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Linke in der Krise: Protestpartei a.D.

dapdDer Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829550,00.html
  1. #110

    Die Grünen hatten seinerzeit auch nur EIN Thema mit dem sie sich erfolgreich profilieren konnten: den Umweltschutz. Und sie haben eine Menge bewirkt, bevor sie sich im Bett der SPD haben korrumpieren lassen.
    Und allen Predigern des Neoliberalismus ins Stammbuch geschrieben: Ungerechtigkeit kostet - und zwar ne ganze Menge... vor allem den Steuerzahler, wenn Millionen Kleinstverdiener TROTZ Achtstundentag zum Amt gehen und aufstocken müssen um leben zu können. Und man komme mir nicht mit dem billigen Schlagwort von der Sozialromantik! Dass wir hier in Deutschland immer noch relativ stabile soziale Verhältnisse haben - mit wenig Krawallen und sozialen Unruhen - das hängt damit zusammen, dass es bisher noch kein allzu großes Sozialgefälle gab. Aber das will man ja ändern. Damit die Wohlhabenden sich dann in ihren Millionäresghettos verschanzen und nur noch mit Bodyguards im Schlepptau auf die Straße gehen können und der Millionärsnachwuchs nur unter schwerer Bewachung zur Schule gehen kann...
    WOLLT IHR DAS? DANN ist euch nicht zu helfen...
  2. #111

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich ein unsinniger Vorschlag, denn dann wären Millionen Jobs vernichtet, die beispielsweise die mittelständische Wirtschaft schafft - schließlich ist dieses Vermögen größtenteils Betriebsvermögen.

    Jeder kleine Landwirt ist heute auf dem Papier Millionär, reich ist er deswegen noch lange nicht.

    Reines Neidargument Ihrerseits ohne jeden ökonomischen Sachverstand.
    Privatvermögen schafft keine Jobs, abgesehen davon schafft man überhaupt keine Arbeit, Arbeit erledigt man, wenn sie notwendig wird und man versucht sie allgemein zu vermeiden, das wissen selbst Tiere und das entspricht auch jeglicher Logik.

    Natürlich soll der Sklave dieser Logik entsagen und seine Erfüllung in der Arbeit sehen, damit er sie gerne macht, am besten umsonst, zur Selbsterfüllung, während seine Halter dann den Gewinn einstreichen, das ist schon klar.

    Wenn Arbeit denn wirklich so heilig ist, warum verlangen dann einige Leute, die so gut wie nicht arbeiten, sondern andere arbeiten lassen, so viel Geld?

    Es ist mir ziemlich egal, nach welcher Ideologie Sie leben, aber die zählt dann für alle, alles andere, wenn man sich nur die Früche rauskramt und den anderen die Kerne lässt, ist die uralte Sklavenhaltermentalität.

    Wer es in Ordnung findet, dass Menschen 5€ oder weniger Stungenlohn erhaletn, der soll dann auch selbst dafür arbeiten.

    Wer es in Ordnung findet, dass Menschen unter der Brücke landen, der soll dann auch selbst dort leben.

    Wer das macht, dem glaube ich, der darf dann diese Meinung auch gerne haben. Wer aber Millionen und Milliarden besitzt und nur von anderen verlangt im Dreck zu leben, der ist ein Verfassungs- und Menschenfeind.

    Dass unser System schwachsinnig ist und zwingen Schulden und Wachstum braucht, ist klar. Deswegen scheitert es ja auch.
  3. #112

    nene

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Privatvermögen schafft keine Jobs, abgesehen davon schafft man überhaupt keine Arbeit, Arbeit erledigt man, wenn sie notwendig wird und man versucht sie allgemein zu vermeiden, das wissen selbst Tiere und das entspricht auch jeglicher Logik.

    Natürlich soll der Sklave dieser Logik entsagen und seine Erfüllung in der Arbeit sehen, damit er sie gerne macht, am besten umsonst, zur Selbsterfüllung, während seine Halter dann den Gewinn einstreichen, das ist schon klar.

    Wenn Arbeit denn wirklich so heilig ist, warum verlangen dann einige Leute, die so gut wie nicht arbeiten, sondern andere arbeiten lassen, so viel Geld?

    Es ist mir ziemlich egal, nach welcher Ideologie Sie leben, aber die zählt dann für alle, alles andere, wenn man sich nur die Früche rauskramt und den anderen die Kerne lässt, ist die uralte Sklavenhaltermentalität.

    Wer es in Ordnung findet, dass Menschen 5€ oder weniger Stungenlohn erhaletn, der soll dann auch selbst dafür arbeiten.

    Wer es in Ordnung findet, dass Menschen unter der Brücke landen, der soll dann auch selbst dort leben.

    Wer das macht, dem glaube ich, der darf dann diese Meinung auch gerne haben. Wer aber Millionen und Milliarden besitzt und nur von anderen verlangt im Dreck zu leben, der ist ein Verfassungs- und Menschenfeind.

    Dass unser System schwachsinnig ist und zwingen Schulden und Wachstum braucht, ist klar. Deswegen scheitert es ja auch.
    .........

    Ich fürchte, Sie haben nicht realisiert, daß wir zu einer Kapitalgesellschaft mutiert sind. Sonst wäre es ja auch gar nicht möglich, daß es finanzierbar bleibtr, wenn auf einen Leister über zwei Leistungsnehmer kommen.
    Dafür wurde der volkswirtschaftliche Faktor Arbeit gezielt abgewertet und da einzig von Belang ist, was auch den Finanzmärkten geschieht, mußte die immer größer werdende Lücke mit verantwortungslosen Schulden und immer größeren Mengen virtueller Kapitalien geschlossen werden.
    Und damit die unsoziale Gemengelage nicht in die Luft geht, werden die unteren 40 Prozent mit allerlei Spielzeug vom iPad über immer größere Fernseher bis hin zu immer größeren Autos halbwegs bei Laune gehalten.
    Nur trägt diese schuldenbasierte Kapitalgesellschaft eben nicht ewig.
    Und gerade deswegen ist es traurig, daß die Linke, die wenigstens noch ansatzweise auf diese Mißstände eingeht, sich selber pulverisiert. Als PDS, nämlich engagierter und verankerter Vertretung der Bürger aus den neuen Bundesländern, hatte sie eine Zukunft, mit den Spinnern aus den alten Bundesländern, die sich nur eine Spielwiese für ihren narzistischen Schwachfug suchen, steht ihre Zukunft auf dem Spiel.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  4. #113

    Zitat von rabenkrähe Beitrag anzeigen
    .........

    Ich fürchte, Sie haben nicht realisiert, daß wir zu einer Kapitalgesellschaft mutiert sind. Sonst wäre es ja auch gar nicht möglich, daß es finanzierbar bleibtr, wenn auf einen Leister über zwei Leistungsnehmer kommen.
    Dafür wurde der volkswirtschaftliche Faktor Arbeit gezielt abgewertet und da einzig von Belang ist, was auch den Finanzmärkten geschieht, mußte die immer größer werdende Lücke mit verantwortungslosen Schulden und immer größeren Mengen virtueller Kapitalien geschlossen werden.
    Und damit die unsoziale Gemengelage nicht in die Luft geht, werden die unteren 40 Prozent mit allerlei Spielzeug vom iPad über immer größere Fernseher bis hin zu immer größeren Autos halbwegs bei Laune gehalten.
    Nur trägt diese schuldenbasierte Kapitalgesellschaft eben nicht ewig.
    Und gerade deswegen ist es traurig, daß die Linke, die wenigstens noch ansatzweise auf diese Mißstände eingeht, sich selber pulverisiert. Als PDS, nämlich engagierter und verankerter Vertretung der Bürger aus den neuen Bundesländern, hatte sie eine Zukunft, mit den Spinnern aus den alten Bundesländern, die sich nur eine Spielwiese für ihren narzistischen Schwachfug suchen, steht ihre Zukunft auf dem Spiel.
    rabenkrähe
    Mir ist das System sehr genau bewusst und es ist absolut unfinanzierbar, weil es immer mehr Geld verlangt, welches jedoch gar nicht da ist. Anfangs kann man das ja mit allerlei Tricks noch kompensieren, doch es ist ein exponentielles Wachstum und das kann nicht funktionieren.

    Das ist schon alles klar und die Linke bietet dafür auch Alternativen, die will natürlich keiner der Profiteure, die selbstverständlich auch ganz oben sitzen, wissen. Die wollen den Kollaps und bis dahin schön alles versilbern, womit sie sich dann im neuen System aus der Asche wieder alte, gar mehr Macht versprechen.

    Das ist ja alles nicht neu, diese Spielchen treiben gewissenlose Personen dieser Art schon seit Menschengedenken.

    Schuld ist dennoch die Volksmasse, die das Spiel mitspielt und sich z.B. von etwa derart Irrealem wie Geld versklaven lässt. Wie dumm muss man sein. Da werden inzwischen ganze Länder verkauft für rein erfundene Geldmassen, die sich noch dazu von allein vermehren, ohne irgend etwas zu erzeugen.

    Die Linke ist nunmal die einzige Partei, die da offensichtlich begreift und ändern will, das ist traurig genug. Ich habe wenig Interesse daran, unbedingt die Linke zu verteidigen, aber kein anderer verdient es, der Rest verkauft uns ja immer wieder aufs Neue.
  5. #114

    #109

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit der Wahlberechtigten dürfte ihre Informationen immer noch aus den Printmedien und aus dem Fernsehen beziehen, und für diese und selbst für die Internetauftritte des Medienkartells gilt meine Aussage uneingeschränkt; ihre Richtigkeit wäre mühelos anhand konkreter Beispiele belegbar.
    Natürlich ist das so. Wenn eine SPD-interne Gruppe eigene Gedanken zu bestimmten Themen entwickelt, können selbst Sie nicht erwarten, dass diese eine Titelzeile bei SPON oder in der ZEIT bekommen. Das gilt ebenso für interne Gruppierungen anderer Parteien. Worüber also klagen Sie?

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    ... Wenn Lafontaine, Gysi und Wagenknecht vergleichsweise häufig in Polittalkshows zu Wort kommen hat das allein Quotengründe,...
    Das ist doch das, was Sie wollen! Die Leute sollen Ihre Idole sehen, oder habe ich Sie hier missverstanden.

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    ....und diese Sendungen sprechen ja auch nur politisch ohnehin überdurchschittlich Interessierte an.
    Ja, ebenso wie die Ziele parteiinterner Untergruppen.

    Zitat von friedrich_eckard Beitrag anzeigen
    Die Noske und Zörgiebel haben allerdings Menschen linker Gesinnung noch umbringen lassen, und wenn linke Ansichten heute nur totzuschweigen versucht werden, ist das schon ein unbestreitbarer Fortschritt.
    Wissen Sie, Sätze wie dieser sind es, der Diskussionen mit Ihnen und Ihresgleichen verhindern. Immer Ideologie, immer extreme Positionen. Würde man sich auf Diskussionen mit Ihnen einlassen, bedeutete das, besagte Positionen zu akzeptieren, was ich mit Sicherheit nicht tue. Deswegen schmoren Sie, die "Linkspartei" und alle anderen Extremisten im eigenen Saft.

    Andere sagen, es waren Ihre Idole, die die Arbeiter offenen Auges vor die Gewehrläufe hetzten, wissend, diese werden es nicht überleben.
    Sie haben die Arbeiter für ihre Ziele missbraucht, (ebenso wie es die Gründer Ihrer heutigen Partei taten). Das wäre nicht weniger perfide.
    Aber das passt natürlich nicht ins revolutionäre Konzept, obwohl sie auch hätten selbst abdrücken können.
  6. #115

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Privatvermögen schafft keine Jobs, ...
    Das ist sachlich falsch, denn ohne sein Privatvermögen in Form des Ackers, der Erntemaschine und seiner Sämereien kann der Bauer sein Feld nicht bestellen.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    abgesehen davon schafft man überhaupt keine Arbeit, Arbeit erledigt man, wenn sie notwendig wird und man versucht sie allgemein zu vermeiden, das wissen selbst Tiere und das entspricht auch jeglicher Logik.
    Sie propagieren den Staat, in dem jeder nur an sich denkt. Ich bevorzuge den Sozialstaat, in dem die meisten etwas mehr arbeiten als notwendig - so viel, dass sie mit ihren Steuern und Abgaben auch die unterstützen können, die nicht arbeiten. Das ist sozial.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Wenn Arbeit denn wirklich so heilig ist, warum verlangen dann einige Leute, die so gut wie nicht arbeiten, sondern andere arbeiten lassen, so viel Geld?
    Sie meinen offensichtlich die Bezieher von Sozialleistungen. Bitte bedenken Sie aber auch, dass einige von denen nicht arbeiten können.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Dass unser System schwachsinnig ist und zwingen Schulden und Wachstum braucht, ist klar. Deswegen scheitert es ja auch.
    Den Menschen ging es noch in keiner Gesellschaftsform so gut. Ich sehe dem Untergang des Systems sehr gelassen entgegen. Jeden Morgen steht ein Spinner auf, der den baldigen Weltuntergang vorhersagt. Das ist lustig. Niemand nimmt sowas ernst.
  7. #116

    Schwer

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Das ist sachlich falsch, denn ohne sein Privatvermögen in Form des Ackers, der Erntemaschine und seiner Sämereien kann der Bauer sein Feld nicht bestellen.

    Sie propagieren den Staat, in dem jeder nur an sich denkt. Ich bevorzuge den Sozialstaat, in dem die meisten etwas mehr arbeiten als notwendig - so viel, dass sie mit ihren Steuern und Abgaben auch die unterstützen können, die nicht arbeiten. Das ist sozial.

    Sie meinen offensichtlich die Bezieher von Sozialleistungen. Bitte bedenken Sie aber auch, dass einige von denen nicht arbeiten können.

    Den Menschen ging es noch in keiner Gesellschaftsform so gut. Ich sehe dem Untergang des Systems sehr gelassen entgegen. Jeden Morgen steht ein Spinner auf, der den baldigen Weltuntergang vorhersagt. Das ist lustig. Niemand nimmt sowas ernst.
    Irgenwie ist es mir immer schwergefallen, den bekannten Spruch der Marie Antoinette mit dem Brot und dem Kuchen zu glauben.

    Wenn ich allerdings Mitforisten wie Sie sehe, die anscheinend in einer Paralellwelt ohne Bezug auf die Realität leben, und darauf anscheinend auch noch stolz sind, kann ich diesen Spruch nun wirklich gut nachvollziehen.
    MFG
    jolip
  8. #117

    Zitat von jolip Beitrag anzeigen
    Irgenwie ist es mir immer schwergefallen, den bekannten Spruch der Marie Antoinette mit dem Brot und dem Kuchen zu glauben.
    Das liegt vermutlich daran, dass sie diesen Satz auch nie gesagt hat, sondern er von Rousseau stammt und Marie Antoinette nachträglich in den Mund gelegt wurde.

    Ganz nebenbei ist Brioche kein Kuchen, Sie haben den Satz also auch noch sehr schlecht übersetzt.
  9. #118

    Die einzige echte Alternative!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Aufstieg der Piraten erschüttert keine Partei so sehr wie die Linke. Denn die Newcomer laufen den Genossen bei den Protestwählern den Rang ab. Die Linke sieht inzwischen reichlich alt aus - ihr droht der Niedergang.

    Linke in der Krise: Protestpartei a.D. - SPIEGEL ONLINE
    Zugegeben, die Linke sorgt oft selber für ihre Angriffsflächen und stellt sich zuweilen selber ein Bein. Trotzdem ist sie für mich die einzige echte Alternative, die Piraten sind mir zu luftig, zu beliebig.

    Für mich ist klar, dass das relative Wohlwollen unserer „Mediokratie“ gegenüber der Piratenpartei auf der taktischen Überlegung beruht, mit ihrer Hilfe die Stimmen der „Denkzettelwähler“ einfangen und vergleichsweise gefahrlos neutralisieren zu können. Diese Wähler könnten ja sonst vielleicht doch noch die mediale Brandmauer um die „Verfemten“, die „Unberührbaren“, also der Linkspartei überwinden und dieser Partei zu einem Höhenflug verhelfen.

    Das wäre dann der Super-GAU beim bisher so problemlosen Umbau unseres Sozialstaates in einen Wettbewerbsstaat, oder wie es Merkel eingeflüstert wurde, zur „marktkonformen Demokratie“.
  10. #119

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    Das ist sachlich falsch, denn ohne sein Privatvermögen in Form des Ackers, der Erntemaschine und seiner Sämereien kann der Bauer sein Feld nicht bestellen. ...
    Das, was Sie hier als Beispiel benennen, ist Betriebsvermögen - also tatsächlich sachlich falsch!

    Und weil Sie anscheinend nichts so richtig verstehen wollen, lohnt sich die weitere Diskussion mit Ihnen auch nicht.








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