmittelbar voran bringt.
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

