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Libyen-Politikfiasko: Fischer rechnet mit Nachfolger Westerwelle ab

Mehrere Spitzenpolitiker haben sich von Guido Westerwelle distanziert,*jetzt attackiert ihn auch noch ein Amtsvorgänger: Im SPIEGEL nennt Joschka Fischer die Berliner Libyen-Politik das "vielleicht größte Debakel seit Gründung der Bundesrepublik". Braucht Deutschland einen neuen Außenminister?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782882,00.html
  1. #250

    wieso?

    Zitat von komparse Beitrag anzeigen
    Guido W. hat die Stimmungslage der Deutschen völlig falsch eingeschätzt. Er dachte, dass Deutschland nach dem Afghanistaneinsatz kriegsmüde ist und keine Lust auf weiter Einsätze hat...
    die einschätzung war und ist völlig richtig: DIE DEUTSCHEN SIND KRIEGSMÜDE !!!

    zeit, das es auch die letzten politiker kapieren!
  2. #251

    l

    Zitat von Der Pragmatist Beitrag anzeigen
    Waere Fischer noch im Amt, haette er genauso NEIN gesagt wie Westerwelle, siehe Irak Krieg, wo es auch darum ging, einen Massenmoerder aus dem Amt zu jagen.

    Aber jetzt ist Fischer kein Aussenminister mehr, also kritisiert er seinen Nachfolger.

    Politiker sind eben Heuchler und Fischer betaetigt die Weissheit.

    Pragmatist
    Woher wissen Sie, dass er nicht so wie im Falle Kosovo reagiert hätte? Oder müssen Sie mit Unterstellungen arbeiten, damit Sie am Ende Ihre platten Weisheiten unters Volk bringen können?
  3. #252

    je suis d'accord

    Zitat von krasmatthias Beitrag anzeigen
    Nachdem anfänglich die Mehrheit der Forumsteilnehmer wohl gegen jegliche deutsche Beteiligung am Krieg war, nun Deutschland allerdings nicht zu den "Gewinnern" gehört - so die jetzige Meinung der meisten Forumsteilnehmer, ist anscheinend die Zustimmung der Bevölkerung für die militärische Teilnahme am kommenden Krieg gut vorbereitet. Nur das Deutschland dann in einen weitaus größeren Krieg gezogen wird.
    Diese "Vorbereitung" der deutschen Öffentlichkeit auf die zukünftige Beteiligung am Krieg ist offensichtlich, da der Krieg in Libyen natürlich durch die NATO zu gewinnen war.
    Daher finde ich, hat Herr Westerwelle seine Arbeit sehr gut gemacht und beim nächsten Mal wird seinem JA nur eine Minderheit widersprechen.

    Ich war gegen den Krieg in Libyen und bin auch gegen die Teilnahme Deutschlands am nächsten Krieg!
    außer in einem Punkt, der aber völlig unerheblich ist: beim nächsten Mal wird nicht Westerwelle bei der UN abstimmen. Ich denke er wird zurücktreten. Sie verstehen? Wegen der Dramaturgie. Das wird seine angeblich im Alleingang durchgeführte Fehlentscheidung sich im Libyen Konflikt bei der UN zu enthalten, noch ein wenig besser untermauern.

    Auch ich war und bin gegen den Krieg gegen Libyen und bin auch gegen die Teilnahme Deutschlands am nächsten Krieg, der sich, so wie es im Moment aussieht, gegen Syrien richten wird.
  4. #253

    Niebelllllll??

    "Außenseiterchancen werden Entwicklungsminister Dirk Niebel eingeräumt."

    Alles nur das nicht. Bitte, bitte nicht.

    Westerwelle ist der mit Abstand schlechteste Außenminister den die Bundesrepublik jemals hatte. Doch ein Außenminister Dirk Niebel würde im Rückblick selbst Westerwelle als einen großen Außenminister erscheinen lassen.
  5. #254

    Weisheit such man vergebens....

    Zitat von artikel
    "Wir sind zu groß, um uns auf eine Rolle wie die der Schweiz zurückzuziehen; wir sind zu klein, um Weltmacht zu spielen", sagte Fischer. "An unserer Verankerung als Teil des Westens festzuhalten, sollte unser höchstes Interesse sein - und vorrangig, ja unverzichtbar ist dabei die Vollendung des europäischen Einigungsprozesses."
    Soll heissen, Deutschland hat gefälligst bei der millitärischen Eroberung der Welt durch die finanzgesteuerten westlichen Scheindemokratien mitzumachen. Ein neutrale Zone in der Mitte Europas ist nicht wünschenswert, dann doch lieber eine globale Konzerndiktatur, in der unsere politischen Eliten auch in anderen Ländern noch einen Job finden, wenn man sie zuhause davon jagt.

    Wer versucht, objektiv auf die vergangenen Jahrzehnte zu blicken, kommt nicht umher zu erkennen, dass die westliche Dominanz auf dem Rücken von Millionen Menschenleben errichtet wurde, und die Menschervarachtung hat in der Gesellschaft so weit Fuss gefasst, dass heute sogar ein Land aus humanitären Gründen in Gewalt und Chaos gestürzt werden kann. Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Weisheit ist aus dem Wortschatz getilgt.
  6. #255

    .

    Zitat von backtoblack Beitrag anzeigen
    Das muss man sich noch einmal vor Augen halten. Gaddafi`s Söldnerheere waren schon in den Außenbezirken von Bengasi, als u.a. der französische Schriftsteller Bernard-Henri Levy einen verzweifelten Appell zur Rettung der Menschenrechte des lybischen Volkes an Sarkozy richtete. Damit änderte sich die Politik des Westens gegenüber Gaddafi. Die Menschenrechte wurden zum Gradmesser der Außenpolitik in Lybien, eigennützige Interessen nicht völlig ausgeschlossen
    Glauben Sie wirklich, dieser Krieg wurde geführt, um die Menschenrechte in Libyen zu verteidigen? Meine Güte. Die Menschenrecht ein Libyen waren so wichtig wie die Massenvernichtungswaffen im Irak.
    Sie sind ja voll auf die Propaganda reingefallen. Wo sind denn die Bilder von den Massakern, die Grund für den Krieg gegen Libyen waren?

    Zitat von backtoblack Beitrag anzeigen
    Ein Kanzler Kohl hätte ihn gefeuert. Irgendjemand muss ihm zeigem, wo der Notausgang ist. Er wird ihn allein nicht finden.
    Kohl würde besser schweigen. Die Liste seiner Fehlentscheidungen und Irrtümer ist lang, hier aber OT, weil es um Westerwelle und den Libyenkrieg geht.
  7. #256

    Westerwelle reagierte viel besser als Fischer

    Als Nicht-FDP-Mann sage ich, dass Westerwelle hier mehr Weitblick bewiesen hat als alle anderen miteinander. Für das größte Debakel der deutschen Nachkriegsgeschichte ist Joschka Fischer verantwortlich, der mit dem Kosovo-Krieg Deutschlands, der keinen Frieden brachte, alles vieles auf den Kopf stellte, was Deutschland bis dahin außenpolitisch ausgezeichnet hatte. Damit hat er auch alle diejenigen Wähler verraten und verkauft, welche die GRÜNEN gewählt hatten, weil sie ein pazifistisches Wahlprogramm hatte, das Fischer dann über den Haufen war.
    Hier soll außerdem offenbar Westerwelle nieder gemacht werden, weil er offenbar bestimmten politischen Kräften im Weg ist.
    Noch scheint es vielleicht, als ob der Krieg Fischers richtig war und die Besonnenheit Westerwelles falsch, doch Gottes Mühlen mahlen langsam ...
  8. #257

    Die erste Information

    Zitat von schreibwerk Beitrag anzeigen
    Blödsinn, dafür müssten Sie alle Bildzeitungen der letzten 15 Jahre als Strafe lesen! Natürlich gab es haufenweise Massaker! Leben Sie hinter dem Mond? Der ist aber auch schon kartographiert...
    Die Stuß-Folgerung ist wenigstens leinen Unsinn schreiben!
    Haben Sie gewusst dass der Chef der Staatssicherheit bei Milosevic, Stanisic nach eigenen Angaben CIA - Mann war?

    Darüber liest man nach der Schlacht weniger.

    Haben Sie gewusst dasssich im Hintergrund nur um solche zahlreiche Verbindungen und Vernetzungen der Kriegsparteien gehandelt hatte.

    Ja es gab Verbrechen und ein unendliches Leid der Zivilbevölkerung um gerade neben anderem den Angriffskrieg zu legitimieren. Der wäre mit einer anderen hintergründigen Politik sehr wohl vermeidbar gewesen.
  9. #258

    das größte Debakel

    war, die Außenpolitk unter AA Fischer und BK Schröder , tiefer ging es nimmer .
  10. #259

    Na ja, Fischer war auch kein "Glanzstück"

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehrere Spitzenpolitiker haben sich von Guido Westerwelle distanziert,*jetzt attackiert ihn auch noch ein Amtsvorgänger: Im SPIEGEL nennt Joschka Fischer die Berliner Libyen-Politik das "vielleicht größte Debakel seit Gründung der Bundesrepublik". Braucht Deutschland einen neuen Außenminister?

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...782882,00.html
    aber davon abgesehen ist Westerwelle eine Fehlbesetzung vom ersten Tag an.


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