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Liveticker: Auch Syriens Geheimdienstchef stirbt bei Anschlag

SPIEGEL ONLINEIn Syrien überschlagen sich die Ereignisse. Gerüchten aus Russland zufolge könnte Präsident Assad bald zurücktreten. Der Anschlag vom Mittwoch kostete ein weiteres hohes Regierungsmitglied das Leben. Der Flüchtlingsstrom hat dramatische Ausmaße angenommen. Verfolgen Sie das Geschehen im Liveticker.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...845482,00.html
  1. #1

    vorher nachher

    Zitat von glad07 Beitrag anzeigen
    Leider kann man von "Freien Wahlen und freier Meinungsaüßerung" nichts kaufen. Davor war Lybien vglw. ein sehr weit entwickeltes Land, mit kostenloser Bildung und Gesundheitssystem. Ich bezweifele stark dass Lybien in den nächsten 10 Jahren den selben Stand erreicht...
    nach dem krieg ging es deutschland materiell gesehen auch schlechter als vor dem krieg - kein wirklich brauchbares argument wenn man die überwindung einer diktatur als geschehen aussen läßt, als sei da nichts gewesen.

    wichtig ist, dass demokratische basics gelegt wurden, die den weg in eine zukunft in freiheit und selbstbestimmung ermöglichen.

    was die libyer daraus machen wird man sehen.
  2. #2

    ...

    Zitat von glad07 Beitrag anzeigen
    Leider kann man von "Freien Wahlen und freier Meinungsaüßerung" nichts kaufen. Davor war Lybien vglw. ein sehr weit entwickeltes Land, mit kostenloser Bildung und Gesundheitssystem. Ich bezweifele stark dass Lybien in den nächsten 10 Jahren den selben Stand erreicht...
    und nochmal: es heisst libyen.
    gaddhafis' libyen konnte sich nur auf grund seines ölreichtums und seiner geringen bevölkerungsdichte seine sozialen errungenschaften leisten. die raffinerien funktionieren zum grössten teil bereits wieder und die libyer haben liberal gewählt. warum alles immer schwarz sehen?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Syrien überschlagen sich die Ereignisse. Gerüchten aus Russland zufolge könnte Präsident Assad bald zurücktreten. Der Anschlag vom Mittwoch kostete ein weiteres hohes Regierungsmitglied das Leben. Der Flüchtlingsstrom hat dramatische Ausmaße angenommen. Verfolgen Sie das Geschehen im Liveticker.

    Liveticker zu Syrien: Geheimdienstchef nach Anschlag gestorben - SPIEGEL ONLINE
    Ich glaube, man sollte vorsichtig sein, wenn man den Syrienkonflikt in ein klassisches Gut-Böse-Schema einordnet. Assads Regime ist mörderisch, die Rebellen sind aber ebensowenig Heilige und Friedensstifter. Das Ausland sollte sich zurückhalten, wenn es darum geht sich auf eine Seite zu stellen. Die Syrer müssen ihren Weg selbst finden.
  4. #4

    optional

    Eine Schande ist das Verhalten der Russen, die im UN-Sicherheitsrat alles per Veto blockierten, was die Situation in Syrien für die Aufständischen hätte bessern können. Aber auch die Arabische Liga hätte viel mehr Druck auf die Herrscher in Damaskus machen müssen. Einfach nur traurig, wie die Weltpolitik hier versagt.
  5. #5

    Ddr

    Zitat von glad07 Beitrag anzeigen
    Leider kann man von "Freien Wahlen und freier Meinungsaüßerung" nichts kaufen. Davor war Lybien vglw. ein sehr weit entwickeltes Land, mit kostenloser Bildung und Gesundheitssystem. Ich bezweifele stark dass Lybien in den nächsten 10 Jahren den selben Stand erreicht...
    Die DDR hatte auch kostenlose Bildung und Gesundheitssystem. Und ist doch nur Geschichte...
  6. #6

    Stimme glad07 zu...

    Es bleibt noch abzuwarten, wie "gut" der Machtwechsel wirklich ist. Von befreundeten syrischen Christen weiß ich, dass deren Familien in Panik das Land verlassen bevor islamistisch motivierte Gruppen an die Macht kommen. Bisher konnten dort immerhin mehr als 3 verschiedene Religionsgruppen zusammenleben... es ist fraglich ob dem bald noch genau so ist. Ausserdem steht zur Frage wie besonnen die neue Regierung sein wird, wenn der Westen oder die USA nicht mehr den Finger darauf haben sollten.
  7. #7

    ...

    Es amüsiert mich zutiefst, wie Spiegel Online dieses Experiment bestreitet, ob man mit einem steten Fluss an reißerischen Meldungen eine Realität generieren kann, in der Assad im Prinzip bereits tot ist.
    Die Mittel sind hierbei vor allem die Formulierungen. Es ist fast nichts passiert, aber bei SpOn ist es alles ganz "dramatisch", irgendetwas passiere bestimmt "bald" oder "könnte", und wenn man genauer liest, steht da nichts Belastbares. Vor allem dieser eine Anschlag wird aufgebauscht, als gäbe es jetzt eine ganze Serie von Anschlägen auf Assads Regime. Es gab genau einen. Und an dem ist jetzt ein weiterer Mensch gestorben, was schlimm genug ist. Bei SpOn liest es sich wie ein nicht enden wollender Bombenhagel auf alles, was Assad nahesteht.
    Und wenn Assad dann nicht sofort im Fernsehen auftritt, spekuliert man halt über seinen Tod oder Aufenthaltsort. Und wenn er auftritt, dann tut er das natürlich "demonstrativ". So wie unsere Kanzlerin vermutlich auch immer demonstrativ vor die Kamera tritt, um ihr Ableben zu dementieren (was ja die Einführung von Euro-Bonds ermöglichen würde).

    Erinnert mich an diese gute Glosse: Der Postillon: Wikipedianer im Endkampf darum, wer Assads Todesdatum eintragen darf

    Komischerweise existiert diese Realität nur auf SpOn und bei BILD.
  8. #8

    schade, schade

    sehr schade ist das die menschen eine falsche Vorstellung von Demokratie haben. Wir dürfen alle paar Jahre irgendwo (bei welcher Partei ist eigentlich egal) Kreuzchen machen. Danach bestimmen die Reichen und die Lobbyverbände eh was gemacht wird.
  9. #9

    Ein von aussen gesteuerter Krieg

    War doch voraus zu sehen:

    Nach Informationen der Washington Post arbeitet die CIA seit einigen Wochen mit syrischen Oppositionellen zusammen. Vor allem, schreibt der Nahostspezialist David Ignatius, wolle man herausfinden, welche Rolle Al-Kaida in den Reihen der Opposition spielt. Hinter den Kulissen organisiert das Institute for Peace, ein Think-Tank in Washington, seit Jänner einen runden Tisch mit 45 syrischen Regimegegnern. Am Mittwoch machte Steven Heydemann, der Syrienexperte des Instituts, die Gesprächsserie erstmals publik. "Eine der höchsten Hürden", so Heydemann, "war die Unfähigkeit der Opposition, klar zu umreißen, was in Syrien passieren wird, wenn Assads Regime zusammengebrochen ist." (Frank Herrmann aus Washington /DER STANDARD, 20.7.2012)








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