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Lohndiskriminierung: Führungskraft, weiblich, unterbezahlt

SPIEGEL ONLINESelbst Vollzeitjob und Chefsessel schützen nicht vor Lohndiskriminierung: Frauen verdienen auch in Spitzenpositionen ein Fünftel weniger als Männer - obwohl sie gleich qualifiziert sind. Laut einer Studie gibt es immerhin kleine Fortschritte.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...822531,00.html
  1. #100

    Wenn jemand

    Lohndiskriminierung: Führungskraft, weiblich, unterbezahlt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft[/QUOTE]

    sich in ihrem Geschlecht nicht wohl fühlt, sollte sie es in der Medizin versuchen, nicht in einem Chefsessel.
  2. #101

    Zitat von MutzurLücke Beitrag anzeigen
    Nur einleuchten will sie mir nicht. Konnten Sie herausfinden, WARUM die jeweiligen Arbeitgeber bereit waren, für den kleinen Unterschied so viel mehr zu zahlen?
    Ist nicht so einfach, dass meine Kollegen und ich uns auf genau dieselbe Stelle beworben hätten und wir hätten alle eine davon, nur eben mit unterschiedlichen Gehältern, gekriegt. Sondern erstmal: Wir alle bewerben uns, sie kriegen Einladungen, ich keine, bis ich merke, dass man als Frau den Familienstand weglassen muss (zumindest, wenn der Mann und, noch schlimmer, Kind mit einschließt). Dann kommen auch bei mir die Interviews, während meine Kollegen, entweder durch direkte Bewerbungen oder auch Beziehungen (die bei mir leider nur im Ausland existieren) schon auf neuen, gut dotierten neuen Stellen sitzen. In den Interviews kommt dann wieder die Frage nach der Familie, und da ich Mann und Kind dann nicht ganz weglügen kann/will, geht da wieder die Klappe runter und die Absagen folgen auf den Fuß. (Sicher, sicher, da waren noch so ein paar Erläuterungen von wegen dass ich nicht nur zum Hausfrausein promoviert habe, trotz Kind immer Vollzeit gearbeitet habe und Alleinernährerin der Familie bin, aber Personaler machen bei dem Reizwort "Kind" in der Regel sofort sichtlich alle Schotten dicht - weitere Erklärungen werden durch eifriges Notizblocklesen u.ä. "überhört"... Warum sollte man sich auch auf das Glücksspiel Babypause einlassen, wenn noch mindestens 10-20 andere - Fachkraftmangel lass grüßen - mehr oder minder qualifizierte männliche Mitbewerber an der Tür stehen...) Am Ende gibt man das Bewerben in der Wirtschaft auf und landet schließlich auf befristeten Verträgen an einer Uni und/oder der öffentlichen Forschung... Selbst mit höheren TV-ÖD-Klassen kann man natürlich gegen die freie Wirtschaft nicht im Entferntesten "anstinken"... - So war's in meinem Fall, und ich habe schon von ein paar anderen Frauen in meinem Fachbereich mit ähnlichen Erfahrungen gehört... (Ins Ausland zurückgehen ist bei mir aus familiären Gründen leider auch nicht mehr möglich, womit ich wieder mal das Klischee belege, dass Frauen ihre Karriere spätestens dann in den Wind schreiben, wenn Familie ins Spiel kommt... </Sarkasmus aus>)
  3. #102

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    Was sind gleich qualifizierte Bewerber?
    Gleiches Studium, gleicher Titel, gleiche Auslandserfahrung, gleiche Posten in den letzten 10 Jahren?

    Sowas gibt es eigentlich nicht. Man versucht ja auch sich als etwas Besonderes zu verkaufen. Bei meiner letzten Bewerbung waren meine Japanischkenntnisse ausschlaggebend, weil einige wichtige Zulieferer dort sitzen.
    Als Fee sind Sie vermutlich eine Frau, also kann ich Ihnen nur gratulieren, wenn Sie wissen, dass Sie gleich viel oder mehr verdienen als ein Mann, der die gleiche Stelle bekommen hätte.

    Wissen Sie das?

    Es ist doch in jedem Unternehmen ein offenes Geheimnis, dass Männer mehr verdienen. Die Gehaltshöhe ist ja nicht grundlos geheim.

    Also ich möchte es vermeiden, meine Geschlechtsgenossinnen kollektive in die Pfanne zu hauen, indem ich behaupte, dass sie, im Gegensatz zu Männern, nicht verhandeln können. Hm, oder kann das nur eine Blaue Fee? ;-))
  4. #103

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    q.e.d. - die Tabelle spricht ja wohl für sich.
    Ja, die Tabelle spricht für sich. Wer weniger erwartet, verhandelt auch "schlechter" in dem Sinne, dass er eher mit einer etwas geringeren Vergütung einverstanden ist.
  5. #104

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Es ist doch in jedem Unternehmen ein offenes Geheimnis, dass Männer mehr verdienen. Die Gehaltshöhe ist ja nicht grundlos geheim.
    Es ist eher ein Mythos. Ich arbeite selber auf der Geschäftsführungsebene und ich kann Ihnen versichern, dass bei uns bei gleichen Voraussetzungen auch das gleiche Gehalt gezahlt wird - ganz unabhängig vom Geschlecht.

    Im Durchschnitt verdienen bei uns die Frauen aber tatsächlich weniger. Das liegt daran, dass viele Frauen nur halbtags wegen des Nachwuchses arbeiten (auch in Führungspositionen) und die hochqualifizierten Frauen noch nicht so alt sind, so dass in Senior-Positionen primär Männer sitzen (was in ein paar Jahren dann abgemildert wird).
  6. #105

    Zitat von nobby_l Beitrag anzeigen
    aber Ihre Story klingt nicht überzeugend. Vielleicht stimmen Selbstbild und Fremdbild nicht überein? Ein Arbeitgeber wäre ja bescheuert, bei gleicher Qualifikation männliche Bewerber mit höheren Kosten vorzuziehen.
    Nicht unbedingt. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass ein AG pro Schwangerschaft locker über 20000 Euro Kosten veranschlagen muss (Aushilfskräfte, Einarbeitung usw.). Und da muss die Qualifikation der Frau schon um Längen besser oder ihr Preis deutlich billiger sein, damit sich das rechnet, besonders in "Risikofällen" wie wenn die Frau sogar schon verheiratet und im entsprechenden Alter ist... (Wenn Sie einen DVD-Player o.ä. kaufen, kaufen Sie vielleicht auch nicht immer den billigsten, der Ihren technischen Anforderungen genügt, sondern legen gerne noch ein bisschen drauf, wenn Sie hoffen, dafür ein Produkt mit geringerer Ausfallwahrscheinlichkeit zu kriegen, oder?)

    Sie haben natürlich Recht, zu Verhandlungen gehören zwei. Aber unterm Strich bleibt, dass Sie sich mit Ihren Vorstellungen nicht durchsetzen konnten. Bleibt als einzig mögliche andere Erklärung nur, dass Sie es mit Frauenhassern zu tun hatten - glaube ich aber eher nicht.
    Niemand redet hier von Frauenhassern außer Ihnen. Manche mögen die 20000 Euro abrechnen, andere nur unbewussten Vorurteilen folgen, warum sie dem Mann eher ein entsprechendes Gehalt zugestehen. (Bzw. bei ihm in der Verhandlung ein gewisses Feilschen als normal ansehen und sogar erwarten, bei der Frau aber als unziemliches Fordern auslegen. Stellen Sie sich mal einen Mann vor, der 1-2 Zehntausender mehr verlangt, als Sie zahlen wollen. Und jetzt eine Frau... Mit dem einen handelt man, oft mit einem gewissen sportlichen Ehrgeiz, bis beide zufrieden sind, die andere schmeißt man lieber raus - "bevor es Tränen gibt" und so...)

    Ich würde in meinem (technisch orientierten) Betrieb gern Frauen einstellen, wenn sie sich denn bewerben würden. Leider bewerben sich nur unaufgefordert Frauen als Assistentin, Sekretärin, für den Empfang.
    Auch eine mit Mann und Kind? Oder setzen Sie dann doch lieber vorsichtshalber auf den fast genauso guten männlichen Mitbewerber?
  7. #106

    So ist es!

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Haben Sie denn auch nur ein einziges Beispiel wo dem nicht so ist?

    Das ist ja grade das Problem das diese Studien IMMER nur irgendwelche Stellen und Gehälter zu Durchschnitten zusammen fassen ohne auf den "Mixeffekt" zu achten.
    Da vergleicht man eben die Cheffin im ÖD mit dem Chef in der Privatwirtschaft und schreit Diskriminierung wenn der mehr verdient obwohl beide formel die gleiche Stellung haben.
    Da wird die Steuerfachfrau im Finanzamt mit dem Steuerfachmann in einem privatwirtschaftlichen Betrieb verglichen. Und wie überraschend: der Job in der Wirtschaft wird besser bezahlt. Das hat aber mit Frau oder Mann nichts zu tun sondern einfach mit der Tatsache, daß die Unternehmen sich die Besten rauspicken, die Luschen gehen zu den Behörden, weil sie sonst nichts finden ...
  8. #107

    Zitat von nun ja Beitrag anzeigen
    Es gibt sie tatsächlich, die Fälle, wo für exakt gleiche Arbeit der eine Mensch deutlich weniger bekommt. Und nicht nur 23% weniger. Eher 50% weniger.
    Wenn sie z.B. bei BMW als Leiharbeiter am Band stehen und - sagen wir: Kabelbäume einziehen - dann bekommen sie nur etwas die Hälfte von dem, was ihr Nebenmann aus der Stammbelegschaft bekommt. Bei ABSOLUT gleicher Arbeit.

    Ein Skandal, oder? Wird das irgendwo thematisiert? Haben Sie schon einmal von diesem "Pay-Gap" gehört? Wurde dass irgendwo skalndalisiert?
    [...]
    Kann es sein, dass es KEIN Skandal ist, weil es nur Männer betrifft? Hier ist sie einmal wirklich, live, in Farbe und nicht wegzudiskutieren: die LohnDISKRIMINIERUNG!
    Und keine Gleichstellungsbeauftrage interessiert sich? Keine Frau interessiert sich?
    Natürlich ist das ein Skandal, aber warum sollte das speziell Frauen oder (Geschlechter-)Gleichstellungsbeauftragte interessieren? Und dass es im Moment noch nicht genügend thematisiert wird, liegt daran, dass es ein relativ neues Problem ist. Warten Sie mal ein paar Jahre, bis Leiharbeiter sich vernünftig organisieren und auf ihre Rechte bestehen (oder rufen Sie selbst eine Initiative ins Leben)...
  9. #108

    Sie haben immer noch nicht verstanden

    Zitat von aintnostyle Beitrag anzeigen
    Die nächste Quote? Erst ging es um eine Quote für Damen die unbedingt in eins der 30 Dax-Unternehmen mit Bundesweit 180 (ca) Aufsichtspöstchen und jetzt soll via Quote geregelt werden das die Damen die sicherlich unter der Unterbezahlung leiden, mehr bekommen?
    Anstatt etwas für die X-Millionen schlecht bezahlten Frauen zu tun will man den wenigen gepolsterten Herrinen das hinterteil nochmal auf samt setzen? Sollte man nicht mal erst an die mehrheit dies nötig hat denken??
    Anbei bei diesem gezänk darum das die Frauen (ganz oben) mehr hiervon und davon brauchen daher rührt das wir inzwischen einige Damen im Kabinett haben die wie ihre männlichen Kollegen gern in Spitzenpositionen der Wirtschaft wechseln wollen? Und jetzt alles dafür vorbereiten?
    Es geht doch nicht um DIE Frauen in der Gesamtgesellschaft. Es geht nur darum, daß für die in absehbarer Zeit abgehalfterten Frauen in der Politik genügend Versorgungsposten geschaffen werden für den Fall, daß in Brüssel kein Platz mehr ist ...
  10. #109

    Hallo, Celestine

    Zitat von Celestine Trueheart Beitrag anzeigen
    Als Fee sind Sie vermutlich eine Frau, also kann ich Ihnen nur gratulieren, wenn Sie wissen, dass Sie gleich viel oder mehr verdienen als ein Mann, der die gleiche Stelle bekommen hätte.

    Wissen Sie das?

    Es ist doch in jedem Unternehmen ein offenes Geheimnis, dass Männer mehr verdienen. Die Gehaltshöhe ist ja nicht grundlos geheim.

    Also ich möchte es vermeiden, meine Geschlechtsgenossinnen kollektive in die Pfanne zu hauen, indem ich behaupte, dass sie, im Gegensatz zu Männern, nicht verhandeln können. Hm, oder kann das nur eine Blaue Fee? ;-))
    Was heisst geheim? Natürlich ist es nicht " geheim" . Man darf nicht darüber reden. Und eben nicht verallgemeinern.Es gibt sicherlich Frauen, die weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen.Eindeutig: es gibt Immer mehr Frauen,die auf Augenhöhe sind. Ist die Quotendiskussion verwerflich?nein.Wir lernen.


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