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Linke-Parteivize im Interview: Wagenknecht schließt Doppelspitze mit Lafontaine aus

dapdSie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht, warum die Linke ihrer Meinung nach nicht am Ende ist - und spricht über ihr Leben mit Oskar Lafontaine.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830269,00.html
  1. #60

    ....

    Zitat von stephan87 Beitrag anzeigen
    Na so was. Dem typischen Linkswähler würde so eine Doppelspitze bestehend aus einem Pärchen doch sicher gefallen. Im guten alten Kommunismus ist das doch so. Also das man aufgrund von familiären Banden und weniger aufgrund von Leistung an die Spitze kommt.
    Die Frau von Herrn Piech ist gerade in den VW Aufsichtsrat eingezogen. Sicher wegen ihrer Leistung - NUR wegen ihrer Leistung.
    Solche Naivlinge wie Sie wissen anscheinend immer noch nicht wie Kapitalismus funktioniert - Leistung, LOL.
  2. #61

    Die sogenannte soziale Marktwirtschaft

    .
    war eine Antwort auf die Systemkonkurrenz des kalten Krieges.Mit dem Fall der Mauer, kam der sozialen Marktwirtschaft die Geschäftsgrundlage abhanden. Heute ist dieses Wort nur noch Propaganda und hat mit der Realität nichts mehr zu tun.



    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    denn die hat uns die soziale Marktwirtschaft gebracht. Aber auch diese muss ständig optimiert werden, was uns bisher in Zeiten harter Anpassungen an die Globalisierung im internationalen Vergleich besser gelungen ist als vielen anderen Ländern. Wagenknecht betreibt jedoch eine Fundamentalkritik ohne Fundamenmental(selbst)kritik an ihrem und bisherigen Sozialismusmodellen, die allesamt gescheitert sind und noch dazu mit ihrem Hauptanspruch: Wohlstand für alle.
  3. #62

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Wieso glauben Sie, Sie hätten einen Anspruch darauf?
    Wenn es eine wirkliche Leistungsgesellschaft gäbe, hätten aber auch die Erben keinen Anspruch darauf, leistungslos weiterhin zu diesen 10 Prozent zu gehören.

    Das ist ja das Üble an der Mär vom Aufstieg durch Leistung: Das Meiste ist per Geburt schon verteilt. Tendenz immer weiter steigend.
  4. #63

    Kardinalsfehler

    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    ist der Beweis des real existierenden Sozialismus auf diesem Planeten.
    Sie können nicht den Mehrwert des Kapitalismus (in unserem Fall soziale Marktwirtschaft) abgreifen und diesen sozialistisch umverteilen, weil in kürze die Leistungserbringer streiken (wie neulich als die DDR am Ende war).
    Wenn Sie die (unbestreitbar vorhandenen) Nachteile des Kapitalismus als (korrekterweise) immanent erkennen, müssen Sie das auch in dem Sozialismuskonzept erkennen.
    Sie begehen leider den elementaren Fehler die soziale Marktwirtschaft mit dem Kapitalismus gleichzusetzen. Das ist generell strittig und daher eher falsch als richtig. Zumindest nach neuester Forschung besteht kein Zusammenhang zwischen der Marktwirtschaft und dem Kapitalismus, da es sich bei diesen um zwei Paar unterschiedliche Schuhe handelt. Natürlich können Sie diese Elemente verbinden und dann haben sie das Gebilde, was wir gerade anstreben, aber das ust dann, wie jetzt schon, keine soziale Marktwirtschaft mehr und die ist im GG verankert.
  5. #64

    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    weil ihre Analysehilfe (Marx) damals nicht wußte, was heute offenkundig ist:
    1. Der sozialistische Mensch ist gewaltfrei nicht "produzierbar"
    Ich habe den Eindruck, dass der Kapitalismus gerade fleißig dabei ist, ihn beim marktradikalen Gesellschaftsraubbau als Kollateralschaden zu produzieren. (Ob das als gewaltfrei zu bezeichnen ist, ist vermutlich Ansichtssache)
    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    2. Eine "gerechtere" Verteilung funktioniert sozialistisch nicht, weil im Sozialismus nur Mangel zu verteilen ist.
    Der Kapitalismus beweist gerade eindrucksvoll, dass auch er durchaus effektiv den Mangel verteilen kann, der zurück bleibt, wenn die Funktionäre ihre Gier befriedigt haben.
    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    3. Wir können auf die (egoistische) Motivation des Einzelnen nicht verzichten, um einen Zusatznutzen (Steuern) zu generieren, der dann umverteilt werden kann.
    Siehe oben. Ansonsten ist ein gewisser Eigennutz sicher nichts schlechtes, aber wenn die daraus animalische Gier als gesellschaftliches Leitmotiv wird, dann hat sich eine überdosierte Medizin in Gift verwandelt.
    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    4. Hartz IV / Sozialhilfe ist kein Skandal, sondern der Versuch einer einvernehmlichen Balance zwischen Leistungserbringern und Empfängern.
    Der Skandal ist es, dass die sogenannten Sozialdemokraten unter Schröder durch Deregulierung von Zeitarbeit etc. nach dem Vorbild von Maggie Thatcher die Tarifautonomie durch eine freiwillige Selbstkontrolle ersetzt haben, die Unternehmergier weitgehend freien Lauf gelassen hat.
    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    5. Wir haben bei uns keine entmündigten Arbeitermassen, sondern Wähler, die demokratisch entscheiden, wieviel Staat (Umverteilung) wir haben wollen.
    Wie das funktioniert kann man zur Zeit in Griechenland „bewundern“: Die einzige Wahl, die den Wählern gelassen wird ist es, die weiter gewähren lassen, die bewiesen haben, dass die den Staat skrupellos ausplündern können, oder sich unter die Vormundschaft anderer zu stellen, bei denen völlig unkalkulierbar ist, was die zu bieten haben.

    Auch in Deutschland scheinen immer mehr Wähler zu der Meinung zu kommen, dass sie nur durch Protestwahl vermeiden können, die einflussreichste deutsche Partei, die Lobby in die Regierung zu wählen!
  6. #65

    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    denn die hat uns die soziale Marktwirtschaft gebracht. Aber auch diese muss ständig optimiert werden, was uns bisher in Zeiten harter Anpassungen an die Globalisierung im internationalen Vergleich besser gelungen ist als vielen anderen Ländern.


    Uns ist gar nichts gelungen. Wir sind "wettbewerbsfähiger" - ja. Teuer erkauft von den wirklichen Leistungsträgern dieser Geselllschaft: der arbeitenden Bevölkerung. Deswegen haben wir jetzt einen dauerhaften Exportüberschuss. Im Umkehrschluss haben andere Länder, die nicht mehr wettbewerbsfähig sind, deren Löhne nicht so stark gesunken sind und die ihre Währung gegenüber unserer auch nicht mehr abwerten können nun ein dauerhaftes Außenbilanzdefizit.

    Und was passiert bei einem dauerhaften Defizit? In einer Marktwirtschaft ist man Pleite und die Kreditgeber verlieren ihr Geld: verspekuliert.

    Hier in diesem System retten diejeniegen, die für die Wettbewerbsfähigkeit Lohn und Gehaltseinbußen hinnehmen mussten, jetzt die Leute die leistungslos daran mitverdient haben: Shareholder und Kreditgeber, Käufer von Staatsanleihen, diejeniegen die sich - wenn überhaupt - ungleich weniger an der Staatsfinanzierung beteiligen.

    Übrigens: die "Globalisierung" gibt es seit Jahrtausenden und sie ist menschengemacht.
  7. #66

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Welche Krise? Die Krise hat doch das Land.
    Richtig.
    Je mehr nach oben hin verteilt wird, je mehr Hartz 4 Empfänger wird
    es geben und je mehr wächst die Zeugenanzahl, dass etwas in diesem
    Land nicht richtig läuft.
    Je mehr Menschen auf den Hartz 4 Behörden wie Müll behandelt werden,
    je mehr Menschen wachen auf.
    Lassen wir die gedemütigten Menschen in diesem Land noch etwas
    ansteigen und irgendwann wird die Stimmung in diesem Land kippen und dann bekommen alle die so eine Müllpolitik diesem Volk zugetraut haben, alles wieder zurück.
  8. #67

    Gerechtigkeit für alle

    Zitat von spiekla Beitrag anzeigen
    Wagenknecht betreibt jedoch eine Fundamentalkritik ohne Fundamenmental(selbst)kritik an ihrem und bisherigen Sozialismusmodellen, die allesamt gescheitert sind und noch dazu mit ihrem Hauptanspruch: Wohlstand für alle.
    Das haben Sie sich wohl aus den Fingern gesaugt, oder bis jetzt noch nicht richtig verstanden.
    Genau diese Ihre Behauptung entbehrt jeder Grundlage und widerspricht gänzlich den Aussagen von Frau Wagenknecht.
    Frau Wagenknecht faforisiert schon längst nicht mehr den absoluten Sozialismus , wie in früheren, jungen Jahren, sondern eine eher sozial orientierte Politik mit den entsprechenden Paradigmen.

    Wie sagte schon Rockefeller einst so trefflich:Der Kapitalismus ist auf Konsumenten angewiesen.
  9. #68

    Zitat von Strichnid Beitrag anzeigen
    Man muss die Menschen nicht ändern, um zum Kommunismus oder erst mal zum Sozialismus zu gelangen. Man muss nur die Rahmenbedingungen ändern, entsprechende Anreize entwickeln, und schädliche Anreize beseitigen. ...

    Wenn wir behaupten, Menschen seien nun mal gierig, dann sage ich: Nur weil man es zulässt.
    und da ist es wieder: UTOPIA ;o)

    Menschen SIND egoistisch UND Individuen. Sie wollen überleben, sich entwickeln, handeln, erleben... Jeder auf seine Art. Und ihre Bedürfnisse steigen mit den Möglichkeiten... Einige sind mit wenig zufrieden, andere streben nach "höherem"...

    Grenzen und Regeln schaffen keine klassenlose Gesellschaft. Wenn sie Regeln aufstellen, muss die jemand überwachen und durchsetzen. Der erhält also somit mehr Macht über andere und schon haben sie wieder eine zweite Klasse...

    Eine Gesellschaft, in der alle nach ihren Möglichkeiten ihr Bestes geben, aber das gleiche dafür bekommen (und damit zufrieden sind), hielte ich für äußerst erstrebenswert...

    ... aber leider völlig utopisch.

    Irgendeiner will IMMER einen Apfel mehr, ein weicheres Bett, eine schönere Frau...
  10. #69

    Alles für alle

    Zitat von rotebrause Beitrag anzeigen
    ""

    Wenn dann 10 Hartz4-flankierte Arbeitsbienen einen Bienenbesitzer reich machen, ist dieser (der Bienenbesitzer) dann ein Leistungserbringer oder ein Empfänger ? (Er gibt den anderen natürlich Arbeit und sollte von uns allen respektiert und geachtet werden...)
    ....aber nur wenn das Motto Leben und Leben lassen kein Fremdwort für ihn ist.

    Ausbeutung ,Verknechtung und Versklavung sind langfristig der fruchtbare Nährboden für Anarchie.








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