Liebesdrama "The Deep Blue Sea": So große Gefühle, so wenig Platz

KinostarDer Teufel oder das tiefe blaue Meer: Im Liebesdrama "The Deep Blue Sea" spielt Rachel Weisz eine Frau, die im stickigen Nachkriegs-England zwischen zwei Männer hin- und hergerissen ist. Eine kunstvolle, düstere Studie zur zerstörerischen Kraft der Liebe.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/li...-a-852942.html
  1. #1

    Große Kunscht

    Eine für meinen Geschmack etwas zu wohlwollende Kritik: man kann das alles auch prägnanter einordnen - es handelt sich nämlich - mit dieser grauenhaft aufdringlichen Musik, die schlimmer als in Guido-Knopps Nazi-Dokus einem ständig die Gehörgänge zusülzt - einfach nur um prätentiösen Bockmist, der ständig ruft: Seht her, wir machen Kunscht! Was die Schauspieler (auch die ansonsten von mir durchaus geschätzte Rachel Weisz) angeht: sowas nannte man früher Knattermimen oder Knallchargen. Dekor, Aussage, das ist alles so verstaubt, so von vorgestern (1952!), in der Charakterzeichnung völlig unglaubwürdig und nirgendwo im geringsten relevant für unsere Zeit. Ein blutleeres Theaterstück, das keine Reanimation verdient hat. Dass der deutsche Verleih diesen kitschigen Schmonzes mit dem (auch noch erklärungsbedürftigen) Originaltitel ins Kino bringt, sagt schon alles.