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Linke in der Krise: Protestpartei a.D.

dapdDer Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829550,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    Dafür, daß die Linke von den Piraten mehr als alle anderen Parteien erschüttert wird hält sie sich aber mit öffentlichen Diffamierungen eben jener erstaunlich zurück. Da kommt von der FDP oder auch der SPD doch sehr viel mehr Gegenwind.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke.
    Nun, nach den Äußerungen eines grünen Herrn Trittin, der quasi davor warnt, die "Piraten" zu wählen, dürfte die grüne Partei mindestens genauso erschüttert sein. Sie hat jedoch immer noch dank der Atomkrafthysterie dank des GAU in Japan ein dickeres Polster.
  3. #3

    xxxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE

    Das würde ich jetzt so nicht sagen. Zunächst einmal sind die Liberalen am stärksten Betroffen von dem Aufstieg der Piraten. Denn die Praten füllen die Lücke aus, die eigentlich die Liberalen füllen sollten. Die Hochrechnungen im Saarland haben ja auch gezeigt, dass das was die Piraten hinzugewonnen haben ausschließlich die Liberalen verloren haben.

    Die Linke hat erst in zweiter Linie ein Problem mit den Piraten, aber von einer Existenz bedohenden Krise kann auch keine Rede sein.

    CDU/CSU und SPD haben besonders auch junge Wähler verloren. Auch bei der Saarlandwahl war das spürbar.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke Verluste erlitten haben, die eine genauere Analyse notwendig machen, aber eine Existenzbedrohung für diese Parteien sehe ich nicht. Bei den Liberalen sieht das natürlich ganz anders aus. Dort kann man in der Tat von einer Existenzbedrohung reden. Das hängt aber auch mit der verengten Programmatik der Liberalen zusammen.
  4. #4

    Und noch ein paar ...

    ... Argumente gegen die Linken:

    1. Viele Menschen - darunter auch ich - verorten bei den Linken immer noch einen SED - Muff, der sie für sie unwählbar macht.

    2. Oskar Lafontaine ist - außer vielleicht im Saarland - für viele Menschen ein rotes Tuch, gilt als Champagnersozialist und Feigling, der sich aus der Verantwortung stiehlt, wenn es ernst wird.

    3. Das Bild, das einige Landesverbände abgeben, taugt eher für eine Komödie denn für eine ernstzunehmende Veranstaltung.

    4. Diejenigen Menschen, um deren Interessen sich die Linken glauben kümmern zu müssen, gehören wohl zu den Bevölkerungsschichten mit der geringsten Wahlbeteiligung. Der Weckruf an die unterdrückten Massen verhallt unbeachtet.

    5. Jahrelang haben die ostdeutschen Nostalgiewähler, die die Linken in die Landesparlamente und letzten Endes auch in den Bundestag gebracht haben, das Bild über die tatsächliche Bedeutung der Linken verzerrt. Niemand braucht den zerrissenen Haufen, der sich aktuell auf das Spiel "Beleidigte Leberwurst ist gegen alles" reduzieren lässt.
  5. #5

    Ein weitere Möglichkeit zur Profilgewinnung!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    Dazu ein sehr interessanter Redebeitrag im Bundestag, der einige doch wichtige zukünftige Entwicklungen für Deutschland sehr deutlich anspricht, leider nur im Internet abrufbar:

    Gregor Gysi: 1 Billion - Fiskalvertrag/ESM, Zustimmung zum Vertrag ist grundgesetzwidrig! - YouTube
    Gefangen in der Euro-Rettung - Wo liegt die Grenze der Belastbarkeit? - Unter den Linden - YouTube
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    das wäre eine gute Nachricht, wenn der Trend anhält. Auch die Hype für die "Newcomer" wird sich nach gewisser Zeit in Wohlgefallen auflösen
  7. #7

    2023?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.
    Passend dazu Spiegel Online 2003: "Ein heillos zerstrittener Bundesvorstand, eine Parteichefin, die das Handtuch wirft und Umfragewerte unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die PDS ist dabei, sich mit ihren Flügel- und Grabenkämpfen aus der politischen Landschaft zu verabschieden."

    Die waren also vor knapp 10 Jahren schon weg vom Fenster. 3 Jahre vorher hatte Kanzler Schröder den Niedergang der PDS ebenfalls vorausgesagt. Aber ach, die Genossen wollten einfach nicht verschwinden. Vielleicht klappt es ja bis 2023?
  8. #8

    Regionalpartei Ost ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    Wenn diese Partei nicht aus quasi DDR-historischen und soziokulturellen Gründen, sprich – durch Mitglieder, Mitläufer und Stammwähler der untergegangenen SED so aufgeblasen worden wäre und ohne einen O. Lafontaine, würde sie in Deutschland – wie früher im Westen die DKP zuzüglich der anderen marxistisch-leninistischen Splittergruppen – ohnehin ein ideologisches und faktisches Nischendasein fristen.
    Darüber hinaus ist m.E. die innerparteiliche Kluft zwischen den sogen. Realos und ideologischen Fundamentalisten aller möglichen sektiererischen linken Heilslehren kaum zu überbrücken.
  9. #9

    Die Linke hat es verpasst ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und endlich den ehemaligen Staat DDR als das zu bezeichnen, was er auch war, nämlich einen Unrechtsstaat!!! Der Vorabkredit der Linken, besonders im Westen, ist nun aufgebraucht! Viele Stimmen hat auch das Verhalten der Linken bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen gekostet!


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