Alle die hier glauben, mit Fachwissen über die Stundenzahl der Flugbegleiter glänzen zu können, und die 70 Monatsstunden mit den zumindest 38 Wochenarbeitsstunden sonstiger Tarifverhältnisse vergleichen, sollten sich vorher mal schlau machen.
Diese 70 Stunden stellen die reine Flugzeit dar. Hier muss man die Zeit aufrechnen, die vor und nach dem Flug ebenfalls im Auftrag der Fluggesellschaft "abgearbeitet" wird (Wartezeiten wegen Wetter, Ein-/Aussteigen der Passagiere, Vorbesprechung). Hier kann man vor jedem Flug mind. 2 Stunden Dienstzeit rechnen, die nicht zur monatlichen Arbeitszeit angerechnet wird.
Insbesondere das Bodenpersonal der eigenen Gesellschaft sollte es vermeiden, hier die eigenen "Kollegen" in einem schlechten Licht darzustellen. Erst recht nicht, wenn sie keine Kenntnis über die Arbeitsbedingungen und die Anrechnung der Arbeitszeit haben.
Desweiteren glaube ich nicht, dass es den Flugbegleitern bzw. der Gewerkschaft um eine Lohnerhöhung geht, sondern darum, dass ein Status, der über lange Jahre und langfristiges Tarifgespräche ausgehandelt worden ist, erhalten bleibt (Urlaubstage, Leiharbeit, Altersversorgung).
In einer Zeit, in welcher sich Vorstände die eigenen Bezüge mal locker um 25% erhöhen, sollte zumindest der Stand für die Mitarbeiter an der "Front" gehalten werden.
Wenn, dann sollten ALLE Mitarbeiter eines Unternehmens am gleichen Strang ziehen.
Wobei die Aussagen der Vorstandsvorsitzenden (Meine Damen und Herren, es sind ihre Jobs. Ich kann überall arbeiten.), nicht unbedingt von einen "Wir-Gefühl" zeugen.
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