London 2012: Es lebe der olympische Geist

Getty ImagesTrotz Kommerz, trotz Doping-Zweifel: London hat beeindruckende Olympische Spiele geboten. Vor allem lebten sie von der mitreißenden Begeisterung eines fachkundigen Publikums. Und davon, dass sich der Sport noch einmal in seiner ganzen Vielfalt präsentieren durfte.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,849776,00.html
  1. #1

    Gibt es sie wirklich?

    Seit Samstag weiß auch jeder in Deutschland: Es gibt Hockeyspieler.
    Es könnten auch Yetis im Hockey-Kostüm gewesen sein. Ich glaube es erst wenn einer gefangen und untersucht wurde. ;)
  2. #2

    Fußball.

    Olympische Spiele sind einmal alle vier Jahre. Da mag man sich die Eintrittspreise, Kontrollen und Schikanen gefallen lassen.

    Das die Kutten und Fahnenschwenker, die Sprechchor-Singer und Schlachtenbummler vom Fußball, diesem rechts- und lobbyfreien Erprobungsfeld für Polizeitaktiken und Überwachungstechnologien, die Nase mittlerweile ganz schön voll haben, wird die Innenminister und Polizeipräsidenten sicherlich freuen.
  3. #3

    Den müssen ARD und ZDF aber noch lernen!

    Die sollen sich erst mal vom nationalmedaillistischen Eigenterror befreien ("Schon wieder keine deutsche Medaille"), nur Leute dorthin schicken,die auch was von Sport verstehen (Frau Müller Hohenstein wäre bei Leute Heute definitv kompetenter besetzt) und am besten diesen frischen Jungmann, der in der ARD die Telegramme gemacht hat, den ganzen Rest auch noch moderieren lassen. Der war wirklich olympisch: locker, mit Pass, Phantasie, Talent und Hingabe bei der Sache, kompetent und fair.
  4. #4

    olympischer Geist ?!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Trotz Kommerz, trotz Doping-Zweifel: London hat beeindruckende Olympische Spiele geboten. Vor allem lebten sie von der mitreißenden Begeisterung eines fachkundigen Publikums. Und davon, dass sich der Sport noch einmal in seiner ganzen Vielfalt präsentieren durfte.

    Olympia 2012: Bilanz der Spiele in London - SPIEGEL ONLINE
    Ich kenne eigendlich nur den Geist in der Flasche-genannt Weingeist .
    Beigeistert auch, nach mehrmaliger Anwendung.
  5. #5

    Thanks a lot

    Ich bin immer ein wenig traurig, wenn die Spiele vorüber sind. Lasse ich mal die Kommerz- und Dopingkeule beiseite, sind die Olympischen Spiele für mich immer noch die besten Spiele für die gesamte Menschheit. Nationen treffen sich um ihre besten Sportler im fairen Wettkampf zu ermitteln. Das billige ich den Spielen zu. Zu DDR-Zeiten habe ich noch die Spartakiaden mitgemacht, wir Kids und Jugendliche hatten da sehr viel Spaß und Erfolge oder Mißerfolge spornten uns noch mehr an. Das wird bei den Spielen nicht anders sein. Die Sportler sahen gestern richtig glücklich aus und die Briten sind zu recht stolz auf ihre Spiele. Die Miesepetrigkeit mancher Leute verbunden mit Verschwörungen zu Steuerverjubelungsorgien und Dopingpartys halte ich für übertrieben. Mich stört auch vieles, aber der Sportsgeist und die Freude bei den Athleten und den Gästen mit den Gastgebern überstrahlt das dann, wobei die Schatten durchaus immer angesprochen werden sollten.
    London hat neue Maßstäbe gesetzt zur Nachhaltigkeit der Sportstätten. München ging da '72 gut voran und ich wäre nicht dagegen, würden sich die Spiele mal wieder nach Deutschland verlaufen.
    Ich sage jedenfalls: GB - thx 4 this wonderful games!
  6. #6

    Das Publikum

    Das Publikum in London war meiner Meinung nach das beste, was es je bei Olympischen Spielen gegeben hat. Enthusiastisch, kompetent und an allen Sportarten wirklich interessiert. Kompliment!

    Bei den Zuschauern hat der olympische Geist wirklich gelebt. Das wird kaum zu toppen sein.
  7. #7

    Woran machen eigentlich Berichterstatter...

    Zitat von Ostwestfale Beitrag anzeigen
    Das Publikum in London war meiner Meinung nach das beste, was es je bei Olympischen Spielen gegeben hat. Enthusiastisch, kompetent und an allen Sportarten wirklich interessiert. Kompliment!

    Bei den Zuschauern hat der olympische Geist wirklich gelebt. Das wird kaum zu toppen sein.
    ...und Sie auch fest, dass die Briten besonders kompetente Zuschauer waren. Und was heißt das eigentlich? Ich finde es lächerlich. Ich habe vom Rudern beispielsweise keinen Schimmer, bin aber begeistert, das zu sehen. Bin also nicht kompetent. Kann aber schon sehen, wenn jemand erster wird. Bin ich jetzt ein schlechter Zuschauer? LOL!
  8. #8

    Die Olympiade erlebt eine übertriebene Medienpräsenz und dick aufgetragene Inszenierungen. Fast könnte man meinen, es handelt sich bei dieser Veranstaltung um etwas, was die breiten Massen interessiert. Die Tatsache, dass (in Deutschland) im Gesamtdurchschnitt nur ~3,6 Millionen Zuschauer (bzw. durchschnittlich ~7 Millionen Zuschauer zur Primetime) vor den Fernsehgeräten saßen, ist in meinen Augen kein Beleg dafür, dass die Olympiade hierzulande auf ein breites Interesse stößt.

    Selbstverständlich ist eine breites Interesse keine Vorraussetzung für Berichterstattungen - das wäre ein Graus auf "Bild - Niveau". Nichtsdestotrotz wirkt zu viel Hype für meinen Geschmack ab einem gewissen Punkt lächerlich, insbesondere wenn das Lifestyle-Event "Olympia" über den Sport gehoben wird.
  9. #9

    Mir hätten die Olympischen Spiele wesentlich besser gefallen, wenn ARD und ZDF ihre Aufgabe besser erledigt hätten. Immer ging es nur um Deutschland und die halbwegs großen Sportarten, dazu die Vorspiegelung falscher Tatsachen mit zeitverzögerten Aufnahmen die als "Live" verkauft wurden (eine Praxis, die man bei der EM noch zu Recht angeprangert hat). Dazu auch noch eine lausige Qualität bei den zahlenmäßig eingeschränkten Live-Streams, die vor lauter Klötzchen wichtige Informationen unterschlagen haben, zB den Ball beim Tischtennis.

    Wie es besser geht hat - mal wieder - die BBC gezeigt: alle Live-Events als qualitativ hochwertiger Stream abrufbar, faire und neutrale Reporter, Zusatzinformationen am unteren Bildrand und absolut werbefrei. Das war wahrlich olympisch und auf der Höhe der Zeit!