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Luxus-Reiserad im Test: Die rollende USB-Buchse

Holger DambeckLuxus-Nabenschaltung, Edelstahl-Gepäckträger, iPhone-Ladestation - willkommen in der Oberklasse der Reiseräder! Im Test musste das Modell Silkroad von toutterrain beweisen, ob es seine mehr als 3000 Euro wert ist.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...842384,00.html
  1. #60

    3kEUR, das kann ich noch einiges über. Trotzdem lohnt es sich nach BWL-Kriterien.
    >4kEUR bei meinem vollgefederten Reiseliegerad. Ich kann es immer noch für >3kEUR verkaufen, auch nach 3Jahren. In der Zeit bin ich fast 10Mm damit gefahren. Natürlich gibts auch noch Verschleiss, aber meine Kosten sind also jetzt schon im Bereich von 10-15ct/km. Das bekommt kein KFZ hin.

    Ich fahre Alu, aber Stahl vs. Alu muss man immer pro Stahl beantworten: Alu braucht 16mal mehr Energie in der Herstellung. Alu ist ein Verschleissprodukt, es wird nach vielen Lastwechseln immer spröde und man bekommt einen Dauerschwingbruch an den am höchsten belasteten Stellen. Dabei gibt es keine Untergrenze der Belastung. Biegt man es oft genug hin und her, wird es auch bei geringer Kraft irgendwann brechen. Stahl hingegen kann, bei korrekter Rechnung, "ewig" leben.
    Ein guter 25CrMo4-Stahl rostet etwas an, aber fürs Durchrosten muss man schon an der Küste wohnen, ansonsten dauert selbst durchrosten Jahrzehnte, länger als ein Alurahmen leben wird. Bei billigen ST52-Baustahlrahmen mag das anders sein.
    Bin anfänglich mit meinen gebrauchten Rennrädern gereist, 200EUR bis 600EUR Radpreis+Miete für den Einspur-Anhänger, bzw. Tubus-Fly-Gepäckträger. Oder für 20EUR gebraucht gekaufter Kinderanhänger für den Hund und damit übern Rennsteig, teils auch den Wanderpfad, wo sonst nur vollgefederte Mauntenbaiks unterwegs waren. Insgesamt <<500EUR Materialkosten. Geht alles. Aber fürs Zelt, Schlafsack und Kocher hab ich schon als Azubi ein halbes Vermögen hingelegt, und bei meinem Fahrrad ists mittlerweile ähnlich. Wer arm ist/wenig verdient, sollte teuer kaufen, sonst kauft er zweimal. Es ist extrem werthaltig, und vor allem die perfekte Lösung für meine Bedürfnisse.

    Mit einem sehr leichten Liegerad ist man aber wesentlich komfortabler und schneller unterwegs. Man bleibt selbst nach Tagesetappen von 200km bei Pausen noch auf dem Fahrrad einfach liegen und flüchtet nicht vom Rad, wie man es bei Aufrechträdern macht. Im Flachen hab ich praktisch vorne immer eine 3 auf dem Tacho, was mir selbst mit unbepackten Rennrad schwerfiel. Und dann lock-out-hebel und kleiner Übersetzung (1,13m Entfaltung im kleinsten Gang) komm ich den Berg fast so schnell hoch wie mit den Randonneusen.
    Ich würde mir mein Reiserad immer wieder kaufen.


    Eine Rohloff hat im übrigen nur den gleichen Übersetzungsumfang wie eine 3x7f-Kettenschaltung. Und auch da nur die Standardvarianten der verkauften Schaltungen. Eine individuell zusammengestellte Halfstep+Granny-Kettenschaltung kam auch bei 3x7 schon auf deutlich mehr Gänge als nur 14.
    Eine Rohloff ist auch eine MTB-Nabe und fürs Strassenradfahren nicht geeignet. Sie hat gleichbleibende Gangsprünge, was am Berg sinn ergibt, weil die doppelte Geschwindigkeit auch die doppelte Leistung bedeutet. In der Ebene bei höheren Geschwindigkeiten bedeutet aber doppelte Geschwindigkeit oft die 8fache Leistung, wegen des Luftwiderstands. Deswegen fühlt sich der Gangsprung von 14% bei 15-20km/h noch ok an, ist aber bei 25-30km/h schon viel zu groß, da müssten die Gangsprünge kleiner werden.
  2. #61

    1/2

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Ich fahre Alu, aber Stahl vs. Alu muss man immer pro Stahl beantworten: Alu braucht 16mal mehr Energie in der Herstellung.
    Autsch. Und schon beim Antritt mit der Argumentation auf die Nase geflogen!

    Aluminium braucht nur einen kleinen Bruchteil des Erstgewinnungsaufwands, wenn es recyclet wird – und das wird es schon seit vielen Jahren intensiv. Der größte Teil des im Umlauf befindlichen Aluminiums ist bereits (oft mehrfach) recyclet worden, bei gleichbleibender Qualität.

    Der Erstgewinnungsaufwand fällt nur am Anfang des effektiv unbegrenzt weiterlaufenden Zyklus an, wenn neues Aluminium eingespeist werden muß, weil die nachgefragte Gesamtmenge steigt. Und über alle Zyklen verteilt ist Aluminium auch energetisch sehr wohl nachhaltig.

    Nebenbei: Stahl ist bei der Erstgewinnung auch nicht umsonst, kann aber ebenfalls recyclet werden.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Alu ist ein Verschleissprodukt, es wird nach vielen Lastwechseln immer spröde und man bekommt einen Dauerschwingbruch an den am höchsten belasteten Stellen. Dabei gibt es keine Untergrenze der Belastung. Biegt man es oft genug hin und her, wird es auch bei geringer Kraft irgendwann brechen. Stahl hingegen kann, bei korrekter Rechnung, "ewig" leben.
    Auch ein solider Alu-Rahmen kann Jahrzehnte leben, was locker ausreicht.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Mit einem sehr leichten Liegerad ist man aber wesentlich komfortabler und schneller unterwegs. Man bleibt selbst nach Tagesetappen von 200km bei Pausen noch auf dem Fahrrad einfach liegen und flüchtet nicht vom Rad, wie man es bei Aufrechträdern macht. Im Flachen hab ich praktisch vorne immer eine 3 auf dem Tacho, was mir selbst mit unbepackten Rennrad schwerfiel. Und dann lock-out-hebel und kleiner Übersetzung (1,13m Entfaltung im kleinsten Gang) komm ich den Berg fast so schnell hoch wie mit den Randonneusen.
    Ich würde mir mein Reiserad immer wieder kaufen.
    Ihre Gründe kann ich nachvollziehen, aber sowie Autoverkehr in der Nähe ist, ist mir ein Liegerad einfach zu gefährlich. Das wird einfach zu leicht übersehen und man hat keinerlei Überblick.

    Die liegende Position finde ich auch nicht sehr bequem. Da bin ich auf einem normalen Rad mit gefederter Sattelstütze aus meiner Sicht besser dran. Aber ich fahre auch nicht primär längere Strecken.
  3. #62

    2/2

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Eine Rohloff hat im übrigen nur den gleichen Übersetzungsumfang wie eine 3x7f-Kettenschaltung. Und auch da nur die Standardvarianten der verkauften Schaltungen. Eine individuell zusammengestellte Halfstep+Granny-Kettenschaltung kam auch bei 3x7 schon auf deutlich mehr Gänge als nur 14.
    Das ist eine Milchmädchen-Rechnung, denn die Gänge der Rohloff-Schaltung sind allesamt sequentiell abgestuft, während sich bei einer 3*7 Kettenschaltung ein großer Teil überlappt, damit man nicht zu oft mit der lästigen Zahnkranz-Schaltung vorne schalten muß.

    Unterm Strich hat die auch nicht mehr real unterschiedliche Gänge als die Rohloff, sie schaltet sich nur viel unangenehmer, weil man bei der Kettenschaltung vom höchsten Gang hinten auf einen bestimmten mittleren Gang zurückschalten muß, wenn man vorne auf das nächstgrößere Kettenblatt schaltet.

    Es ist ziemliche Glückssache, ob man da auch wirklich den richtigen erwischt. Bei der Rohloff schalte ich einfach sequentiell alle 14 Gänge durch, auch mehrere auf einmal in Sekundenbruchteilen, und selbst im Stand oder beim Anfahren. Ich finde das eine riesige Erleichterung.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Eine Rohloff ist auch eine MTB-Nabe und fürs Strassenradfahren nicht geeignet. Sie hat gleichbleibende Gangsprünge, was am Berg sinn ergibt, weil die doppelte Geschwindigkeit auch die doppelte Leistung bedeutet. In der Ebene bei höheren Geschwindigkeiten bedeutet aber doppelte Geschwindigkeit oft die 8fache Leistung, wegen des Luftwiderstands. Deswegen fühlt sich der Gangsprung von 14% bei 15-20km/h noch ok an, ist aber bei 25-30km/h schon viel zu groß, da müssten die Gangsprünge kleiner werden.
    Kann ich nicht bestätigen, und ich fahre vor allem die schnellsten Gänge regelmäßig und eben auch regelmäßig oberhalb von 30km/h. Die gleichmäßigen Gangabstände sind absolut praxistauglich und angenehm zu fahren, gerade auch im oberen Bereich. Da waren die Gangsprünge der Kettenschaltung bedingt durch die begrenzte Anzahl der Zähne bei den kleinen Ritzeln viel größer und unangenehmer.
  4. #63

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Nebenbei: Stahl ist bei der Erstgewinnung auch nicht umsonst, kann aber ebenfalls recyclet werden.
    Genau. Und die Erstgewinnung braucht nur 1/16tel der Energie.
    Auch ein solider Alu-Rahmen kann Jahrzehnte leben, was locker ausreicht.
    Das kommt auf die Fahrtleistungen und die Belastungen an. Fakt ist, Alu ist immer ein Verschleissprodukt, Stahl ist es nur, wenn der Rahmen zu leicht gerechnet wurde.
    Ihre Gründe kann ich nachvollziehen, aber sowie Autoverkehr in der Nähe ist, ist mir ein Liegerad einfach zu gefährlich. Das wird einfach zu leicht übersehen und man hat keinerlei Überblick.
    Auf einem Liegerad mit 26Zoll-REifen vorne und hinten sitzen sie höher als bei jedem Aufrechtrad.
    Aber auch auf einem flachen Liegerad werd ich nicht übersehen. Oder haben sie schonmal einen flachen Sportwagen im Verkehr übersehen? Das Problem ist eher das Gegenteil, man fällt auf wie ein bunter Hund.
    Die liegende Position finde ich auch nicht sehr bequem. Da bin ich auf einem normalen Rad mit gefederter Sattelstütze aus meiner Sicht besser dran. Aber ich fahre auch nicht primär längere Strecken.
    Sie dürften der einzige sein, der eine Position wie im Fernsehsessel mit hochgelegten Beinen, als unkomfortabler empfindet. Auch auf kürzeren Strecken schaut man beim Upright nur nach vorne auf den Asphalt und hat bei der Liege einen Panorama-Blick.
  5. #64

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Das ist eine Milchmädchen-Rechnung, denn die Gänge der Rohloff-Schaltung sind allesamt sequentiell abgestuft, während sich bei einer 3*7 Kettenschaltung ein großer Teil überlappt, damit man nicht zu oft mit der lästigen Zahnkranz-Schaltung vorne schalten muß.
    Sie haben nicht Halfstep+Granny gegoogelt. Da überlappt sich gar nichts mehr. Rechnen sie mal eine 17/44/46-Kurbel auf eine 11-32 7-fach-Kassette. Das sind schon auf den beiden großen Blättern 14Gänge eng gestufte Gänge ohne Überlappung. Das ist ja der Vorteil von Kettenschaltung, ich kann sie vor jeder Reise ans erwartete Terrain anpassen. Ob ich jetzt einen Schalthebel bediene, oder zwei Schalthebel, wo ist der Unterschied?
    Unterm Strich hat die auch nicht mehr real unterschiedliche Gänge als die Rohloff
    Eine Halfstep+Granny hat bei 7f schon wesentlich mehr reale Gänge, bei einer 3x10f-Schaltung komm ich locker auf 23 echte, sich nicht überlappende Gänge. 18/42/45 auf 11-36Kassette, zählen sie mal die Gänge durch.
    sie schaltet sich nur viel unangenehmer, weil man bei der Kettenschaltung vom höchsten Gang hinten auf einen bestimmten mittleren Gang zurückschalten muß, wenn man vorne auf das nächstgrößere Kettenblatt schaltet.
    Bei käuflichen SChaltungen. Aber der Vorteil ist die individuelle Zusammenstellung. Das Schaltschema wird komplizierter, ist aber auch leicht erlernbar.
    Es ist ziemliche Glückssache, ob man da auch wirklich den richtigen erwischt.
    Quatsch. Ich schalte entweder vorne das Kettenblatt von 42 auf 45 oder andersrum wenn ich einen kleinen Gangsprung brauche, oder hinten bei der Kassette ein paar Ritzel durch, wenn ich einen größeren Gangsprung brauche. Ist nur Gewöhnungsfrage.
    Bei der Rohloff schalte ich einfach sequentiell alle 14 Gänge durch, auch mehrere auf einmal in Sekundenbruchteilen, und selbst im Stand oder beim Anfahren. Ich finde das eine riesige Erleichterung.
    Es sind halt nur 14 Gänge und die weit auseinander liegend.
    Kann ich nicht bestätigen, und ich fahre vor allem die schnellsten Gänge regelmäßig und eben auch regelmäßig oberhalb von 30km/h. Die gleichmäßigen Gangabstände sind absolut praxistauglich und angenehm zu fahren, gerade auch im oberen Bereich.
    Sie kennen es vermutlich nicht anders oder kennen gar keine Wohlfühl-Trittfrequenz. Aber es ist gegen die Physik was sie hier beschreiben. Je schneller man fährt, desto kleiner müssen die Gangsprünge werden, damit der LEistungsunterschied zwischen den Gängen gleich bleibt.
    Da waren die Gangsprünge der Kettenschaltung bedingt durch die begrenzte Anzahl der Zähne bei den kleinen Ritzeln viel größer und unangenehmer.
    Ja klar, von 11 auf 12 Zähne ist ein größerer Gangsprung.*kopfschüttelnd* Man kann ja mal Behauptungen aufstellen wenn der Tag lang ist.
  6. #65

    Yoooh

    Zitat von Konstruktor Beitrag anzeigen
    Ihre Vorurteile können Sie wirklich stecken lassen.
    Jaja, es ist wie ein Handy ohne Apps. Man kann mit dem Ipod einfach besser telefonieren, kommt zwar auch nur eine Stimme durch aber kostet eine Menge mehr und viele finden es einfach schick. Wer etwas auf sich hält, kauft so was und zeigt es in der Öffentlichkeit, dass man so was hat. Ich habe ein einfaches Handy und kann nur damit telefonieren und wenn es kaputt ist, kaufe ich für wenig Geld ein neues. Da ich genug Selbstwertgefühl habe, brauche ich solch ein Schnickschnack, aufgezwungen von der Wirtschaft, nicht. Obwohl ich mir locker so was leisten könnte!
    Übrigens finde ich solch ein Fahrrad nicht schlecht, ebenso wie diese Telefone und andere innovative Produkte, aber ob man die alle haben muss, muss jeder für sich selber feststellen. Ich liebe halt das Ursprüngliche und nicht diese Weicheierdinger.
  7. #66

    verschiedene Optionen

    Wunder mich immer über die Kommentare zur Ausstattung:Schaut mal auf der Website: das Tout-Terrain gibt es mit Kettenschaltung über Alfine-Nabenschaltung bis zum 18-Gang Pinion-Getriebe...
    Und Leder-Sattel und verschiedene Lenker/Lenkergriffe sind auch möglich-ansonsten hilft sicher der eigene Händler beim Anpassen...

    Zum Thema Scheibenbremse am Trekkingrad: Wird sich sicher nicht durchsetzen, genauso wenig wie am Auto und Mountainbike-besser sind Stahlkeile an der Schuhsohle: repariert jeder Dorfschuster in Mauretanien...
  8. #67

    Zitat von geotie Beitrag anzeigen
    Jaja, es ist wie ein Handy ohne Apps. Man kann mit dem Ipod einfach besser telefonieren, kommt zwar auch nur eine Stimme durch aber kostet eine Menge mehr und viele finden es einfach schick. Wer etwas auf sich hält, kauft so was und zeigt es in der Öffentlichkeit, dass man so was hat. Ich habe ein einfaches Handy und kann nur damit telefonieren und wenn es kaputt ist, kaufe ich für wenig Geld ein neues. Da ich genug Selbstwertgefühl habe, brauche ich solch ein Schnickschnack, aufgezwungen von der Wirtschaft, nicht. Obwohl ich mir locker so was leisten könnte!
    Mit einem iPod kann man gar nicht telefonieren. Was Sie meinen, wäre vielleicht ein iPhone

    Und das mit dem Selbstwertgefühl ist so eine Sache – wenn man verbissen zu leugnen versucht, daß etwas, das man selbst nicht hat oder haben will, vielleicht doch für andere einen realen, pragmatischen Nutzen haben könnte, macht das nicht gerade den Eindruck von großer Selbstsicherheit.

    Wilde Theorien über die Motive anderer Leute gehen fast immer in die Irre. Besser, man läßt sie einfach sein.
  9. #68

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Genau. Und die Erstgewinnung braucht nur 1/16tel der Energie.
    Das ist erstens eine ziemlich pauschale Aussage, zweitens reden wir hier von elektrischer Energie, die sich sehr wohl umweltfreundlich erzeugen läßt (Island ist z.B. mit seinen geothermischen Kraftwerken einer der Standorte für die Aluminiumverarbeitung), drittens sackt dieser Faktor mit jedem weiteren Recyclingweg immer weiter ab und viertens verbrät Aluminium beim Recycling weniger Energie als Stahl, so daß selbst die Einergieblianz für das Aluminium sukzessive immer besser wird. (Bei motorgetriebenen Fahr- und Flugzeugen sowieso, da Aluminiumeinsatz durch die Gewichtsreduzierung dort permanent auch noch Sprit spart.)

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Das kommt auf die Fahrtleistungen und die Belastungen an. Fakt ist, Alu ist immer ein Verschleissprodukt, Stahl ist es nur, wenn der Rahmen zu leicht gerechnet wurde.
    Das ist vor allem bei ordentlich dimensioniertem Aluminium reine Theorie. Und auch Aluminium ist durchaus immer noch elastisch und abhängig von der Legierung keineswegs grundsätzlich spröde.
    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Auf einem Liegerad mit 26Zoll-REifen vorne und hinten sitzen sie höher als bei jedem Aufrechtrad.
    Nein. Definitiv nicht. Und die Augenhöhe ist nochmal deutlicher unterschiedlich.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Aber auch auf einem flachen Liegerad werd ich nicht übersehen. Oder haben sie schonmal einen flachen Sportwagen im Verkehr übersehen? Das Problem ist eher das Gegenteil, man fällt auf wie ein bunter Hund.
    Der Sportwagen nimmt viel Platz auf der Haupt-Fahrspur ein, ein Liegerad auf dem Fahrradstreifen wird sehr leicht übersehen. Ist mir beim Autofahren auch schon beinahe passiert. Im Stadtverkehr ist das akut lebensgefährlich.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Sie dürften der einzige sein, der eine Position wie im Fernsehsessel mit hochgelegten Beinen, als unkomfortabler empfindet.
    Der Unterschied ist, daß ich im Fernseh-Sessel entspannt bin und keine Anstrengung unternehme. Anstrengung im Sitzen finde ich ziemlich unangenehm, auch weil der Oberkörper dann fixiert ist (und auf Liegerädern meist auch ungefedert den Straßenunebenheiten ausgesetzt).

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Auch auf kürzeren Strecken schaut man beim Upright nur nach vorne auf den Asphalt und hat bei der Liege einen Panorama-Blick.
    Bei aufrechterer Position habe ich einen sehr viel besseren Überblick (nämlich über die Autodächer hinweg) als eingeklemmt zwischen den Autos auf einem Liegerad.
  10. #69

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Sie haben nicht Halfstep+Granny gegoogelt. Da überlappt sich gar nichts mehr. Rechnen sie mal eine 17/44/46-Kurbel auf eine 11-32 7-fach-Kassette. Das sind schon auf den beiden großen Blättern 14Gänge eng gestufte Gänge ohne Überlappung.
    Die beiden großen Kettenblätter überlappen sich da fast komplett, und auch 17:11 überlappt sich nochmal mit 44:32. Das ist ja genau mein Punkt: Man hat denselben Bereich auf mehreren Kettenblättern und keine linear hintereinander schaltbaren Gänge.
    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Das ist ja der Vorteil von Kettenschaltung, ich kann sie vor jeder Reise ans erwartete Terrain anpassen. Ob ich jetzt einen Schalthebel bediene, oder zwei Schalthebel, wo ist der Unterschied?
    Daß man bei der Rohloff mit nur einem Drehgriff sequentiell die Gänge durchschalten kann, gerade beim sukzessiven Beschleunigen. Einfach immer nur mit einem Klick einen Gang höher, wenn das Verhältnis von Kraftaufwand und Trittzahl damit etwas besser wird. Und noch einen. Und noch einen.

    Bei der "Half"-Step-Kettenschaltung (siehe unten) gehe ich jede Wette ein, daß das niemand macht, sondern fast immer nur die gröberen Gänge hinten schaltet, bis dann wirklich mal eine längere Strecke Zeit läßt, um vielleicht zusätzlich auch noch vorne nachzujustieren.
    Aber jedesmal abwechselnd vorne hochschalten, dann vorne wieder runter- und gleichzitig hinten hochschalten und das ganze immer wieder von vorn ist einfach nicht drin, wenn man häufiger die Geschwindigkeit wechselt. Das macht niemand.

    Bei der Rohloff ist das sequentielle Hochschalten die Regel, gerade weil es erstens völlig intuitiv ist (im Gegensatz zu Ihrer Schaltung brauche ich nicht mal zu wissen, in welchem Gang ich gerade bin – ich schalte einfach nur ohne hinschauen zu müssen um soundsoviele Gänge rauf oder runter, und das mit immer (fast) exakt demselben Übersetzungsverhältnis, in Sekundenbruchteilen und sogar im Stand.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Das Schaltschema wird komplizierter, ist aber auch leicht erlernbar.
    Es ist nicht intuitiv mit schnellem und gezieltem Schalten fahrbar, ohne abgelenkt zu werden.

    Zitat von Ingmar E. Beitrag anzeigen
    Sie kennen es vermutlich nicht anders oder kennen gar keine Wohlfühl-Trittfrequenz. Aber es ist gegen die Physik was sie hier beschreiben. Je schneller man fährt, desto kleiner müssen die Gangsprünge werden, damit der LEistungsunterschied zwischen den Gängen gleich bleibt.
    Die Gänge liegen bei der Rohloff zumindest für meine Bedürfnisse genau richtig. Eine engere Anordnung würde mir nichts mehr bringen, auch nicht in den hohen Gängen. Die sind schon genau richtig. Aber vor allem auch gleichmäßig.


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