DLRLkw haben eine ungünstige Aerodynamik. Deshalb verbrauchen sie viel Sprit und verschmutzen die Umwelt. Die Form der Brummis lässt sich aus wirtschaftlichen und gesetzlichen Gründen aber nur schwer ändern. Forscher versuchen nun, den Verbrauch der Laster zu senken - und bedienen sich im Motorsport.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...842514,00.html
interessante Thematik. Beim Lkw ist, im Gegensatz zum Pkw, noch viel Potenzial da. Allerdings bringen strömungsgünstige Formen immer eine Verringerung der Nutzlast mit sich, weswegen diese abgelehnt werden. Das Problem bei den heutigen Kastenformen ist bestimmt die riesige Unterdruckzone im Nachlauf. Bin gespannt, in wie weit man dort mit einem Diffusor Verbesserungen erreichen kann. Eine weitere Idee ist z.B. das Schließen der Lücke zwischen Zugmaschine und Auflieger mittels einer flexiblen Membran. Das könnte die Umströmung verbessern.
Das bezweifle ich, den Renningenieuren geht es um einen höheren Anpressdruck des Fahrzeugs. Diese wirkt sich nur sekundär auf die Geschwindigkeit aus, nämlich durch die Möglichkeit, höhere Kurvengeschwindigkeiten zu erreichen. Oder er sorgt für ein reifenschonenderes Auto/Fahren, was gerade in der aktuellen Formel 1 den Unterschied zwischen Platz eins und zehn ausmachen kann.Allerdings geht es den Renningenieuren mehr um höhere Geschwindigkeiten als um eine Verbrauchsreduzierung.
Es gibt genügend Studien und Prototypen die beweisen, dass weder Gesetze im Weg stehen, noch Nutzlasteinbussen das Problem sind - es geht alleine um "brand-recognition"! Diese Zugmaschinen würden dann alle, bis auf auflackierte Logos, weitestgehend identisch aussehen, wenn man davon ausgeht, dass kein Hersteller beim Verbrauch deutlich zurückfallen will, nur um seinem LKW ein besonderes Design zu verpassen.
Also gibt es ein stillschweigendes Abkommen der Hersteller, einfach weiterhin Ziegelmauern auf Rädern zu bauen und stattdessen mit Firlefanz-Optimierungen dem Kunden Fortschritt zu suggerieren.
Erst vor ein paar Monaten gabe es hierzu gleich zwei Artikel bei SPON. Und jetzt dieses...
...hat vor gefühlt 25 Jahren schon einen Mercedes-LKW mit neuer Front entwickelt, der den Verbrauch um rund 20-30% reduzieren half (Gelbes Fahrzeug auf http://www.darkroastedblend.com/2006/12/concept-truck-by-luigi-colani.html)
Auch hier waren Aufbauten unverändert zu übernehmen. Leider ist es wohl nie zu einer Serienfertigung gekommen...
... der "Diffusor" bei Regenwetter aus?
Wenn ich das Konzept richtig verstanden habe, dann klatscht noch mehr Schmodder auf die Windschutzscheibe von nachfolgenden Fahrzeugen ...
Die Zugmaschinen sind nur ein kleiner Teil des Problems. Das größte Problem bleiben die Anhänger und ihre Form.
Ich verstehe die Argumentation der "brand-recognition" auch nicht. Eine aerodynamisch optimierte Zugmaschine kann man doch besonders gut werbewirksam für die eigene Marke einsetzen. Ich finde eher, dass heutzutage alle gleich aussehen und man sich gerade durch aerodynamische Optimierungen von der grauen Masse absetzen könnte.
Mir geht dabei nicht aus dem Kopf, dass die Innenminister so einiger EU-Staaten bestimmt für diese Forschung ganz weit den Geldhahn aufdrehen würden, wenn man ihnen einen Nebeneffekt erklären würde: Unter solchen LKW können sich doch bestimmt nicht mehr so gut wie früher illegale Einwanderer aus Aftika und Asien verstecken, um von Patras oder Igoumenitsa aus mit dem Schiff nach Italien einzusickern.