London: Mit Krawall in ein neues Leben

Veronika KormaierEin Teil der Geschichte zu sein, das war der Gedanke, der Peter Brinkley vor einem Jahr nahe London auf die Straße trieb. Er gehörte nicht zu den Anführern der Jugendkrawalle, doch er machte sich schuldig, landete im Gefängnis. Heute sieht er seine Verurteilung durch ein Schnellgericht als zweite Chance.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...849089,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Teil der Geschichte zu sein, das war der Gedanke, der Peter Brinkley vor einem Jahr nahe London auf die Straße trieb. Er gehörte nicht zu den Anführern der Jugendkrawalle, doch er machte sich schuldig, landete im Gefängnis. Heute sieht er seine Verurteilung durch ein Schnellgericht als zweite Chance.

    Krawalle in London: Jugendlicher beginnt neues Leben nach Haft - SPIEGEL ONLINE
    Die Verantwortlichen in der Politik sind nicht daran interessiert, dass dieser Junge ein anständiges Leben führen kann. Anstatt dafür zu sorgen, dass hier jeder genug zum Essen hat und ein Dach über dem Kopf, mitten in Europa, werden junge Menschen auf die Straße geschmissen und sich selbst überlassen in Ländern, in denen sich die Superreichen schon alles unter den Nagel gerissen haben.
  2. #2

    typisch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Teil der Geschichte zu sein, das war der Gedanke, der Peter Brinkley vor einem Jahr nahe London auf die Straße trieb. Er gehörte nicht zu den Anführern der Jugendkrawalle, doch er machte sich schuldig, landete im Gefängnis. Heute sieht er seine Verurteilung durch ein Schnellgericht als zweite Chance.

    Krawalle in London: Jugendlicher beginnt neues Leben nach Haft - SPIEGEL ONLINE
    Ungefähr so stelle ich mir die Politisierung eines Journalisten vor.
    Peter wird es in seinem Wunschberuf noch weit bringen.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Teil der Geschichte zu sein, das war der Gedanke, der Peter Brinkley vor einem Jahr nahe London auf die Straße trieb. Er gehörte nicht zu den Anführern der Jugendkrawalle, doch er machte sich schuldig, landete im Gefängnis. Heute sieht er seine Verurteilung durch ein Schnellgericht als zweite Chance.

    Krawalle in London: Jugendlicher beginnt neues Leben nach Haft - SPIEGEL ONLINE
    Tja, nicht besonders Links-freundlich das Ganze.
    Ursache der Krawalle: Langeweile
    Ursache der Obdachlosigkeit: Kein Bock auf Ausbildung, kein Bock auf Eltern, lieber Kleinkriminell durchs leben.
    Lösung des Problems: 3 Monate im Knast. Schnell, ohne Bewährung.
    Was keine "Sozialstelle" schaffte, machen mittelalterliche Methoden, den Pranger und das Gefängnis.

    Das sollten sich die Macher unseres Jugendstrafrechts mal zu Herzen nehmen. Lieber ein richtiger Warnschuss, als jahrelange Kuscheljustiz.
  4. #4

    Sorry, Frau Raab...

    ... aber könnte es sein, daß Sie es sich ein bißchen einfach machen?
    Ich will gern glauben, daß der Jugendliche seine Handlungen ehrlich bereut und daran arbeitet, sich ein normales Leben und eine Existenz aufzubauen. Nur - welche "Verantwortlichen in der Politik" haben ihn denn eigentlich "auf die Straße geschmissen"? Es ist ja heutzutage guter Brauch, Straftätern erstmal zu attestieren, sie seien selbst Opfer der "Verhältnisse" respektive "Perspektivlosigkeit". Das mag in vielen Fällen stimmen, im vorliegenden Fall aber wohl eher nicht. Wie heißt es doch im Artikel? "Nach dem Schulabschluss hatte ihm der Antrieb für die Suche nach einer Ausbildungsstelle gefehlt. Er verließ das Elternhaus, weil er den ständigen Querelen aus dem Weg gehen wollte. Und nun packte er an Elektronikgeräten ein, so viel er tragen konnte".
    Soweit die berichteten Hintergründe. Wie gesagt: Ich nehme ihm gern ab, daß er ernstlich umgedacht hat.
    Nur taugt "fehlender Antrieb, sich eine Lehrstelle zu suchen" weder als Generalabsolution noch als Rechtfertigung für eine Generalabrechnung mit dem "System". Was ist eigentlich mit den zahllosen wirklich Bedürftigen, die nicht kriminell werden? Sind die nur zu blöd zum klauen?
  5. #5

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Die Verantwortlichen in der Politik sind nicht daran interessiert, dass dieser Junge ein anständiges Leben führen kann. Anstatt dafür zu sorgen, dass hier jeder genug zum Essen hat und ein Dach über dem Kopf, mitten in Europa, werden junge Menschen auf die Straße geschmissen und sich selbst überlassen in Ländern, in denen sich die Superreichen schon alles unter den Nagel gerissen haben.
    Wenn sie den Artikel richtig gelesen hätte, dann wüssten der junge Mann hat sein zu Hause freiwillig verlassen hat

    Nach dem Schulabschluss hatte ihm der Antrieb für die Suche nach einer Ausbildungsstelle gefehlt. Er verließ das Elternhaus, weil er den ständigen Querelen aus dem Weg gehen wollte. Und nun packte er an Elektronikgeräten ein, so viel er tragen konnte.
  6. #6

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Tja, nicht besonders Links-freundlich das Ganze.
    Ursache der Krawalle: Langeweile
    Ursache .....
    Was noch zu erwähnen wäre in UK sind sie um einiges früher nämlich ab 10 Jahren. In Deutschland haben erstmal sehr lange Narrenfreiheit und mit 14 sind dann die Akten schon so dick, aber es gab noch keine Strafe da nicht Strafmündig
  7. #7

    Besserung durch Strafe?

    Zitat von testthewest Beitrag anzeigen
    Tja, nicht besonders Links-freundlich das Ganze.
    Ursache der Krawalle: Langeweile
    Ursache .....
    Hat er sich aufgrund der Strafe in die Gesellschaft "integriert" oder lag es vllt. doch eher an der Jugendhilfsorganisation? Die Jugendlichen brauchen eine helfende Hand keine "harte/strafende"!
    Es ist leider so, dass dort wo die Eltern versagen, die Gesellschaft Hilfe leisten muss, durch soziale Projekte für Jugendliche etc. pp. Aber dafür fehlt natürlich das Geld....
  8. #8

    Nebel?

    Werte Frau Raab, Sie schreiben:
    "...werden junge Menschen auf die Straße geschmissen und sich selbst überlassen..."
    Ach ja?
    "Nach dem Schulabschluss hatte ihm der Antrieb für die Suche nach einer Ausbildungsstelle gefehlt. Er verließ das Elternhaus, weil er den ständigen Querelen aus dem Weg gehen wollte."
    Schon interessant, wie der ständige Blick durch die ideologische Brille die Realität vernebelt. Schuld sind immer die anderen, vorzugsweise das pöse, pöse System und natürlich die 'Superreichen'...
  9. #9

    Wer schon mal mit Jugendlichen Kriminellen zu tun hatte, wird zu dem ganz und gar erstaunlichen Schluss kommen, dass dieser Artikel zu 100 % realistisch ist. Selten genug bei dem Thema.