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Libyen: Radikale Islamisten zerstören muslimische Heiligtümer

In Libyen haben radikale Islamisten die Schreine islamischer Heiliger zerstört. In Tripolis sollen die Fundamentalisten mit schweren Baumaschinen angerückt sein, in der Stadt Sliten wurde Berichten zufolge ein Schrein gesprengt. Anwohner reagierten entsetzt.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...852091,00.html
  1. #1

    Vandalen-Herrschaft in Libyen

    Auch das Sufi-Heiligtum in Misurata soll heute zerstört worden sein. Damit sind drei jahrhunderte-alte Kulturdenkmäler von fanatischen Salafisten zerstört worden.
    Vergleichbares haben nur noch die Taliban getan, als sie die Buddha-Statuen sprengten.
    Der Wirtschaftsbeauftragte der österreichischen Botschaft in Tripolis zeigt Bilder von der heutigen Barbarei in Tripolis (twitter.com/David_Bachmann_). Bilder aus Zliten findet man auf www.libyaherald.com
    In Libyen herrschen Vandalen.
  2. #2

    Traurig, dass einige Extremisten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Libyen haben radikale Islamisten die Schreine islamischer Heiliger zerstört. In Tripolis sollen die Fundamentalisten mit schweren Baumaschinen angerückt sein, in der Stadt Sliten wurde Berichten zufolge ein Schrein gesprengt. Anwohner reagierten entsetzt.

    Libyen: Islamisten zerstören muslimische Heiligtümer - SPIEGEL ONLINE
    das Erbe ihrer eigenen Vorfahren für immer zerstören.
    Nur weil einige Leute ähnlich wie Katholiken Heilige verehren und sich gleichzeitig Muslime nennen, halten einige andere das für unislamisch und wollen den anderen vorschreiben, was sie glauben sollen.
    Das erinnert stark an den Kofessionsstreit zwischen katholiken und protestanten vor einigen Jahrhunderten. Oder an die Bilderstürmer vergangener Zeiten oder der Untergang der Bibliothek von Alexandria.
    Oder an die Kreuzfahrer unseligen Angedenkens.
    Vielleicht sollte man diese Leute "Islamaders" nennen in Anlehnung an die Crusaders von Papst Urban etc.

    Libyen, eigentlich die ganze Welt, ist ärmer geworden, Gott seis geklagt.
  3. #3

    Wow

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Libyen haben radikale Islamisten die Schreine islamischer Heiliger zerstört. In Tripolis sollen die Fundamentalisten mit schweren Baumaschinen angerückt sein, in der Stadt Sliten wurde Berichten zufolge ein Schrein gesprengt. Anwohner reagierten entsetzt.

    Libyen: Islamisten zerstören muslimische Heiligtümer - SPIEGEL ONLINE
    das nennt sich doch wahrer Forschritt in Libyen. Mehr davon. Eine Darstellung der wahren neuen Mächte in Libyen. Herbeigebombt durch die Nato, begleitet durch das Kammerochester westlicher Medien, das nur eine Partitur kennt.
  4. #4

    Zitat von willibaldus Beitrag anzeigen
    Libyen, eigentlich die ganze Welt, ist ärmer geworden, Gott seis geklagt.
    Die Extremisten aller Religionen handeln derart, wie die Beispiele der Protestanten zeigen. Aber sie schaden sich damit nur selber, denn die große Mehrzahl der Gläubigen ist heute nicht mehr so borniert, dass sie solche Zerstörungen nicht als Verlust an Kultur und obendrein als Versündigung an religiösen Heiligtümern empfinden würden. Damit erregen die Islamisten nur Ärgernis in den eigenen Reihen und wecken den Widerstand der übrigen Gläubigen. Es ist der Anfang ihres eigenen Untergangs. Meist sind es junge Männer ohne jede Lebenserfahrung, die von Hetzern angestiftet werden und gar nicht wissen, was sie tun.
  5. #5

    Lernen auf die harte Tour

    Zitat von willibaldus Beitrag anzeigen
    das Erbe ihrer eigenen Vorfahren für immer zerstören.
    Nur weil einige Leute ähnlich wie Katholiken Heilige verehren und sich gleichzeitig Muslime nennen, halten einige andere das für unislamisch und wollen den anderen vorschreiben, was sie glauben sollen.
    Das erinnert stark an den Kofessionsstreit zwischen katholiken und protestanten vor einigen Jahrhunderten. Oder an die Bilderstürmer vergangener Zeiten oder der Untergang der Bibliothek von Alexandria.
    Oder an die Kreuzfahrer unseligen Angedenkens.
    Vielleicht sollte man diese Leute "Islamaders" nennen in Anlehnung an die Crusaders von Papst Urban etc.

    Libyen, eigentlich die ganze Welt, ist ärmer geworden, Gott seis geklagt.
    Libyen wird immer mehr zu einem zweiten Somalia. Die undemokratischen Wahlen, von denen fast 2 Mio Libyer (z.B. die Flüchtlinge in Tunesien oder Ägypten...) ausgeschlossen waren, haben an den tatsächlichen Herrschaftsverhältnissen kein Jota geändert. Die Herrscher sind "Warlords" mit ihren Milizen.
    Sie waren ein Schönredner im libyschen Nato-Krieg und sind es jetzt wieder im Falle Syriens. Geht Ihnen so langsam ein Licht auf ?
  6. #6

    Zitat von zompel Beitrag anzeigen
    das nennt sich doch wahrer Forschritt in Libyen. Mehr davon.
    Diese Genugtuung ist verfrüht. Es ist ein Eigentor der Salafisten, das gerade die Gemäßigten stärken wird und zu deren Einigung beiträgt. Dass es in Libyen noch Konflikte zwischen Volksgruppen und gelegentliche Gewaltausbrüche gibt, ist nicht verwunderlich. Die Gesellschaft muss sich allmählich neu formieren, am besten ohne Einmischung von außen zum Vorteil einzelner Gruppen. Das würde jetzt nur Hass schüren.
  7. #7

    Ich hoffe, Sie haben recht mit dieser Einschätzung,

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Extremisten aller Religionen handeln derart, wie die Beispiele der Protestanten zeigen. Aber sie schaden sich damit nur selber, denn die große Mehrzahl der Gläubigen ist heute nicht mehr so borniert, dass sie solche Zerstörungen nicht als Verlust an Kultur und obendrein als Versündigung an religiösen Heiligtümern empfinden würden. Damit erregen die Islamisten nur Ärgernis in den eigenen Reihen und wecken den Widerstand der übrigen Gläubigen. Es ist der Anfang ihres eigenen Untergangs. Meist sind es junge Männer ohne jede Lebenserfahrung, die von Hetzern angestiftet werden und gar nicht wissen, was sie tun.
    dass diese fanatisierten Figuren, ebenso wie die afgh. Taliban und die Fanatiker aus Nigeria und Mali "nur" eine bornierte Minderheit darstellen, die zum Ärger der mehr oder weniger aufgeklärten Mit-Landsleute muslimischer Prägung derartigen Frevel am Kulturgut einer Nation begehen.
    Man wird ja auf längere Sicht sehen, ob man sich als "westliche Interessensgemeinschaft" nicht zum Steigbügelhalter für mittelalterliche Barbaren gemacht hat, indem man die Ghadaffis zu neutralisieren geholfen hat...
  8. #8

    Das ist ein Wunschtraum

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Extremisten aller Religionen handeln derart, wie die Beispiele der Protestanten zeigen. Aber sie schaden sich damit nur selber, denn die große Mehrzahl der Gläubigen ist heute nicht mehr so borniert, dass sie solche Zerstörungen nicht als Verlust an Kultur und obendrein als Versündigung an religiösen Heiligtümern empfinden würden. Es ist der Anfang ihres eigenen Untergangs. Meist sind es junge Männer ohne jede Lebenserfahrung, die von Hetzern angestiftet werden und gar nicht wissen, was sie tun.
    Diese Extremisten hatten von Anfang an ihre Finger im Spiel. Warum sind wohl die Demos immer Freitags gewesen. Das diese Regierung keine Macht hat, sieht man an der Unfähigkeit dagegen vorzugehen. Man lässt aus Ohnmacht gewähren und zerstört die Vergangenheit wie Zukunft des Landes.
    Haben Sie denn ein Beispiel wo ihr Wunschdenken in Erfüllung gegangen ist ?
  9. #9

    Zitat von zompel Beitrag anzeigen
    Diese Extremisten hatten von Anfang an ihre Finger im Spiel. Warum sind wohl die Demos immer Freitags gewesen.
    Warum sind Demos in Deutschland meist sonntags, z.B. die Ostermärsche? Sind das christliche Fanatiker?


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