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Lola 2012: Krebsdrama gewinnt Deutschen Filmpreis

dapdGroße Auszeichnung für die bewegendste Kinogeschichte des Jahres: Das Krebs-Drama "Halt auf freier Strecke" ist zum besten deutschen Film gekürt worden. Das Werk von Regisseur Andreas Dresen gewann drei Lolas. Zur besten Darstellerin wurde Alina Levshin für ihre Rolle in "Die Kriegerin" gekürt.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,830290,00.html
  1. #1

    Die Preise ...

    ... sind ganz in Ordnug besonders für den immer wieder grossartigen Milan Peschel.
    Man könnte allerdings zu Nominierungen und Preisträgern auch noch gut einen bemerkenswerten Artikel von Dominik Graf lesen: Deutscher Filmpreis: "Das Grauen... das Grauen!" | Kultur | ZEIT ONLINE. Bin kein Arthousefilm-Gegner, ganz im Gegenteil, aber trotzdem.
    Und zur Fotostrecke: Wann belohnt man Frau Sawatzki endlich mit einer Rolle in einer Hänsel-und-Gretel Verfilmung?
  2. #2

    mutig?

    "Der Deutsche Filmpreis in Gold geht in diesem Jahr an Andreas Dresens Krebsdrama "Halt auf freier Strecke" - einen mutigen, einen unbequemen Film"

    Der Film ist wunderbar und ergreifend, keine Frage. Aber mutig? Mutig auf keinen Fall. Eher schwermütig. Typisch deutsches Film-Thema eben.

    Mutig ist "Hell". Einen solchen Film in Deutschland auf die Beine zu stellen, ist zukunftsweisend. Gut, dass er so viel Beachtung fand, schade, dass er so wenig Preise bekam.

    Also wann ist die Zeit der Christian Petzolds und Dominik Grafs endlich vorbei, damit das deutsche Kino mal aus seinem Sumpf der Schwermut kommt? Bitte mehr Filme wie "Hell", denn für sowas wurde Kino erfunden.
  3. #3

    Schön, wieder einmal ein Film für das anspruchsvolle Dutzend des deutschen Feuilletons. Aber müssen wirklich jährlich Millionen für die Filmförderung ausgegeben werden, nur damit die paar Leutchen glücklich sind?
  4. #4

    Nicht sehenswert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Große Auszeichnung für die bewegendste Kinogeschichte des Jahres: Das Krebs-Drama "Halt auf freier Strecke" ist zum besten deutschen Film gekürt worden. Das Werk von Regisseur Andreas Dresen gewann drei Lolas. Zur besten Darstellerin wurde Alina Levshin für ihre Rolle in "Die Kriegerin" gekürt.

    Lola 2012: Krebsdrama gewinnt Deutschen Filmpreis - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,
    bin gestern durch Zufall in diese Veranstaltung reingezapt und war entsetzt. Da wurde gesagt, dass Preise im Wert von 3 Mio verteilt werden, an Leute die sich selber feiern und die keiner wirklich kennt. Wir müssen dafür unsere Fernsehgebühren bezahlen. Alle dort haben eine Laudatio gehalten und jeder war mit jedem ein grosser Freund und ein ganz toller Mensch.
    Wann beginnt man endlich Geld an Menschen zu verteilen, die wirklich was leisten und schafft folgendes im Fernsehen ab: Fernsehpreise, überdeminsionierte Sportrechte, Talkshows, überdemensionierte Konzerte, an denen hauptsächlich Fernsehmitarbeiter die Freikarten erhalten...
  5. #5

    Hirntumore, Greisensex, Neonazis, Integrationsklamotten ... Der deutsche Film, wie man ihn kennt und liebt! Ich werde wohl vor der Kinokasse zelten müssen ...
  6. #6

    Und wieder einmal wurde ein Film ausgezeichnet, welcher es äußerst schwer haben dürfte, außerhalb der Kritikergemeinde nennenswerten Zusschauerzuspruch zu finden.
    Der dt. Film krankt meines Erachtens daran, dass er kein Mittelmaß kennt. Entweder Schwachsinn in Reinkultur (Herbig, Schweiger) oder schwer verdauliche, moralisierende Sozialdramen.
    Dazwischen gibt es so gut wie nichts.
    Genrefilme sind weitgehend Fehlanzeige. Thriller, Action, Science Fiction oder auch mal ein zünftiger Horror-Streifen findet im deutschen Film bis auf ganz wenige Ausnahmen quasi nicht statt.
    Warum kann sich das deutsche Kino nicht ein Beispiel an Frankreich nehmen?
  7. #7

    Naja, "Krebs-Drama"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Große Auszeichnung für die bewegendste Kinogeschichte des Jahres: Das Krebs-Drama "Halt auf freier Strecke" ist zum besten deutschen Film gekürt worden. Das Werk von Regisseur Andreas Dresen gewann drei Lolas. Zur besten Darstellerin wurde Alina Levshin für ihre Rolle in "Die Kriegerin" gekürt.

    Lola 2012: Krebsdrama gewinnt Deutschen Filmpreis - SPIEGEL ONLINE
    Dieses Genre gibt es glaub ich auch nur in Deutschland.
  8. #8

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Genrefilme sind weitgehend Fehlanzeige. Thriller, Action, Science Fiction oder auch mal ein zünftiger Horror-Streifen findet im deutschen Film bis auf ganz wenige Ausnahmen quasi nicht statt.
    Und wenn, dann auf einem Niveau zum Davonlaufen.

    Habe kürzlich den schönen britischen Old-Fashioned-Grusler "Die Frau in Schwarz" gesehen. Kein Meisterwerk oder Geniestreich, aber gut gemachtes, professionelles, überzeugendes Genrekino. Sowas wäre in Deutschland unmöglich und würde allenfalls auf unterirdischem Pro7-Niveau runtergekurbelt.

    Wenn man lesen muss "Andreas Dresens Krebsdrama 'Halt auf freier Strecke' - einen mutigen, einen unbequemen Film", dann kann man sich doch nur an den Kopf fassen. Im TV wurden schon jede Menge Krebsdramen runtergekubelt. Wenn Dresen jetzt mal ordentlich auf volle Inkontinenzwindeln draufhält, dann wird das schon als kreative Großtat bezeichnet. Wenn dieser Film weniger dröge und öde sein sollte als die anderen Dresen-Werke, muss ein Wunder passiert sein.

    Aber Hauptsache, der deutsche Film und seine Protagonisten können sich mal wieder selbst feiern... Galas dafür gibt's ja genug.
  9. #9

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    [...]
    Entweder Schwachsinn in Reinkultur (Herbig, Schweiger) oder schwer verdauliche, moralisierende Sozialdramen.
    Dazwischen gibt es so gut wie nichts.
    Genrefilme sind weitgehend Fehlanzeige. Thriller, Action, Science Fiction oder auch mal ein zünftiger Horror-Streifen findet im deutschen Film bis auf ganz wenige Ausnahmen quasi nicht statt.
    Warum kann sich das deutsche Kino nicht ein Beispiel an Frankreich nehmen?
    Tja, der dt. Film - das blanke Elend. Hat sich nicht erst kürzlich Daniel Brühl ? darüber ausgelassen, dass es in Deutschland eigentlich keine Drehbücher gibt, die internationalen Maßstäben genügen würden ?

    So, nun aber zu den Franzosen ;-). Wenn es um Horror geht, langen die schon ordentlich hin. Filme wie "High Tension" oder "Inside" - die Kenner unter uns werden mit der Zunge schnalzen ;-) - sind Genre-Klassiker, die bei uns durch die Bank weg entweder beschlagnahmt, oder nur gnadenlos zensiert veröffentlicht werden.

    An dt. Horror-Produktionen fällt mir auf die schnelle "Creep" mit Franka Potente ein. Hier hatten die dt. Sitten- und Moralwächter einen besonderen Tag erwischt. Das dieser Streifen eine ! *ungeschnittene FSK16* ! hat, hängt wahrscheinlich aber eher damit zusammen, weil "Creep" von der Filmstiftung NRW gefördert wurde. Tja , manchmal blicken die dt. Moralwächter in ihrem eigenen Zensur-Dschungel nicht mehr durch ...


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