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Lloyd Blankfein: Goldman-Sachs-Boss räumt Mitschuld an Finanzkrise ein

Der Druck auf Goldman Sachs nimmt zu - jetzt lenkt der Chef der US-Investmentbank ein, zumindest ein bisschen: Lloyd Blankfein hat öffentlich eine Mitschuld seines Instituts an der Finanzkrise eingeräumt. Mit neuen internen Regeln will er die Börsenaufsicht nun gnädig stimmen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...692665,00.html
  1. #1

    Alles..

    bloss Theater. GS hat nichts Unrechtes getan, alles war regelkonform, zumal alle anderen Banken genau gleich geschäftet haben.
    Statt ein Exempel - das mittel bis langfristig keinem nutzen wird - sollten endlich weltweit striktere Regulierungen (insbesondere punkto Leverage) eingeführt werden!
  2. #2

    Der Schaden muß nur groß genug sein ...

    dann kann man sich alles erlauben und braucht keine Konsequenzen zu fürchten.
    Wenn das die neue Maxime der Welt ist, dann gute Nacht.
    Willkommen in der nächsten Krise - und wenn keine da ist, dann basteln wir uns eben eine neue.
  3. #3

    Augenwischerei

    Goldman Sachs hat doch nix verbrochen...die Regierung und vor allem die FED muessen doch zur Verantwortung gezogen werden. Beide sind fuer die Credit Expansion verantwortlich, genauso wie fuer die uberdruessige Darlehensvergabe ueber die halbstaatltichen Hypotheken-Instituten Fannie Mae und Freddie Mac... und die naechste Blase kommt bestimmt...
  4. #4

    immer diese Titel, na gut: RACHE!

    Zitat von Chiefli1 Beitrag anzeigen
    bloss Theater. GS hat nichts Unrechtes getan, alles war regelkonform, zumal alle anderen Banken genau gleich geschäftet haben.
    Statt ein Exempel - das mittel bis langfristig keinem nutzen wird - sollten endlich weltweit striktere Regulierungen (insbesondere punkto Leverage) eingeführt werden!
    Sollte GS nachweislich gegen Gesetze verstoßen haben, was ich nicht beurteilen kann, dann - aber natürlich nur dann - sollen sie auch nach dem Buchstaben des Gesetzes zur Rechenschaft gezogen werden. Und dann wäre ich auch dafür, ein Exempel zu statuieren, d.h. den Gesetzesrahmen voll auszuschöpfen.
    Striktere Regulierungen sind schon lange überfällig.
    Doch hier will ich kein entweder oder, sondern - wo immer möglich - ein sowohl als auch.
    Wer daran beteiligt ist, ganze Volkswirtschaften an den Rand des Abgrunds gebracht zu haben und die Krise dann auch wieder zur Gewinnmaximierung nutzt, verdient kein Pardon.
    Ich gebe auch gerne offen zu, dass ich es äußerst unbefriedigend finde, dass einige wenige so großen Schaden anrichten können und dann auch noch ungeschoren davonkommen sollen.
    Ich will "Blut" sehen!
  5. #5

    .

    Zitat von Schnibbl Beitrag anzeigen
    Goldman Sachs hat doch nix verbrochen...die Regierung und vor allem die FED muessen doch zur Verantwortung gezogen werden. Beide sind fuer die Credit Expansion verantwortlich, genauso wie fuer die uberdruessige Darlehensvergabe ueber die halbstaatltichen Hypotheken-Instituten Fannie Mae und Freddie Mac... und die naechste Blase kommt bestimmt...

    Eine Blase ist keine Anomalie auf dem Markt, es ist bloß eine Überladungsreaktion, was den Markt harmonisiert und ein neues Gleichgewicht schafft.
    Die Frage ob eine nächste Blase kommt? Bestimmt, jedoch denke ich nicht auf dem Real Estate Markt.
  6. #6

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Druck auf Goldman Sachs nimmt zu - jetzt lenkt der Chef der US-Investmentbank ein, zumindest ein bisschen: Lloyd Blankfein hat öffentlich eine Mitschuld seines Instituts an der Finanzkrise eingeräumt. Mit neuen internen Regeln will er die Börsenaufsicht nun gnädig stimmen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...692665,00.html
    Er kann es doch auch offen zugeben. Bestraft wird von diesen Idioten doch sowieso keiner. Aber hauptsache man sperrt Kleinunternehmer XY für 3 Jahre in den Knast wenn dieser 1,50 € an Steuern hinterzogen hat. Man muss im Bankwesen ganz klar regeln was illegal ist und was nicht. Es kann nicht sein, dass kleine illegale Spielhöllen geschlossen und die Teilnehmer bestraft werden während die BIG PLAYER das ganze legal als Spekulationen betreiben dürfen.
  7. #7

    Karten im Spiel?

    Zitat von Chiefli1 Beitrag anzeigen
    bloss Theater. GS hat nichts Unrechtes getan, alles war regelkonform, zumal alle anderen Banken genau gleich geschäftet haben.
    Statt ein Exempel - das mittel bis langfristig keinem nutzen wird - sollten endlich weltweit striktere Regulierungen (insbesondere punkto Leverage) eingeführt werden!
    Keine Ahnung welche Karten Sie im Spiel haben, aber ein Betrug, also eine Falschbehauptung zum Produkt bleibt ein Betrug. Ganz unabhängig ob Gebrauchtwagen oder Derivat. Wer dann noch nach Falschbehauptung zu Ungunsten des Kunden den Markt treibt um am Verlust zu verdienen, dem ist schon dieabolisches Verhalten anzulasten.
  8. #8

    OTC Geschäfte

    Goldman Sachs wird aus diesem Eklat mit einem blauen Auge, sprich einem außergerichtlichen Vergleich mit Schadenszahlung davonkommen. Warum?
    Weil niemand den real entstandenen Schaden valuieren kann. Das hat zwei Gründe:
    1. Derivate-Geschäfte sind, wie der Name schon sagt, von eigentlichen Wertpapieren abgeleitete, bzw. auf diesen fußende Finanztransaktionen, deren Cash Flow Regeln jedoch willkürlich (also nicht per regelmäßiger Dividenden- oder Kouponzahlung) festgelegt werden. Ein großer Teil dieser Geschäfte sind sog. Cash Flow Swaps bei denen nach einer vorher berechneten mathematischen Formel Zahlungsströme ausgetauscht werden. Diese, auf der zugrundeliegenden mathematischen Formel wertmäßig zu bewerten, ist sehr schwierig - bei der hier vorliegenden Kontstruktion des ABACUS schier unmöglich.
    2. Es gibt keinen Markt für solche Derivate-Produkte. Sie werden nicht an der Börse gehandelt, sonder OTC - over the counter - d.h. es gibt genau EINEN Käufer und EINEN Verkäufer, sprich EINEN Kaufs- und EINEN Verkaufspreis.
    Eine sinnvolle Preisfindung ist somit nicht möglich.

    Es wird im vorliegenden Fall letztendlich ein subjektiver Schadensbetrag ermittelt (wahrscheinlich wird der Mittelwert aus mehreren Gutachten genommen) und dieser Wert dann anteilmäßig vom Beklagten an die Kläger verteilt.
    Was mit dem Anteil geschieht, der letztendlich der IKB zugesprochen wird, bestimmt der hiesige Insolvenzverwalter.

    In diesem Sinne: Goldman Aktien kaufen!!! Oder besser: Call Optionen. Oder noch besser: Straddles - Calls kaufen und gleichzeitig Puts verkaufen. Nichts für schwache Nerven, aber die Gewinnaussichten sind gut.
  9. #9

    Der soll Zugriff auf seine Konten einräumen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Druck auf Goldman Sachs nimmt zu - jetzt lenkt der Chef der US-Investmentbank ein, zumindest ein bisschen: Lloyd Blankfein hat öffentlich eine Mitschuld seines Instituts an der Finanzkrise eingeräumt. Mit neuen internen Regeln will er die Börsenaufsicht nun gnädig stimmen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...692665,00.html
    Mir wäre es dann gleich sehr wichtig, dass er in logischer Konsequenz gleich den Zugriff auf seine Konten einräumen würde. Zum Zweck einer marginalen Schadensbehebung.

    Dass man sich die Hände waschen muss, wenn man mit solchen Gestalten zu tun hatte, wussten alle vorher.

    Einem arbeitlos gewordenen Menschen, der eine Familie durchbringen muss, ist mit seinem lächerlichen mea culpa kein bisschen geholfen.

    Daher hoffe ich inständig, dass der Mann durch die Mühlen der Justiz geht und es blankfeines Mehl gibt. Wenn jemand wegen Maultaschendiebstahl den Job verlieren kann, frage ich mich allerdings schon, wie das Strafmaß für Weltruinierung ausschauen mag...








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