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Lissabon während der Krise: Filipe und das Wort mit F
Katharina FinkeSchlangen vorm Arbeitsamt, Trinkgelage auf der Straße: Filipe Duarte hat nur noch Augen für die triste Seite von Lissabon. Der arbeitslose Portugiese zeigt Touristen, was die Krise aus seinem Land gemacht hat, echauffiert sich - und bahnt sich zu Fuß seinen Weg in die Zukunft.
http://www.spiegel.de/reise/staedte/...-a-861592.html
- #1 17.10.2012 06:20 von
- #2 17.10.2012 06:42 von
Na bravo..........
von Euro 1200 auf 350. Haben wir schon hinter uns. Hinter den Portugiesen müssen ja phantastische Zeiten liegen. Jetzt kommt Melancholie auf, wenn man daran denkt. Und hoffentlich macht sich Flexibilität breit, wie hier im Bericht angedeutet wurde.
- #3 17.10.2012 07:46 von
Ganz schwierig...
Daß jemand 1200 Euro Arbeitslosengeld in Portugal erhält, ist schon an sich eine Ausnahme. Es gibt mehr als genug Leute, die nicht annähernd so viel Gehalt für eine Vollzeitstelle am Ende des Monats mit nach Hause nehmen. Es ist natürlich leicht, immer auf die Troika oder andere zu schimpfen. Fakt ist, daß die Lage Portugals sehr schwierig ist. Die meisten Probleme sind hausgemacht, und hängen auch mit der südländischen Mentalität zusammen.
Die Steuererhöhungen/Lohnkürzungen sind in der Tat brutal und treffen die Kleinsten am härtesten. Es gibt Menschen, die arbeiten für 500 Euro 6 Tage die Woche, wenn hier das Gehalt gekürzt wird ist das mehr als schmerzhaft. Arbeitsstellen sind knapp und schlecht bezahlt. Kein Wunder, daß viele, v.a. die gut gebildeten, das Land verlassen und woanders ihr Glück versuchen.
Es wird lange dauern, bis sich Portugal von dieser Krise erholt. Der tiefste Punkt ist noch immer nicht erreicht. Und ich bin leider froh, rechtzeitig von dort gegangen zu sein. - #4 17.10.2012 08:02 von
Irrtum , die Krise liegt noch vor Euch
Nach den tendenziösen Berichten in den deutschen Medien
und diesen typischen , falschen und überheblichen Kommentaren verzichte ich in Zukunft auf deutsche Produkte .
Mein alter Polo war bestimmt das letzte deutsche Auto das ich hier in Portugal gekauft habe und viele Europaere denken nicht anders. - #5 17.10.2012 08:17 von
- #6 17.10.2012 08:31 von
- #7 17.10.2012 09:01 von
Selbstkritik? Unbekannt!
Es ist schon bemerkenswert, wie wenig Selbstkritik bei den portugiesischen Forumsteilnehmern vorhanden ist. Warum hat es Portugal bisher versäumt, die eigenen Reichen effektiv zu besteuern? Warum wird für die Rüstung mehr ausgegeben wie in fast allen anderen EU-Staaten? Warum leben die meisten Ausländer steuerfrei in Portugal? Warum werden Beamte eingestellt statt entlassen? Warum hütet Portugal Goldreserven von 30 Milliarden Euro? Warum braucht jede Kleinstadt einen Autobahnanschluss?
Keiner geht wirklich auf diese Fragen ein. Die Zustände in Portugal werden nur beschönigt, das Ausland und speziell die Deutschen werden für die Misere beschuldigt.
Da die Portugiesen weitgehend katholisch sind, sollten sie den Grundsatz beherzigen: Nur wer seine Sünden gesteht, wird Vergebung erfahren. - #8 17.10.2012 09:03 von
- #9 17.10.2012 10:13 von
@abrigal
Superplan. Dann wird wohl VW die Fahrzeugproduktion in Portugal irgendwann stoppen. Am Besten nur noch portigiesische Produkte kaufen. Kleiner Pferdefuss: Portugal produziert eben nichts selber, sondern ist nur Billigwerkbank für die Industrienationen.
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