Zitat von
RedSpy
Es handelte sich nicht um "bekannte Sicherheitslücken", sondern um leicht auffindbare Anfängerfehler in der Implementierung. Wären die konkreten Sicherheitslücken bereits bekannt gewesen, hätte Sony nicht nur grobe Fahrlässigkeit, sondern auch Vorsatz und pflichtwidrige Unterlassung vorwerfen können.
Kriminelle Hacker hätten die Daten für sich behalten und in aller Ruhe missbraucht, und wer weiß, ob nicht zuvor schon jemand über die SQL-Injection-Lücke gestolpert war. Durch die Veröffentlichung der Daten wurden die Kunden gewarnt und die Öffentlichkeit über die unglaubliche Schlamperei von Sony informiert.
Eventuelle Schäden sind nicht erst durch die Veröffentlichung der personenbezogenen Daten entstanden, sondern bereits durch deren Kompromittierung infolge der Missachtung elementarer Mindeststandards beim Umgang mit personenbezogenen Daten durch Sony. Das FBI sollte lieber die Konten der verantwortlichen Sicherheitsbeauftragten und Projektleiter bei Sony einfrieren, die durch grobe Fahrlässigkeit zu diesem Debakel beigetragen haben.
Die Geschichte erinnert stark an Fukushima, wo nicht etwa die fehlerhafte technische Auslegung, menschliches Versagen (manuelle Abschaltung der Notkühlung durch das Personal), Krisen-Missmanagement (es wurden z. B. keine Mi-26S von Indien und China angefordert, um etwa Stromgeneratoren einzufliegen) und Korruption ("nuclear village") für die größte nukleare Katastrophe der Menschheit verantwortlich gemacht werden, sondern die unbändige Natur.