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Lohnkürzungen und Jobabbau: Griechen mobilisieren gegen Spardiktat

In Griechenland kocht die Wut hoch: Zehntausende Menschen wollen den ganzen Tag*gegen den neuen Sparplan der Regierung*demonstrieren, Gewerkschaften rufen zum 24-stündigen Generalstreik auf. Athen will die Löhne kürzen und allein in diesem Jahr 15.000 Staatsdiener entlassen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...813704,00.html
  1. #120

    Zitat von theodorheuss Beitrag anzeigen
    irgendjemand erklären wie man Reformen durchsetzen will wenn sich die Bevölkerung, die Gewerkschaften, die Oppositionsparteien so dermaßen mit Händen und Füßen dagegen wehren? Das kann doch nicht gut gehen, bzw. funktioniert nur in Diktaturen. Im übrigen empfinde ich es als eine Frechheit das da noch immer 13. und 14. Monatsgehälter gezahlt werden. Meiner Meinung nach lernt dieses Volk leider nur auf die Harte Tour, von Einsicht keine Spur.
    Ohne den Euro würde es die harte Tour wahrscheinlich gar nicht brauchen, den dann hätten die Griechen schon viel früher angefangen zu sparen und ihren Laden in Ordnung zu bringen
  2. #121

    Das nennt man wohl blinde Wut

    denn es sollte den Griechen schon klar sein, dass ihre Lage dadurch keinen Deut besser wird. Ausserdem ist Wut in Richtung Deutschland/Frankreich/EU voellig unangebracht. Es ist Zeit den Realitaeten ins Auge zu sehen. Und die ist: Uneinsichtigen kann man nicht wirklich helfen. Der bisherige Schuldenschnitt ist schon gigantisch. Man stelle sich vor, ein Land das mit 11 Mio. Einwohnern kleiner ist als der Grossraum Los Angeles, hat 350 Milliareden Schulden und verursacht solch eine Unruhe in ganz Europa. Unglaublich. In Griechenland denken viele man werde sie nicht fallen lassen, weil sie Europa "bei den Eiern haetten". Da werden sich die Griechen aber noch umschauen. Im Maerz faellt der Hammer, garantiert!
  3. #122

    Hoffnungslos

    Das ist das "ich will aber..." was man normalerweise von kleinen Kindern hoert. Hier gibt es offensichtlich ein voelliges verkennen der Realitaet. Wenn der Patient die Behandlung verweigert und auf einer anderen besteht, die ihm nicht gegeben werden kann, dann stirbt er schlussendlich. Genau das blueht den Griechen, wenn sie weiter in ihrer Phantasiewelt bleiben. Im Moment ist schon ein laengerer Aufenthalt in der 2. Welt garantiert. Wenn die so weitermachen, rutschen sie in die 3. Welt ab und bleiben da.

    Aber anscheinend will man es dort nicht glauben, bevor der Staatsbankrott da ist. Damit wird es hoechste Zeit, diesen kommen zu lassen, auch als Warnung fuer die anderen Wackelkandidaten. Leid tun mir nur alle, die in Grichenland nicht an der Selbstbedienungswirtschaft mitgemacht haben, aber jetzt auch draufzahlen. Anscheinend sind das aber gerade in den besser gebildeten Schichten nicht viele gewesen.
  4. #123

    Das ist eine gute Frage!

    Zitat von marcel beyer Beitrag anzeigen
    Okay, ich verstehe Ihren Ansatz und würde ihn gern ausbauen. Daher meine Frage: Wie sollte das Ihrer Meinung nach ganz konkret aussehen?
    Am Ende sollte ein Kern-Europa (Euro-Zone) stehen und drum herum Länder die mit dieser Kern-Zone mehr oder minder eng assoziert sind.

    Die eigentliche Frage scheint mir zu sein wo wir überhaupt hinwollen.
    Wollen wir echt irgendwann eine Art "Vereinigte Staaten von Europa"
    oder wollen wir so eine Art bessere Freihandelszone?

    Ich denke "bessere Freihandelszone" und Euro schließen einander aus!
    Da allerdings nicht alle EU-Staaten in dieser Hinsicht das Gleiche wollen scheint mir kein Weg am "Europa der zwei Geschwindigkeiten" vorbeizuführen und ich denke eigentlich auch nicht, daß dies grundsätzlich schlecht sein muß, denn was vielleicht für Belgien und Frankreich optimal ist muß ja nicht auch unbedingt gut für Ungarn oder Portugal sein.

    Wie man allerdings dahin kommt, daß ist wie gesagt eine gute Frage.
  5. #124

    Buergschaften sind....

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Im Moment sind die anderen Länder aber erfolgreicher dabei, in unseren Haushalt hineinzuregieren.

    Durch unsere Bürgschaften und Kredite entscheiden nun griechische Politiker, wie hoch das deutsche Haushaltsdefizit wird. Was dann wiederum zu Sparmaßnahmen in Deutschland führen wird.
    Wer jemals eine Buergschaft gab ist sich der Tatsache bewusst dass man im Notfall fuer den anderen Zahlen muss.
    Im Falle Griechenland ist die Pleite garantiert und die Geber der Buergschaften muessen bestimmt zahlen. Die einzige Frage bleit wie lange das noch dauert - 6 Wochen oder 6 Monate.

    Aber das scheint ja nur der Anfang der Misere. Das Weiterzahlen ist ja bereits vorprogrammiert und die griechischen Politiker sind den Maechtigen in Berlin im Abzocken um einiges voraus.
  6. #125

    Sparen ja, aber bitte alle!

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Im Moment sind die anderen Länder aber erfolgreicher dabei, in unseren Haushalt hineinzuregieren.

    Durch unsere Bürgschaften und Kredite entscheiden nun griechische Politiker, wie hoch das deutsche Haushaltsdefizit wird. Was dann wiederum zu Sparmaßnahmen in Deutschland führen wird.
    Das von Dr. Merkel verordnete Hartz4-Programm für Europa, auch die SPD (Wer hats erfunden?) wird dem zustimmen, wird zu Aufständen führen und in Griechenland die Demokratie gefährden.
    Die Reichen, die seither von der Steuerkriminalität und Korruption profitierten müssten gleichartig zur Kasse gebeten werden.
    Erst dann, wenn morgen die Reichen, Unternehmer und die Superreichen auf griechischen Strassen randalieren, erst dann ist das Sparprogramm ausgewogen und vertretbar.
  7. #126

    Genau da muss angesetzt werden.

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Die Hammer- und Zirkelflaggen täuschen, denn es sind hauptsächlich Frau Merkels griechische Freunde von den Konservativen, die zu keinem Kompromiss bereit sind.
    Denn als Papandreou eine Volksabstimmung machen wollte, hat die Pfarrerstochter gleich ,,Sünde`` gerufen.
    Es sollte das Volk entscheiden (Demokratie), wie es in Griechenland weiter geht, aber Merkel hatte Angst, dass andere Länder das gleiche tun könnten.
    Das europäische Traumpaar Merkoszy, ist doch nur daran interessiert, die Banken und die Industrie, in D und F zu bedienen.
    Die Menschen, sind für sie doch nur Statisten, die dass was sie wollen zu bezahlen haben.
    Alle regen sich über die Griechen auf, aber denkt doch mal daran, was deutsche Politiker euch verarschen.
    Es wurde die Schuldenbremse eingeführt, und im selben Atemzug die Diäten um 600 €uro erhöht. Dazu bekam dann noch jeder Abgeordnete ein iPad.
    Wer hat`s gezahlt?
    Der Steuerzahler, wie immer!
  8. #127

    Hass

    Zitat von paulhaupt Beitrag anzeigen
    Die Wortwahl ist vielleicht etwas sehr drastisch, aber den Sinn der Aussage kann man doch wohl durchaus nachvollziehen.
    Ich möchte dabei daran erinnern, daß sich Griechen noch weitaus drastischerer Mittel bedienen, um ihren Hass auf Deutschland Ausdruck zu verleihen.

    Allerdings will ich ganz klar sagen, daß ich es höchst bedauerlich und eigentlich auch gefährlich finde wenn die eigentlich ganz guten Beziehungen von Deutschland und Griechenland zueinander jetzt so vergiftet werden!
    Ich befürchte, daß uns das noch lange Zeit nachhängen wird.
    war schon immer ein schlechte Ratgeber. Nur weil die Anderen sich auf dieses Niveau begeben, müssen wir das noch lange nicht. Ihren weiteren Ausführungen stimme ich zu. Das Klima wird eine Zeit lang wohl belastet sein. Nur....... bei wem liegt hier der Grund, müssen sich die Griechen schon fragen lassen.
  9. #128

    Dann ist doch ...

    Zitat von petros t Beitrag anzeigen
    Die skreiken gegen die Forderung des IWF, der EU und der EU Kommision bestimmte Leistungen in der Privatwirtschaft zu Kürzen, obwohl erklärter Weise sowohl der Arbeitgeberverband sowie die Gewerkschaften sich von solchen Forderungen distanziert haben.
    [...]
    Sie wollen diese "Gelder", die den Gläubigern zugute kommen und nicht der griechischen Bevölkerung, nicht um den Preis, dass sich die Rezession noch weiter vertieft und die Wirtschaft sich zukünftig selbst mit Wachstumsraten von 10%jährlich(Illusion!!!) nicht wieder erholt.
    ... ein Staatsbankrott mit einem Neuanfang das Beste was allen Beteiligten passieren kann.
    Sollen EU und IWF iehr Geld zusammen halten, die Griechen eine abgewertete Neu-Drachme einführen und ein geordnetes Staats- u nd Gesellschaftswesen aufbauen. Wenn die Griechen dann auch noch die Nazi- und Faschisten-Keule wieder einstecken, komme ich auch gerne wieder in ihr interessantes, schönes und sehenswertes Land um mein Urlaubsgeld dort auszugeben. Und wenn dann noch Europas Energiewirtschaft ihr Dessert-Tec Projekt ein paar hundert Kilometer nach Nord-Osten verlagert (in Griechenland scheint auch oft genug die Sonne) gibt es auch eine neuen Einnahmequelle für die Griechen.
    Die zwischenzeitlich eingesparten Finanzhilfen kann man dann als Merkozy-Marshall-Plan für Investitionen in Griechenland nutzen; nicht bloß zum Löcherstopfen.
    Papandreou hätte mal sein EU Rettungspakt-Referendum durchziehen sollen; dann wären wir heute schon drei Schritte weiter und die Hilfsgelder wären nicht ergebnislos auf irgendwelchen dubiosen Konten versickert.
  10. #129

    Wer zahlt die Zeche?

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Imperialismus ist das, wenn wir Deutsche meinen, anderen Ländern ihre Haushaltspolitik diktieren zu können. Merkel ist da auf dem Holzweg. Das war nicht mit der Idee des Euro geplant!
    Meinen Sie andere Länder sollen Bunga-Bunga machen, dem Staat (in FDP-Manier) die Steuer vorenthalten und
    deutsche Hartz4-Kinder sollen für diese Steuerbetrüger haften?

    Falls Sie dem zustimmen, dann zahlen Sie bitte.


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