Lichtschwert im Schulranzen: Möge die Macht mit dir sein, Katie

Lichtschwerter, Raumschiffe und Roboter, das ist doch nichts für Mädchen. Mit dieser Haltung schüchterten Schuljungs eine Mitschülerin ein. Doch im Internet formierte sich Unterstützung: Die geballte Liebe einer Generation Star-Wars-Fans. Ein frühes Wintermärchen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...734017,00.html
  1. #50

    @Der Hofnarr

    Zitat von Der Hofnarr Beitrag anzeigen
    Danke für diesen konstruktiven Beitrag. Vorwerfen kann man ja beiden Seiten jede Menge.

    Hilfreich ist es ja schon, wenn sich im öffentlichen (medialen) Diskurs wenigstens mal das stereotype Schema "Frauen sind elfenartige Heilige, Männer tumbe Monster" auflösen würde.

    Ein Schema übrigens, das ja gerne auch von Männern selber reproduziert wird, die damit ihren primitiven Sexismus (vermeintlich) glauben zu kultivieren.

    Dann wäre der Weg frei für einen offenen Dialog.

    Die interessante Frage aus Ihrem Beitrag ist aber: Woher kommt dieser Wahn zum Perfektionismus, wer indoktriniert die Frauen dahingehend und warum spielen sie dieses "Spiel" mit, wo doch offensichtlich ist das man dabei nur scheitern kann?
    Ich denke nicht, dass es dazu einfache Antworten gibt; ich glaube aber auch, dass die Ursache für unser Verhalten (bei beiden Geschlechtern) alte Denk- und Verhaltensmuster sind.

    Vermutlich hat es etwas damit zu tun, dass Männer sich beweisen müssen - und scheitern können. Das war schon immer so. Der Erfolg oder Misserfolg (ob bei der Jagd oder im Beruf) ist Maßstab für die Akzeptanz durch andere.

    Nun gibt es diese Form von Selektion bei Frauen nicht (im Grunde sind Frauen - als "Flaschenhals" bei der Fortpflanzung - zu "wertvoll" dafür), dennoch brauchen auch Frauen das Gefühl von "verdienter" Akzeptanz. Und da kommt dann der soziale Druck, sich als "nützlich" zuerweisen, ins Spiel. Und von dort aus sind es eigentlich nur ein paar Schritte hin zum "Perfektionswahn" - einfach, weil es kein logisches Ende gibt (wie bspw. bei der Jagd: Mammut erlegt --> fertig; oder im Beruf: Chefposten --> fertig).

    So in etwa denke ich es mir. In den heutigen Zeiten, in der Perfektion (neben Geld) unser goldenes Kalb geworden ist, um das wir tanzen, nimmt diese Tendenz fundamentalistische Züge an. Und keiner tritt dem entgegen: Wer wollte schon öffentlich sagen, dass er gegen Perfektion und Vollkommenheit ist? Und wer wollte das "Streben nach Höherem" verdammen?