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Lichtfeldfotografie: Schärfe für alle und alles

Einmal fotografieren, später fokussieren: Das US-Unternehmen Lytro hat die erste Lichtfeldkamera der Welt für Hobby-Fotografen auf den Markt gebracht. Anders als bei herkömmlichen Apparten können Nutzer nachträglich bestimmen, was auf den Bildern scharf sein soll.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...838935,00.html
  1. #1

    kurzgefasst:

    das Teil ist für die Tonne.
    Die Idee hinter der Technik ist gut aber die Umsetzung ist hier komplett verkorkst.
    Der Sensor in der Lytro ist so klein das ohnehin immer alles scharf ist. Der eigentlich Einsatzzweck die Schärfentiefe später zu bestimmen ist also garnicht möglich.
    Was bleibt ist eine Kamera die umständlich zu bedienen ist, ein schlechtes Display hat und die in Sachen Bildqualität an ein 5 Jahre altes (schlechtes) Fotohandy erinnert.
  2. #2

    Super praktisch

    Für die Leute, die sowieso nicht fotografieren können.
    Das senkt das Qualitätslevel der Knipsereien noch weiter nach unten.
    Für Profifotografen sind die Billiglichtfeldkameras mit ihren Plastiklinsen auch nicht zu gebrauchen und die Profigeräte für die Industrie kosten mehrere zehntausend Euros.
  3. #3

    ... bla bla bla. So nah an der Realität wie mit Lichtfeld und 3D in Kombination ist Fotografie noch nie gewesen. Und das interessiert 100% aller Hobbyfotografen. Die technische Umsetzung wird noch Zeit benötigen. Die ersten Digitalknipsen hatten auch nicht mal VGA Auflösung und brachten 10 Bilder auf eine 100 Mark teure Speicherkarte. Aber die Richtung ist die richtige. Wenn ich ein schönes Bergpanorama sehe will ich auch nicht schon beim Absteigen vom Lift entschieden haben müssen, auf welchen Punkt meine Augen fokussieren müssen. Ich lasse meinen Blick dann gerne 10 Minuten schweifen. Wenn eine Fotografie die gleiche Sichtweise ermöglicht, ist das bestimmt nicht nur was für "...Leute, die sowieso nicht fotografieren können."
  4. #4

    .

    Zitat von rodelaax Beitrag anzeigen
    ... und die Profigeräte für die Industrie kosten mehrere zehntausend Euros.
    Ja und? Was hat der erste Computer gekostet? Die Idee ist nicht schlecht und irgendeine erste, weniger gute Umsetzung für den Consumermarkt gibt es immer. Eigentlich muss man den Mut solcher Firmen bewundern. Vor allem: wenn sowas dann doch überraschend beim Volk ankommt - weil, dem Himmel sei Dank, doch noch nicht alle Leute gottverdammte Technokraten sind - melden sich die gleichen Elche wieder, um festzustellen, das war ein alter Hut und das hätte eigentlich jeder machen können (meinen natürlich hauptsächlich sich selbst).

    Vor allem finde ichs lustig, wenn total branchenfremde Menschen immer für die Fachleute sprechen. DER Fotograf will dies, DER Fotograf braucht das - soso ...
  5. #5

    ist mir zu überheblich...

    Zitat von privatsphaere Beitrag anzeigen
    ... bla bla bla. So nah an der Realität wie mit Lichtfeld und 3D in Kombination ist Fotografie noch nie gewesen. Und das interessiert 100% aller Hobbyfotografen. ...
    mal eben alles gesagte vom Tisch wischen und gleich die Meinung aller Betroffenen vertreten, ist ja in Foren groß in Mode...

    Oder um es mal mit Ihren Worten auszudrücken: So fernab der Realität war die Ausstattung von Hobbyfotografen selten vorher...

    Wenn sie sich mal 95% ihrer Hobbyfotografen anschauen, sind die bereits heute mit ihren 14-Megapixel-Kompaktknipse oder 500-Euro-SLR`s völlig überversorgt.

    Da wird in der Regel im Auto-Programm drauf gehalten und abgedrückt... Eventuell mal Blitz abschalten oder "Kerzenlicht"-Programm auswählen. Die Kamera wird`s schon richten, war schließlich teuer...

    Bildkomposition? Goldener Schnitt? Verschlusszeiten? Blende? ISO? Tiefenschärfe? Weißabgleich?... "Ja, doch, muss die unbedingt haben... und die soll auf keinen Fall diese roten Augen machen!"

    Ein ordentlicher Handwerker kann auch mit schlechtem Werkzeug noch etwas brauchbares leisten, ein schlechter Handwerker auch mit gutem Werkzeug nicht...
  6. #6

    Zitat von gurrke Beitrag anzeigen
    Der Sensor in der Lytro ist so klein das ohnehin immer alles scharf ist. Der eigentlich Einsatzzweck die Schärfentiefe später zu bestimmen ist also garnicht möglich.
    Offensichtlich haben Sie bisher noch keine Bilder aus der Lytro zu Gesicht bekommen und wissen daher nicht im Geringsten, wovon Sie sprechen.
  7. #7

    Und jetzt? Warum bringt der SPON Artikel über Geräte, die schon ewig lange durchgetestet wurden? Was kommt als nächstes, ein Bericht über den VW Golf I ?
  8. #8

    Zitat von whocaresbutyou Beitrag anzeigen
    Bildkomposition? Goldener Schnitt? Verschlusszeiten? Blende? ISO? Tiefenschärfe? Weißabgleich?... "Ja, doch, muss die unbedingt haben... und die soll auf keinen Fall diese roten Augen machen!"
    Sie begehen den gleichen Fehler wie viele Fotographen. Amateurfußball ist die Amateurversion von Profifußball. Aber Amateurfotographie ist in 95% der Fälle nicht die Amateurversion von Profifotographie. Sondern etwas ganz anderes. Meine Fotos z.B. dienen dazu, Freunden und Verwandte etwas zu zeigen. "So sieht es dort aus", "das sind meine Kinder", "hier wohne ich". Die Bilder dienen nicht dazu, länger betrachtet oder gar gerahmt und aufgehängt zu werden. Dementsprechend ist eine "gute" technische Qualität alles, was ich brauche. Komposition u.Ä wäre für diese Zweck schlicht Overkill. Keine roten Augen, kein auffälliges Bildrauschen, einigermaßen natürliche Farben. Das ist alles was nötig ist. Das kann bei guten Lichtverhältnissen die Kamera meines Handys. Und bei etwas schlechteren meine nicht allzu teure Digitalknipse.

    Seien Sie übrigens froh über jeden Amateurfotographen, der teure Kameras kauft. Gäbe es die nicht, würden DSLR-Kameras so in etwa bei 50.000€ anfangen
  9. #9

    Zitat von spatenheimer Beitrag anzeigen
    Offensichtlich haben Sie bisher noch keine Bilder aus der Lytro zu Gesicht bekommen und wissen daher nicht im Geringsten, wovon Sie sprechen.
    Keine Sorge, ich weiß wovon ich rede.
    Klar, wenn man nur einige cm vom Vordergrundmotiv entfernt ist, produziert selbst die Lytro Schärfentiefe. Aber bei einem normalen Portrait in normalen Aufnahmeabstand (sagen wir mal so 2-4 meter) ist einfach alles scahrf. Der Sensor ist zu klein.

    Über die Bildqualität will man schon garnicht reden. Jede Webcam für 15€ macht Aufnahmen in gleicher Qualität.


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