Forum


 

Linke-Parteivize im Interview: Wagenknecht schließt Doppelspitze mit Lafontaine aus

dapdSie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht, warum die Linke ihrer Meinung nach nicht am Ende ist - und spricht über ihr Leben mit Oskar Lafontaine.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830269,00.html
  1. #80

    Die kann das!

    Nach dem drögen Führungsduo Lösch/Ernst, das für den erkennbaren Niedergang der Linken verantwortlich ist, wäre SW als neue Parteivorsitzende ein gelungener Neuanfang, um dieser Partei bundesweit dauerhaft mindestens 10% der Wählerstimmen zu sichern.

    Diese intelligente, clevere, rhetorisch gewandte, glaubhafte Frau hat alle Qualitäten, die man braucht, um die wichtige, notwendige, unverzichtbare linke Partei in allen deutschen Parlamenten zu etablieren.

    Die sog. "Kleinen Leute", die Armen, Ausgebeuteten, Benachteiligten unseres Landes können sich freuen, dass es Menschen wie S. Wagenknecht gibt, die sich dem mainstream der immer gleichen Politikerphrasen mit guten, treffenden Argumenten entgegen stemmen.
    Deshalb: Sahra, weiter so, wir brauchen Leute wie Dich, Oskar kann als Nummer Zwei auch weiterhin mitmischen.
  2. #81

    Preisfrage.

    Zitat von polyphemos Beitrag anzeigen
    ...
    Und heute wird das alles in den Dreck getreten von einer kleinen Schar schwer Geistesgestörter und den von ihnen verführten und verblödeten Massen.
    Ein wenig drastisch, aber besser kann man es kaum auf den Punkt bringen. Hier eine ausführliche und etwas gemäßigte Darstellung Ihrer Ausführungen. Von wem wohl?
    Gastbeitrag: Vom Tod europäischer Werte - Feuilleton - FAZ
  3. #82

    Zweiter Punkt zum Nachdenken:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht, warum die Linke ihrer Meinung nach nicht am Ende ist - und spricht über ihr Leben mit Oskar Lafontaine.

    Sahra Wagenknecht im Interview über die Linke und Oskar Lafontaine - SPIEGEL ONLINE
    Jede Firma im real existierenden Kapitalismus strebt danach, immer größer zu werden ("Wachstum!"), immer mehr Menschen von sich abhängig zu machen, ein Monopol zu erringen.
    Wie - bitte schön - lässt sich ein Monopol mit einer MARKTwirtschaft vereinbaren??? Die wir doch angeblich haben!
    Wie - verdammt nochmal! - lässt sich ein Monopol mit DEMOkratie vereinbaren? Worüber soll denn das VOLK noch herrschen, wenn es für alle Lebensbereiche weltweit nur noch ein paar Monopolisten gibt?
    Solche Fragen haben mit "Ideologie" nicht das geringste zu tun, aber viel mit der Fähigkeit und dem Willen, seinen eigenen Verstand zu benutzen und nicht besinnungslos irgendeinen Unsinn nachzubrabbeln.
  4. #83

    Durchdrungen vom neoliberalen Unsinn...

    Zitat von suwarin Beitrag anzeigen
    Tja, da gibt es noch soetwas, das nennt sich direkte Besteuerung (böse Zungen sprechen von Diebstahl), z. B. durch die Einkommenssteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Grundsteuer.
    Wer mehr hat zahlt auch mehr, oder sind Sie schon so durchdrungen vom roten Unsinn, dass Sie das nicht sehen wollen?
    Einkommenssteuern werden unter Lohnsteuern zusammengefasst, die von allen Beschäftigten erbracht werden, und machen da nur etwas mehr als ein Drittel von 131 Mrd. Euro aus. Ihre Körperschaftssteuern, Gewerbesteuern, Grundsteuern und sonstigen Steuern, die Vermögende betreffen, machen den Kohl nicht fett, um mit den Umsatzsteuern heutzutage zu konkurrieren.



    Zitat von suwarin Beitrag anzeigen
    Darauf würde ich gerne eingehen, aber als Antwort, auf meine These ist es einfach substanzlos. Aber zu Europa: Wie würden Sie denn die Krise lösen? Mehr Geld drucken? Auch der Hauptschüler wird begreifen, dass das bedrucken von Gelscheinen mit hübschen Zahlen und Bildern keinen Mehrwert schafft. Aus dieser Krise gibt es kein Entkommen, die Schulden wurden im Rausch gemacht und müssen jetzt abgehungert werden. Das ist nicht schön, aber jedes Konjunkturpaket wird die Krise nur hinauszögern und die zu platzende Blase weiter vergrößern.
    Die Linke sagt doch ganz konkret, was sie will. Nicht mehr Geld drucken, sondern gerechter besteuern. Wenn heute die Vermögensten, also die 10% der Spitze sich so arm rechnen dürfen, dass sie auf ein Steueraufkommen von 34% kommen, dann sagt mir das, dass diese nicht ihren auferlegten Steuern nachkommen. Und schlecht geht es unseren Vermögenden bei Betrachtung der Vermögensanstiege ja eben nicht. Das dürfte selbst ein Hauptschüler einsehen.



    Zitat von suwarin Beitrag anzeigen
    Also hat auch die Spitzenkandidatin der Linken in NRW keine Ahnung von selbiger? Die Verstaatlichung war ihre Idee und Sie wollen mir doch wohl nicht erklären, dass diese in der DDR oder sonstwo funktioniert hätte?
    Es geht um die Rückführung privatisierten Tafelsilbers in die Hand des Staates, weil, gerade im Energiebereich, dieses Tafelsilber nicht zu mehr Wettbewerb und günstigeren Konditionen für den Bürger oder Schuldentilgung geführt hat, sondern zu Monopolbildungen und individueller Bereicherung. Es ist dann schon erstaunlich, dass man dies standhaft verneint, wenn man am Ende des Jahres immerhin einen Anbieter findet, der mit seinen Forderungen auf dem Niveau des Vorjahres herumdümpelt und dies als Wettbewerb eines Scheinmarktes ansieht.



    Zitat von suwarin Beitrag anzeigen
    Warum wüssten Sie was davon? Arbeiten Sie im Finanzamt, oder wie?
    Man muss nicht im Finanzamt arbeiten, sondern es reicht einfachste Logik, die Ihres vielbeschworenen Hauptschülers zum Beispiel, um zu wissen, dass die eh vermögensarme bis -lose unteren zwei Drittel der Gesellschaft eh nichts haben, was man hinterziehen könnte. Hier herrscht eher Schwarzarbeit vor. Steuerhinterzieher ist ein Sport für die Reichen, also die oberen drei Dezile der Gesellschaft.
  5. #84

    Zitat von doytom Beitrag anzeigen
    Mit altbackenen Sprüchen von sozialer Gerechtigkeit und dem archaischen Weltbild Malocher- und Arbeitslosenheer gegen Bosse und Spekulanten hat die Linke bewiesen wie weltfremd diese Partei gegenüber der heutigen Weltlage geworden ist. (...)
    Wenn ich mir die weltweite, durch den Kapitalismus verursachte Umweltkatastrophe und Armut ansehe und auf der anderen Seite den obszönen Reichtum weniger wahrnehme, dann bin ich mir nicht mehr sicher, ob das Marx'sche Weltbild wirklich altbacken ist.

    Wenn die Ölvorräte sich weiter verknappen und das Goldene Zeitalter unseres Wirtschaftssystem zu ende geht, dann werden wir eine neue Welt erleben, in der statt Milch und Honig wieder Blut und Tränen fließen.
  6. #85

    Jammerschade

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht ...
    dass wirklich linke Positionen in D nicht richtig vertreten sind.
    Die Linke Partei hat zwei Probleme. Das eine ist ein Personalproblem, denn wenn Lafo und Gysi weg sind, broeselt das Ganze auseinander. Das andere ist das Problem des realen sozialistischen Erbes. Solange ehemalige Stasi Mitarbeiter Positionen der Linken vertreten, sind diese linken Positionen korrumpiert.
  7. #86

    Hallo HJK43!

    Ersteinmal, ,,Durchdrungen vom neoliberalen Müll" nehme ich Ihnen übel. Andere Ansichten sind nicht automatisch Müll und überdies ist neoliberal kein Schimpfwort. Es ist die Rückbesinnung auf den freien Markt, nach dem Protektionismus und dem Totalitarismus des frühen 20. Jahrhunderts, aber zurück zu unserer Auseinandersetzung.

    Zitat von HJK42 Beitrag anzeigen
    Einkommenssteuern werden unter Lohnsteuern zusammengefasst, die von allen Beschäftigten erbracht werden, und machen da nur etwas mehr als ein Drittel von 131 Mrd. Euro aus. Ihre Körperschaftssteuern, Gewerbesteuern, Grundsteuern und sonstigen Steuern, die Vermögende betreffen, machen den Kohl nicht fett, um mit den Umsatzsteuern heutzutage zu konkurrieren.
    Ach so, und die Umsatzsteuer wird also nur von den Arbeitern erbracht, geben Sie mir mal eine genaue Aufschlüsselung wer welche Steuer in welchem Umfang erbringt, dann reden wir weiter.

    Zitat von HJK42 Beitrag anzeigen
    Die Linke sagt doch ganz konkret, was sie will. Nicht mehr Geld drucken, sondern gerechter besteuern. Wenn heute die Vermögensten, also die 10% der Spitze sich so arm rechnen dürfen, dass sie auf ein Steueraufkommen von 34% kommen, dann sagt mir das, dass diese nicht ihren auferlegten Steuern nachkommen. Und schlecht geht es unseren Vermögenden bei Betrachtung der Vermögensanstiege ja eben nicht. Das dürfte selbst ein Hauptschüler einsehen.
    Um mich zu wiederholen, die durchschnittliche Steuerbelastung liegt bei über 50%, die Quelle habe ich bereits angegeben. (Liefern Sie doch auch ein paar.)
    Wir haben bereits eine der höchsten Belastungen der Privaten durch den Staat weltweit, das wollen Sie ernsthaft noch erhöhen?

    Zitat von HJK42 Beitrag anzeigen
    Es geht um die Rückführung privatisierten Tafelsilbers in die Hand des Staates, weil, gerade im Energiebereich, dieses Tafelsilber nicht zu mehr Wettbewerb und günstigeren Konditionen für den Bürger oder Schuldentilgung geführt hat, sondern zu Monopolbildungen und individueller Bereicherung. Es ist dann schon erstaunlich, dass man dies standhaft verneint, wenn man am Ende des Jahres immerhin einen Anbieter findet, der mit seinen Forderungen auf dem Niveau des Vorjahres herumdümpelt und dies als Wettbewerb eines Scheinmarktes ansieht.
    Wann war der Energiebereich bitte verstaatlicht in der BRD?
    Und die Mineralölkonzerne auch? (von der NRW-Linken gefordert)
    Und wie wundervoll Staatsbetriebe arbeiten, sehen wir ja an den Öffentlich-Rechtlichen und den Landesbanken. Nicht zu vergessen, wie zufrieden alle mit dem defacto verstaatlichten Gesundheitssektor sind.

    Zitat von HJK42 Beitrag anzeigen
    Man muss nicht im Finanzamt arbeiten, sondern es reicht einfachste Logik, die Ihres vielbeschworenen Hauptschülers zum Beispiel, um zu wissen, dass die eh vermögensarme bis -lose unteren zwei Drittel der Gesellschaft eh nichts haben, was man hinterziehen könnte. Hier herrscht eher Schwarzarbeit vor. Steuerhinterzieher ist ein Sport für die Reichen, also die oberen drei Dezile der Gesellschaft.
    Schwarzarbeit ist Steuerhinterziehung, tun Sie mal nicht so, als wäre dies ein Kavaliersdelikt. Übrigens kommt der Hauptschüler von meinem Vorredner Garfield, nicht von mir.

    Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit entscheiden. So hören sich die Forderungen der Sozis gegenüber Besserverdienern häufig an.
  8. #87

    Verzeihung,

    Sie sprachen von Unsinn, nicht von Müll. Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass sie qualifiziert sind, wirtschaftliche Denkschulen nach Ihrem Gutdünken als Unsinn zu diffamieren.
  9. #88

    Systemkonkurrenz, dass ich nicht lache ! !

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    .
    war eine Antwort auf die Systemkonkurrenz des kalten Krieges.Mit dem Fall der Mauer, kam der sozialen Marktwirtschaft die Geschäftsgrundlage abhanden. Heute ist dieses Wort nur noch Propaganda und hat mit der Realität nichts mehr zu tun.
    Konnte denn die "DDR"-Planwirtschaft denn je ernsthaft mit der
    sozialen Marktwirtschaft konkurrieren ?
  10. #89

    Oskar und Lebensleistung

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Na so was. Dem typischen Linkswähler würde so eine Doppelspitze bestehend aus einem Pärchen doch sicher gefallen. Im guten alten Kommunismus ist das doch so. Also das man aufgrund von familiären Banden und weniger aufgrund von Leistung an die Spitze kommt.
    Herr Lafontaine ist gelernter Diplom Physiker.
    Er war in den Siebzigern OB in Saarbrücken, danach Landtag,
    dann 10 Jahre MP in Saarbrücken, dann Bundesvorsitzender mit
    Kanzlerkandidatur, zur selben Zeit Attentat mit Messer und Halsstich,
    dann Bundesfinanzminister, dann MdB, dann Bundesvorsitzender der Linken, dann bis heute mit fast 70 Jahren Fraktionsvorsitzender
    der Linken im saarländischen Landtag.

    Vor dieser Lebensleistung verbeuge ich mich.
    Lesen Sie doch einmal eins der Bücher dieser mit einander
    lebenden 2 Personen.








TOP



TOP