Luxus-Reiserad im Test: Die rollende USB-Buchse

Holger DambeckLuxus-Nabenschaltung, Edelstahl-Gepäckträger, iPhone-Ladestation - willkommen in der Oberklasse der Reiseräder! Im Test musste das Modell Silkroad von toutterrain beweisen, ob es seine mehr als 3000 Euro wert ist.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...842384,00.html
  1. #1

    Ein schönes Rad...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Luxus-Nabenschaltung, Edelstahl-Gepäckträger, iPhone-Ladestation - willkommen in der Oberklasse der Reiseräder! Im Test musste das Modell Silkroad von toutterrain beweisen, ob es seine mehr als 3000 Euro wert ist.

    Silkroad von toutterrain: Luxus-Reiserad mit USB-Buchse - SPIEGEL ONLINE
    ...mit durchdachten Gimmicks.
    Diese Art Räder sind einfach "unkaputtbar".

    Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings - das Gewicht.
    Für mich ist das Rad 3-4 kg zu schwer.
    Ich hatte mir von Patria ein Reiserad speziell für meine Größe und Bedürfnisse "anfertigen" lassen, auch mit allen genannten Extras.
    Nach 2 Touren habe ich dieses Reise-Fahrrad wieder verkauft, es war mir persönlich mit 16,8 kg einfach zu schwer.
    War mein Fehler, das Gewicht hatte ich im Konfigurationsrauch schlicht vergessen.
    Jetzt verrichtet ein Crosscountry-Alurahmen, auch mit allen Anbauten, allerdings leichtere, (Titanschrauben usw.) klaglos seinen Dienst, bei einem Gewicht von "nur" 12,6 kg.
    Ich merke das an jedem Anstieg.........
  2. #2

    Zu Schwer

    Gerade mit der Rohloff wird es noch schwerer. Nach meiner Erfahrung wird diese Nabe auch überschätzt mir ist Kettenschaltung wesentlich sympathischer.
    Auch der Tipp mit weniger Kurt in den Reifen ist grenzwertig, die Gefahr einer Reifenpanne steigt dann.
  3. #3

    Das wäre sofort...

    ...meins! Mit wenigen Ergänzungen das für mich perfekte Rad wahrscheinlich für das restliche Radlerleben:
    Ergon-Griffe, ein schöner Ledersattel, Kombipedale, zweiter Flaschenhalter, Schmutzfänger am vorderen Schutzblech.
    Das USB-Dingens ist auf Reisen nicht verkehrt, spart Batterien für das Navi.
    Wesentlich besser kann es insgesamt eigentlich nicht mehr werden.
    Und leichter - ja, das ist schön, aber auch so kann man einen flotten Stiefel fahren.

    Das Geld ist es in jedem Fall wert, aber selbiges will auch erwirtschaftet werden...
  4. #4

    Spezialrad

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
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    Silkroad von toutterrain: Luxus-Reiserad mit USB-Buchse - SPIEGEL ONLINE
    Ich besitze ein ähnliches Reiserad, allerdings ohne Rohloff-Nabenschaltung. Es hat dadurch nur ca. die Hälfte gekostet.

    Ich wollte es als Universalrad verwenden, sowohl für längere Ausflüge als auch für kurze Touren im Großstadtverkehr.

    Leider musste ich feststellen (hm, hätte ich mir eigentlich auch vorher denken können), dass Reiseräder Spezialräder sind, die wirklich nur für Reise geeignet sind.

    Im Großstadtverkehr stören das hohe Gewicht (schwer die Bahnsteigtreppe zur S-Bahn hochzuwuchten), die schlechtere Wendigkeit (dafür Top-Geradeauslauf), die schlechte Verkehrsübersicht (man liegt doch ziemlich vorgebeugt) und die eigenartige Radgeometrie (das Hinterteil ist etwas länger als normal und sehr massiv, man sitzt dafür näher am Vorderrad; das gibt ein eigenartiges Lenkgefühl).

    Ich musste mir deshalb ein zweites Rad zulegen, das deutlich häufiger zum Einsatz kommt und viel billiger war.

    Fazit: Reiseräder sind Spezialräder, die sich eigentlich nur für lange Touren mit viel Gepäck eignen. Es sind keine Every-Day-Räder.
  5. #5

    Irrtum

    Die Annahme, dass Gepack am Vorderrad ein Fahrrad unruhiger laufen ließen, ist ein weit verbreiteter Irrtum, das Gegenteil ist der Fall: Lowrider mit den entsprechend passenden Taschen erhöhen aufgrund ihrer Masse die Trägheit auf dem Vorderrad, so dass dieses besonders bei schnellerer Fahrt nicht so leicht ins Schwingen und Schlingern kommt. Es ist durchaus ratsam, im Verhältnis etwas mehr (oder schwereres) Gepäck in die vorderen Taschen zu packen, da damit der Schwerpunkt des Rades insgesamt weiter nach unten verlagert wird. Gepäck auf dem hinteren Träger hängt höher, der Schwerpunkt des Rades dadurch auch, was umsomehr Kraftaufwand erfordert, das Rad in der Senkrechten zu halten - die Rache kommt dann bei Steigungspassagen, wenn der Radler im Wiegetritt versucht, den Berg zu erklettern. Liegt der Schwerpunkt weiter unten, wird's leichter - einfachste Physik.
  6. #6

    Aber ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Luxus-Nabenschaltung, Edelstahl-Gepäckträger, iPhone-Ladestation - willkommen in der Oberklasse der Reiseräder! Im Test musste das Modell Silkroad von toutterrain beweisen, ob es seine mehr als 3000 Euro wert ist.

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    Zugegeben, die Rohloff ist technisch eine feine Sache. Bin sie ausgiebig gefahren. Dennoch: Mir war die Spreizung der Gänge zu groß und sie bringt definitiv mehr Gewicht mit als nötig. Eine leichte Kettenschaltung spart einiges an Gewicht, außerdem bietet sie viel mehr Möglichkeiten, die Übersetzung anzupassen.

    Aber auf dem gemütlichen Radweg von Berlin nach Kopenhagen - auch wenn da scheinbar ein gewaltiger Anstieg dabei ist ... ;0) - ist das Gewciht sicher nicht so entscheidend. Wo es aber tatsächlich hügelig bis bergig ist, da zählt jedes Gramm. Da sind für mich 12kg die Grenzmarke und natürlich entsprechend leichtes und knappes Gepäck. Denn wer bei letzterem nicht auch konsequent Gewicht spart, dem nützt ein leichtes Rad auch nicht viel.
  7. #7

    Suv

    Ein SUV unter den Rädern? Bin ich der einzige, der daran denkt?

    Gemeinsamkeiten:
    -Teuer
    -Schwer
    -Man braucht es eigentlich nur zu speziellen Anlässen (Reisen)
  8. #8

    Wenn Sie die Nabenschaltung nicht moegen, kein Problem, die Gundelfinger werden Ihnen auch ohne Widerworte eine erstklassige Kettenschaltung einbauen!

    Diese Firma gab es schon, als in noch in Freiburg studierte, also seit Mitte/Ende der 1980er, damals fing sie als 3-Mann-Betrieb mit traumhaften massgeschneiderten und federleichten Rennraedern aus Carbon an.
    Nur leider viel zu teuer fuer einen Studenten ...
  9. #9

    Ergonomie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Luxus-Nabenschaltung, Edelstahl-Gepäckträger, iPhone-Ladestation - willkommen in der Oberklasse der Reiseräder! Im Test musste das Modell Silkroad von toutterrain beweisen, ob es seine mehr als 3000 Euro wert ist.

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    Der Neigungswinkel des Lenkers ist nicht verstellbar. Deshalb kann man das Rad nicht auf die optimale Sitzposition einstellen. Für ein Reiserad, wo man ggf. Stunden auf dem Sattel sitzt, ein No Go.