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Linke-Parteivize im Interview: Wagenknecht schließt Doppelspitze mit Lafontaine aus
dapdSie gilt als eine Hoffnungsträgerin der Linken und stemmt sich gegen die seit Monaten währende Krise ihrer Partei: Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Sahra Wagenknecht, warum die Linke ihrer Meinung nach nicht am Ende ist - und spricht über ihr Leben mit Oskar Lafontaine.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830269,00.html
- #50 04.05.2012 17:05 von garfield
Sehr unwahrscheinlich. So massiv, wie über den zahlenmäßigen gelben Karnickelzüchterverein berichtet und wie der mit seinem neuen Heiland hochgepuscht wurde, da wäre auch eine Wagenknecht chancenlos, zumal sie es ja nicht wie der Röttgen macht, mal kurz einen Abstecher ins Ländle, und wenn es schief geht, sich wieder nach Berlin zu verabschieden.
Nein, das ist mir in der Tat neu. Und ich dachte immer, dass zum größten Teil des Steuerkuchens, der Umsatzsteuer, ALLE beitragen. So viel Kaviar können die paar Reichen gar nicht futtern, dass es den Anteil von Otto N. aufwiegt.
Nun wird es aber langsam wirklich lächerlich. Hat sich denn immer noch nicht bis zum letzten Claqueur rumgesprochen, welche Steuerarten es gibt, nebst deren Anteil am Aufkommen?
In der Tat, darum geht es - IMMER. Glückwunsch zu der Erkenntnis.
Parteien sind Interessenvertreter. Und an deren politischen Entscheidungen lässt sich sehr einfach ersehen, WESSEN Interessen sie im Verteilungskampf bedienen.
Apropos: Wessen Belastung beträgt REAL 50 Prozent? Dafür hätte ich gern mal einen Nachweis.
In der Tat, ich würde der aktuellen Regierung auch nie Klugheit unterstellen (Wirtschaftsverstand allerdings auch nicht, denn wer den hat, kann schlecht in einem einheitlichen Währungsraum allen seine Austeritätspolitik aufzuzwingen versuchen). Schon ein Realschüler begreift, dass des einen Schulden des anderen Vermögen sind und nicht alle gleichzeitig sparen können. Münchhausen, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog, lässt grüßen.
Vielleicht sollte man eben doch nicht mit dem mikroökonomischen Verstand der "schwäbischen Hausfrau" an makroökonomische Probleme herangehen.
Dieser Satz lässt darauf schließen, dass Sie nicht die geringste Ahnung von den HEUTIGEN Positionen der LINKEn haben. - #51 04.05.2012 17:06 von
- #52 04.05.2012 17:08 von
Kapitalismuskritik ist gut;
denn die hat uns die soziale Marktwirtschaft gebracht. Aber auch diese muss ständig optimiert werden, was uns bisher in Zeiten harter Anpassungen an die Globalisierung im internationalen Vergleich besser gelungen ist als vielen anderen Ländern. Wagenknecht betreibt jedoch eine Fundamentalkritik ohne Fundamenmental(selbst)kritik an ihrem und bisherigen Sozialismusmodellen, die allesamt gescheitert sind und noch dazu mit ihrem Hauptanspruch: Wohlstand für alle.
- #53 04.05.2012 17:22 von
...
Weil wir uns alle gemeinsam in einer Gesellschaft befinden, in der niemand etwas werden, nutzen und besitzen kann ohne die Hilfe von anderen, und ohne gemeinschaftliche Leistungen. Besitz in Form von so etwas virtuellem wie Geld ist hierbei lediglich der Versuch einer Abbildung der jeweils erbrachten Leistungen. Es gibt jedoch keine Gewährleistung, dass diese Abbildung korrekt ist, sondern es kommt vielmehr häufig zu Fehlbildungen, wenn zB jemand das 1000fache verdient von jemand anderem, aber nicht die 1000fache Leistung erbracht hat. Und das kommt ja nun wirklich sehr häufig vor.
Findet die Gesellschaft solche Fehlabbildungen in der Vermögensbildung, dann ist es mehr als gerechtfertigt, per Steuern und Abgaben gegenzusteuern. - #54 04.05.2012 17:25 von
- #55 04.05.2012 17:26 von
- #56 04.05.2012 17:26 von
Utopie vs. Realität
Sie werden immer ein Beispiel finden, dass auf irgend eine Aussage nicht passt. Aber ein fauler Apfel verdirbt nun mal nicht die gesamte Ernte.
Die in dem von Ihnen kritisierten Post gemachten Aussagen sind stark verallgemeinernd, enthalten aber noch immer deutlich mehr Potential als Ihre Reaktion darauf...
Ja, der Kommunismus ist möglicherweise die optimale Gesellschaftsform. Dummerweise fehlen uns aber zur Realisierung die optimalen Menschen. Bis auf weiteres werden wir also wohl mit dem arbeiten müssen, was uns zur Verfügung steht...
Das mag zynisch klingen,
ist aber (leider) der Unterschied zwischen Ideal und Realität. - #57 04.05.2012 17:31 von
...
Das ist witzig, dass Sie von Sozialer Marktwirtschaft sprechen, und dabei gleichzeitig S.W. dafür kritisieren, exakt den Hauptanspruch im Munde zu führen, der doch vom Begründer der Sozialen Marktwirtschaft stammt.
Lesen Sie mal ihr Buch, dann werden Sie sehen, dass sie sehr wohl auch Kritik am Sozialismus führt, und die notwendigen Lösungen eher aus der SM heraus entwickelt, statt aus dem Sozialismus. - #58 04.05.2012 17:35 von
- #59 04.05.2012 17:36 von
...
Man muss die Menschen nicht ändern, um zum Kommunismus oder erst mal zum Sozialismus zu gelangen. Man muss nur die Rahmenbedingungen ändern, entsprechende Anreize entwickeln, und schädliche Anreize beseitigen. Eine künftige Gesellschaft muss zB nicht notwendigerweise noch bei Steuerflucht zwei Augen zudrücken. Die Politik muss ja nicht unbedingt erlauben, dass Unternehmen dadurch Profit machen, indem sie ordentliche Anstellungsverträge durch Zeitarbeit ersetzen. Man muss diese Anreize doch nicht bringen, wir können das ändern.
Der Mensch ist kein rein egoistisches Wesen, er ist immer schon auch auf Kooperation gepolt. Kooperation und individueller Egoismus schließen sich aber häufig aus, daher muss man Prioritäten setzen bzw. Regeln.
Wenn wir behaupten, Menschen seien nun mal gierig, dann sage ich: Nur weil man es zulässt.
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