Entschuldigung, aber wessen Perspektive beschreibt den
der Titel des Artikels? Ich nehme an, nicht jene der Autorin? Dann würde ich es kennzeichnen --> ""...
Ansonsten wäre es doch befremdlich...
DPATony Nicklinson wollte nicht mehr leben, er litt am Locked-In-Syndrom und stritt seit Jahren für sein Recht zu sterben. Zuletzt hatte es ihm der Oberste Gerichtshof in London verwehrt. Sechs Tage später ist er tot. Es ist das Ende eines Lebens, das er selbst als Alptraum beschrieb.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...851516,00.html
Entschuldigung, aber wessen Perspektive beschreibt den
der Titel des Artikels? Ich nehme an, nicht jene der Autorin? Dann würde ich es kennzeichnen --> ""...
Ansonsten wäre es doch befremdlich...
ich fand es in der schule schrecklich, als wir in religion das thema hatten und die lehrerin die meinung vertrat, dass man sterbehilfe nicht legalisieren brauche, weil wegen der ach so tollen medizin heute niemand mehr vor seinem tod leiden muesse. (palliativmedizin usw). diese haltung ist menschenverachtend wie auch dieser fall auf schockierende weisse zeigt. wie kann man nur so brutal sein, einem menschen, der so leidet, diesen wunsch ueber jahre zu verwehren. meiner meinung nach ist das auch nichts anderes als folter. jedenfalls ist es das unnoetige zufuegen von physischen und psychischen schmerzen und das ueber jahre. widerlich.
@Ziegenzüchter:
Ich seh das genau so! Wenn der Mensch ein Recht auf Leben hat, hat er genauso ein Recht auf Sterben! Und wenn bei einem Menschen keine Aussicht auf Besserung gegeben ist (was bei einem Locked-In-Syndrom definitiv der Fall ist), sollte jeder für sich selbst entscheiden können, dem ein Ende zu setzen! Dass er es am Ende nur durch seine Lungenentzündung und Nahrungsverweigerung geschafft hat, ist einfach nur traurig! Da würde es wesentlich humanere Möglichkeiten geben, wenn es legalisiert wäre.
Schrecklich, wie wenig es in unser christlich geprägten Gesellschaft respektiert wird, wenn jemand sich wünscht zu sterben.
Dabei wird der Entwicklung unserer Medizin keine Rechnung getragen. Auch Menschen mit schwersten Krankheiten werden jahrelang am Leben gehalten. Und ein Leben in der "Medizinmaschine" kann entwürdigend und wie im Gefängnis sein.
Besonders als Kassenpatient wartet man 4 Stunden auf einen Arzt, der einem nicht zuhört und im Vorbeigehen seinen Gerätepark gegen private Zuzahlung als notwendige Diagnosehilfe verordnet. Nachdem man weitere 2 Stunden gewartet hat bis man alle Geräte einmal benutzt hat, danach nochmal 5 Minuten mit dem Arzt, der dann eine Diagnose sagt, die er vorher schon im Vorbeigehen vermutete. Dann die Überweisung zum Facharzt, wo man die gleiche Tortur nochmal durchlebt.
Pflegedienste, die die Langzeitbehandlung sicherstellen, leiden unter starker Fluktuation und kommen zu festen Zeiten und haben kaum Zeit. Wenn da der Patient mal eingenässt ist, bleibt halt keine Zeit noch ein Frühstück zu machen, oder es wird gesagt die Pflegestufe deckt nicht das Anziehen frischer Sachen ab und der Patient bleibt in seiner Unwürde zurück.
Ich kann einen Menschen, der dauerhaft gepflegt werden muss sehr gut verstehen, wenn da nur noch der Wunsch ist, den anderen nicht mehr zur Last zu fallen und seiner eigenen Perspektivlosigkeit zu entgehen.
Was ich daran nicht verstehe ...
Tony Nicklinson konnte ja offenbar noch die Gesichtsmuskulatur kontrollieren, zumindest aber die Augen.
Und er konnte damit kommunizieren.
Warum konnte/durfte er nicht unter notarieller oder gar richterlicher Aufsicht den Auftrag geben, eine entsprechende Apparatur zu installieren die seinen Anweisungen gehorcht und ihn auf seinen eigenen Wunsch hin, zu einem von ihm bestimmten Zeitpunkt vom Leben zum Tode befördert?
Technisch sicher kein Problem.
Ist Beihilfe zum Selbstmord strafbar, insbesondere wenn der "Begünstigte" unfähig ist sich selbst zu beschaffen was er dafür benötigt und seine objektive Situation geeignet ist, sein Ansinnen nachzuvollziehen?
Welch unwürdiges und elendes Ende musste er beschreiten, Tod durch Nahrungs- und ich denke auch Medikamentenverweigerung.
Man hätte ihn auf seinen Wunsch hin auch gleich im Grand Canyon aussetzen können, der soll ja tödlich sein.
Es wäre wenigstens eine tolle Kulisse gewesen ...
Alles gute für Tony Nicklinson und alles gute für seine Lieben.
Unwürdig, was da geschehen mußte...
Und doch: Die Organ-Spende-Skandale zeigen, wie mafiös-beeinflußbar Menschen sein können - würde man das Gesetz ändern, wären beim nächsten Skandal wieder alle am Start...
Menschen sind Menschen...
Also die Artikelüberschrift ist ein bisschen verunglückt. Auf jemanden, der nicht weiß, worum es bei dem Fall geht, könnte es ein bisschen befremdlich wirken, dass man den Tod eines Menschen mit "Endlich" übertitelt. Aber ich kann die Intention des Autors nachvollziehen, auch wenn ein unzweideutigerer Titel angemessener gewesen wäre.
Im Prinzip kann ich verstehen, wenn Menschen, die unsagbare Qualen leiden, sterben wollen. Doch vorsichtig sollten wir auf alle Fälle sein, wie wir mit Sterbehilfe umgehen. Wenn es legal wird, werden sicher auch Menschen sterben wollen, die nicht ihrer Familie und ihren Freunden "zur Last" fallen wollen. Es kann Druck entstehen, doch endlich Schluss zu machen, kostet der Altenheimplatz die Kinder eventuell viel Geld. Und ich bin nicht der Meinung, dass wir ein Recht auf Sterben haben.
Schließe mich Klopsdrops voll an. Der Titel ist absolut respektlos und anmaßend. Wo bleibt die Menschenwürde. Den Tod eines anderen Menschen darf man sich nicht herbeisehnen. Selbst wenn jemand den eigenen Tod als einzige Lösung sieht, darf man als Außenstehenden diesen Tod nicht als Sieg feiern. Das gebührt vielleicht nur dem Toden selbst. Dem Rest bleibt die Trauer.