Kaviar in der ersten Klasse ist eine dieser seltsamen Traditionen im Flugzeug. So wie der Chartertouri ohne Tomatensaft und Klatschen bei der Landung nicht auszukommen scheint, muss es in der First Class der Kaviar sein. Naja, wers braucht...
Ein Gourmet-Genuss vergangener Tage ist vom Aussterben bedroht: Viele Jahrzehnte lang gehörte Kaviar zur First Class wie das Anschnallen zum Flugzeugstart. Jetzt verbannen viele Airlines das rar und teuer gewordene schwarze Gold von der Speisekarte.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...511635,00.html
Kaviar in der ersten Klasse ist eine dieser seltsamen Traditionen im Flugzeug. So wie der Chartertouri ohne Tomatensaft und Klatschen bei der Landung nicht auszukommen scheint, muss es in der First Class der Kaviar sein. Naja, wers braucht...
"Bei Lufthansa wird schlichter Kaviar aus Zuchtfarmen serviert. Das ist keine Spitze, sondern zweite Wahl"
Ich staune trotz allem, wie manche Leute ihre Werte sortieren.
"Pave the world"
Mich würde daneben IHR Gesicht interessieren, wenn Ihr nächster Flug das kostete, was diese Passagiere für ihre Fischeier und den breiten Sitz hinlegen. Wer kann, der kann...
Im Übrigen:
Sein Sie lieber froh, dass es diese betuchten Mitreisenden gibt. Ohne sie wäre der Holzklassefraß nämlich kaum besser, aber das Ticket dazu ein ganzes Stück teurer.
Ein netter Artikel, allerdings hätte ihn vorher noch jemand zur Korrektur anschauen sollen. Der aktuelle Kaviarpreis wird erst mit 300 Euro, dann mit 250 Euro und am Ende sogar mit 500-1000 Euro pro 100g angegeben. Sowas hätte auch in Deutschlands größter Tageszeitung stehen können!
Das denke ich auch. Schauen sie sich einmal den Platzbedarf eines First-Class Sitzes an. Auf der gleichen Fläche sitzen in der Economy 6-8 Reisende. Das alleine würde einen 6-8fach höheren Ticketpreis gerechtfertigen. Dazu kommt dann noch der deutlich höhere Personalaufwand; nicht nur im Flugzeug sondern auch beim Check-In, in der Lounge am Flughafen und bei der übrigen Betreuung (Speisen, Mietwagen, Hotel, etc.). Außerdem benötigt die größere Speisen- und Getränkeauswahl an Bord mehr Gewicht pro First-Class-Passagier im Vergleich zum Economy-Passagier. Auch das will bezahlt werden. Wird es aber nicht von den First-Class Passagieren. Derzeit kostet ein First-Class von Frankfurt nach New York und zurück mit der Lufthansa rund 7000 EUR, in der Economy 3200 EUR. Wer hier wen subventioniert ist eindeutig.
Solche Themen sind sicherlich immer ein gefundenes Fressen fuer eine tyische Gruppe von Spiegellesern: intellektuelle Schlaumeier, die zwar viel gelesen, aber wenig verstanden haben und sich dazu auch noch unterbezahlt fuehlen.
Richtig ist, dass kaum eine Airline Plastikbesteck verwendet, auch nicht in Economy. Glauben Sie mir, ich weiss wovon ich spreche. Mein Unternehmen arbeitet fuer Unternehmen aus dem Bereich Inflight Catering. Sie koennen gerne mal auf airlinemeals.net einen Vergleich anstellen.
Falsch ist, dass die Economy-Passagiere die First-Class subventionieren. Richtig ist, dass die Preise ueber ein Yield-Management ermittelt werden und hochdynamisch sind. Wenn sie schon Preise angeben, ich habe andere:
FRA-SIN (27.11.-13.12.)
Economy: 1041 EUR
Business: 3711 EUR
First: 8254 EUR
www.expedia.de
Da sieht das Verhaeltnis schon anders aus, oder? Und wenn Sie jetzt noch davon ausgehen, dass ein Eco-Pax mit 100 kg angenommen werden kann (Pax+Baggage) und der First-Class-Pax sicherlich nicht mit 800 kg zu veranschlagen ist, dann koennen Sie mit ein wenig Dreisatz erkennen, dass der First-Class-Passagier eher den Holzklassesitz mitfinanziert als umgekehrt. Denn Gewicht ist im Flugzeug deutlich wichtig als Floorspace.
Das naechste mal einfach mal ueber den eigenen Oekomueslibecher hinausschauen. Und bitte Quellen nicht vergessen, auch wenn der Spiegel nichts anderes ist als ein Intellektuellenstammtisch.
Ich halte es für möglich, dass man soviel für einen Holzklasse-Sitzplatz bezahlen KANN, wenn man sich ganz viel Mühe gibt. Ich würde Ihnen in dem Fall aber doch zur Business-Class raten. Das geht schon ab 2.400 Euronen.
Und die Hauptleistung, die eine Flugesellschaft Ihnen erbringt und die sie auch am meisten kostet, ist immer noch, dass sie mit viel Kerosin Ihren Astralkörper in luftige Höhen bugsiert und dort für die nächsten X-tausend Kilometer hält. Das ist weniger eine Frage von Quadrat- oder Kubikmetern als von Kilos.