dapdSie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht, warum die Linke ihrer Meinung nach nicht am Ende ist - und spricht über ihr Leben mit Oskar Lafontaine.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830269,00.html
Wenn es eine wirkliche Leistungsgesellschaft gäbe, hätten aber auch die Erben keinen Anspruch darauf, leistungslos weiterhin zu diesen 10 Prozent zu gehören.
Das ist ja das Üble an der Mär vom Aufstieg durch Leistung: Das Meiste ist per Geburt schon verteilt. Tendenz immer weiter steigend.
Sie begehen leider den elementaren Fehler die soziale Marktwirtschaft mit dem Kapitalismus gleichzusetzen. Das ist generell strittig und daher eher falsch als richtig. Zumindest nach neuester Forschung besteht kein Zusammenhang zwischen der Marktwirtschaft und dem Kapitalismus, da es sich bei diesen um zwei Paar unterschiedliche Schuhe handelt. Natürlich können Sie diese Elemente verbinden und dann haben sie das Gebilde, was wir gerade anstreben, aber das ust dann, wie jetzt schon, keine soziale Marktwirtschaft mehr und die ist im GG verankert.
Ich habe den Eindruck, dass der Kapitalismus gerade fleißig dabei ist, ihn beim marktradikalen Gesellschaftsraubbau als Kollateralschaden zu produzieren. (Ob das als gewaltfrei zu bezeichnen ist, ist vermutlich Ansichtssache)
Der Kapitalismus beweist gerade eindrucksvoll, dass auch er durchaus effektiv den Mangel verteilen kann, der zurück bleibt, wenn die Funktionäre ihre Gier befriedigt haben.
Siehe oben. Ansonsten ist ein gewisser Eigennutz sicher nichts schlechtes, aber wenn die daraus animalische Gier als gesellschaftliches Leitmotiv wird, dann hat sich eine überdosierte Medizin in Gift verwandelt.
Der Skandal ist es, dass die sogenannten Sozialdemokraten unter Schröder durch Deregulierung von Zeitarbeit etc. nach dem Vorbild von Maggie Thatcher die Tarifautonomie durch eine freiwillige Selbstkontrolle ersetzt haben, die Unternehmergier weitgehend freien Lauf gelassen hat.
Wie das funktioniert kann man zur Zeit in Griechenland „bewundern“: Die einzige Wahl, die den Wählern gelassen wird ist es, die weiter gewähren lassen, die bewiesen haben, dass die den Staat skrupellos ausplündern können, oder sich unter die Vormundschaft anderer zu stellen, bei denen völlig unkalkulierbar ist, was die zu bieten haben.
Auch in Deutschland scheinen immer mehr Wähler zu der Meinung zu kommen, dass sie nur durch Protestwahl vermeiden können, die einflussreichste deutsche Partei, die Lobby in die Regierung zu wählen!
Uns ist gar nichts gelungen. Wir sind "wettbewerbsfähiger" - ja. Teuer erkauft von den wirklichen Leistungsträgern dieser Geselllschaft: der arbeitenden Bevölkerung. Deswegen haben wir jetzt einen dauerhaften Exportüberschuss. Im Umkehrschluss haben andere Länder, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind, deren Löhne nicht so stark gesunken sind und die ihre Währung gegenüber unserer auch nicht mehr abwerten können nun ein dauerhaftes Außenbilanzdefizit.
Und was passiert bei einem dauerhaften Defizit? In einer Marktwirtschaft ist man Pleite und die Kreditgeber verlieren ihr Geld: verspekuliert.
Hier in diesem System retten diejeniegen, die für die Wettbewerbsfähigkeit Lohn und Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, jetzt die Leute die leistungslos daran mitverdient haben: Shareholder und Kreditgeber, Käufer von Staatsanleihen, diejeniegen die sich - wenn überhaupt - ungleich weniger an der Staatsfinanzierung beteiligen.
Übrigens: die "Globalisierung" gibt es seit Jahrtausenden und sie ist menschengemacht.
Richtig.
Je mehr nach oben hin verteilt wird, je mehr Hartz 4 Empfänger wird
es geben und je mehr wächst die Zeugenanzahl, dass etwas in diesem
Land nicht richtig läuft.
Je mehr Menschen auf den Hartz 4 Behörden wie Müll behandelt werden,
je mehr Menschen wachen auf.
Lassen wir die gedemütigten Menschen in diesem Land noch etwas
ansteigen und irgendwann wird die Stimmung in diesem Land kippen und dann bekommen alle die so eine Müllpolitik diesem Volk zugetraut haben, alles wieder zurück.
Das haben Sie sich wohl aus den Fingern gesaugt, oder bis jetzt noch nicht richtig verstanden.
Genau diese Ihre Behauptung entbehrt jeder Grundlage und widerspricht gänzlich den Aussagen von Frau Wagenknecht.
Frau Wagenknecht faforisiert schon längst nicht mehr den absoluten Sozialismus , wie in früheren, jungen Jahren, sondern eine eher sozial orientierte Politik mit den entsprechenden Paradigmen.
Wie sagte schon Rockefeller einst so trefflich:Der Kapitalismus ist auf Konsumenten angewiesen.
und da ist es wieder: UTOPIA ;o)
Menschen SIND egoistisch UND Individuen. Sie wollen überleben, sich entwickeln, handeln, erleben... Jeder auf seine Art. Und ihre Bedürfnisse steigen mit den Möglichkeiten... Einige sind mit wenig zufrieden, andere streben nach "höherem"...
Grenzen und Regeln schaffen keine klassenlose Gesellschaft. Wenn sie Regeln aufstellen, muss die jemand überwachen und durchsetzen. Der erhält also somit mehr Macht über andere und schon haben sie wieder eine zweite Klasse...
Eine Gesellschaft, in der alle nach ihren Möglichkeiten ihr Bestes geben, aber das gleiche dafür bekommen (und damit zufrieden sind), hielte ich für äußerst erstrebenswert...
... aber leider völlig utopisch.
Irgendeiner will IMMER einen Apfel mehr, ein weicheres Bett, eine schönere Frau...