Logbuch al-Qaida: Wie echt ist die Dschihad-Union?
Phantom oder reale Gefahr? Deutsche Sicherheitsbehörden haben unterschiedliche Einschätzungen zur usbekischen "Islamic Jihad Union", die an den im September vereitelten Anschlagsvorbereitungen in Deutschland beteiligt gewesen sein soll.
...sondern die ganze Story um den angeblich von deutschen Islamisten geplanten Anschlag ist sehr merkwürdig. Da passt einfach nicht zusammen.
Zunächst mal: In einem Ferienhaus im Sauerland wurden große Mengen Wasserstoffperoxid (H2O2) gefunden, die angeblich zur Herstellung eines Sprengstoffes verwendet werden können. Angeblich sollen die "Terroristen" das H2O2 über einen längeren Zeitraum beschafft haben. Pech nur, dass H2O2 zerfällt, nämlich in Sauerstoff und Wasser. Der Sauerstoff wird an die Luft abgegeben, das Wasser bewirkt ein Sinken der Konzentration bis zu einem Wert, beidem die Sprengstoffherstellung nicht mehr möglich ist.
Der aus H2O2 gewonnene Sprengstoff ist als TATP (Triacetontriperoxid) bekannt. Zu seiner Herstellung werden weitere Chemikalien benötigt, insbesondere eine größere Menge Aceton. Wo waren die? Warum wurden sie nirgendwo erwähnt.
Das Ganze steht im Widerspruch zu der Aussage, dass der Anschlag unmittelbar bevorstand. Unter den Bedingungen, die man in einrm Ferienhaus zur Verfügung hat und unter der Bedingung, dass es unauffällig geschehen muss, würde die Herstellung von TATP aus 750 Kilo H2O2 und 500 Kilo Aceton Wochen dauern.
Auch der Transport wäre praktisch unmöglich. TATP ist extrem stoßempfindlich und allein die Erschütterungen während einer Autofahrt vom Sauerland nach Ramstein könnten das Zeug schon hochgehen lassen. Ein Selbstmordanschlag im wahrsten Sinne des Wortes, allerdings würde das eher an der fliegende Suizidkommando der Judäischen Volksfrond aus dem Film "Das Leben des Brian" erinnern.
Es wird Zeit, dass Herr Schäuble mal ein glaubwürdigeres Drehbuch liefert.