Lohn-Preis-Spirale: Teure Rohstoffe befeuern weltweite Inflation

Weltweit explodieren die Rohstoffpreise, vor allem Agrarprodukte werden drastisch teurer. Droht nun ein Inflationsschub? Die Gefahr besteht tatsächlich - vor allem in Ländern wie China, wo die Löhne kräftig steigen. Aber auch in Deutschland dürfte das Geld immer weniger wert werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...711064,00.html
  1. #100

    Bundfuture und Inflationsindikatoren sind 2 Dinge

    Zitat von godfader Beitrag anzeigen
    Die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken hat damit gar nichts zu tun. Die Zinsen der langen Rentenpapiere bestimmmt der Markt, nicht die Zentralbank. Da können die EZB und die Fed sogar für ein paar Billiarden Staatsanleihen kaufen, wenn der Markt eine komplett andere Meinung hätte, dann stünden die Kurse der Staatsanleihen nicht dort wo sie heute stehen, nämlich auf Deflationsniveau.

    Wenn Herr Müller auch nur ansatzweise mit seiner Inflationstheorie Recht hätte, dann würden die 10 und 30jährigen Staatsanleihen weltweit (!) nicht zwischen 0.9 und 3% notieren, sondern weit jenseits von 10%.
    Herr Müller weiß im Gegensatz zu Ihnen vermutlich wie sich "der Markt" definiert. Wie auch User Silverhair hier richtig erwähnte- "der Markt" ist nicht mehr mit dem vor 20 Jahren zu vergleichen.
    Es spielt für den Markt keine Rolle, ob die Oma Ernas SChatzbriefe kaufen.
    Die Käufer von Bundesanleihen sind fast ausschliesslich institutionelle Anleger, die unmittelbar am Tropf der Zentralbank hängen oder andere Zentralbanken mit meist Überkreuzkäufen, Swap-"abgesichert".
    Der Bund Future verstärkt diese zentralbankgesteuerten Markt noch durch seine Hebelwirkung als Derivat, was ihn für Banken, die sowieso wieder durch Zentralbanken gerettet werden, nochmal interessanter als Spekulationsobjekt auf höhere Zentralbanksubventionen werden lässt.
    Das ist kein "Markt", sondern fast ausschliesslich Zentralbankabhängigkeit, eher Zentralbankmanipulation.

    Kommen auch nur geringe Marktelemente zurück (wie bei Griechenland, wo mal die Rendite auf für GR gesunde 10% ansteigt) fliesst jetzt sofort Blut. Tödliche Falle.
  2. #101

    Sie Glücklicher

    Zitat von 4magda Beitrag anzeigen
    Zeit auf meinem englischen Rasen langsam Gemüse anzubauen und Hühner zu züchten :-)
    Kenne aber einige in meinem persönlichen Umfeld, die sich hierzu bereits Gedanken machen und nach einer gewissen "Unabhängigkeit" Ausschau halten. Insofern ist die Kriegs- und Nachkriegszeit doch noch nicht so lange her und die "Denke" dieser Generation sollten wir nicht ganz in unserem Wohlstandswahn vergessen. ;-)
    der Sie einen englischen Rasen besitzen. Nur müssten Sie wahrscheinlich ihr darauf eingerichtetes Beet mit der Waffe gegen die einfallende und hungernde Bevölkerungsmassen verteidigen. Spaß beiseite. Aber Sie haben natürlich recht; nur ist, meiner Auffassung nach, das Problem noch nicht imminent und daher für Panik noch kein Grund.
  3. #102

    Genau da liegt das Problem

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    Herr Müller weiß im Gegensatz zu Ihnen vermutlich wie sich "der Markt" definiert. Wie auch User Silverhair hier richtig erwähnte- "der Markt" ist nicht mehr mit dem vor 20 Jahren zu vergleichen.
    Es spielt für den Markt keine Rolle, ob die Oma Ernas SChatzbriefe kaufen.
    Die Käufer von Bundesanleihen sind fast.....
    Das sich Politiker und Zentralbanken, bei Platzen von Spekulationsblasen (Finanzkrise), in Panik versetzen lassen und dadurch genau dass tun was sie zu verhindern vorgeben. Nämlich 1) den Spekulanten die Verluste, die durch das Platzen der Spekulationsblasen entstanden sind, zu sanieren und 2) ihnen damit die Mittel zur Verfügung zu stellen um neuerliche Spekulationen zu tätigen. Und das alles auf Kosten (höhere Staatsschulden = höhere Steuern) der Gesamtbevölkerung. Der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt oder wie es Einstein einmal ganz richtig formulierte: “Zwei Dinge sind unendlich; das Weltall und die menschliche Dummheit, wobei ich mir bei dem Weltall nicht so ganz sicher bin.”
  4. #103

    Keine Dummheit- Philosophie.

    Zitat von MJM1605 Beitrag anzeigen
    Und das alles auf Kosten (höhere Staatsschulden = höhere Steuern) der Gesamtbevölkerung.
    "Bezahlen" musste die von Ihnen richtig beschriebene Umverteilung ja noch gar keiner. Mit Steuern funktioniert das auch in Demokratien nicht- daher gab es auch noch keine echten Steuererhöhungen, bisher alles Peanuts.

    Der ganze Batzen wurde bisher mit Bilanztricks, zusätzlicher Verschuldung und Schattenhaushalten in die Zukunft verschoben, bezahlt wird über Inflation und mit der Altersvorsorge, die m.E. komplett platzen wird.

    "Dummheit" und Korruption sind nur ein Teil des Problems. Wir alle ziehen nicht die Konsequenzen und haben Angst vor Pleiten und Anlageverlusten- was aber ökonomisch nur gut wäre. Diejenigen, die auch nur geringste Risiken eingehen müssen sich dessen wieder bewusst sein. Es kann nicht sein, dass auch nur irgendwelche Verluste sozialisiert werden.
  5. #104

    ..

    Zitat von godfader Beitrag anzeigen
    Die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken hat damit gar nichts zu tun. Die Zinsen der langen Rentenpapiere bestimmmt der Markt, nicht die Zentralbank. Da können die EZB und die Fed sogar für ein paar Billiarden ....
    Und ich dachte immer, dass der Bond Yield mit dem Leitzins Tandem läuft...
  6. #105

    Lohn-Preis-Spirale

    Lieber Herr Müller, ich habe bisher nie erlebt, dass unser Geld irgendwann einmal mehr wert geworden ist. Es ist viel mehr immer weniger wert geworden.
  7. #106

    Peakoil?

    Zitat von IvanIvanowitsch Beitrag anzeigen
    Die US-Regierung geht davon aus, dass der Peak Oil bereits 2012 erreicht sein wird. Den Rest können sie sich selber ausrechnen.
    Kohleverflüssigung kostet 60$ den Barrel. Ölsande lassen sich noch biller abbauen. Beides ist im Übermaße vorhanden. Peakoil ist eine ziemlich lachhafte Theorie. Der Name 'peakoil' kommt eher daher, dass diese Hypothese gepusht wird um Kleinspekulanten auf den jeweiligen *Peaks* des *Ölpreises* das Geld aus der Tasche zu ziehen.
  8. #107

    ..

    Zitat von chris345 Beitrag anzeigen
    Kohleverflüssigung kostet 60$ den Barrel. Ölsande lassen sich noch biller abbauen. Beides ist im Übermaße vorhanden. Peakoil ist eine ziemlich lachhafte Theorie. Der Name 'peakoil' kommt eher daher, dass diese Hypothese gepusht wird um Kleinspekulanten auf den jeweiligen *Peaks* des *Ölpreises* das Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Dann haben die großen banken wohl auch die US-Navy miteingespannt um Kleinanleger zu verunsichern.
    http://www.alternative-energy-news.i...y-green-fleet/

    Ölsande machen einen sehr kleinen Bruchteil der Ölförderung aus und können nur in einem begrenzten Umfang ausgebaut werden. Und ich denke die US-Regierung wird diese bei ihrer Einschätzung mitberücksichtigt haben.
  9. #108

    -

    Zitat von MJM1605 Beitrag anzeigen
    Das sich Politiker und Zentralbanken, bei Platzen von Spekulationsblasen (Finanzkrise), in Panik versetzen lassen und dadurch genau dass tun was sie zu verhindern vorgeben. Nämlich 1) den Spekulanten die Verluste, die durch das Platzen der Spekulationsblasen entstanden sind, zu sanieren und 2) ihnen damit die Mittel zur Verfügung zu stellen um neuerliche Spekulationen zu tätigen. Und das alles auf Kosten (höhere Staatsschulden = höhere Steuern) der Gesamtbevölkerung. Der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt oder wie es Einstein einmal ganz richtig formulierte: “Zwei Dinge sind unendlich; das Weltall und die menschliche Dummheit, wobei ich mir bei dem Weltall nicht so ganz sicher bin.”
    Entweder die Zentralbanken genehmigen in nächster Zeit noch viel weitgreifendere Bilanzmanipulationen, oder die "Weltfinanzidustrie" fliegt uns endgültig um die Ohren.
    Ich halte zwar nichts von Weltuntergangsvorhersagen aber trotzdem scheint der Maya-Kalender mit der Prognose 23.12.2012 gar nicht so abwegig.
  10. #109

    -

    Zitat von Ghost12 Beitrag anzeigen
    "Bezahlen" musste die von Ihnen richtig beschriebene Umverteilung ja noch gar keiner. Mit Steuern funktioniert das auch in Demokratien nicht- daher gab es auch noch keine echten Steuererhöhungen, bisher alles Peanuts.

    Der ganze Batzen wurde bisher mit Bilanztricks, zusätzlicher Verschuldung und Schattenhaushalten in die Zukunft verschoben, bezahlt wird über Inflation und mit der Altersvorsorge, die m.E. komplett platzen wird.

    "Dummheit" und Korruption sind nur ein Teil des Problems. Wir alle ziehen nicht die Konsequenzen und haben Angst vor Pleiten und Anlageverlusten- was aber ökonomisch nur gut wäre. Diejenigen, die auch nur geringste Risiken eingehen müssen sich dessen wieder bewusst sein. Es kann nicht sein, dass auch nur irgendwelche Verluste sozialisiert werden.
    Die staatliche Rente finanziert sich durch das Umlageverfahren immer aus dem zu diesem Zeitpunkt Erwirtschafteten, sie ist also immer so gut, wie die wirtschaftliche Lage. Leider ist es aber der Propagandaindustrie der privaten Versicherer gelungen, ihre erheblich unsichereren Papiere als die sichereren darzustellen.
    Und das Volk glaubt.