Forum


 

Linke in der Krise: Protestpartei a.D.

dapdDer Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829550,00.html
  1. #30

    re

    Zitat von badbeardxb Beitrag anzeigen
    Die Linke war nie mehr als das Frustprojekt von Lafontaine, der sich dafuer raechen wollte, dass er selbst bei der SPD so grotesk gescheitert ist. Er sollte sich einfach mit der Wagenknecht'schen in seinen "Sozialpalast" hocken und gluecklich sein. Kann ja ein Buch schreiben.
    ist doch menschlich
    wer der meinung ist, das die spd in der vergangenheit alles richtig gemacht hat, der sollte schleunigst aufwachen. der grösste sozialabbau, steuerschenkungen , hedgefonds... alles durch spd. wie man die wählen kan, bleibt mir ein rätsel, da ist ja die cdu sozialer.
  2. #31

    re

    Zitat von daktaris Beitrag anzeigen
    Eine Chaotentruppe löst die andere ab. Protestparteien wie die Linke oder nun die Piraten taugen nicht für real politische Fragen oder die Auseinandersetzung mit richtigen Problemen. Es ist vielmehr ein Auswuchs von demokratischer Unreife und politische Naivität, wenn einige Wählern denken, mit den Protestparteien würden sie den Etablierten eins auswischen. Dem Irrtum sind wir Deutsche schon vor gut 80 Jahren aufgesessen. Das war der Untergang der Weimarer Republik. Einige scheinen es einfach nicht zu lernen.
    ihre analyse ist zum teil richtig
    aber ein "die anderen könnens nicht besser, darum wähle ich die alten" kann es nicht weitergeben. das ist antidemokratie.
    was haben die etablierten parteien denn die letzen 20 jahre für den bürger getan, und was für eliten. überlegt man das, kommt man schnell zum ergebnis, wer hier für wen politik macht
  3. #32

    Freibier

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    (...)
    Wir haben hier das kapitalistische System und daran werden auch die Linken nichts ändern können, sie hätten viel mehr sich mit an einem Ideenwettbewerb für eine bessere Zukunft innerhalb dieses System engagieren sollen, als uns mit alten überholten Parolen zu kommen.
    Die kleine Leute brauchen eine Partei die ihre Probleme aufgreift, aber keine Fantasiepolitik machen will und gerade das haben diese Linken nicht begriffen.
    HR
    Mal abgesehen davon, dass das "kapitalistische System" mit großem Eifer gerade dabei ist, sich selbst auszulöschen - die Wahrnehmung vieler Zeitgenossen, was die Linke angeht, ist doch stark getrübt bis blind:
    "...sie hätten viel mehr sich mit an einem Ideenwettbewerb für eine bessere Zukunft innerhalb dieses System engagieren sollen..."!
    Ich wüsste wirklich nicht, was die Linke noch tun soll, um mit Grünen und SPD in einen direkten Ideenwettstreit zu treten. Die totale Verweigerung liegt doch auf Seiten der Alt-Parteien!
  4. #33

    re

    Zitat von wwwwalter Beitrag anzeigen
    Ganz unrecht haben Sie nicht, auch wenn Ihr letzter Satz starker Tobak ist. Das ändert aber nichts daran, dass dieser SPON-Artikel in seiner analytischen Schärfe sämtliche Schwächen der Linken gnadenlos aufdeckt. Und was nun ? Aus dieser Krise kommt die Partei so schnell nicht raus, und daran sind nicht nur die angeblich gleichgeschalteten Medien Schuld.

    Das größte Problem unter all den aufgezählten ist meiner Meinung nach die thematische Einengung der Linken als der Partei gegen Hartz IV und für die Rechte von Migranten und diversen anderen Randgruppen. Letztere dürfen größtenteils noch nicht mal wählen, und die Hartz-IV-Bezieher bringen sie auch nicht an die Urne. Bleiben als Garanten für einen Wiedereinzug der Linken in den Bundestag hauptsächlich die DDR-Nostalgiker unter den ostdeutschen Rentnern.

    Mit solcher Themensetzung wird die Linke nie über die 10 % hinauskommen. Und ewiger Protest macht mit der Zeit müde und unattraktiv. Eine Partei, die nicht wenigstens einen Teil der progressiven Eliten einer Gesellschaft für sich einnehmen kann, muss erfolglos bleiben.
    das sehe ich etwas anders bzw differenzierter. es wird immer und ewig eine protestpartei geben, und das ist auch gut so und demokratisch. ob sie so oder so heisst ist egal. aber da mehr und mehr von irgend sozialunterstützung leben muss, dank schröder, wird das potential der wählerschicht der linken grösser. man muss es nur anzapfen können. wie ich schon mehrfach woanders schrieb, für mich ist man kein demokrat, wenn man sagt " die anderen könnens auch nicht besser, daher wähl ich die alten parteien" .
    p.s. die zeitung, wo man mit den 4 buchstaben draufsitzt gibt offen zu das sie nichts an linkenwerbung oder darstellung abbildet. was auch verständlich ist
  5. #34

    Es fällt in der allgemeinen Berichterstattung auf, das über die Positionen der Linken zu aktuellen Diskussionen so gut wie nie hingewiesen wird. Es scheint in den Medien eine Art Kartell zu geben. Obwohl deren Positionen oft interessant und dirskussionswürdig sind. Und eigentlich ist die Existenz der Linken eher eine Ohrfeige für die SPD, die ihre Zielgruppe eigentlich zu Schröders Zeiten verraten hat.
  6. #35

    Zitat von turu1880 Beitrag anzeigen
    Die Linke hat es verpasst ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und endlich den ehemaligen Staat DDR als das zu bezeichnen, was er auch war, nämlich einen Unrechtsstaat!!! Der Vorabkredit der Linken, besonders im Westen, ist nun aufgebraucht! Viele Stimmen hat auch das Verhalten der Linken bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen gekostet!
    Das Wort eines CDU Waehlers ueber die Linkspartei! Zum ersten ist die Linkspartei gar keine Protestpartei, sondern hat den Platz der SPD als Partei der kleinen Leute eingenommen. Wenn man sich weiterhin die Programmatik ansieht, dann wird klar, dass die Linkspartei im Moment die einzige Wahlalternative zu den neoliberalen Einheitsbrei darstellt.
    Und die Deutschen sind eh so irrational, dass sie eine Parteisau nach der anderen durchs Dorf jagen; 2009 die FDP, die immerhin ideologisch den Ursachen der noch immer andauernden Bankenkrise am naechsten Stand, dann 2010 die Gruenen, warum die auf einmal hype, waren und jetzt eben die Piraten (die mir nicht unsympathisch sind, ich allerdings nicht wielche wirklichen Grundueberzeugungen die nun eigentlich eint.
    Das Problem der Linkspartei liegt auch nicht darin, dass es immer noch soviele SEDler gibt (das stoert nur diejenigen (CDU) Waehler, die eh nie die Linkspartei waehlen wuerden, sondern einmal die absurd laecherlich ueberzogene Ablehnung in den Medien (SPON und BILD vereint voran) und dann auch die generelle Ablehnung von politischen Parteien, insb. wenn die sich so konventionell geben wie die Linkspartei.
    In dem Sinne, ver(nicht)ehrter Herr Bjoern Hengst, einmal wieder ein Beitrag gegen die Linkspartei (und vor allem gegen Lafontaine, der eben nicht vor dem SPON zittert), damit Ihre Herren in Guetersloh weiter die Bevoelkerung mit ihrem neoliberalen Quatsch veralbern koennen.
  7. #36

    Schallplatte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    Wer kann diese Partei noch "ernst" nehmen? Letzte Woche bei Illner. Der große Häuptling Ernst, wie eine Schallplatte: Millionärssteuer, die armen H4ler. Alles nur hohle Phrasen.
    Egal welche Frage, geantwortet wird immer mit den gleichen platten Aussagen. Das ist Politik von vorvorgestern. Wenn die nicht mehr wären, es würde nicht auffallen.
  8. #37

    Genug der sozialen Gerechtigkeit

    Es gibt wohl langsam immer mehr Wähler denen das einseitige Dauergejammer über soziale Gerechtigkeit gehörig auf die Nerven geht.
    Eine Partei denen nichts anderes einfällt als den, im weltweiten ja sogar europaweiten Vergleich, überaus verwöhnten Hartzern dauernd noch mehr zuschanzen zu wollen, wird halt irgendwann ingnoriert.
    Eine Partei die reflexartig jeden der mehr und härter arbeitet für individuelles Versagen anderer verantwortlich macht, wird nicht mehr Ernst genommen.

    Nur noch die hartgesottensten Verantwortungsverweigerer werden die Linke wählen oder den in Teilen noch linkereren Piraten ihre Stimme geben.
  9. #38

    "Vorsicht nasse Füsse"

    Zitat von Dramidoc Beitrag anzeigen
    Das würde ich jetzt so nicht sagen. Zunächst einmal sind die Liberalen am stärksten Betroffen von dem Aufstieg der Piraten. Denn die Praten füllen die Lücke aus, die eigentlich die Liberalen füllen sollten. Die Hochrechnungen im Saarland haben ja auch gezeigt, dass das was die Piraten hinzugewonnen haben ausschließlich die Liberalen verloren haben.

    Die Linke hat erst in zweiter Linie ein Problem mit den Piraten, aber von einer Existenz bedohenden Krise kann auch keine Rede sein.

    CDU/CSU und SPD haben besonders auch junge Wähler verloren. Auch bei der Saarlandwahl war das spürbar.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke Verluste erlitten haben, die eine genauere Analyse notwendig machen, aber eine Existenzbedrohung für diese Parteien sehe ich nicht. Bei den Liberalen sieht das natürlich ganz anders aus. Dort kann man in der Tat von einer Existenzbedrohung reden. Das hängt aber auch mit der verengten Programmatik der Liberalen zusammen.
    Genau so wird auch in unserer BO versucht, die Probleme runter zu diskutieren und genau wg. solcher "die anderen sind die, die uns immer hauen" habe ich selbst ebenfalls zuletzt "Protest gewählt".
    Ich habe einfach keine Lust mehr eine Partei durch Basisarbeit zu unterstützen, die die Schuld immer nur bei den anderen sucht und die kostbare Freizeit ihrer Mitstreiter verplempert.
    Es gibt kompetente Leute in der Partei, z.B. die ehemalige Redenschreiberin von Renate Künast, "Caren Lay" oder auch Hartz4-Top-Experte "Katja Kipping" oder Bodo Ramelow, Jan Korte...

    ...aber irgendwie hört man immer nur von Gysi,Lafontaine oder Wagenknecht. In der Öffentlichkeit mag die Strategie ja noch akzeptabel sein, aber doch bitteschön nicht intern.

    Letztendlich ist der Erfolg der Piraten nur ein Beleg dafür, wie wenig Vertrauen der Bürger noch in den etablierten Politikalltag hat, erinnert mich alles irgendwie ein wenig an die Situation kurz vor dem Mauerfall.

    *"Die Mauer fiel und alle Dämme brachen"

    (Das eine war gut, das andere ist es nicht.)

    Ciao
    DerDemokrator

    P.S. *Warum begreift selbst "unsere bundesdeutsche Physikerin" nicht allmählich das gegen "Wassermassen" mehr unternommen werden muß als ein paar Schilder "Vorsicht nasse Füsse" aufzustellen.

    "Ich wünsche allen Betreffenden einen lauten ersten Mai".
  10. #39

    Re: Kredit aufgebraucht

    Zitat von turu1880 Beitrag anzeigen
    Die Linke hat es verpasst ihre Vergangenheit aufzuarbeiten und endlich den ehemaligen Staat DDR als das zu bezeichnen, was er auch war, nämlich einen Unrechtsstaat!!! Der Vorabkredit der Linken, besonders im Westen, ist nun aufgebraucht! Viele Stimmen hat auch das Verhalten der Linken bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen gekostet!
    Das ist Wunschdenken von Kaltkriegern.

    Mit dem Thema DDR wird immer wieder versucht die Linke von der Arbeit abzuhalten und außer Gysi und Lafontaine gibt es bisher keinen, der die Demagogen aus den anderen Parteien in ihrem Gebrabbel unterbrechen kann.

    Daran ist allerdings die deutsche Mehrheitspresse ala Springer nicht unschuldig, auch nicht daran das es immer wieder zu "Nebelkerzen" wie "Wulff","Guttenberg""Grass" oder "Kommunismusdebatten" kommt.

    Ciao
    DerDemokrator


TOP



TOP