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Logbuch al-Qaida: Bin Ladens Truppen beklagen Blackout im Cyber-Space
Der "Medienminister" des "Islamischen Staates Irak" hat sich über die "Angriffe der Kreuzfahrer" auf dschihadistische Internetmedien beschwert. Nicht ohne Grund: Seit über einem Monat funktioniert kaum noch eine Terror-Webseite - die Propaganda kommt nicht mehr durch.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...506744,00.html
- #10 23.09.2007 22:41 von
technische Möglichkeiten
naja, mal abgesehen davon, daß Schäuble nicht Thema des Artikels war, ist das Erstaunlichste daran doch, daß Islamisten die Infrastruktur des Westens nutzen (müssen). Warum sind die Server nicht in Ägypten, Saudi-Arabien oder Pakistan? Braucht man etwa die technischen Möglichkeiten, die im Westen jedem Bürger zur Verfügung stehen?
- #11 24.09.2007 08:44 von Lebesque
Na also ....
langsam zeigt sich doch, was für ein erbärmlicher Haufen hinter der so mächtig geglaubten Al-Quaida steckt. Und Schäuble spielt noch immer das alte CDU-Spiel, die Gafahr hochzuspielen, Angst in der Bevölkerung zu verbreiten, um sich dann als Retter in der Not anbiedern zu können.
- #12 24.09.2007 12:37 von
Fragen
Auch mich würden zu dieser US-Bürgerinitiative mal die Hintergründe interessieren.
Außerdem stelle ich die Frage, inwiefern (und in welchem Umfang) die Dschihad-Terroristen für ihre Internet-Aktivitäten wirklich auf US-Infrastruktur angewiesen sind.
Drittens frage ich mich, ob dieser 'Schlag' gegen die Dschihad-Terroristen nicht vielleicht ein Pyrrhus-Sieg sein könnte: Erleichtern bekannte (und halbwegs offene) Kommunikationswege nicht unseren Nachrichtendiensten die Beobachtung dieser Gruppen? - #13 24.09.2007 12:46 von
- #14 24.09.2007 16:29 von descartes101
Pyrrhussieg.
Der Hintergrund ist, dass nachdem die ganze Zeit geheult wird über die böse Propaganda und die schrecklichen Enthauptungsvideos ohne etwas zu tun ausser unbescholtene Bürger zu schikanieren, jemand mal den Terroristen in den Karren gefahren ist.
Sehr offensichtlich. Ich bin zwar kein Fachmann, aber die Anzahl der belastbaren Server im Nahen und auch ferneren Osten dürfte recht übersichtlich sein, genauso wie die Zahl von Leuten, die einen solchen warten und betreiben können.
Wenn die Internetseiten lahmgelegt werden, sobald wieder eine bekannt wird, wird zumindest die Kommunikation mit der Öffentlichkeit (und vor allem Rekrutierung) stark behindert. Da macht Terrorismus auf einmal nur noch halb so viel Spass. Eine gleichwertige Alternative zum Internet gibt es da nicht.
Und ausserdem wäre selbst ein Pyrrhussieg mehr, als die grossartige US-geführte internationale 'Koalition gegen den Terror' seit Anfang ihres Krieges erreicht hat. - #15 25.09.2007 04:21 von
Infrastruktur
60 % aller wichtigen Backbone-Nodes liegen in der USA. Der Rest verteilt sich ueber Europa und Suedostasien.Im mittleren Osten, mit der Ausnahme von Israel vielleicht, ist man mehr damit beschaeftigt Infrastruktur kaputtzuschiessen als sie wieder aufzubauen, somit werden Die Leitungen duenner, seltener, weniger zuverlaessig und leicht kontrollierbar. Und die paar Server und Domains die dort zuverlaessig arbeiten kann man relativ leicht blocken oder im Auge behalten wenn man den noetigen Willen aufbringt. Wer international aktiv sein will muss seine Daten fast immer irgendwo switchen lassen wo theoretisch zugegriffen werden kann.
Und die Aktion ist deshalb erfolgreich, weil es eben NICHT nur um US infrastruktur geht, sondern weil sie global stattfindet.
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