Er raste mit seinem Auto auf vermummte Antifa-Aktivisten zu und verletzte einen von ihnen schwer: Vor dem Landgericht Freiburg ist ein 29-jähriger Neonazi vom Vorwurf des versuchten Totschlags freigesprochen worden. Der Mann habe in Notwehr gehandelt, so die Richterin.
Freiburg: Neonazi nach Parkplatz-Attacke freigesprochen - SPIEGEL ONLINE
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in den kommenden Katastrophen der kapitalistischen
Ordnung, braucht es wie in den Zwanzigern die SA, auch heute wieder
allerlei Lumpenproletariat, die die Drecksarbeit für Ihre Herrn erledigen.
Der Frau Richterin muss man insofern zubilligen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und sicher steht Ihr eine große Zukunft bevor.
Dieses Urteil findet wohl kaum jemand befriedigend. Ich behaupte mal das Bauchgefühl aller, die den Tatvorgang kennen, ist wohl, dass dies eher ein gezielter Angriff war. Entweder war es kühl berechnend oder auch weil ihm ne Sicherung durchgebrannt ist.
Doch manchmal muss man in einem Rechtsstaat jemanden aus Mangel an Beweisen freisprechen auch wenn man kaum glauben kann, dass er diese schreckliche Tat nicht mit Absicht begangen hat.
Ich bin jedenfalls froh, dass es "in dubio pro reo" gibt und nehme deswegen Zähneknirschend in kauf, dass manchmal auch die schlimmsten Verbrecher wieder auf freien Fuß kommen. Ein Rechtssystem ohne diesen Grundsatz wäre desaströs.
panisch, verwirrt, aber geziehlt zum beispiel auf eine gruppe polizisten, mal sehen, was dann passiert. im zweifel dann auch für den angeklagten, dann wird es angriff mit einer tödlichen waffe. neben haft , schadenersatz, schmerzensgeld usw. bin ich dann garantiert den führerschein auf lebenszeit los.
die richterin ist tüchtig blind auf einem auge
Nur weil jemand ein bekennender Neo-Nazi ist, heisst das nicht, dass er auch wirklich "hart" ist.
Wenn ich mir vorstelle, allein in meinem Wagen zu sitzen und plötzlich rennt eine Gruppe, mir gegenüber offensichtlich aggressiv eingestellter Männer auf mich zu...
Vorher oder nachher einen auf cool zu machen, ist immer leicht. Das schließt aber nicht aus, dass er in dem Moment nicht wirklich in Panik gehandelt hat.
Das Recht, sich in einer solchen Situation zu verteidigen, steht jedem zu. Insofern verstehe ich das Urteil und die Begründung.
Für mich stellt sich zuerst die Frage, wieso laufen vermummte Linke auf das Auto zu und haltet eine Sprühdose Reizgas in der Hand?
Was hatten die Linken dort verloren? Warum waren sie vermummt? Wollten sie den Fahrer angreifen? Die letzte Frage lässt sich eigentlich relativ leicht beurteilen, wenn man die Vermummung und das Reizgas betrachtet.
Das ein Mensch in einer Bedrohungssituation nicht ganz rational handelt, wird wohl keinen verwundern. Wenn man als Angreifer eine solche Situation erzeugt und bei der Flucht verletzt wird, hat man sein Schicksal sich selbst zuzuschreiben.