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Lohndiskriminierung: Führungskraft, weiblich, unterbezahlt

SPIEGEL ONLINESelbst Vollzeitjob und Chefsessel schützen nicht vor Lohndiskriminierung: Frauen verdienen auch in Spitzenpositionen ein Fünftel weniger als Männer - obwohl sie gleich qualifiziert sind. Laut einer Studie gibt es immerhin kleine Fortschritte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822531,00.html
  1. #10

    Zeit fuer Richtungswechsel

    Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass es absoluter Humbug ist, dass Frauen weniger verdienen. Frauen haben es meist leichter, vor allem bei einem attraktiven Aeusseren. Wie ein Vorkommentator schon gesagt hat - soweit Gehalt Verhandlungssache ist, schneiden vielleicht manche Frauen schlechter ab. Mag sein. Ansonsten ist es wirklich langsam an der Zeit, die staendige Bevorzugung von Frauen wieder einzustellen. Hatte sicherlich historisch seine Berechtigung. Wenn man allerdings alleine die Schulsituation betrachtet, faellt auf, dass Maedchen aufgrund durchschnittlich "braveren" oder "lieben" Charakters wohlwollender zensiert werden. Damit haben sie schon einen Vorteil bei weiterer Berufsqualifikation.
  2. #11

    Selber schuld

    Zitat von KuGen Beitrag anzeigen
    ....das halte ich für Unfug.

    Bei Führungskräften werden Gehälter einzeln ausgehandelt. Punkt. Da gibt es nichts, aber auch gar nichts hinein zu analysieren.
    Stimmt. Nach meiner Erfahrung aus vielen Einstellungen aussertariflicher MitarbeiterInnen machen die Männer einfach eher und weiter den Mund auf, wenn es ums Geld geht.
    Frauen konnte ich bei gleicher Qualifikation in aller Regel deutlich billiger einkaufen, einfach weil Sie geringere Ansprüche angemeldet haben. Dadurch hatte ich im Durchschnitt hohe Frauenquoten und überduchschnittliche qualifizierte Mitarbeiter bei niedrigen Personalkosten.
    Das mag ja mancher als gemein ansehen, die Damen waren es jedenfalls zufrieden und blieben im Schnitt deutlich länger im Betrieb als ihre männlichen Kollegen.
  3. #12

    Korrekte Überschrift: Weiblich und kein Verhandlungsgeschick! Führungskraft?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Selbst Vollzeitjob und Chefsessel schützen nicht vor Lohndiskriminierung: Frauen verdienen auch in Spitzenpositionen ein Fünftel weniger als Männer - obwohl sie gleich qualifiziert sind. Laut einer Studie gibt es immerhin kleine Fortschritte.

    Lohndiskriminierung: Führungskraft, weiblich, unterbezahlt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Schon wieder so eine Studie, in der Zahlen erhoben werden, aber die nötige Ursachenforschung durch primitiven Vulgärfeminismus ersetzt wird.

    Führungskräfte verhandeln ihre Gehälter frei. Wenn es so sein sollte, dass Frauen im Durchschnitt weniger bekommen, heißt das nichts anderes als: Frauen beweisen in Gehaltsverhandlungen weniger Geschick. Gute Führungskräfte aber zeichnen sich durch Verhandlungsgeschick aus. Ergo: die Zahlen belegen, dass Frauen schlechtere Führungskräfte sind.
  4. #13

    Ich verrate mal ein Geheimnis

    Bei den 400€ Jobs bekommen Männer immer 500€ ausbezahlt, daher die 20% Unterschied, aber nicht an die Frauen weitersagen...
  5. #14

    ...

    Zur Studie selbst und zum Verhandlungsgeschick des weiblichen Geschlechts wurde ja schon viel gesagt.

    Ich frage mich immernoch warum Frauen bei gleicher Arbeit, gleicher Qualifikation und deutlich weniger Gehalt, so viele Männer anstatt die "billigen" Frauen beschäftigt werden bzw. warum zahlen die Unternehmer unnötig für Männer drauf? Gibts da auch ne Studie zu?
  6. #15

    .

    Zitat von loncaros Beitrag anzeigen
    ach gottchen, nur 800.000 anstatt 1 Millionen Jahresgehalt.

    Mein Herz blutet für die unterbezahlten Spitzenverdienerinnen.
    Ja, das kann einen schon traurig machen. Es ist auch viel wichtiger, die sehr hohen Gehälter einiger weniger aufzubessern, als an den Hungerlöhnen der Geringverdiener was zu ändern.
  7. #16

    Kommt eben auch drauf an wo man den Chefposten hat...

    Die Studie hat eine methodische Schwäche:
    Sie berüchsichtigt nicht das Frauen in Deutschland öfter in Branchen arbeiten, die generell schlechter bezahlt werden - und zwar Männer wie Frauen. In Deutschland sind entscheiden sich Männer und Frauen häufiger freiwillig für Berufe die geschlechterrollenspezifisch vorbelastet sind.

    In anderen Ländern gibt es dagegen z.B. mehr (besserbezahlte) Ingenieurinnen und mehr Männer in Sozialberufen.

    Ergo: Hat man den Chefposten in einer caritativen Einrichtung, in der Pflege etc, - dann hat man weniger als wenn man in der Industrie oder im Bankensektor einen Chefposten hat - sebst wenn man formal auf der gleichen Stufe einen Abschluss hat.

    Diskriminieren sich in Deutschland die Frauen selbst, indem sie sich für geschlechterrollenspezifisch vorbelastete, schlecht bezahlte Berufe entscheiden?
  8. #17

    Eine unsinnige Statistik mehr

    Wie will man den das Merkmal "Chef" greifen?

    Es ist ein Unterschied, ob eine Frau "Chefin" einer Marketingabteilung im selben Unternehmen ist, wie ein Mann "Chef" der Forschungs-/ Entwicklungsabteilung ist.

    Der eine hat ggf. Ingenierwissenschaften studiert und ggf. promoviert, die andere "Irgend was mit Medien". Nur: Von den einen gibt es wie Sand am Meer, die anderen sind eher Mangelware. Und bei mangelware steigen die Presie = Gehälter.

    Wenn man die Statistik wirklich solide aufbauen würde und alle unterschiedlichen Faktoren (Ausbildung, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit, Art der Beschäftigung, Dauer der ununterbrochenen Beschäftigung, Branche,...) heraus arbeiten würde wäre der Unterschied mit Sicherheit nur noch im Bereich um 5%. Und diese wären dann mit Masse dem Verhandlungsgeschick der Vertragspartner zuzurechnen.

    Auch der Vergleich mit anderen Ländern hinkt. Wie man jetzt gerade wieder sehen kann, ist unserer Wirtschaft sehr solide da Forschungs- und Technlogieorientiert. Dort wird i.d.R. eine höhere Wertschöpfung erzeugt, als z.B. im Dienstleistungsbereich (der in anderen Ländern führend ist). Und wenn eben in einem Teil der Wirtschaft eine hohe Wertschöpfung generiert wird, dann wird da auch besser bezahlt. Das ist dann im Zweifel die Industrie, wo dann eben die ganzen bösen Ingenieure und Naturwissenschaftler und Techniker arbeiten - und mehr verdienen.

    Mehr als die Frauen die in Dienstleistung, sozialen Unternehmen,... tätig sind.

    Und natürlich hat man in einem wenig industrialisierten land eine geringere Einkommensspreizung zwischen Mann und Frau über alles gerechnet, da alle "gleich schlecht" verdienen. Wir haben eben den Vorteil, dass wir bei einem nennenswerten Teil unserer berufstätigen Bevölkerung mehr bezahlen können. Das nennt sich dann auch schlicht Wohlstand, von dem wir wiederum alle profitieren.

    Der beste Weg zu einem hohen Einkommen ist eben eine Ausbildung/ Studium in einem Bereich der das verspricht und anschließend auch die berufliche Tätigkeit in diesem Bereich. Bei meinem Arbeitgeber werden Ingenieurinnen und Ingenieure gleich gut bezahlt. Und anderes Personal das eben nicht "Mangelware" ist schlechter (und dort arbeiten dann überdurchschnittlich viele Frauen...).
  9. #18

    Ja aber...

    Zitat von fin2010 Beitrag anzeigen
    Stimmt. Nach meiner Erfahrung aus vielen Einstellungen aussertariflicher MitarbeiterInnen machen die Männer einfach eher und weiter den Mund auf, wenn es ums Geld geht.
    Frauen konnte ich bei gleicher Qualifikation in aller Regel deutlich billiger einkaufen, einfach weil Sie geringere Ansprüche angemeldet haben. Dadurch hatte ich im Durchschnitt hohe Frauenquoten und überduchschnittliche qualifizierte Mitarbeiter bei niedrigen Personalkosten.
    Das mag ja mancher als gemein ansehen, die Damen waren es jedenfalls zufrieden und blieben im Schnitt deutlich länger im Betrieb als ihre männlichen Kollegen.
    ... warum sagt man den Herren dann nicht einfach "soviel gibt's nicht?"
    warum werden die Argumente nicht genommen um die Männer im Preis zu drücken?
  10. #19

    ...

    Zitat von neutraler_werter Beitrag anzeigen
    ... warum sagt man den Herren dann nicht einfach "soviel gibt's nicht?"
    warum werden die Argumente nicht genommen um die Männer im Preis zu drücken?
    Die eigentliche Frage lautet doch: Warum werden nicht überall Frauen eingestellt anstatt Männer, wo diese doch bei gleicher Arbeit, Qualifikation etc. viel billiger sind?!


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