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Linken-Parteitag: Offener Streit zwischen Gysi und Lafontaine

Getty ImagesDie zerstrittene Linke kämpft auf ihrem Parteitag erbittert um ihre Positionen - in Göttingen grenzt sich Fraktionschef Gysi deutlich von seinem langjährigen Weggefährten Lafontaine ab. Nur die Sorge vor einem Bruch eint die beiden noch.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836663,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke kämpft auf ihrem Parteitag erbittert um ihre Positionen - in Göttingen grenzt sich Fraktionschef Gysi deutlich von seinem langjährigen Weggefährten Lafontaine ab. Nur die Sorge vor einem Bruch eint die beiden noch.

    Linken-Parteitag in Göttingen: Streit zwischen Lafontaine und Gysi - SPIEGEL ONLINE
    Na SPON - immer noch nicht zufrieden ?
    Noch ein paar Artikel und die "Kommunisten" sind da wo ihr sie hinhaben wollt. Eigentlich ist das ja Aufgabe der Blödzeitung, aber wenn euer "Qualitätsjournalismus" sich davon nicht mehr abheben will sei es euch gegönnt.

    Übrigens - wo bleibt eine kritische Betrachtung des ESM ? DER ist nämlich gefährlich, nicht ein paar zerstrittene Sozialisten. Aber gelernt ist eben gelernt, der Beissreflex funktioniert beim Oskarchen eben besser.
  2. #2

    Ticker

    Es wächst nicht zusammen, was nicht zusammen gehört.
    SED/PDS passt nicht zu westdeutscher Linken.
    Nur mit Lafo & Gysi kaschierte sich das Grundproblem.
    Merkel-Gabriel-Steinmeier-Steinbrück gehen gestärkt aus Göttinger Parteitag hervor.
  3. #3

    ewig wird das Rad neu erfunden

    Das hatten die "grünen" auch durchgemacht, gelernt hat anscheinend niemand daraus und wird es nicht tun.
    Bei der Linken ist aber nicht nur West gegen Ost sondern auch Männlein gegen Weiblich, dumm gegen schlau usw. Eine richtige Einheitsuhrsuppe in der bestimmt 3 Parteien Platz fänden.
    Da wird sich auch nichts formen oder raus schälen sondern abschaffen und untergehen. Bitte macht doch was Ihr wollt!. Ich wähle Piraten bis die das gleiche Schicksal trifft.
  4. #4

    Zerstritten?

    Habe beide Reden zweimal gehört. Sie gingen in einigen wenigen Punkten kritisch miteinander um. Das tut man so unter echten Freunden. Jemand, der nur ja und Amen zu dem sagt, was ich tue, ist kein Freund oder in diesem Fall besser gesagt "Genosse". Beide wollen das gleiche Ziel erreichen, und darum geht es.
  5. #5

    Zerstritten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke kämpft auf ihrem Parteitag erbittert um ihre Positionen - in Göttingen grenzt sich Fraktionschef Gysi deutlich von seinem langjährigen Weggefährten Lafontaine ab. Nur die Sorge vor einem Bruch eint die beiden noch.

    Linken-Parteitag in Göttingen: Streit zwischen Lafontaine und Gysi - SPIEGEL ONLINE
    Die beiden Reden von den führenden Kräften Gregor und Oskar haben es sehr deutlich gezeigt, das es zur Zeit nur um Befindlichkeiten der Personen geht und nicht mehr um die Politik.
    Man findet eben nicht zusammen, das schlimme daran ist, dass man unter sich nicht genug auseinanderstreitet, sondern immer die Öffentlichkeit sucht und das schadet jede Partei selbst.
    Man sieht zu wenig Gemeinsamkeiten, sonder jede Gruppe will nur seinen Kopf durchsetzen und das kann nur zur Spaltung beitragen.
    Wenn sich die führende Kräfte nicht einer Solidarität innerhalb der eigenen Partei erinnern, wie wollen sie dann in der Gesellschaft wirken können.
    Aber das Problem der Linken kennen doch alle andere Parteien auch und das konnten und können wir ständig von ihnen erfahren.
    Wer nur Unterhaltung für die Medien liefert, der macht sich zum Hampelmann der Medien und seiner Gegener.
    Ich bin mal gespann wie da die Linken wieder herauskommen wollen.
    Es ist doch schon gleichgültig wer den Parteivorsitzenden abgeben wird, wenn sie nicht zusammenstehen, dann werden sie kurz oder lang untergehen, aber ob das die führenden Personen schon begriffen haben?
    HR
  6. #6

    jaja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die zerstrittene Linke kämpft auf ihrem Parteitag erbittert um ihre Positionen - in Göttingen grenzt sich Fraktionschef Gysi deutlich von seinem langjährigen Weggefährten Lafontaine ab. Nur die Sorge vor einem Bruch eint die beiden noch.

    Linken-Parteitag in Göttingen: Streit zwischen Lafontaine und Gysi - SPIEGEL ONLINE
    .......

    Abgesehen davon, daß Linke sich stets durch Zerstreitereien hervortaten, siehe die Weimarer Republik, hat Lafontaine nur Unruhe in eine zuvor saturierte PDS getragen. Er wollte sich ja auch nur an der SPD rächen und dabei natürlich den Napoleon geben.
    Damit steht die Linke nun natürlich vor einer Zerreißprobe, die allerdings auch eine Chance werden kann, wenn nämlich jene, die in der Lage und willens sind, Solidarität mit einem gemeinsamen Programm zu üben, sich zusammentun und wirklich und nachdrücklich ihren Weg gehen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #7

    Die Linke schafft sich ab

    und das ist gut so. Nicht, dass Deutschland die Linke nicht brauchte, ganz im Gegenteil.

    Eine pragmatische Linke, die wie CDU/CSU,FDP, Grüne, SPD Politik nicht auf dem Boden des Grundgesetz will, ist so verfassungsfeindlich und überflüssig, wie die vorgenannten Parteien.

    Überall in der westlichen Welt formieren sich die Piraten, mit neuen Konzepten und zeitgemässen Ansätzen. In übernationalen Konzepten mit regionalen Steuerungen liegt die Hoffnung.
  8. #8

    34567890

    Zitat von janeinistrichtig Beitrag anzeigen
    Es wächst nicht zusammen, was nicht zusammen gehört.
    SED/PDS passt nicht zu westdeutscher Linken.
    .......................................
    Warum nicht spalten? Die Linken sollten doch ihre eigene Geschichte kennen, ohne das Schisma der RKP von 1903 keine Oktoberrevolution.

    Im Kern gibt es eine Trennungslinie im "linken" Lager. Revolution oder Evolution, ganz einfach. Daraus ergibt sich eben auch Regieren vs. Fundamentalopposition usw. Das Problem ist, daß die Trennungslinie zwischen SPD und "die Linke" eben nicht mit dieser ideologischen Grundfrage identisch ist, sondern die Linie quer durch die LINKE verläuft.
    Und das ist paradoxerweise primär die Schuld der SPD. Die hatte vor 20 Jahren sich gegen die Aufnahme ehemaliger SED-Mitglieder gesperrt.
    Sie hatte dabei verkannt, daß das die Betonköpfe da gar nicht rein wollten und die extremen Opportunisten sich lieber gleich ganz anderen anpassten. Es blieb eine ziemliche Zahl von Leuten übrig, die in ihren Anschauungen eher sozialdemokratisch waren, die DDR hatte eben auch einen Mittelbau von Pragmatikern, nur mit Typen vom Schlage Hager hätten die ihren ersten Vierjahresplan nicht überlebt.

    Dieser Fehler fällt denen jetzt auf die Füße, es wäre Zeit ihn zu korrigieren. Vermutlich aber nicht einfach, besonders nicht für die SPD, die sich ohne Not mit ihrer neueren Geschichte auseinandersetzen müsste. Warum eigentlich keine neue USPD? Immer noch besser als das Trauerstück, was da aufgeführt wird.
  9. #9

    Die Linke

    war ein Hoffnungsschimmer für viele linksliberale. Es zeigt sich immer mehr, dass die Partei diese Erwartungen nicht erfüllen kann. Wer sich bei der heutigen SPD anbietert, kann sich nicht ernsthaft als Linker bezeichnen. Und ja, es ist richtig, wer den Weg zum Kommunismus sucht, darf sich nicht liberal nennen. Das Problem ist nur, dass es nach diesem Parteitag keine Partei mehr gibt, die ein liberaler Linker wählen könnte. Selbst nicht unter der Maxime wenigstens das kleinere Übel zu wählen. Ein Liberaler möchte weder Freiheit statt Sozialismus noch Sozialismus statt Freiheit. Freiheit ohne Sozialismus ist Kapitalismus. Sozialismus ohne Freiheit ist Kommunismus. Ein links Liberaler möchte Freiheit und Sozialismus. Eine Freiheit, die auch die Interessen von Minderheiten berücksichtigt. Nachdem inzwischen alle Parteien in der Mitte angekommen sind, die Linke nach Linksaußen driftet, brauchen wir in Deutschland eine links liberale Partei, die eine Bevormundung durch den Staat bei Unternehmen genauso ablehnt wie bei Bürgern. Verstaatlichungen von Unternehmen entspringen der gleichen Geisteshaltung wie die Hartz Gesetze. Ein gesetzlicher Mindestlohn ist genauso falsch wie der Zwang jede Arbeit für jeden Lohn annehmen zu müssen. Ein liberaler Staat braucht beides nicht.


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