Es wäre schön, wenn Frau Wagenknecht unangenehme Wahrheiten aussprechen würde, macht sie aber nicht. Frau Wagenknecht poltert populistisch los und blendet unangenehme Fakten einfach aus. Das beste Beispiel ist Griechenland.
Lt. Frau Wagenknechts Theorie sind an der Griechenlandmisere zum einen die Banken und zum anderen die deutschen Arbeitgeber schuld, die durch ein hohes Maß and Produktivität die griechische Ökonomie an den Abgrund gebracht hat.
Dabei vergisst Fr. Wagenknecht, dass der griechische Staat freiwillig Kredite aufgenommen hat um so seinen Beamtenapperat zu finanzieren und auszubauen. Sie vergisst auch, dass die griechischen Gewerkschaften nach der Euroeinführung Lohnerhöhungen von bis zu 30% durchpressten, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Agrarstaates Griechenland bei weitem überstieg. Sie unterschlägt auch, dass viele der griechischen Großunternehmen in staatlicher Hand bzw. teilverstaatlicht sind und bis 2010 dann mehr Personalkosten als Umsatz erwirtschafteten. Was aber noch viel wichtiger ist, sie unterschlägt bei der Behauptung die deutschen Arbeitgeber seien schuld, dass GR keine Industriezweige besitzt, die mit den deutschen Exportgütern konkurrieren müssten.
Die Situation, die nun vorherrscht ist, dass niemand privates GR nun mehr Geld leihen möchte und GR nicht in der Lage ist und war einen positiven Haushalt vor Zinsen zu erwirtschaften, also bereits Kredite benötigt werden um neben Finanzverpflichtungen weitere laufende Ausgaben zu finanzieren. GR hat im Rahmen der niedrigen Zinsen durch den EUR seine Staatsverschuldung massiv aufgestockt und Fr. Wagenknechts Lösungsvorschlag ist es mit den Linksextremen die Staatswirtschaft weiter auszubauen und den Zins weiter abzusenken. Gleichzeitig wird die Schuld den Banken und Finanzdienstleistern zugesprochen, die nun auf eine Rückzahlung ihrer geliehenen Gelder warten, sprich auf die Erfüllung der Verträge. Sie vergisst auch, dass die Angabe der Zinssätze nur zum Teil auf die tatsächlich zu zahlenden Zinsen Auswirkungen hat und eigentlich die Differenz vom Börsenkurs zum Rückzahlungsbetrag beschreibt.
Bsp: Ich nehme bei Ihnen einen Kredit in Form eines Zero Bonds von 100 EUR mit einer Laufzeit von einen Jahr und einem Zins von 10%, dann muss ich Ihnen in einem Jahr einen Betrag von 110% zurückzahlen, vertraglich gesichert. Zero Bonds können in der Regel gehandelt werden. Sie sind nun nicht mehr davon überzeugt, dass ich das Geld auch wirklich zurückzahle und planen die Anleihe zu verkaufen und bekommen dafür 95 EUR. Die Zinsen dieser Anleihe sind von 10% auf 15,7% gestiegen, ohne das für dies für mich Auswirkungen hat.
Die Methoden der Wagenknecht sind Rattenfängermethoden, nichts weiter. Man hat ja einen Sündenbock, den Vertragspartner und wenn der nicht hilft, dann eben die Lohnpolitik in Bereichen, die überhaupt keinen Einfluss auf die griechische Wirtschaft haben (Btw: die starken Exportbranchen zahlen die höchsten Löhne und Gehälter in Dtl.)

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