Lohn zu gering: Polnische Leiharbeiter ignorieren deutsche Grenzöffnung

Die Billiglöhnerschwemme bleibt aus:*Laut einer Erhebung*hat die Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Leiharbeiter bislang kaum Wirkung gezeigt. Die Bezahlung in der Bundesrepublik sei für Geringverdiener aus Polen einfach zu schlecht.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...772389,00.html
  1. #130

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    1.) diverse EU Länder haben ein Abkommen zum Abrechnen von Strafzetteln - manche halt nicht.
    *schulterzuck* und? Das ist die Sache der Politik, dies zu harmonisieren.
    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    2.) egal ob Pole, Franzose oder sonstwer - liegt sein Hauptwohnsitz in Deutschland hat er sich dort anzumelden. So ist nunmal die Rechtslage und auch ihre bestimmt nette Nachbarin sollte sich daran halten.
    Natürlich hält sie sich dran und hat ihren WOHNSITZ in D angemeldet. Sofern ich weiß, seit rund 40 Jahren. Autos sind keine Personen.
    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Gilt natürlich auch andersrum, darum hab ich mich damals sofort in England angemeldelt.
    Aber in England gibt es doch eine amtliche Meldepflicht genauso wenig wie einen Personalausweis… und jetzt?

    Übrigens, wie haben Sie Ihr sicherlich LHD-Auto in England zugelassen bekommen?

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Erzählen Sie mir nicht, dass der schlaue Pole dies nicht weiss. Man informiert sich ja, auch bei den Bekannten und die empfehlen einen dann solche Tricks.
    Klar. Der ordentliche Deutsche findet keine "garantiert legalen Steuertricks" nirgendwo und hat noch nie ne Mark am Finanzamt vorbei geschmuggelt oder den einen oder anderen Kilometer bei der Pendlerpauschale hinzugefüht. Ne is klar.

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Richtig ist es nunmal nicht und wer unsere Strassen mit zerfährt, der darf dafür auch hier Steuern zahlen - deswegen gibt es ja dieses Gesetz.
    Welches Gesetz? Ich weiß nicht, wie es in Ihrem Land aussieht, aber Steuern in Deutschland sind nicht zweckgebunden. Steht "im Gesetz" so ;)
  2. #131

    Freiheit!?

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Was ist daran so schlimm, wenn Aufstocker nach Polen gehen?
    Wenn Sie's aus freien Stücken tun: nichts.
    Wenn Sie aber aus Kostengründen deportiert oder zwangsumgesiedelt werden, dann spricht alles dagegen.
    Würden Sie nach Ostpolen umsiedeln, wenn Ihr Arbeitgeber das von Ihnen verlangt?
  3. #132

    Fachkräftemangel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Billiglöhnerschwemme bleibt aus:*Laut einer Erhebung*hat die Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Leiharbeiter bislang kaum Wirkung gezeigt. Die Bezahlung in der Bundesrepublik sei für Geringverdiener aus Polen einfach zu schlecht.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...772389,00.html
    Das sind ja keine guten Nachrichten für diejenigen, die täglich lauter nach ausländischen Fachkräften schreien. Nun haben sie's schwarz auf weiß: Nicht mal der pommersche Leiharbeiter ist mit deutschen Löhnen noch zu locken!
    Warum? Nun, er vertraut offenbar nicht den hehren Statistiken von angeblich sensationellen Lohnzuwächsen zwischen Oder und Rhein, sondern den Tatsachen.
  4. #133

    Gute Nacht Deutschland

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    In der Exportwirtschaft werden eher überdurchschnittliche Löhne gezahlt. Wie passt das zu Ihrer Theorie oder gehören jetzt Friseuse etc. auch zur Exportwirtschaft bei Ihnen?
    Sie meinen in der Rüstungswirtschaft?
    Wieviele Jobs schafft denn die Exportwirtschaft in Deutschland?
    Und wenn diese so brummt, wieso haben wir so viele Arbeitslose und so wenig offene Stellen?
    Wenn wir so weltmeisterlich exportieren, wieso verfallen Infrastruktur, Kultur und Bildungswesen in unserem Land?
    Wieso greift die Armut immer mehr um sich?
    Was man noch vor zehn Jahren nur aus der 3ten Welt kannte, ist heute gewohntes Stadtbild in Deutschland: Menschen wühlen in Mülltonnen, überall.
    Geld für Polizei, Bundeswehr, Infrastruktur, Bildung, kurz: für die vom Staat wahrzunehmenden Aufgaben ist immer weniger vorhanden.
    Wo bleibt die ganze Knete aus den Exportüberschüssen?
    Wo wird diese investiert?
  5. #134

    Gute Nacht Deutschland

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    In der Exportwirtschaft werden eher überdurchschnittliche Löhne gezahlt. Wie passt das zu Ihrer Theorie oder gehören jetzt Friseuse etc. auch zur Exportwirtschaft bei Ihnen?
    Sie meinen in der Rüstungswirtschaft?
    Wieviele Jobs schafft denn die Exportwirtschaft in Deutschland?
    Und wenn diese so brummt, wieso haben wir so viele Arbeitslose und so wenig offene Stellen?
    Wenn wir so weltmeisterlich exportieren, wieso verfallen Infrastruktur, Kultur und Bildungswesen in unserem Land?
    Wieso greift die Armut immer mehr um sich?
    Was man noch vor zehn Jahren nur aus der 3ten Welt kannte, ist heute gewohntes Stadtbild in Deutschland: Menschen wühlen in Mülltonnen, überall.
    Geld für Polizei, Bundeswehr, Infrastruktur, Bildung, kurz: für die vom Staat wahrzunehmenden Aufgaben ist immer weniger vorhanden.
    Wo bleibt die ganze Knete aus den Exportüberschüssen?
    Wo wird diese investiert?
  6. #135

    Mechanismen, Stereotypen

    Zitat von w.r.weiß Beitrag anzeigen
    Das gewisse Mechanismen auch in anderen Ländern funktionieren, ist mir durchaus bewußt. Auch das "der Stereotyp" kein deutsches Monopol bzw. eine deutsche Erfindung ist!
    Nur mit Bezug auf genau diesen Thread und meine Antwort auf einen anderen/bestimmten Beitrag, bleibe ich bei meiner Aussage. Einfach mache ich mir es bestimmt nicht dadurch!
    Der Gedanke war halt, schon wieder eine der üblichen Selbstkasteiungen, die der Verführung erliegen negative Auswüchse auf die Herkunft zu reduzieren. Wie ich Ihren geschätzten Beiträgen entnehmen kann, machen Sie es sich in der Tat nicht einfach. Wir liegen in der "Gesinnung" denke ich nicht besonders weit auseinander. Deshalb, Pardon!
  7. #136

    Um die geht es nicht.

    Zitat von madobo Beitrag anzeigen
    Nein! Für einen H4ler mit 3 Kindern sind 1.500 Nettoeinkommen definitiv nicht genug, denn allein an Regelsätzen erhält er, nach Abzug des Kindergeldes in Höhe von 558 € (anrechnungsfähiges Einkommen) und je nach Alter der Kinder 779 € bis 995 € zuzüglich der Miete, also je nach Wohnort 600 € bis 800 €, so dass er sogar nur 1.379 € Netto verdienen müsste, um genauso viel Geld zur Verfügung zu haben, wie als H4-Empfänger! Aber als H4ler muss er dafür eben nicht 40 Stunden die Woche arbeiten und hat noch genügend Zeit, sich ein bisschen was nebenbei zu verdienen! Somit müsste man einem H4ler wohl mindestens 2.500 € Netto, auch für anspruchloseste Hilfstätigkeiten, anbieten, damit es sich für ihn "lohnt" wieder selbst für sich und seine Familie zu sorgen!
    Och, viele arbeiten durchaus, aber vergessen das dem Jobcenter mitzuteilen um ein wenig Öl in ihr Feuer zu gießen. Diese H4ler, die sich in ihrer Arbeitslosigkeit eingerichtet haben und aufgrund von Defiziten beim Wollen und Können, da kaum mehr rauskommen werden, die meint auch niemand. Die sind mir völlig egal. Das was die kriegen, darüber hält das Verfassungsericht und das GG seine schützende Hand, dagegen stinken sie nicht an.

    Es geht um die, die trotzdem arbeiten gehen und sogar für 1300,-€ Brutto arbeiten gehen, da gibt es Leute die arbeiten auch 40 Stunden und träumen von 1.500,-€ Netto.

    ...und es geht um Leute wie sie, die nicht kapieren wie sie für ihre Tätigkeit mit Minimallöhnen abgespeist werden aber nur nach unten treten können, anstatt anfangen sich an der richtigen Stelle zu wehren. Der Schutz den das GG für sie bereit hält ist ein anderer, aber der ist ziemlich "undeutsch" und erinnert selbst dann, wenn er mal stattfindet, mehr an ein Spektakel als an das eigentliche arbeitrechtliche Instrument. Man findet diesen Schutz im Art. 9 GG.

    ..aber Gewerkschaften gründen oder beitreten ist ja out und was die GDL macht völlig verrückt.

    Die bittere Wahrheit ist, was die GDL macht ist absolut richtig und leider tun es nur die GDL und die Piloten.
  8. #137

    .

    Zitat von madobo Beitrag anzeigen
    Nein! Für einen H4ler mit 3 Kindern sind 1.500 Nettoeinkommen definitiv nicht genug, denn allein an Regelsätzen erhält er, nach Abzug des Kindergeldes in Höhe von 558 € (anrechnungsfähiges .......
    Was sind denn anspruchsloseste Hilftätigkeiten? Meist doch sehr körperlich betonte Berufe/Tätigekeiten, oder? Ist der verschleiß der Bandscheiben also nicht das Geld wert? Also in Zeiten, wo Politiker mit Vorträgen für 1-2Std. Tausenden von Euros bekommen? Bzw. Herrscharren von leistungslosen Einkommen KAPITALERTRÄGEN leben und dabei reicher und reicher werden!

    Unter 2000,-€ Netto sollte keine Vollzeitstelle in Deutschland vergütet werden bzw. sollte das dauf dem Arbeitsmarkt OHNE ZWANG ausgelotet werden. Also Grundsicherung auf Höhe von Hartz4 ohne Arbeitszwang. Bei entsprechender vergütung wird die Arbeit schon geleistet. Wetten?
  9. #138

    Ohne Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Billiglöhnerschwemme bleibt aus:*Laut einer Erhebung*hat die Öffnung der deutschen Grenzen für osteuropäische Leiharbeiter bislang kaum Wirkung gezeigt. Die Bezahlung in der Bundesrepublik sei für Geringverdiener aus Polen einfach zu schlecht.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...772389,00.html
    Was macht das schon? Wenn nun statt Autos mit POL nun Autos mit RO in großen Mengen rumfahren.
    Arbeit für Einheimische gibts eh nicht mehr und keinen stört das wirklich.
  10. #139

    normal

    Zitat von ecua Beitrag anzeigen
    ...Wenn es ein Problem gibt, dann redet der Polen mit dem Wessi oder der Wessi mit dem Polen...
    Das ist aber in geschlossenen Gesellschaften, wie der DDR, oft so, dass Ausländer sich miteinander mehr unterhalten und die Inländer ihren eigenen, eigelebten Zirkel haben. Die Ausländer schaffen es oft genug nicht da hinein - auch in der BRD. Auch dort (für mich jetzt "hier") gibt es Abgrenzungen - und erzähle mir niemand, dass es nicht so wäre.