Live-Schlagabtausch: Obama stellt sich den Republikanern

Die wiedererstarkten Republikaner machen Barack Obama das Leben schwer. Seine Rede zur Lage der Nation brachte keine Wende. Nun versucht es der Krisen-Präsident mit mehr Dialog: Bei einem überraschend offenen Gespräch mit Oppositionsabgeordneten warb er für seinen Kurs - noch ohne durchschlagenden Erfolg.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...674994,00.html
  1. #10

    nuja

    Obama hat sich der Aufgabe angenommen, ein kulturell zutiefst gespaltenes amerikanisches Volk wiederzuvereinigen. Er ist auch einer der wenigen, die die grundlegende Natur dieser Aufgabe begreifen, deshalb ist es so schwer für ihn, Verbündete auf der eigenen Seite zu finden. Die politischen Gegner sehen keinen Grund, mit ihm zusammenzuarbeiten. Mutmaßlich denken sie, dass die Zeit schon aus demographsichen Gründen für sie arbeitet, denn bibeltreue Christen setzen mehr Kinder in die Welt als die Libertins der demokratischen Partei. So hat Obama gegen die Vorstellungswelt einer Hizbollah oder eines Osama bin Laden auch im eigenen Lande zu kämpfen.
  2. #11

    Einer, der in so eine Schlacht zieht,

    sollte seine Truppen hinter sich wissen. Zahlreich und hochmotiviert.
    "Mir nach!" ruft er, der Held. Aber hinter ihm ist fast keiner mehr. Das konnte man kommen sehen. Amerika ist leider nicht mehr in der Lage, neuen, guten Idealen Tribut zu zollen!
    Obama kann keine Wunder vollbringen. Schon gar nicht alleine. Keiner kann das. So was geht nur im Film.
    Die Amis werden ihre schlechten Filme aus der Traumfabrik des Horrors und der Angst leider weiterleben wollen und müssen. Anstatt für Obama zu beten, bewerfen ihn bibeltreue Christen mit Dreck.
    Anstatt sich mit Armen zu solidarisieren, gibt es Allianzen derer, die ihren Götzen Mammon anbeten. Das ist alles andere als christlich! Es ist eine Schande!
  3. #12

    Oh - bama

    alles, was Obama jetzt macht und nichts mit Militärabzug zu tun hat, geht mir (sorry) am Popöchen vorbei.
    Der muß seinen Friedensnobelpreis verdienen, und zwar flott!
    Oder, er kann ihn unserer verunglückten Jeanne d´Arc schenken.
    Dann hat sie was für Mit-nach-hause-nehmen, damit ihr Gatte mal sieht, was sie so den ganzen Tag macht.
    H.
  4. #13

    Obama entwaffnend

    Es ist sehr ermuedend, immer und immer wieder zu erleben, dass Neugewaehlte selbst nach grossen Wahlerfolgen nach ca. 100 Tagen bis einem Jahr wieder zerhackstueckt werden - und wie sich in aller Regel eben jene Medien genuesslich daran beteiligen, die sich den Kandidaten vor so kurzem noch so sehnlich gewuenscht haben.

    Obama wird von den US-Medien klaeglich im Stich gelassen. So wie George Bush seinerzeit in skandaloeser Weise geschont wurde, und zwar ueber Jahre hinaus, so wird nun Obama im Regen stehen gelassen. Ein halbes Dutzend Impeachment-Gruende haben nicht gereicht, Bush oeffentlich hinzurichten. Und schon ein Jahr nach der "Wende" wird von denselben Unterlassungstaetern der Oeffentlichkeit so getan, als sei Obama in der Krise und als koenne er nicht liefern, was er so zauberhaft versprochen hatte. Dieser Medienhaufen stinkt genauso zum Himmel wie weite Teile der republikanischen Partei.

    Wer sich die Muehe gemacht und sich den Auftritt Obamas bei der GOP in voller Laenge angesehen hat, wird aus dem Staunen schwer herauskommen. Auch hier ist es mir wiederum ein Raetsel wie man das Wort Schlagabtausch auswaehlen kann. Obama's Auftritt war nichts weniger als entwaffnend, und von einer Intelligenz gesegnet, die jeden klar denkenden Menschen/Amerikaner/Journalisten jubeln lassen sollte. Ich habe mir waehrend dieser 66 Minuten vorzustellen versucht, wie ein GW Bush auf der gleichen Buehne (gut, vielleicht eher dann bei den Demokraten) dagestanden haette. Obama hatte selbst ein Thesenpapier eines GOP Abgeordneten zur Gesundheitsreform gelesen und konnte daraus den Kern des Vorschlags zitieren (und sich damit inhaltlich auseinandersetzen). Hat GW Bush jemals wenigstens seine eigenen Gesetzesvorschlaege gelesen?

    Man mag von Obama halten was man will. Als Politikerfigur ist er aus meiner Sicht allerdings ein Segen fuer die Welt. Welcher deutsche Politiker kommt mit einer auch nur halbwegs vergleichbaren intellektuellen Schaerfe daher? Wenn die USA Obama fallen lassen ist das fuer mich (nach der Wiederwahl Bushs in 2003/04) der letzte noch fehlende Beweis, dass diesem Land nicht zu helfen ist. Dann wuerde ich es nicht einmal mehr fuer ausgeschlossen halten, dass Palin eine Chance auf Nominierung und Wahl hat. Gute Nacht Amerika.
  5. #14

    Meine pessimistischen Erwartungen sind erfüllt.

    Zitat von RogueFive Beitrag anzeigen
    Immerhin, erst in Beitrag #4 wird mit dem Bashing begonnen. Wie haben Sie sich nur so lange zurückhalten können? Schade, daß Sie zum Thema nicht beitragen konnten.

    Und was die Kompetenz des deutschen Wahlvolks angeht: auch ein Schröder wurde trotz offensichtlichen Lügen wiedergewählt. Schon vergessen?
    Wie ein sehr guter Freund (angehender Doktor der Politikwissenschaften) schon vor langer Zeit und seither regelmäßig wieder meinte:

    "Die Welt besteht zu 75% aus Vollidioten, und die sind gleichmäßg verteilt.
    Die Monarchie hat die Idioten gewaltsam dumm gehalten, die Demokratie hat ihnen das erfrischende Recht zur Verfügung gestellt, dämliche Idioten bleiben zu dürfen. Davon macht fast jeder Amerikaner gebrauch...und die Deutschen freunden sich mit diesem Privileg so langsam auch an!"
  6. #15

    Erstaunlich

    Es ist erstaunlich wie mies sich Konservative verhalten. Da haben sie selbst den Schaden in Jahren angerichtet und werfen Obama mit Dreck zu. Man kann gar nicht genug Kotzen über diese Heuchler. Die sind so machtgeil, dass sie über Leichen gehen.
  7. #16

    Obama stellt sich den Republikanern

    An den Verhaeltnissen in dem finanziellen und moralischen Saustall in den Bush die USA verwandelt hat verdienen zu viele Leute gut. Den wirksam auszuraeumen kann Herrn Obama nicht gelingen. Wer immer fuer Frieden zwischen den Menschen eingetreten ist hat den Kampf gegen die Bellizisten verloren. Viele haben sogar ihr Leben dabei eingebuesst. Obamas Mut und Zuversicht sind bewundernswert.
  8. #17

    Tja was soll man da sagen.

    Die amerikanischen Wähler sind nicht zu verstehen. Die Republikaner haben denen doch erst die Suppe eingebrockt und jezt tun die alle so als wären sie die Heilsbringer. Das Problem ist, dass sie wahrscheinlich die Situation noch mehr verschlimmern und der Wähle merkt das nicht einmal.
    Und die Demokraten verhalten sich unlogisch und ein bischen so selbstzerstörerisch und intern zerstritten wie die SPD.
    Lieber keine Reform als irgendeine,kann nicht die Antwort sein. Keine Gesundheitsreform wäre die absolute Blamage für die Demokraten und dass schlimmste was den normalen und armen Menschen in den USA passieren kann, auch wenn diese es anscheinend nicht verstehen.
  9. #18

    Wer macht wem das Leben schwer?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die wiedererstarkten Republikaner machen Barack Obama das Leben schwer. Seine Rede zur Lage der Nation brachte keine Wende. Nun versucht es der Krisen-Präsident mit mehr Dialog: Bei einem überraschend offenen Gespräch mit Oppositionsabgeordneten warb er für seinen Kurs - noch ohne durchschlagenden Erfolg.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...674994,00.html
    Obwohl das dem Spiegelbericht nicht zu entnehmen ist, hat Obama den Republikanern kräftig die Leviten gelesen, was auch höchste Zeit wurde. Er hat die Republikaner bei jeder ihrer Fragen als bestenfalls eigennützig und meist als Lügner bloßgestellt.

    Ich glaube nicht, dass die Republikaner den Fehler machen werden, ihm noch einmal eine solche Gelegenheit zu geben. Sie wurden beschämend deklassiert.
  10. #19

    ...nicht so dumm wie amerikaner

    Zitat von sasma Beitrag anzeigen
    fragen sie mal 1000 bayern wie ihre hauptstadt heißt und wo sie liegt.
    Alle tausend hätten die richtige antwort