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Literaturnobelpreisträger Tranströmer: Jedes Wort*ein Schwergewicht

Er schrieb nur knapp 400 Seiten in 60 Jahren: Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer ist ein Meister der Reduktion, seine Texte entfalten größte Wirkung mit*geringsten Mitteln.*Der Literaturnobelpreis für ihn ist auch ein Signal gegen die groteske Überproduktion des Buchbetriebs.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...790322,00.html
  1. #1

    ...

    Ein Dichter. Schön.

    Mehr davon. Wer sein Leben der Lyrik widmet - dem zolle ich uneingeschränkte Bewunderung. Von der kann nämlich wirklich keiner leben. Dazu gehört tiefster Glaube an sich selbst.
  2. #2

    Wo bleibt das schwergewichtige Wort?

    Es wäre vom SPON aufmerksam gewesen, ein Beispiel aus dem Werk des diesjährigen Preisträgers vorzustellen, da dies bislang im Netz nicht vorgesehen ist.
  3. #3

    Krawehl! Krawehl!

    Sind nicht auch diese Zeilen von Tranströmer?

    Krawehl! Krawehl!
    Taubtrüber Ginst am Musenhain.
    Taubtrüber Hain am Musenginst.

    Auf jeden Fall hätte der Autor dieser Lyrik auch den Literatur-Nobelpreis verdient.

    Krawehl!
  4. #4

    Achtungszeichen

    Zitat von bartgesang Beitrag anzeigen
    Ein Dichter. Schön.

    Mehr davon. Wer sein Leben der Lyrik widmet - dem zolle ich uneingeschränkte Bewunderung. Von der kann nämlich wirklich keiner leben. Dazu gehört tiefster Glaube an sich selbst.
    "...und ein ganz besonderes Talent", möchte man hinzufügen.
    Schon Goethe bekannte, es sei wohl einfacher, hunderte Seiten vollzupinseln, als ein gedankliches Komprimat davon auf wenigen Zeilen zu verfassen.

    Dieses Verdinest aber gebührt guten Lyrikern, und die wenigen hier verwendeten Zitate des (auch für mich bislang unbekannten) Autors nähren zumindest die Hoffnung, er könnte diesen Preis verdient haben.

    Freilich ist damit natürlich noch lange nicht aus der Welt, wie stiefmütterlich sich die Stockholmer Juroren in mehr als 100 Jahren gerade Lyrikern gegenüber gezeigt haben. Andererseits ist es heutzutage schon ein Achtungszeichen, wenn ein Literaturpreis - wie im Artikel betont - mal nicht aus politischen Gründen verliehen wird!
  5. #5

    Was ist Literatur???

    ...niemand kennt die Autoren, ein "abgehobenes Gremium" entscheidet!!!
  6. #6

    ...

    Ich frage mich, wann jemals ein Schriftsteller den Literaturnobelpreis erhalten wird, mit dessen Werken Otto-Normalleser auch etwas anfangen kann? Dies scheint bei der Vergabes des Preises wohl eher ein Ausschlußkriterium zu sein.
  7. #7

    Exquisit

    Ach, die Hoffnung auf ein höchstes, umröcheltes und haderndes Wort: eine ganz exquisite Entscheidung.
  8. #8

    ...

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wann jemals ein Schriftsteller den Literaturnobelpreis erhalten wird, mit dessen Werken Otto-Normalleser auch etwas anfangen kann? Dies scheint bei der Vergabes des Preises wohl eher ein Ausschlußkriterium zu sein.
    Du sprichst mir "aus der Seele"
  9. #9

    .

    Zitat von Peter Werner Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, wann jemals ein Schriftsteller den Literaturnobelpreis erhalten wird, mit dessen Werken Otto-Normalleser auch etwas anfangen kann? Dies scheint bei der Vergabes des Preises wohl eher ein Ausschlußkriterium zu sein.
    Treffend erkannt. Aber den Sinn des Lesens schön zusammengefasst finden Sie (unter anderem) bei Hornby in der Einleitung zu seiner Kolumnensammlung "The Polysyllabic Spree": In der Hauptsache geht es nur darum, angenehm unterhalten zu werden. Egal ob Buch oder Gedicht oder die Sportseiten in der Bild, erlaubt ist, was gefällt. Und wenn das dem Nobelkommittee (Wenn der olle Nobel wüsste, was aus seinem Preis geworden ist, man mag sichs nicht ausmalen ;) ) nicht passt oder Möchtegern-Kritiker darüber die Nase rümpfen, zur Hölle mit denen. Solange ich manchmal leicht übernächtigt zur Arbeit erscheine, weil ich einfach das Buch nicht weglegen mochte, ist es mir völlig schnuppe, ob es durch das Auftauchen in Bestsellerlisten die Chance auf Adelung durch obskure Preise verspielt hat.








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