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Lörrach nach dem Amoklauf: Was trieb Sabine R. zu ihrer Tat?

Sie galt als offen, freundlich, adrett. Doch am Sonntagabend tötete die Rechtsanwältin Sabine R. mehrere Menschen, bevor sie selbst von der Polizei erschossen wurde. Die Lörracher suchen nach Erklärungen, wie es zu der Bluttat kam. Doch Hinweise auf die Motive der Frau sind rar.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...718548,00.html
  1. #110

    Der Mensch ist das eigentliche Problem.

    Zitat von c0bRa Beitrag anzeigen
    über die Waffe...

    Fakt ist...
    Es war eine Waffe...
    Und damit wurden Menschen getötet...
    Und pardon, aber mir ist es ehrlichgesagt scheißegal, ob es eine H&K, Walther, Smith & Wesson, ne Steyr, ne M4A1 oder ne Gatling war.
    Eine Welt ohne Waffen wird es nicht geben, auch mir wäre eine solche Welt ohne Waffen lieber. Selbst ein Auto kann zur Waffe werden, wenn ich voller Aggressivität mit über 200 über die Autobahn fahre. Der Mensch ist das eigentliche Problem. Lebendige Wesen wie etwa der Mensch sind im Grunde instabile Systeme. Ihre scheinbare Stabilität erhalten sie durch ein dynamisches Ausbalancieren.
  2. #111

    Kleines Missverständnis

    Zitat von heinrichp Beitrag anzeigen
    Rund zehn Millionen Schusswaffen sind bundesweit registriert. Davon befinden sich laut des Niedersächsischen Sportschützenverbandes etwa ein Drittel bei den Sportschützen. Andere Schätzungen .....
    @HeinrichHP
    Ich mag den Sportschützen Ihren Sport nicht nehmen. Aber Waffen haben ausserhalb der Halle/Platzes nichts zu suchen. Die Dinger sicher einlagern und gut.
    Die ganzen Zahlen die Sie nennen sind noch ein Grund zügig mit der Entwaffnung zu beginnen,- danke.
  3. #112

    Spontan

    Zitat von Colorful Beitrag anzeigen
    Wieder mal eine Amok-Tat, also eine spontane Handlung. Durchgedreht, losgerannt und getötet.
    Aber halt, gehört Nitroverdünnung neuerdings zur Büroausstattung eines Rechtsanwaltsbüros?

    Das sieht dann doch eher nach einer geplanten Handlung aus. ...
    Amokläufe sind keineswegs Spontantaten. Im Gegenteil. Die Täter haben meist schon Wochen-, Monate-, Jahre zuvor die Tat zumindest im Kopfkino immer wieder als finalen Ausweg durchgespielt. Sowohl Columbine, Erfurt als auch Winnenden waren alle von langer hand vorbereitet.

    Nur der letzte Auslöser für die reale Umsetzung, der kann dann evtl. ganz spontan und nichtig sein, z.B. kann ein harmloser Streit um einen Parkplatz dann eskalieren. Da der Ablauf wie oben beschrieben schon lange vorgedacht ist, reicht dann ein einzelner Schlag, die griffbereite Waffe und dann heißt es im Kopf des Täters "Jetzt ist es soweit". Nach den ersten Schüssen kann er dann auch nicht mehr stoppen, bzw. aus seiner Sicht ist ein Stoppen auch nicht mehr hilfreich, denn einer solchen Tat folgt ja 100% eine Jahre- jahrzehnte oder gar lebenslängliche Unterbringung im Knast oder Psychiatrie. Also zieht der Täter dann sein Programm durch.

    Auch der eigene Tod ist meistens miteingeplant, weil sowas zu tun um in Knast zu kommen, ist ja unsinnig. Ich glaube viel mehr, dass das eine besondere Form des Selbstmords ist. Wer also nicht den Mut aufbringt sich vor einen Zug zu schmeißen bringt sich in eine Situation, in der er dann letztendlich von der Polizei erschossen wird oder wo der eigene Kopfschuß das geringere Übel ist.

    Vermeiden wird man solche Taten wohl kaum können. Ich denke aber auch, dass die Ursache für die zahlreichen Taten in Deutschland wie in USA der sehr hohe Leistungsdruck und eine generelle Mißachtung des Lebens und der Gefühlswelten des anderen ist. Aber wahrscheinlich gibt es mehr als nur eine einzelne Ursache dafür.
  4. #113

    Was trieb Sabine R. zur Tat.

    Ich glaube das es häufig die Familienrichter sind die den Keim für eine solche Tat legen.
    Zu über 90% werden Beziehungstaten von Vätern verübt. Aber eben auch zu über 90% der Väter verlieren das Aufenthaltsbestimmungsrecht für Ihre Kinder (Kinder leben in der Woche bei der Mutter).

    Hier in Lörrach war wohl eine der wenigen Ausnahmen gegeben.

    Ich denke das es nachvollziehbar ist das Väter wie Mütter nicht damit leben können das Ihrer eigenen Kinder von einem Anderen ( auch und gerade wenn es der Ex Partner ist) als Faustpfand genutzt werden um durch dieses Faustpfand vom Ex-Partner emotional und ökonomisch vernichtet zu werden. Besonders schlimm wird es dann wenn der Elternteil der das Aufenthaltsbestimmungsrecht bekommen hat auch noch der Schuldige ist, z.B. weil dieser Elternteil fremd gegangen ist.

    Leider aber arbeiten unsere Familiengerichte seit etwa 35 Jahren wie im Mittelalter. Die Schuldfrage wird seit 1977 nicht mehr geklärt.

    Für denjenigen der das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrechtes verliert ist diese Erfahrung zutiefst traumatisch. Bei Vätern wie bei Müttern. Fast alle Beziehungstagen haben genau diesen Hintergrund.

    Das darf so nicht weitergehen. Um solche Beziehungstagen zu vermeiden brauchen wird endlich ein Familienrecht in dem beide Elternteile nach Trennung und Scheidung gleiche Rechte und Pflichten haben.

    Und wir brauchen Familienrichter die Endlich in Ihren Entscheidungen menschlich entscheiden und das bedeutet das die Schuldfrage auch wieder eine Rolle spielen muss.

    Es würde Menschenleben (gerade auch das von Kindern) gerettet werden.

    Leo Terbrack
  5. #114

    Briefmarkennarren

    Zitat von matthiasmas Beitrag anzeigen
    Ich wuerde mal sagen das der Forist nichts entscheiden wollte, sondern seine Meinung geaeussert hat.
    Ist Ihnen mit Ihren vielen Beitraegen sicherlich noch nie vorgekommen, oder...?
    Ist auch erstaunlich wieviel "Waffenspezialisten" sich an.....
    Ich erwarte korrekte Berichterstattung, erst recht, wenn man serioese Medien liest. Der SPIEGEL bzw. SPON gehoert im Grunde dazu.
    Eine Briefmarkennarr wuerde sich ebenfalls bei einer Berichterstattung pikieren, wenn eine Blaue Mauritius mit einer 2 Pence Briefmarke verwechselt wird oder ein Fussballnarr wuerde es ebenfalls nicht akzeptieren wollen, wenn in der Berichterstattung eines Fussballspiels der Freistoss mit einem Strafstoss verwechselt wuerde.
    Diese Verwechselungen sind nicht nur nervig, sie fuehren auch zu Missinterpretationen und falschen Schluessen.
  6. #115

    huch - gar keine Computerspiele diesmal...

    tja - schade nur für die Politik, dass diesmal offenbar keine gewaltverherrlichenden Computerspiele oder Videos etc. gefunden wurden. Man könnte glatt zu der Annahme kommen, dass es nicht an den Videospielen, sondern an den persönlichen Lebensumständen einer Person hängt, was sie tut. Doof - was macht man da jetzt bloß? Sowas wie Privatbesitz von Schusswaffen zu verbieten wäre ja total Zielführend - DAS geht nun wirklich nicht. Dann doch lieber wieder unnütze Verbote fortführen wie z.B. den Verkauf von Alkohol nach 22Uhr oder sowas -.-
  7. #116

    Es reicht!

    Zitat von amb1 Beitrag anzeigen
    und nicht reflexartig das Verbot von Waffenbesitz in privater Hand gefordert, obwohl, ich sah grad N24 Nachrichten, schon wieder penetrant der Besitz von 4 Waffen und im Zusammenhang mit Munition der Begriff....
    Wie gestört muß man eigentlich sein, um hier den klaren Zusammenhang zwischen legalem Waffenbesitz und den Folgen des Amoklaufs nicht zu erkennen.
    Oder welche physischen oder psychischen Störungen muß man haben, um derart krampfhaft an seinem vermeintlichen Recht auf Waffenbesitz festhalten zu wollen, damit man diese Störungen mit einer Waffe kompensieren kann?

    Waffen haben in privaten Haushalten nichts zu suchen! Ein "Sport" der außerhalb bestimmter Bereiche eh nicht betrieben werden darf, bedarf auch keines im Haushalt gelagerten Sportgeräts. Wie z.B. ein Weitspringer seine Sprunggrube nur auf dem Sportplatz vorfindet, muß es für einen Sportschützen ebenfalls ausreichend sein, seine Waffe + Munition am Schießstand in die Hand zu bekommen.

    Und wer meint nicht ohne zu können, dem sei der Gang zum Psychiater empfohlen.
  8. #117

    Sie verwechseln

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Da sind Sie etwas falsch informiert. Es kommt in der Schweiz immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen mit diesem Sturmgewehr. Trauriger Höhepunkt war ein Amoklauf in einem Schweizer Parlament.
    Und ein privater Besitz ist das auch nicht, das gehört der Armee.
    Sie verwechseln Besitz und Eigentum.
    Der Reservist ist der Besitzer der Waffe.
  9. #118

    Amoklauf in einem Schweizer Parlament

    Zitat von fiutare Beitrag anzeigen
    Da sind Sie etwas falsch informiert. Es kommt in der Schweiz immer wieder zu tödlichen Auseinandersetzungen mit diesem Sturmgewehr. Trauriger Höhepunkt war ein Amoklauf in einem Schweizer Parlament.
    Und ein privater Besitz ist das auch nicht, das gehört der Armee.
    Trotzden hat jeder sein Gewehr zu Hause, auch wenn es der Armee gehört.
    Das stimmt, ein Amoklauf in einem Schweizer Parlament!
    Vielleicht wird die Schweiz uns immer ähnlicher, auch in der Schweiz gibt es soziale Spannungen in der Gesellschaft und psychisch Kranke, doch nicht so viele Auffällige wie hier in Deutschland.
  10. #119

    Zustimmung!

    Zitat von asteinx Beitrag anzeigen
    @HeinrichHP
    Ich mag den Sportschützen Ihren Sport nicht nehmen. Aber Waffen haben ausserhalb der Halle/Platzes nichts zu suchen. Die Dinger sicher einlagern und gut.
    Die ganzen Zahlen die Sie nennen sind noch ein Grund zügig mit der Entwaffnung zu beginnen,- danke.
    Wer rumballern will, soll das tun, aber Waffen in Privathäusern? Nein danke.


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