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London: Gewerkschaften drohen mit Streiks vor Olympia

REUTERSEin Verkehrskollaps ist das Letzte, was London während der Olympischen Spiele braucht. Doch jetzt drohen ausgerechnet Flughafen-Arbeiter und Bahn-Angestellte mit Streiks - einen Tag vor Beginn der Spiele.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...845363,00.html
  1. #10

    Gerade England hat positive Vorbilder in Sachen Streik und seine Folgen:

    "... der einjährige britische Bergarbeiterstreik der Jahre 1984/1985 (Miners’ Strike, auch Coal Strike, 4./9. März 1984–5. März 1985) war ein bedeutender Arbeitskampf, der die Macht der englischen Gewerkschaften dauerhaft verringerte.

    Er gilt als schwerwiegende Niederlage der britischen Bergarbeiter und wirkte bis weit über das eigentliche Ende des Arbeitskampfes hinaus: Zum einen wurde damit der wirtschaftliche Kurs der Regierung Margaret Thatcher für das Vereinigte Königreich dauerhaft bestätigt, zum zweiten das Selbstbewusstsein der Arbeiterbewegung nachhaltig beschädigt ..."

    Britischer Bergarbeiterstreik 1984/1985

    Die, die jetzt glauben, sie müßten streiken, kennen offenbar die eigene Geschichte nicht ?! Vielleicht sollte die aktuelle britische Regierung die gute alte Zeit einer Maggie Thatcher wieder aufleben lassen !

    Sozusagen eine Geschichtsstunde für das Proletariat ... :-))
  2. #11

    Stellenstreichungen

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Es gibt auch ein Recht auf Einkommen, und dennoch wird massloses Einkommen kritisiert.

    Masslosigkeit, machmal auch Gier genannt, ist ein Übel unserer Zeit, dass sich an vielen Stellen zeigt.
    Im Artikel steht, dass nicht nur um Gehälter, sondern auch um Stellenstreichungen gestritten wird.
    Aus diesem Grund halte ich einen Streik ein paar Tage vor Beginn der Dopingiade für besonders sinnvoll.
  3. #12

    Zitat von shark65 Beitrag anzeigen
    So etwas nennt man Erpressung.
    Nö. Die marktfetischistischen Parteien lehnen doch ständig Mindestlöhne und andere staatliche Eingriffe ab mit dem Argument, die Tarifparteien sollten das alles unter sich ausmachen. Und jetzt machen die das und das ist Ihnen auch wieder nicht recht?
    Bei solchen Gelegenheiten kann die arbeitende Bevölkerung endlich mal den Eigentümern der Wirtschaft zeigen, wer wirklich am längeren Hebel sitzt und wer für das Fortkommen und den Wohlstand in unserem Land tatsächlich wichtig und verantworlich ist. Es sind nämlich die Leute ganz unten, die täglich am Fließband stehen, die Fahrkarten verkaufen, Mülleimer und Mülltonnen leeren, die Busse fahren, die Alten und Kranken operieren und pflegen, die die Produktionsmaschinen entwerfen, bauen und am Laufen halten und und und.
    Leistung soll sich doch wieder lohnen und genau für dieses Credo treten diese Leute, die da streiken, ein.
  4. #13

    Das weiß doch jedes Kind

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Verkehrskollaps ist das Letzte, was London während der Olympischen Spiele braucht. Doch jetzt drohen ausgerechnet Flughafen-Arbeiter und Bahn-Angestellte mit Streiks - einen Tag vor Beginn der Spiele.

    London: Streik könnte Olympia-Touristen die Anreise erschweren - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt Zeiten die besonders günstig sind, für andere unliebsame Anliegen vorzutragen.
    Dort einseitige Schuldzuweisungen zu treffen, ist völlig fehl am Platze.
    J e d e r hat derartige Situationen schon genutzt, auch diejenigen, die jetzt mit dem Finger auf die Flughafenarbeiter und Bahnangestellten zeigen.
  5. #14

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Es gibt auch ein Recht auf Einkommen, und dennoch wird massloses Einkommen kritisiert.

    Masslosigkeit, machmal auch Gier genannt, ist ein Übel unserer Zeit, dass sich an vielen Stellen zeigt.
    Jaja. Bei irgendwelchen Busfahrern und Müllmännern, die für ein Appel und ein Ei ihre Arbeit machen, reden Sie von Gier? Soll ich mal ganz laut lachen?
  6. #15

    Zitat von erst_nachdenken Beitrag anzeigen
    ... ist dies tatsächlich Erpressung! Man stelle sich vor, durch einen möglichen Streik bei der Passkontrolle kommt es zu einem solchen Rückstau der Passagiere, dass andere Passagiere im Flieger warten müssen. Das würde den ganzen Flugverkehr in Mitleidenschaft ziehen und erhebliche Kosten verursachen. Wer zahlt das?
    Und wenn man sich dafür nichts "kaufen kann", aber irgendwo könnte man vielleicht auch als Mitarbeiter am Flughafen irgendwie auch stolz sein, am Erfolg einer solch ausserordentlichen Veranstaltung mittelbar teilzuhaben. OK, da bin ich wohl zu schwärmerisch... Wie auch immer: Was für ein Bild geben Streiks während Olympia bei den Einreisenden ab?! Wer dort streiken möchte, zieht das Image Londons mit runter. Das ist einfach nur hirnlos. Allerdings muss man gerade bei den Einreisekontrollen am Heathrow hinzufügen: Wirklich anstrengend sieht der Job auch unter Normalbedingungen nicht aus und dafür wirken die Mitarbeiter auch nicht besonders effektiv. Daher bevorzugte ich bei den letzten Einreisen die automatische Kontrolle via biometrischem Pass. „Fingers crossed“, dass ich bei der kommenden Einreise kommende Woche von der angesprochenen Idiotie verschont bleibe… und ich reise nicht nur zum Spass nach London.
    Und an alle die, die mal wieder grenzenloses Verständnis für die potentiell Streikenden haben: Wie oft sind Sie mit dem Flieger unterwegs? Würden Sie im Fall der Fälle dann auch so gelassen reagieren. Hoffentlich streiken mal die Mitarbeiter am Zielflughafen Ihrer Feriendestination. Mal sehen, wie weit Ihr Verständnis dann reicht!
    Ich nehme an, Sie arbeiten auch für einen Appel und ein Ei für Ihren Arbeitgeber, weil Sie stolz darauf sind, überhaupt für ihn arbeiten zu dürfen, oder?
  7. #16

    @shark65

    keine Erpressung, sondern freie Marktwirtschaft
  8. #17

    Streikbereit

    Zitat von erst_nachdenken Beitrag anzeigen
    „Fingers crossed“, dass ich bei der kommenden Einreise kommende Woche von der angesprochenen Idiotie verschont bleibe….
    Sie sollten schnell die Streikbereiten in London informieren, dass Sie dorthin fliegen - damit die Leute noch von ihrem unverschämten Streikansinnen abrücken können.
  9. #18

    so schlecht verdienen die nicht...

    Zitat von Rodelkoenig Beitrag anzeigen
    Jaja. Bei irgendwelchen Busfahrern und Müllmännern, die für ein Appel und ein Ei ihre Arbeit machen, reden Sie von Gier? Soll ich mal ganz laut lachen?
    Als streikgeplagter Londoner (die Tube-Fahrer streiken mindestens 4 mal im Jahr) kann ich bestaetigen, dass jedenfalls die Zugfuehrer in der Tube im Durchschnitt 45k Sterling verdienen. Der bestbezahlte Zugfahrer hat zuletzt 62,000 GBP verdient, also ca. 70k EUR. So schlecht geht es denen nicht im ach so thatcheristischen England. Und die haben auch schon laut darueber nachgedacht, zu den Spielen zu streiken.

    Nein, nein, in London hat wirklich niemand Sympathie fuer solche Aktionen.
  10. #19

    :-))

    Zitat von FeetFace Beitrag anzeigen
    keine Erpressung, sondern freie Marktwirtschaft
    Deswegen ist es nur konsequent, wenn Arbeitgeber keine Vollzeitarbeitsplätze anbieten.

    Durch Leiharbeit und Zeitverträge läßt sich dieses Personal viel effizienter freistellen !

    Die Insolvenz Neckermann belegt aktuell, wie sich gewerkschaftliches Handeln auf Arbeitsplätze auswirkt - was sehr zubegrüßen ist !

    Insolvenz: Investoren lassen Neckermann pleite gehen | FTD.de

    Es werden immer die Arbeitnehmer sein, die den Preis "bezahlen", wenn Gewerkschaftsfunktionäre handeln ... :-))








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